Star Wars Episode 8 - Die letzten Jedi [Kritik x2]

TheReelGuy

Well-Known Member
McKenzie schrieb:
..aber sie überwiegen für mich persönlich halt nicht die Schreibschwäche der Autoren.
Bevor du den Thread wieder meisest, könntest du mir wohl ein paar dieser Schwächen nennen? Mir fallen da nämlich kaum super auffällige Schwächen ein.​

Constance schrieb:
Dann sag mir doch bitte, was für dich unter der Oberfläche hervorzuheben ist.
Ich finde das der Film fantastisch mit der Macht umgeht. Die Unterhaltungen zwischen Kylo und Rey sind dabei ganz große Highlights. Das Training mit Luke bzw. die gesamte Insel-Story ist eine fantastische Erweiterung eines bekannten Helden mit neuen Motiven, aber immer mit Bezug zu seiner etablierten Persönlichkeit. Kylo bekommt als Bösewicht so viel Substanz wie vielleicht kein anderer Bösewicht in der gesamten Saga. Auch die Ausfüllung der Grau-Zone zwischen der hellen und dunklen Seite der Macht ist großartig.​

Constance schrieb:
Allerdings lass ich mir das durch die reine Dummheit der NewOrder nicht erklären. Wenn die Dinge unter Lichtgeschwindigkeit so laufen, und das wird wohl kein Geheimnis sein, dann hätte doch die Flotte dieses Manöver kommen sehen. Oder gleitet man tatsächlich so lange nach, bis der andere ne Lösung gefunden hat. Für mich wird der Plot keinen Sinn ergeben und ich weiß jetzt definitiv wie Poe sich während seines Meutern gefühlt hat. Zumindest einer bringt im Film selvst die Probleme des Gleichen auf den Punkt.
Aber wir erinnern uns schon noch alle daran, dass das Imperium sich kurz vor seinem Untergang tödlich geirrt hat und die Bewohner eines kleinen Waldmonds als harmlos eingeschätzt hat, oder? :biggrin: Aber ,am darf auch nicht vergessen, dass böse Imperium auch im echten Leben manchmal an schwachsinnigen Ideen oder Taktiken zugrunde gehen. Einer dieser Fehler führte z.B. zu einem Film von Chrisopher Nolan :read:
 

Revolvermann

Well-Known Member
@Constance
Genau. Warum hat man den Todestern überhaut gebaut? Drei mal. Um die Leute auf den Planeten zu Tode zu langweilen mit dem immer gleichen Storybauteil? Da hat TLJ endlich mal eine neue Art der großen Kriegsführung vorgestellt. Wurde auch mal Zeit. Auch das einer der vielen Sachen, bei denen der Film zumindest mal etwas gewagt hat. Allein die Szene war es schon wert. Denn mich interessiert der emotionale und filmische Aspekt. Logik eher nicht. Gar nicht. Zumindest stört mich das nicht mehr als all die bescheuerten Sachen in den anderen Star Wars Filmen. Oder mindesten 80% aller anderen großen Blockbuster. Die Szene ist nichts Besonderes. Ich finde das nicht mal besonders gut. Aber zumindest nicht schon wieder derselbe alte Kaffee.
Wobei die Möglichkeit damit einen Planeten zu zerstören natürlich nicht angeschnitten wird und (wie so viele Sachen) bloß die übliche Empörung wiederspiegelt.
Übrigens gibt es im Internet sehr zahlreiche positive Kritiken und Videoessays die sich mit dem Film beschäftigen. Auch hier haben sich viele Leute ausgiebig über die positiven Sachen des Films ausgelassen. Und rate mal: Ich finde die positiven Besprechungen wesentlich besser durchdacht, fundierter, argumentativ sinniger und allgemein sachlicher als die meisten negativen.
Warum sollte man sich die Mühe machen, das hier nochmal in mit Arbeit verbundener, großer Form niederzuschreiben? Wenn du im gesamten Internet nichts findest, was dich überzeugt? Auch ich habe mich schon öfter zu dem Film hier geäußert und 5 Beiträge weiter kommen dieselben Fragen wieder auf. Oder es wird über irgendwelche Gleiter und Schwerkraft oder Ähnliches gestritten, was mich wie gesagt nicht interessiert bzw. keine Zeile wert ist.
Die Bezifferung der für einige Leute sehr positiv herausstechenden Dinge findet doch ständig statt. Wird danach aber kaum aufgegriffen, weil entweder für den Fragesteller nicht nachvollziehbar oder eben Geschmacks bedingt.
Die Einsicht das man den Film anders sieht, müsste doch so langsam angekommen sein. Mir konnte zum Beispiel kein einziges Argument, kein angeblicher oder tatsächlicher Logikfehler den Film madig machen. Ich würde sogar sagen, TLJ ist mein zweit- oder evtl. drittliebster Star Wars Film. Trotzdem kann ich es gut akzeptieren, wenn andere Leute den, aus welchen Gründen auch immer, scheiße finden. Es ist mir sogar ziemlich egal. Da brauch ich doch nicht immer und immer wieder ellenlange Begründungen.
Was mich eher wundert und z.B. auch zu diesen Zeilen treibt, ist die Tatsache dieses immer wieder aufflammenden Kreuzzuges gegen den Film. Oder überhaupt gegen bestimmte Filme. Immer und immer wieder. Ich bin da ehrlich interessiert, warum eine einzige Positionierung nicht ausreicht? Klar, es gibt immer wieder Diskussionen. Mir fällt aber eine zunehmend negative Aufladung bei bestimmten Filmen auf. Bei einer Leidenschaft, die doch eigentlich positiv besetzt sein sollte.
 

Rantman

Active Member
Das ist aber leider in beide Richtungen der Fall.
Fans von etwas haben häufig eine rosa rote Brille auf und ignorieren existietende Probleme.
Hater ignorieren gute Punkte und fokussieren sich nur auf dir für sie relevanten Schwächen.

Das ist doof, aber irgendwie gleichzeitig verständlich. Weil nicht nur geschmacker unterschiedlich sind, sondern auch Gewichtungen, was für einen wichtig ist.

Die Mitte geht dabei in den Diskussionen unter, weil die Leute mit den extrenen Meinungen diese vehementer vertreten. Das ist schade.
 

McKenzie

Unchained
@ReelGuy
Okay. Mein größtes Problem ist der "Idiot Plot" (heißt wirklich so, kein haten). Ein großer Teil der Handlung findet nur statt, weil die lilahaarige Dame Poe grundlos nichts vom Plan mitteilt. Dieser Teil ist auch noch der schwächste des Films, die ganze Schlüsselmeister-Nebenstory die in Wahrheit nirgends hinführt, der prequelmäßige Casinoplanet, und dann natürlich Rebellion gegen Vorgesetzte von Poe, welche dann mit einem "Hach ja, der kleine Hitzkopf" abgetan wird. Viele Menschen sterben wegen ihrer sinnlosen Entscheidung, und dann ist sie dennoch die Heldin und niemand verliert ein Wort darüber. Das ganze Ding ist dann auch noch eingebettet in einen für mich langweilig erzwungenen, superlangsamen Verfolgungsplot, der auch mehr Fragen aufwirft als er sollte. An dem ganzen Teil funktioniert für mich writing-mäßig gesehen ungefähr genau gar nichts. Fury Road als Extrembeispiel besteht auch nur aus einer Verfolgung, also sowas kann man theoretisch schon machen..aber nicht jedes Setting bietet sich dafür auch wirklich an.

Die ganzen Sachen welche die Macht betrafen fand ich hingegen tatsächlich spannend, zum ersten Mal seit langem hatte ich bei Star Wars das Gefühl, es tut sich was, neue Wege werden erkundet..saß da teilweise wirklich gebannt da. Reys Kontaktaufnahme mit Kylo, Luke der es verhindern will...ich hab an die Disney-Starwarse keine Erwartungen und bin generell von Star Wars recht abgenabelt, aber das hatte mich. Aber leider, leider..wurde alles revertiert. Großes Töne von Yoda, dass die Bücher ruhig verbrennen können, es fühlte sich tatsächlich reinigend nach Neuanfang an -
Nope, Rey hat die Bücher gerettet.
Kylo bietet Rey an, das Alte sterben zu lassen, was augenscheinlich das gesamte Hauptthema des Films auf jeglicher Metaebene darstellte -
Wie gut wäre es gewesen, hätte der Film einfach damit geendet, dass sie seine Hand nimmt. Dicker Cliffhanger, potenziell düster oder hoffnungsvoll, man kann es noch nicht sagen. Stattdessen muss Rey noch Steine mit der Macht schupfen, genau das was die Macht laut Luke eigentlich nicht ausmacht...
Generell widerspricht sich der Film in seinen Grundaussagen ständig. Rose meint, man sollte nicht die Gegner töten um die eigenen Leute zu retten - Heldin (nebenbei gefährdete sie dadurch das Leben all der anderen, inklusive Finn). Lila Lady
kamikazed ein ganzes Schiff voller Angestellter der Gegner - Heldin.
Das ist insofern schade, weil einige dieser Grundaussagen und Themen wirklich interessant gewesen wären, aber sie wurden halt nicht konsequent zu Ende gedacht und enden damit in einem Bleh. Zusammenfassend kann ich für mich sagen, ich gebe Johnson ein Fleißsternchen weil er es versucht hat. Das respektiere ich. Nur hat es meiner Meinung nach großteils nicht funktioniert.
 

Revolvermann

Well-Known Member
@Rantman
Genau die Tatsache das es diesen großen Zusammenschluss von Gleichgesinnten nun in in gewissem Maße von beiden Seiten gibt ist doch irgendwie bedenklich.
Gibt es nun also neben dem Fandom auch das Haterdom? Ist das in dem Ausmaß, und sowieso der Begriff Hass, im Zusammenhang mit Unterhaltungsfilmen nicht sowieso völlig übertrieben und unangebracht?
Ich denke ja. Und damit meine ich natürlich nicht die Tatsache einen Film oder ein Franchise nicht zu mögen. Ich glaube dem soviel negative Gefühle entgegenzubringen ist ein Zeugnis der Unzufriedenheit an ganz anderer Stelle und ein Baustein der allgemein sehr populären Empörungskultur.
Ich glaube Kunst, und das ist Star Wars trotz aller kommerziellen Auslegung, wird viel zu oft als persönliche Anbiederung oder Anfeindung gesehen. Ich habe echt Leute kennengelernt, die regte der neue Star Wars mehr auf als die Tatsache, dass sie ihren Job verloren haben. Als sei Rian Johnson persönlich in der Zeit zurückgereist und hätte die Person als Kind verprügelt. Es ist das Festhalten an alten Gewohnheiten und die irrationale Vorstellung ein Künstler sei dem Konsumenten irgendetwas schuldig, was gerade sehr gut in den Zeitgeist zu passen scheint.
 

TheReelGuy

Well-Known Member
McKenzie schrieb:
@ReelGuy
Okay. Mein größtes Problem ist der "Idiot Plot" (heißt wirklich so, kein haten). Ein großer Teil der Handlung findet nur statt, weil die lilahaarige Dame Poe grundlos nichts vom Plan mitteilt.
"Grundlos" ist das Ganze ja nicht! Holdo erzählt Poe nichts, weil sie keine persönliche Beziehung zueinander haben und sie nur weiß, dass Poe von Leia soeben wegen seines tollkühnen, hitzköpfigen und vollkommen wahnwitzigen Manöver degradiert wurde. Ich finde schon, dass dieses Misstrauen - sie wurden ja schließlich auch überraschenderweise durch den Hyperraum hindurch getracked - ein solides erzählerisches Element ist. Beim ersten Schauen, war ich voll überzeugt, dass es wirklich einen Verräter an Bord der Raddus gibt.​

McKenzie schrieb:
Kylo bietet Rey an, das Alte sterben zu lassen, was augenscheinlich das gesamte Hauptthema des Films auf jeglicher Metaebene darstellte -
Wie gut wäre es gewesen, hätte der Film einfach damit geendet, dass sie seine Hand nimmt. Dicker Cliffhanger, potenziell düster oder hoffnungsvoll, man kann es noch nicht sagen. Stattdessen muss Rey noch Steine mit der Macht schupfen, genau das was die Macht laut Luke eigentlich nicht ausmacht...
Das ist ja auch das, was Luke und auch Kylo anfangs noch sagen. Luke will nicht, dass die Jedi weiter exisitieren. Kylo will einen neuen Weg einschlagen. Letztlich wird Kylo enttäuscht, was ihn weiter in die dunkle Seite hineintreibt und Luke verfällt endlich wieder in alte Muster und entscheidet sich gegen jede Vernunft für die Rettung seiner Freunde. Ich finde schon, dass das inhaltlich passt.​
 

McKenzie

Unchained
Aber damit endet Star Wars halt wieder in der Sackgasse und evolviert nicht weiter, wie einem den restlichen Film über suggeriert wird..die Grenzen gut/böse wurden aufgeweicht, dunkle/helle Seite in den Graubereich gezogen, sowas ist wirklich spannend. Und alles für die Katz, weil dann eh alles wie gehabt.
 

Shins

Administrator
Teammitglied
Revolvermann schrieb:
Ich glaube Kunst, und das ist Star Wars trotz aller kommerziellen Auslegung, wird viel zu oft als persönliche Anbiederung oder Anfeindung gesehen. Ich habe echt Leute kennengelernt, die regte der neue Star Wars mehr auf als die Tatsache, dass sie ihren Job verloren haben. Als sei Rian Johnson persönlich in der Zeit zurückgereist und hätte die Person als Kind verprügelt. Es ist das Festhalten an alten Gewohnheiten und die irrationale Vorstellung ein Künstler sei dem Konsumenten irgendetwas schuldig, was gerade sehr gut in den Zeitgeist zu passen scheint.
Wunderbar geschrieben. Und tatsächlich eine bedenkliche Entwicklung. Ganz von Star Wars 8 und ob man den mag oder nicht jetzt abgesehen.
 

TheReelGuy

Well-Known Member
Naja, so haben wir jetzt gesehen, dass diese Graubereiche durchaus existieren, was jetzt nur noch mit Episode IX einen richtigen Pay-Off bekommen muss.

Wenn am Ende wieder nur ein Imperium fällt, wäre ich enttäuscht, aber gerade durch diese Andeutungen in Episode VIII wird das auch wohl nicht passieren.​
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
McKenzie schrieb:
die Grenzen gut/böse wurden aufgeweicht, dunkle/helle Seite in den Graubereich gezogen
Ich hätte kein Problem damit, wenn es bei Machtnutzer nur schwarz/weiß gäbe. Graubereiche kann's gerne bei allen anderen Figuren geben.
 

Rantman

Active Member
Zum Thema fandom und hatern hab ichs schon mal in nem anderem thread gesagt: man darf die Stimmungsmache nicht überbewerten.

Auf 5 Fans und 5 hater kommen 90 Leute, die in der mitte sind und sich nicht äußern. Das Internet bietet Plattformen zur Stimmungsmache, neutrale Meinungen werden meist nicht geteilt. Und das ist nur logisch. Nur wenn eine
Menschen etwas bedeutet, also positive oder negative Emotionen auslöst, ist ein Mensch mktiviert Zeit zu investieren.
Also nur weil das Netz voll ist mit Stimmungsmache, ist das nicht die ganze Welt.
 

Revolvermann

Well-Known Member
Natürlich ist das Netz nicht die ganze Welt. Da hast du völlig recht. Aber man darf die Lauten, die Leute die Stimmung machen auch nicht unterschätzen. Was man an zahlreichen Shitstorms, Kommentarspalten und im Resultat auch im Alltag und sogar in Wahlen feststellen kann. Immer wieder wird der Fehler gemacht, ein neues Medium zu unterschätzen. Manchmal steckt etwas größeres dahinter.
Die Mehrheit, die sich nicht äußert, bestimmt eben auch nicht die Diskussion. Die Aktiven, lenken dann am Ende auch oft. Zum Guten oder Schlechten.
Deswegen auch mein Interesse, die Dynamik dahinter zu ergründen.
 

Joker1986

0711er
TheReelGuy schrieb:
Für mich ist "Episode 8" auch stärker als "The Force Awakens"! Da stimmt alles ein Ticken besser als im Vorgänger. Klar hat der auch Schwächen (vor allem: Canto Bight), aber bei meinem "Star Wars"-Marathon letzten Monat gehörte der Film wirklich zu den besten 3 Teilen der Reihe.

Kann auch ehrlich gesagt die "pseudo-intellektuelle Abstrafung des Kanon" nicht verstehen. A) Es ist immer noch eine Geschichte über Zauberer und Weltraum-Faschisten. B) Machen die meisten Dinge im Film auch innerhalb der Film-Logik Sinn. C) Habt ihr die Prequels vergessen?!​
Um hier noch mal meinen Standpunkt zu erwähnen, da der meines erachtens von den meisten anderen hier abweicht: Plotholes, Idiot plot etc sind mir bei Star Wars relativ egal. Aber was mich massiv gestört hat und warum der Film für mich so gar nicht geht, sind einfach die Charaktere, die für mich völlig "out-of-charakter" agieren. Und auch generell wie mit einigen Charakteren umgegangen wird.
Luke zum Beispiel verhält sich absolut gegenteilig zu dem, wie er in 3 Filmen zuvor eingeführt wurde. Ich mein, der Junge (später Mann) der sogar noch an das Gute in Darth Vader geglaubt hat - dem personifzierten Bösen in der SW Welt - und die Hoffnung nie aufgegeben hat, wird zum beleidigten, störrischen Kind, das sich auf einen Planeten zurück zieht und alles in Frage stellt, wegen einer lächerlichen Vision.
Vader hat den Thanos Snap an den Jedi gemacht und das nicht nur einmal, er hat Lukes Familie umbringen lassen, ihm die Hand abgeschlagen und ihn dem Imperator ausgeliefert und TROTZDEM hat er immer an das Gute in ihm geglaubt und die Hoffnung nicht aufgegeben.

Nächstes Beispiel Leia: ok - sie ist stark in der Macht wie ihr Bruder und ihr Vater, aber sieht fliegt mal kurz wie Superman durch den Weltraum?
Und warum opfert man Sie nicht entweder anstelle von Ackbar gleich beim ersten Angriff oder anstelle von Holdo am Ende? Jetzt hat man Leia offen dahängen und keine Schauspielerin mehr die irgendwo anknüpfen könnte.
Während man Ackbar oder Holdo noch wunderbar gebrauchen könnte und wenn (zumindest bei Ackbar) wenigstens nur als Fan Service.

Snoke - wunderbar aufgebaut in Episode 7. Bedrohlich, das Nerd-Universum hat gerätselt (Mace Windu?), potential war da. Einfach weg. Und für mich war er auch nicht hilfreich in der Entwicklug von Kylo. Das war der Mord an Han, da hätte es Snoke nicht (oder zumindest noch nicht) als Opfer gebraucht.

Finn wurde vom Feigling zum Helden und wieder zum Feigling und wieder zum Helden? :facepalm:

In welche Richtung Rey gehen soll erschließt sich mir auch nicht.

Und wenn das am Ende der ganze restliche Widerstand war, dann bleibt ja nicht mehr viel. Schön, dass dieses Bild gezeichnet wurde, als der kleine Junge das Rebellensymbol an sich nimmt, ABER wenn uns hier der Keim einer neuen Rebellion und neuer Hoffnung gezeigt werden soll, brachen wir zum nächsten Film einen ordentlichen Zeitsprung von sagen wir 10 Jahren, dass dieser Keim treibt und wächst und gedeiht.
Die Neue Ordnung chillt dann in der Zwischenzeit und wartet bis der neue Widerstand erwächst.

Ich habe einfach das Gefühl Rian Johnson wollte allen Nerd Fans (inklusive Josh Whendon) den Mittelfinger zeigen. Im Prinzip hat er auch völlig übersehen, dass es nach dem Film weiter gehen soll.
Der hätte diesen Film ohne Probleme als Stand-alone Film drehen können ohne Bezug zu Star Wars. Dann hätte man den schauen können und er wäre vielleicht sogar akzeptabel gewesen. Aber wenn man diesen Film im Kontext der Vorgeschichte betracht und auch an Fortsetzungen denkt ist er eine einzige Katastrophe.

Und nun wünsche ich euch allen frohe Weihnachten. Außer Rian Johnson, ich hoffe der bekommt die Rute :ugly:
 

TheGreatGonzo

Not interested in Naval Policy
Teammitglied
Joker1986 schrieb:
wird zum beleidigten, störrischen Kind, das sich auf einen Planeten zurück zieht und alles in Frage stellt, wegen einer lächerlichen Vision.
Das kann man ja finden wie man mag, aber diese Entwicklung hat ja wohl schon The Force Awakens eingeführt. The Last Jedi hat das dann zwar etwas auf die Spitze getrieben, die grundlegende Idee kommt aber nicht von Rian Johnson. Davon abgesehen, finde ich hat The Last Jedi mit der Yoda-Szene und dem finalen Kampf gegen Kylo die vielleicht zwei stärksten und emotionalsten Luke-Szenen der ganzen Reihe, mehr als mit dem Finale kann man der Figur eigentlich kaum huldigen. Aber das ist meine Meinung.

Dass The Last Jedi kaum als Mittelteil einer Trilogie funktioniert finde ich auch, dafür ist er viel zu eigenständig und sinnig und interessiert sich wohl recht wenig dafür, was danach kommen soll. Aber das gefiel mir eigentlich gerade so gut. Man kann es halt nicht jedem recht machen. Ich empfand The Last Jedi als einen der gelungensten, emotional mitreißendsten Blockbustern der letzten Jahre. :shrug:
 

Joker1986

0711er
TheGreatGonzo schrieb:
Das kann man ja finden wie man mag, aber diese Entwicklung hat ja wohl schon The Force Awakens eingeführt.
Ja, aber diese "Lichtschwert hinter sich werf" Szene geht gar nicht. Der Rückzug von Luke wurde zwar schon in Episode 7 eingeführt, aber die Begründung kam erst mit Episode 8 (wenn ich mich recht erinnere). Somit hätte Luke auch sinnvollere Gründe haben können als die gegebenen.
TheGreatGonzo schrieb:
finde ich hat The Last Jedi mit der Yoda-Szene
Die Szene ist tatsächlich ein kleiner Lichtblick.
TheGreatGonzo schrieb:
und dem finalen Kampf gegen Kylo
Die Szene wo er sich "den Dreck von der Schulter streift". Ebenso unpassend und unnötig wie das Lichtschwert hinter sich zu werfen...
 

Revolvermann

Well-Known Member
Wäre es nicht viel mehr out of character gewesen, wenn Luke nach 30 Jahren immer noch derselbe gewesen wäre? Nach allem was passiert ist?

Die Todesszene von Snoke war für mich eine der besten im Film. Das ganze Kino sah aus als hätte ihnen jemand das Popcorn aus der Hand geschlagen. Inklusive mir. Ich hatte nicht erwartet im 9. Star Wars Film derartig überrascht zu werden. Auch ich erwartete in Snoke so etwas wie den Imperator der neuen Trilogie. Hatte ein fettes Grinsen im Gesicht.
 

TheGreatGonzo

Not interested in Naval Policy
Teammitglied
Revolvermann schrieb:
Wäre es nicht viel mehr out of character gewesen, wenn Luke nach 30 Jahren immer noch derselbe gewesen wäre? Nach allem was passiert ist?
Eben. Und nachdem Han Solos Handlungsstrang in TFA schon irgendwie so belanglos und unnötig, fanserviceig rückwärtsgewandt war, war ich ganz froh, dass man sich mit Luke mal etwas mehr getraut hat. Ich finds in Ordnung, wenn einem das nicht gefallen hat, aber diese endlose Gemeckere ist schon etwas ermüdend. Und entweder sind die meisten einfach unzufrieden, weil der Film nicht genau so kam, wie man es erwartet hat (weswegen ich auch TFA etwas arg langweilig und belanglos fand), oder sie sind auf einmal zu Dramaturgie- und Drehbuchexperten geworden, als ob ein gelungener Film einen mathematisch genau konstruierten Plot bräuchte.
 

Constance

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Naja, wenn man so etwas mit luke macht, dann bitte mehr Erklärung. Ne Vision lässt ihn einfach so durchdrehen? Da hätte für mich definitiv mehr Hintergrund hingehört. Auch wenn das einer meiner Kritikpunkte ist, gewichten sich andere Katastrophen weit höher. Ich weiß einfach nicht, wie der Plot abseits der Optik Punkten kann.
 

McKenzie

Unchained
TheGreatGonzo schrieb:
oder sie sind auf einmal zu Dramaturgie- und Drehbuchexperten geworden
Oder man hatte es damals im Studium und achtet seither aus Interesse an der Kunstform Film einfach mehr darauf bzw. Probleme sind leichter zu benennen. Nur eine weitere Möglichkeit :rolleyes:
 

TheGreatGonzo

Not interested in Naval Policy
Teammitglied
McKenzie schrieb:
TheGreatGonzo schrieb:
oder sie sind auf einmal zu Dramaturgie- und Drehbuchexperten geworden
Oder man hatte es damals im Studium und achtet seither aus Interesse an der Kunstform Film einfach mehr darauf bzw. Probleme sind leichter zu benennen. Nur eine weitere Möglichkeit :rolleyes:
Da wollte ich jetzt nicht dir im speziellen ans Bein pinkeln, finde es nur verwunderlich, wie bei so großen, polarisierenden Filmen wie Last Jedi auf einmal mit Fachbegriffen um sich geworfen wird, und man sich dem Film auf eine Art nähert, wie es sonst nicht passiert. Ganz ähnlich, wie auch gefühlt jeder im Internet sich bestens mit Box Office auszukennen scheint.
 
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