Story XIII - Die Pressekonferenz

Deathrider

The Dude
Ich habe schon eine Vermutung wer hinter dieser Story steckt... :squint:

Bis zum letzten Absatz eine Vertuschungsstory mit nicht unerheblichem Anteil an Kritik gegen gängige, wenn auch hier arg überspitzt dargestellte, Ablenkungspraktiken und Hütchenspielen heutiger Politiker. Der Schluss wird dann nochmal ziemlich Grotesk, was mir auf der einen Seite recht gut gefällt, auf der anderen Seite aber auch stark zu verwirren vermag.

Auch leicht verwirrend sind so manche Fehler in Sachen Zeichensetzung und Rechtschreibung. Den Vogel, im Bezug auf Verwirrung, schießt allerdings direkt der zweite Satz ab. Der wirkt ziemlich unvollständig und Leserunfreundlich. Man stolpert zunächst darüber und denkt sich "moment mal... wtf?"
Weiterhin finde ich es witzig, dass der Mann nur "Politiker Klaus" genannt wird. Ich hätte mir dann doch gern gewünscht zu erfahren, welche Position der Mann bekleidet. Nicht unwichtig wäre auch der Nachname an diesem Punkt gewesen. Sonst liest es sich wie "Das ist der Klaus. Der Klaus ist Politiker und grade gaaaaanz schöööön aufgeregt. Denn er muss eine rede halten...".

Achso... Der letzte Absatz gehört noch zur Geschichte, darum hätte ich ihn nicht als Epilog betitelt. Aber mir gefällt diese Beiläufigkeit die das erzeugt, was einen gewissen zynischen Ton rüberbringt.

Fazit:
Joah, ganz solide Geschichte mit leicht zynischem, groteskem Ende. Allerdings fehlt hier überdeutlich die Nachbearbeitung, was in erster Linie schade und in zweiter Linie auf Zeitdruck zurückzuführen ist.
 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Hm... ich weiß noch nicht, wie ich das nun formulieren soll. Ich weiß ja, ich habe um mehr Geschichten gebettelt und wenn dann unter Zeitdruck was entsteht, hat das immer Macken. Hier passt aber wirklich nicht sonderlich viel zusammen.

Die Grundidee, mit dem Politiker, der eine Hetzkampagne startet um den eigenen Lapsus zu vertuschen, ist noch am besten und ein durchaus gelungener Gedanke. Dann wird es aber auch wirklich schwierig.

Sätze hören mittendrin auf, Politiker heißen nur "Politiker Klaus", Rechtschreibfehler häufen sich, Struktur gibt es keine und Absätze scheinen wahllos gesetzt zu sein, um Länge zu suggerieren. Dann der eher deplatziert wirkende Vergleich mit King of Queens, der wahrscheinlich eine ironische Spitze für die merkwürdigen Schuldzuweisungen der Politiker in der Realität darstellen soll (Stichwort Killerspiele), aber in der Form nicht funktioniert. Ebenso wie die plumbe Auflösung des Hintergrundes des Politikers und der "Epilog", der mangels Struktur und stringentem Aufbau kaum richtig zu erfassen ist.

Ja, das ist ein "kurz vor knapp"-Werk. Eine gute Grundidee, aber einige Mängel, die dem Schreiber wohl auch selbst klar waren. Das soll nicht böse gemeint sein, aber in dieser Form fehlt der Geschichte wirklich noch Einiges.
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Ich schließe mich Joel an, die Story hat so einige Schwächen.
Ich fand auch die Dialoge stellenweise unglaubwürdig:
" Hat wirklich niemand etwas von meiner Affäre mit der Minderjährigen mitbekommen? "
"Nein Herr Schmidt, Ihre Rede dürfte die nächsten Monate für ein wenig Ablenkung gesorgt haben !"
Wer würde es denn "meine Affäre mit der Minderjährigen" nennen? :wink:

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass hier zwar einige gute Iddeen vorlagen, aber wegen Zeitdruck (oder warum auch immer) hat der Autor einfach auf die Schnelle alles reingepackt was ihm vorschwebte. Die Affäre mit der Minderjährigen hätte man zum Beispiel etwas "subtiler" einführen können, durch Andeutungen etc. Aber hier wurde es einfach in einen kleinen Satz gepackt.

Potential ist da, leider zu viele Problemzonen.
 

Paddywise

The last man
hm ja recht nette Storyline die absichtlich überdreht ist . Zumindest triffts meinen Humor.
Gibt nur leider ein paar Mängel. Viele Fehler , hätte ein wenig spektakulärer sein können , und ja der Absatz mit der Minderjährigen ist wirklich ein wenig Plump.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Kann mich Joel nur anschließen. Ideen interessant und schön kritisch, aber es wirkt zu hektisch bearbeitet und hätte noch 2, 3 Überarbeitungen gebraucht um die Qualität des Themas zu treffen.

Trotzdem, wer das geschrieben hat kann es noch besser - her damit.
 

Paddywise

The last man
ja ja jetzt gehen die Outings los. Ich finde ich hab mich trotz des letzen Platzes gut geschlagen :uglylol:

Deathrider hatte es sich schon richtig gedacht. Die Story ist von mir.

Joel hatte mich damals irgendwie 2 Tage vor Abgabefrist noch angestachelt das ich dachte. Ok jetzt muss aber doch noch was raus.

Die Idee dazu hatte ich schon länger weil eine umfangreichere abgedrehtere , bösere und sozialkritische Form der Geschichte die Vorlage eines Comics sein soll. An dieser Versuche ich wenn die Zeit es zulässt mit einem Kumpel zu arbeiten. Klar das ich das ganze schwer innerhalb von 2 Tagen schaffen konnte. Also plante ich Gedanklich eine Art Prolog oder auch Nebenkapitel erstmal im Kopf. Wollte das ganze noch richtig ausarbeiten , ein Kollege wollte für mich Korrektur lesen...

Aber alles was schiefgehen konnte ging auch schief. Am nächsten Tag wachte ich mit abgeklemmten Muskel auf. Kaum in der Lage sich zu Bewegen oder klar zu denken, fing ich unter Einwirkung von Schmerzmittel an zu schreiben. Der Kumpel der Korrektur lesen wollte hatte sich auch nicht mehr gemeldet was dann wohl anscheinend der Todestoss für die Geschichte war.

Mein Grundgedanke beim Prolog war das Politiker folgenschwere Entscheidungen über Dinge treffen müssen von denen sie keine Ahnung haben.

Wir Filmfans /Game /Comicfans merken das öfter. Also nahm ich eines dieser Beispiele wie sie leider nur all zu all zu oft vorkommen. Und überspitzte die ganze Situation so dermaßen das sogar der letze Trottel kapieren sollte was vor sich geht.

Um aber nicht zum totalen Moralprediger zu mutieren , baute ich ein paar kleine Gags ein. Ok die Affäre hätt man dezenter Darstellen können, das fällt mir im Nachinein auch auf. Etwa indem sich der Politiker am Sack kratzt und denkt "hm hoffentlich hat mir die alte keine Sackläuse angedreht!". Und sein Berater sagt dann am Schluss sowas wie " Aber sie war erst 16". Jap wäre besser gekommen.

Dieser Epilog war dann nochmal so eine weitere Ergänzung die wieder etwas von meinem Humor mit einbrachte , verhinderte das das ganze zur Moralpredigt wird und das ganze sarkastisch abrundete.

Nichtsdestotrotz , ich scheiße auf die Tatsache das ich den letzen Platz mit jemand anderen Teile. Mir hat es Spaß gemacht diese Geschichte zu schreiben. Und mit etwas Glück ist sie nur der Gipfel eines größeren Comicprojektes .
 
Oben