Tenet ~ Christopher Nolans Neuer [Kritik]

Noermel

Well-Known Member
Endlich wieder Kino endlich wieder Nolan :top::thumbsup::thumbup::w00t:
Endlich wieder abtauchen in eine andere Welt und für fast 3std alle Sorgen Problem...... komplett zu vergessen und einfach nur gut unterhalten zu werden wie es sich gehört wenn man im Kino ist.

Bin zwar nicht ganz soooo fasziniert wie von Inception weil das Spiel mit den Träumen einfach einzigartig war und bis heute ist. Das Spiel mit der Zeit gibts allerdings schon öfters wenn auch nicht auf diese Art und Weise.

Der besondere Reize des Film wie in fast allen Nolan Filmen liegt einfach in den staunen erregenden Bildern und davon gibt es mehr als genug.
Speziell beim Finale hab ich keine Worte mehr wie sie das überhaupt gedreht haben man sitzt nur da mit offenen Mund.


"Versuchen Sie nicht, es zu verstehen, fühlen Sie einfach"
 
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Envincar

der mecKercheF
Erschreckend, wenn zur besten Zeit lediglich 12 Leute im Kino Saal 1 sitzen und das bei einem Nolan. Die armen Kinos.

Der Film ist anstrengend aber gut, auch wenn ich glaube ich nicht so wirklich durchgeblickt habe. War der Film bei euch im Kino auch etwas unnatürlich laut? Fand es schon etwas unangenehm, weil es stellenweise nicht mal richtig gut klang.

Den Film muss man definitiv im Kino sehen. Ob ich den Film jetzt gut fand oder nicht, kann ich gerade noch nicht sagen. Vielleicht muss man ihn rückwärts schauen um ihn zu verstehen xD
 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Vorhin gesehen. Im Kino. (Saal für 300+ Leute. Ca. 45 Leute drin. Nachmittags 16 Uhr.) Ein paar Kurzeindrücke:

- Ein außerordentlich lauter Film. Und das zwar anstrengend, aber auch auf mitreißende Art und Weise.
- Überhaupt gibt es aktuell vermutlich keinen Regisseur, der Größe und Soundempfinden eines Kinos so auskostet wie Nolan. Da kann der beste 4K TV mit Heim-Sound nicht mithalten. Ich bin ja eigentlich niemand, der Kino nur auf "groß und laut" reduziert bzw. reduzieren möchte, aber das kann Kino eben *auch* sein. Und dahingehend ist "Tenet" ein Erlebnis.
- Wie schon vermutet ist der beste Vergleich für "Tenet" innerhalb der Nolan-Filmographie "Inception". Inhaltlich und stilistisch.
- Ich würde aber sagen: heruntergebrochen auf die Kernaspekte der Figuren, der Motivation und was es zu tun/zu verhindern gilt, ist "Tenet" eine recht simple Geschichte, nur so kompliziert und ungewöhnlich wie möglich erzählt.
- In der intensiven und extrem treibenden ersten halben Stunde springt die Handlung durch gefühlt sieben Länder auf drei Kontinenten. Kann man so machen.
- Nolan erklärt (bzw. lässt erklären) hier wieder ausgesprochen viel und sehr direkt und auch oft doppelt. Das ist nicht immer elegant, aber notwendig. Und meistens dennoch recht gut eingebunden.
- Es ist Teil des Konzepts und für Nolan irgendwie konsequent, aber John David Washingtons Hauptfigur ist als Charakter auffällig flach und formlos. Das ist gewollt (er bezeichnet sich selbst mehr als einmal als "der Protagonist"), aber lässt die Figur nie wirklich interessant werden. Er ist nur der Zuschauer-Proxy und selbst das dann doch wieder nicht.
- Im Gegenzug ist dafür insbesondere Elizabeth Debickis Rolle überraschend groß und sogar emotional recht fesselnd. Nolan war ja bisher überhaupt nicht für große oder komplexe Frauenfiguren bekannt, aber hier hat er mal was versucht.
(Aber arme Elizabeth Debicki - kleine Spoiler - schon wieder die gequälte Frau eines gewalttätigen Mannes. Wie in "Widows". Es gibt sogar eine "durchs Gesicht streichen" Szene, die es fast genau so bei "Widows" gab. Und als nächstes spielt Debicki Lady Di in "The Crown". Hm..)
- Der Ersteindruck nach dem Kinobesuch geht dahin, dass die "Zeit" Spielerei hier noch stärker wirklich nur das ist, eine Spielerei, um Handlung und Inszenierung auszuschmücken. Da hatten "Inception" und "Dunkirk" größeren und nachvollziehbaren narrativen und/oder immersiven Nutzen. Das würde ich "Tenet" aktuell als kleine Schwäche auslegen, aber während des Films denkt man da kaum dran, denn Nolan inszeniert mit einem Größe, mit einer Inszenierungsgewalt und einem Selbstbewusstsein, die man eben aktuell selten sieht. Es hilft, dass so vieles echt ist. Und das Sounddesign (inklusive des sehr zimmerigen Göransson-Scores) hilft noch mehr.
- (Vage Spoiler: ) Irgendwann durchschaut man den eigentlich Kniff des Handlungsaufbaus (und des Titels), was in diesem Falle eher ein positiver weil cooler Effekt ist. Dennoch ist das Finale visuell (und geographisch) nicht ganz so rund/sauber, wie ich zwischendurch vermutet habe. Das Finale ist groß und gewaltig, aber wer Handlungs-OCD hat, könnte ein wenig enttäuscht sein. Ich war es ein wenig, obwohl es mich auch fraglos mitgerissen hat.
 
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Raphiw

Guybrush Feelgood
Derzeit würde ich ihn schwächer als TDK, Interstellar und Inception einstufen, aber stärker als den Rest seines Portfolios. Tendiere zu 8,75/10 Punkten.
 

Raphiw

Guybrush Feelgood
Die Sache ist halt die, das er nicht wirklich schwach ist, sondern das ich einige Dinge aufzählen kann, die ich an anderen Nolan's mag und hier vermisse. Die Idee ist grandios und einzigartig, die Umsetzung ist auch Klasse, sowie die schauspielerischen Leistungen.
Die Schwächen sind eher Dinge, die mich bei anderen Regisseuren nicht stören würden, aber bei Nolan eben schon, weil ich einfach auch weiß das er es sonst besser macht.

Nicht falsch verstehen. Es ist ein erstklassiger Film, aber ich hatte mir hier und da mehr erwartet. Wäre es ein Videospiel, wären es bei mir eine 88 oder 89% Wertung. Aber es ist nunmal knapp an einer 90er Platin Trophäe vorbeigeschrappt.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Bin gespanntopolis.

Freut mich, dass Debicki gut rüberkommt... die kann auch was.

Joel, wie siehst du da die kommerziellen Chancen des Films?
 

NewLex

Well-Known Member
Überhaupt gibt es aktuell vermutlich keinen Regisseur, der Größe und Soundempfinden eines Kinos so auskostet wie Nolan. Da kann der beste 4K TV mit Heim-Sound nicht mithalten. Ich bin ja eigentlich niemand, der Kino nur auf "groß und laut" reduziert bzw. reduzieren möchte, aber das kann Kino eben *auch* sein. Und dahingehend ist "Tenet" ein Erlebnis.

Da bin ich ganz gegenteiliger Meinung und komme somit schon zu meinem größten Kritikpunkt, den ich auch schon bei Dunkirk anbrachte. Der einzige Grund warum die Action "wuchtig" oder "groß" wirkt ist der dröhnende Soundtrack! Und der ist derart im Vordergrund um die eigentlich recht simple Action zu überspielen. Ohne dem Soundtrack wäre der Film einfach langweilig (wie schon bei Dunkirk).
Technisch find ich das nicht sonderlich berauschend. Ich war in einem Dolby Atmos Kino, hab aber kaum Surround-Elemente beim Sound wahrgenommen, weil alles einfach vom Soundtrack überdeckt wurde. Wenn ich das mit Ready-Player-One Vergleiche, welcher bei der Start-Szene auf jeglichen Soundtrack verzichtete, dann ist Tenet hier höchstens Mittelmaß an guten Sounddesign. Ja es ging einiges rückwärts und es kamen fast nur praktische Effekte zum Einsatz. Ist ja lobenswert, aber im Endeffekt "fährt nur ein Flugzeug in eine Wand", oder beim Überfall wird ein simples Loch in den Transporter geschnitten und das wars. Oder beim Endkampf wird wild auf "was auch immer gechossen, denn Feinde sieht man eigentlich kaum".
Ich hab keine Ahnung warum hier Nolan so gelobt wird.

Interstellar hat auch einen dominanten Soundtrack, aber der passte zu den Bildern! Bei Tenet dachte ich mir mehrfach: Wow, so ein druckvoller Soundtrack, aber die Bilder zeigen mir nur kompliziertes rumgehopse oder eine langsame Verfolgungsjagd.

Nur weil sich Nolan es leisten kann einen Film ohne CGI zu machen, muss es nicht immer sinnvoll sein. George Miller (Fury Road) oder Alfonso Cuaron (Gravity) haben bewiesen dass man mit praktischen Effekten in Kombination mit CGI wirklich epische Action schaffen kann. Nolan ist von dieser Perfektion meiner Meinung nach meilenweit entfernt.


So, das würde mir jetzt auch nicht so viel ausmachen wenn wenigstens die Story super wäre (wie bei Inception). Aber leider packte mich die Story zu keiner Zeit und war für mich ganz klar zu kompliziert. Die Beweggründe warum jetzt was gemacht wurde, war mir zu keiner Zeit klar. Ja schon klar, es soll ja nicht alles offensichtlich sein, aber wenn man eine simple Story schon so verschachtelt verpackt, dann sollte es wenigstens beim ersten mal schauen einigermaßen logisch wirken. Da der Film für mich äußerst anstrengend war und kaum Spaß machte, werde ich ihn auch kein 2. mal schauen um ihn zu verstehen...


Das klingt jetzt alles äußerst furchtbar, im Großen und Ganzen ist es natürlich noch immer ein überdurchschnittlich guter Film, der in seinen Einzelteilen durchaus grandios ist; keine Frage. Aber er hätte als einfacher Thriller ohne den dröhnenden Action-Anteil besser funktioniert. Action reduzieren, 30 Minuten kürzer machen, mehr Ruhe rein und ich wäre zufriedener. Anders ausgedrückt: Ohne dem Mammut-Budget hätte es vielleicht den besseren Film gegeben.

Keine Ahnung wie ich das jetzt bewerten soll, aber mehr als 6/10 würde ich nicht geben.

Positive Punkte:
  • Robert Pattison (ich freu mich jetzt richtig auf Batman)
  • John David Washington (sehr sympathisch und man kauft ihn den harten Typ einfach ab)
  • Elizabeth Decki (auch sehr sympathisch und gutes Schauspiel)
 

stabbelju

Well-Known Member
Hat mir gefallen, ist teilweise allerdings zu laut, zu lang und manchmal kann auch die Inversions-Action nicht überzeugen.
War allerdings grad (in meinem sicherlich nicht repräsentativen) Kleinstadtkino ganz allein.Auch am Wochenende ist fast noch nichts gebucht.
 

Metroplex

Well-Known Member
Ich war gestern auch im Kino (zum ersten mal seit irgendwie 6 Monaten oder so, lol) und der Film hat mir gefallen.
Vermutlich muss man ihn mindestens 2x sehen um wirklich alles zu kapieren, ich habe da schon noch einige Fragezeichen, aber alles in allem ein tolles Kino Erlebnis.
 

Accandon80

Active Member
Ich bin ein riesen Denzel Washington Fan. Deswegen bin ich echt gespannt auf den Auftritt von seinem Sohn John David Washington. Bei Ballers hat er schon eine echt gute Figur gemacht. Werde nächste Woche ins Kino gehen.
 
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