Star Wars Episode 8 - Die letzten Jedi [Kritik x2]

TheReelGuy

Well-Known Member
So, dann lasst uns mal hier weiter über Episode VIII diskutieren!​
Driver schrieb:
@ReelGuy: Wieso hatte er überhaupt einen Moment der Schwäche indem er Kylo umbringen wollte?

Luke hatte Vader nie aufgegeben obwohl er dem Tode nah war und jetzt wurde er schwach weil er die dunkle Seite Kylos spürte?

Wo ist das logisch oder überzeugend ?
Ähm, im Eifer des Gefechts hatte er nun mal eine Kurzschlussreaktion und sah im Mord an Kylo den einzigen Weg, die Katastrophe noch abzuwenden, was er dann ja aber auch direkt wieder bereut. Nur ist Kylo dann schon wach geworden und der Schaden ist angerichtet. Die Angst vor der Katastrophe ist eine selbsterfüllende Prophezeiung. Luke hat eine Vision von der Vernichtung des Jedi-Ordens und macht diese durch seine Kurzschlusshandlung zu trauriger Gewissheit.

Als Folge dessen, fürchtet sich Luke davor, durch sein unbedachtes Handeln eben noch mehr Schaden anzurichten und zieht sich zurück. Ich weiß nicht, wo das nicht nachvollziehbar sein soll.​


Driver schrieb:
Das ist das Gegenteil aller Charakterzüge Lukes. Man könnte auch sagen der Regisseur bzw. Drehbuchautor hatte keine Ahnung von der Figur Luke Skywalker.
Ich glaube, dass er Luke sogar sehr gut kennt und durch diesen Wandel eben zeigen wollte, dass es einfach keinen komplett sauberen und unfehlbaren Helden geben kann. Auch Luke ist voller Schwäche und Fehlern, da ist auch seine Stärke in der Macht kein Schutz.

Selbst im letzten Kampf in Episode 6 blitzt kurzzeitig der Hass in Luke auf. So wie er auf den am Boden liegenden Vader einhackt, bevor er ihm die Hand abschlägt, ist alles andere als sanftes Verständnis für seinen Vater. Die dunkle Seite war schon seit Episode 5 ein nicht zu unterschätzender Teil von Luke's Figur.​
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Nun auch den ein zweites Mal gesehen. Spontan sehe ich da nur zwei Dinge, die mich dann doch etwas stören:
- Mit Hyperantrieb in ein anderes Schiff springen und es damit schwer beschädigen/ vernichten, ok. Aber das die Schiffe dahinter ebenfalls beschädigt werden, ist für mich nicht logisch nachvollziehbar.

- DIe unnötig provozierte Meuterei, in dem man Poe nicht erzählt, was genau geplant ist.
 

Bobo85

Active Member
Die Trilogie mit 40 jähriger Etablierung versöhnlich beenden und danach kann Lucasfilm, von mir aus sich charakterlich und inszenatorisch voll und ganz austoben.
Das große Thema der Trilogien Skywalker ist dann beendet.
 

Metroplex

Well-Known Member
Wieso war? Ich denke er macht noch eine Trilogie in dem Franchise? Zumindest spricht er, im Gegensatz zu Disney, öfter mal davon.
Ich würde jede Wette eingehen dass die Trilogie hinter den Kulissen längst gestrichen ist. Man traut sich nur nicht das jetzt schon zu verkünden.

Und ich als EP8 Hasser muss sagen, ich hätte null Probleme mit einer eigenen Trilogie von IHM gehabt, wenn EP8 nicht gewesen wäre. Er hätte sein "Erwartungen nicht erfüllen" Quatsch einfach nicht mitten in der Trilogie von jemand anderem abziehen sollen.

Stellt euch vor Lord of the Rings 2 wäre von ihm inszeniert geworden, dann hätte Sam Frodo in Notwehr erstochen und wäre depressiv ins Exil nach Bruchtal, Saroman und Gandalf hätten eine angedeutete Affäre gehabt und Sauron wäre gestolpert und in den Vulkan gefallen während er den Ring getragen hat.
Bösewicht tot, Ring zerstört, Gandalf heiratet Saroman und der Held ist auch weg. Ah ja, und die ganze Armee von Minas Tirith wurde ausgelöscht - Freut euch auf Teil 3 nächstes Jahr zu Weihnachten!
 

TheRealNeo

Well-Known Member
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Dieser Quatsch war und ist das, was solche Franchises und die meisten Blockbuster aber mal bräuchten. Ja technisch gibts da immer mal wieder Fortschritte, zweifellos, aber Inhalt und (ästhetische) Form treten oftmals auf der Stelle.
Und der Vergleich mit Herr der Ringe ist doch dementsprechend sinnlos. Das war eine Vorlage, die auch klar nach Mustern funktioniert und funktionieren soll.
Was Neues wagen, heißt sich von Etabliertem zu entfernen und etwas zu experimentieren. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier und braucht für alles etwas Zeit. Natürlich muss nicht jedes Experiment gelingen, aber hier hat es das meiner Meinung nach.
 

TheGreatGonzo

Not interested in Naval Policy
Teammitglied
Außerdem war es nicht die Trilogie von "jemand anderem." Eigentlich wollte man drei Filme von drei unterschiedlichen Filmemachern, dass Abrams nun auch noch den dritten macht war ja so gar nicht geplant. Dass man vielleicht mit etwas mehr trilogieübergreifenden Ideen arbeiten hätte können steht außer Frage, aber da sehe ich die Schuld auch nicht bei Rian Johnson. Der hat den Film gemacht, den er machen wollte, und wenn ihm da niemand bei Lucasfilm oder Disney reingeredet hat, dann ist es auch sein gutes Recht das alles so zu machen wie er es gemacht hat. Wenn er keine Auflagen hatte, es dem Nachfolgefilm besonders einfach zu machen, dann ist die "Schuld" vielleicht eher bei einer kreativen Gesamtleitung wie Kathleen Kennedy zu suchen. Was der neuen Trilogie fehlt ist eben ein George Lucas als Ideengeber, der alle Teile irgendwie zusammenhält. Was den konkreten Handlungsverlauf angeht, hatte man damals auch nie einen großen, filmübergreifenden Plan.
 

Cimmerier

Well-Known Member
Neues ausprobieren und mit gewohntem Brechen ist ja eine Sache. Die Ausgangsbasis so freizügig zurechtzubiegen wie es in VIII und IX der Fall war, ne andere. Ich konnte VIII und auch IX durchaus etwas abgewinnen und finde, dass die Machtnutzung sich gerne ändern/weiterentwickeln darf, was hier aber teilweise abgeliefert wurde, hat schon Deus Ex Machina Charakter und ist in meinen Augen reiner Selbstzweck.

Wunderheilung, Transportation von Objekten mittels der Macht, die physische Beeinflussung von Objekten als Machtgeist, das sind so Punkte, die gehen mir einfach ein paar Schritte zu weit.

Das hat es in der Form nicht gebraucht, wenn man sich beim Drehbuch einfach ein wenig stärker bemüht hätte. Neue Ideen kann man immer gerne einbringen, aber dafür muss man das Ausgangsmaterial nicht komplett auf links krempeln.
 

Metroplex

Well-Known Member
Aber selbst wenn man mit dem gewohnten brechen wollte, warum wurden konsequent alle Handlungsstränge des Vorgängers abgesägt?

Rays Eltern -> Egal
Visionen beim Berühren des Lichtschwerts -> Egal
Luke -> Keine Lust und tot
Snoke -> Kein Hintergrund und tot
Rebellion -> Zerschlagen

Und auch die Charaktere wurden nicht genutzt.
Poe und Finn getrennt
Ray und Finn getrennt
Poe stellt sich an wie der hinterletzte Depp, nur weil...(hiess sie Holdo?) ebenfalls der hinterletzte Depp ist.

Es ist nicht dass ich total dagegen bin etwas ausprobieren, ich hätte kein Problem damit wenn die Eltern von Ray wirklich keine Rolle gespielt hätten, oder wenn Luke etwas dunkler dargestellt worden wäre, oder wenn Snoke gestorben wäre NACHDEM wir etwas über ihn erfahren haben.
Aber man hat die Story eben nicht weitergetrieben, man hat sie einfach beendet und was neues angefangen, so als hätte Johnson ein Script gehabt welches er schon lange verfilmen wollte, und das schnell auf Star Wars umgeschrieben hat. Einfach noch schnell die lästige Story des Vorgängers abschliessen.
Noch besser wäre gewesen wenn am Anfang vom Film Poe in einem Bett auf der Erde erschrocken aufgewacht wäre, und er realisiert hat dass alle vorherigen Star Wars Filme nur ein Traum waren, und er eigentlich ein Arbeiter in einer Schiffswerft ist, welcher für mehr Arbeiterrechte kämpft. Das hätte meinen Erwartungen auch ganz schön nicht entsprochen!

Und gross neue Themen bringt der Film auch nicht. Worum hätte es denn im neuen Film gehen sollen wenn man Johnsons Film weitergeführt hätte? Zeigen wie GeiloKylo nach Coruscant fliegt, da die Macht ergreift ohne dass sich ihm jemand gegenüberstellt, und am Ende heiratet er Ray?
Nach dem Kinobesuch war ich echt baff wie der Film einfach wirklich (aus meiner Sicht) ALLES falsch gemacht hat, und eine brauchbare Fortsetzung nahezu unmöglich gemacht hat. Man könnte fast meinen Johnson arbeitet für die Konkurrenz und hat den Film absichtlich sabotiert.
 

Bobo85

Active Member
Alles bis auf das erste in deinem Spoiler hat Episode 8 etabliert. Also warum wird das dem 9ten vorgeworfen?

@Metroplex Ritter des Ren spielen keine Rolle mehr. Genauso Lukes Schüler die von Kylo mitgenommen werden. 9 beantwortet viel Fragen, aber selbst damit Immer noch nicht alle.

Episode 8: Lukes Sinneswandel fande ich auch nicht sonderlich gut. Und Yoda verarscht Luke mit den Büchern. Warum?
 
Zuletzt bearbeitet:

Cimmerier

Well-Known Member
Ich werfe es beiden Filmen vor, nicht einem. Ich bezog mich zudem auf die Aussage, dass Johnson dem Franchise gut getan hätte.

Ansonsten wäre es allerdings ganz gut, wenn man hier mehr Spoiler-Tags verwenden würde.
 

Mr.Anderson

Kleriker
Außerdem war es nicht die Trilogie von "jemand anderem." Eigentlich wollte man drei Filme von drei unterschiedlichen Filmemachern, dass Abrams nun auch noch den dritten macht war ja so gar nicht geplant.
Stimmt nicht! Abrams hat im Auftrag von Kennedy die Story für die komplette Trilogie ausgearbeitet. Ruin hat natürlich die Ideen für den Mittelteil der Trilogie ausgehändigt bekommen. Aber wie ein kleines verzogenes Arschlochkind musste er die halb aufgebaute Sandburg eines anderen zertreten, anstatt einfach daran anzubauen. Ja, man wollte anfangs drei Filme von drei Filmemachern, hat Abrams aber trotzdem während der Dreharbeiten zu TFA angeboten die komplette Trilogie zu machen. Abrams hat abgelehnt, weil er überfordert gewesen wäre. Hätte man drei Jahre zwischen den Filmen gehabt, wäre es vielleicht sogar so gekommen.

@Metroplex

Ich gehe auch davon aus, dass die Ruin-Trilogie hinter den Kulissen schon lange kein Thema mehr ist. Ich werde ja nicht müde immer wieder darauf hinzuweisen, dass nur Ruin selbst immer wieder mal davon spricht. Von Disney tut das seit der vorschnellen Erstankündigung VOR Kinostart von Teil 8 keiner. Allerdings, da die GOT Macher vom SW Zug abgesprungen sind, bleibt ihnen vielleicht nichts anderes übrig..


Nach "The Rise of Skywalker" weiß man ja jetzt, auf welches Lager Disney scheinbar hört. :mellow:
Da wäre ich mir gar nicht so sicher. JJ hat die Trilogie schon zu TFA-Zeiten komplett entwickelt. Er wusste also seit gut 5 Jahren wo er mit der Story hinwollte. Johnson hat ihm das schlimmste angetan, was er tun konnte und Abrams tut nun seinerseits das schlimmste Johnson an. Er ignroriert seinen Film und seine Vorgaben! Jetzt hat er alles, was für den Mittelteil geplant war eben in den dritten Film gestopft inklusive VIER neuer Nebenfiguren die ganz sicher schon im zweiten Teil eingeführt werden sollten. Gut, das ist natürlich nur Spekulation, aber irgendwie macht es auch Sinn.
 
Zuletzt bearbeitet:

Joker1986

0711er
Der hat den Film gemacht, den er machen wollte, und wenn ihm da niemand bei Lucasfilm oder Disney reingeredet hat, dann ist es auch sein gutes Recht das alles so zu machen wie er es gemacht hat. Wenn er keine Auflagen hatte, es dem Nachfolgefilm besonders einfach zu machen, dann ist die "Schuld" vielleicht eher bei einer kreativen Gesamtleitung wie Kathleen Kennedy zu suchen.
Klar ist das sein gutes Recht, das zu machen, aber es ist halt auch dumm. Wenn ich weiß, dass ich Teil etwas größeren bin, kann ich entweder "mein Ding" machen, oder im Sinne des großen Ganzen arbeiten.
 

TheRealNeo

Well-Known Member
Teammitglied
Da wäre ich mir gar nicht so sicher. JJ hat die Trilogie schon zu TFA-Zeiten komplett entwickelt. Er wusste also seit gut 5 Jahren wo er mit der Story hinwollte. Johnson hat ihm das schlimmste angetan, was er tun konnte und Abrams tut nun seinerseits das schlimmste Johnson an. Er ignroriert seinen Film und seine Vorgaben! Jetzt hat er alles, was für den Mittelteil geplant war eben in den dritten Film gestopft inklusive VIER neuer Nebenfiguren die ganz sicher schon im zweiten Teil eingeführt werden sollten. Gut, das ist natürlich nur Spekulation, aber irgendwie macht es auch Sinn.
Nö.
Warum sollte er planen, wenn auch Teil IX eigentlich ohne ihn hätte entstehen sollen?
Seine Ideen/Entwürfe, wenn es die den gibt, waren Disney also egal.

Abgesehen davon glaube ich nicht, dass die beiden Filmemacher so kindisch denken, wie ihre Fans.:whistling:
 

TheGreatGonzo

Not interested in Naval Policy
Teammitglied
Stimmt nicht! Abrams hat im Auftrag von Kennedy die Story für die komplette Trilogie ausgearbeitet. Ruin hat natürlich die Ideen für den Mittelteil der Trilogie ausgehändigt bekommen. Aber wie ein kleines verzogenes Arschlochkind musste er die halb aufgebaute Sandburg eines anderen zertreten, anstatt einfach daran anzubauen. Ja, man wollte anfangs drei Filme von drei Filmemachern, hat Abrams aber trotzdem während der Dreharbeiten zu TFA angeboten die komplette Trilogie zu machen. Abrams hat abgelehnt, weil er überfordert gewesen wäre. Hätte man drei Jahre zwischen den Filmen gehabt, wäre es vielleicht sogar so gekommen.
2013 wurde Abrams als Regisseur von Episode 7 angekündigt, Rian Johnson im Juni 2014 für Last Jedi. Johnson schrieb sein Drehbuch bereits, als Force Awakens noch in Produktion war und hat sich dabei mit Abrams ausgetauscht, der ihm sicher auch Ideen gab, wie er die Geschichte fortführen würde, am Ende aber vermutlich nicht benutzt hat. Hätte er ja auch nicht müssen, weil weiterhin geplant war, dass wieder andere an Johnsons Film anschließen. Eine ganze Trilogie war da also sicher noch nich geplant, vor allem weil es anfangs hieß, Johnson würde ein Storytreatment für Episode 9 schreiben, der damals noch von Colin Trevorrow gemacht werden sollte (dieser hat bei Episode 9 außerdem einen Story by-Credit, also hat man auch von seinen Elementen etwas im finalen Film übernommen).
 

Constance

Well-Known Member
Ich find es herrlich.


Der Fehler liegt doch auf der Hand: Man hatte keinen übergreifenden Plan für die Trilogie. Ich weiß zwar echt nicht wie so etwas möglich ist, aber es ist geschehen.

Ich würde ja sagen, Kennedy trifft da die meiste Schuld. Ihr ist es garantiert auch zu verdanken, dass die Charaktere so mäh sind, obwohl JJ in EP7 noch ne solide Basis gelegt hat.
 
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