Texas Chainsaw (2013) [Kritik]

Danny O

Well-Known Member
Gestern geschaut und naja war ein guter Film aber für mich nicht Texas Chainsaw Massaker (auch wenn ich die Alten nicht kenne). Abgesehen vom Splatter Faktor der schon ganz gut war :whistling: Was mir besonderrs fehlte war dieses "Dirty Feeling" es wirkte alles so ordentlich bis auf das Blut und die Leichen. Ich hätte mir mehr von dieser Verwahrlosigkeit gewünscht wie die in Bays Version, wie ekelhaft der keller aussah :ugly:

und noch was ö.Ö ! wieso heisst hier Leatherface :

JD Dyer oder so und nicht Thomas Hewitt ???? komisch ist auch JD Dyer hieß auch der Junge mit dem überbiss am anfang aus Bay`s Version von TCM 2003 :check:


6/10 Fingerkuppen in meinem Müsli :clap:
 

Dr.WalterJenning

Düsterer Beherrscher
Danny O schrieb:
Gestern geschaut und naja war ein guter Film aber für mich nicht Texas Chainsaw Massaker (auch wenn ich die Alten nicht kenne)

Zu deinem Spoiler:

Leatherfaces Name in diesem Teil ist
Jedediah Sawye.
, denn Sawyer hiess die Kannibalenamilie im ersten 'Texas Chain Saw Massacre', an den 'Texas Chainsaw 3D' anknüpft. :smile:

Ich empfehle dir, die Teile 1,2 und 3 nachzuholen. Besonders Teil 1 ist ein Klassiker, den man als Chainsaw-Fan gesehen haben sollte :top:
 

Danny O

Well-Known Member
aber dann gibt es ja :

2 Familien Sawye und Hewitt ? das wären 2 Leatherface

Das wäre komisch :check:
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Wieso zwei? In der Originalreihe heißt die Familie Sawyer, im Remake (+Beginning) Hewitt. Die beiden spielen ja nicht gleichzeitig im selben Universum.
Der neue Film gehört zu der alten Reihe und nicht zu dem Reboot.
 

Danny O

Well-Known Member
achso lol ö.Ö mir ist die Familie Swayer zu ordentlich ! Ich will die Kaputten Hewitt`s zurück :biggrin:
 

Lacrizera

New Member
War bei mir auch einer DER Riesenschwachpunkte, das Original sowie das Remake waren dreckige kleine Bastarde was die Optik anging. Der hier war so ordentlich B-moviehaft.
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Danny O schrieb:
achso lol ö.Ö mir ist die Familie Swayer zu ordentlich ! Ich will die Kaputten Hewitt`s zurück :biggrin:
Sieh dir mal die alte Reihe an, die Sawyers sind gar nicht so ordentlich:wink:
In dem neuen Film sind sie "sauberer".
 

Teddy Duchamp

New Member
Habe den Film am Wochenende geschaut und fand ihn einfach schlecht! Nicht nur, dass das Drehbuch strunzdumm ist, der Film besitzt auch keine Atmosphäre (was hier bereits angesprochen wurde) oder einiger Maßen erträgliche Schauspieler. Den Gewaltfaktor empfand ich ebenfalls als harmlos (vor allem verglichen mit der Reboot-Reihe). Spannung? Auch nicht vorhanden. Es grenzt an Blasphemie, dass sich dieser Streifen als Fortsetzung des grandiosen Originals schimpft. Der Film war unerträglich :headbash: Das haben meine beiden Leidensgenossen, die sich den Film mit mir anschauen durften, auch so gesehen.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Jetzt auch mal gesägtehen. Ich glaub, mein Eindruck liegt am ehesten mit Diego überein. Erbsensuppe, aber nur brauchbare, mit zuviel Speckwürfeln und alles andere als den besten Zutaten, aber passabel. Fühlt sich wie eins der vielen Freitag der 13te Sequels aus den 80ern an.

- in Hinblick auf die Story macht es Sinn, am Original anschließen zu wollen, aber es ist natürlich verwirrend dass sie den ebenfalls von Hooper gedrehten TCM2 ignorieren

- was machen die übrigen Verwandten in der Eröffnungsszene mit im Haus? die gabs im Original nicht und der hier spielt direkt anschließend

- und diesen in der Gegenwart spielen lassen, wenn Heather offenbar nicht 40 ist :ugly:

- und sie damit auch mehr oder weniger sagen - alle TCMs seit 74 waren Mist, dieser ist der erste richtig neue, und den Vergleich sollte sich kein neuer Film trauen

- der neue Leatherface ist besser als die aus 2+3+4

- mit 3D hätten sie ruhig mehr machen können. Ich habe den jetzt zwar nur in 2D gesehen, aber abgesehen von der Sargszene und dem Wurf auf der Kirmes vermute ich mal, dass da nicht viel 3D ist

- der Cameo auf der Kirmes (na bemerkt?) hätte ruhig umgesägt werden dürfen

- nett, Hansen, Mosely, Burns und den Opa Darsteller nochmal zu sehen

- er hätte gern etwas blutiger sein können.

- der junge Cop wurd übrigens von Clint Eastwoods Sohn gespielt, und das sieht man auch meiner Meinung nach

-
wer hat dem Mädchen den Brief mit dem Erbe zugestellt wenn die Frau noch immer tot im Zimmer liegt? woher wusste die Oma überhaupt, wo die Kleine zu erreichen war?

- der Twist ist überraschend guuut, konzeptionell gesehen. Aber nicht nachvollziehbar und der Versuch, Mitgefühl für die armen schlecht behandelten Kannibalen und Mörder zu entwickeln will nicht hinhauen

Will ich einen neuen oder eine Fortsetzung von diesem? Fortsetzung.

4/10
 

Phyrrax

stole your Ice Tea
Jay schrieb:
-
wer hat dem Mädchen den Brief mit dem Erbe zugestellt wenn die Frau noch immer tot im Zimmer liegt? woher wusste die Oma überhaupt, wo die Kleine zu erreichen war?
Der Anwalt/Notar/Erbverwalter der ihr auch die Schlüssel übergibt schickt ihr den Brief.
Der erzählt ihr doch auch in der Bar das sie sie über Privatdetektive gefunden hat und immer "im Blick" hatte.
Leatherface hat die Oma ausgegraben und ins Haus gebracht, warum genau weiß ich auch nicht, vielleicht hat er sie vermisst und checkt nicht richtig das sie tot ist.

So jetzt auch gesehen und muss sagen das er mir gefallen hat, aber doch sehr halbgar wirkt. Der Gorefaktor ist ordentlich und die paar Schockeffekte zwar billig (Jumpscares), aber haben mich dann doch zwei mal richtig aus dem Sessel gerissen (vielleicht werd ich zu alt für diesen Scheiß :wink: ).
Fand es auch nett das se mal versuch haben etwas anders an die Story ranzugehen, aber ehrlich gesagt hatte ich kein Mitleid mit
den vom Mob gelynchten Sawyers und Leatherface.
Und mir braucht keiner zu erzählen das man das nicht irgendwie hingekriegt hätte, bei TDR hat Rob Zombie es auch (bei mir) hingekriegt.
Ich glaube das Fans der Reihe sogar eher entsetzt darüber sein werden wie harmlos sie in diesem Film dargestellt wurden.
Tja und dann war da die Wendung die ich total unglaubwürdig und überhastet fand, klar
ICH BIN EINE SAWYER und deshalb vergesse ich mal eben das mein Cousin meine Freunde abgemetzelt und mich mehrmals fast umgebracht hat. Genauso wie das meine Famillie die Metzelei von dem auch noch gedeckt und geduldet hat.
Der Film hat also (für die Reihe) frische und gute Einfälle gibt sich aber kaum Mühe diese zu entwickeln. Die werden einem einfach auf den Teller geklatscht und gut ist, etwas schade um das verschenkte Potential.

Zu guter letzt muss ich noch was zur Hauptdarstellerin sagen...und zwar, wow diese blauen Augen und nicht nur die... :love: naja, wollte es mal erwähnt haben. Trotz all der Macken, hab ich mich ordentlich unterhalten gefühlt, wenn man die Ideen vernünftiger umgesetzt und ihnen mehr Zeit gegeben hätte, wäre der Film aber bestimmt nen ganzes Stück besser ausgefallen, so gibts von mir:
5/10 angetapete Blusen :ugly:
 

Dr Knobel

Sie nannten ihn Aufsteiger
Kritik, Trailer, Bilder bei BGT

Dass Franchise rund um Leatherface zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Reihen des Horror-Genres. Nachdem Tobe Hooper mit dem Original aus dem Jahr 1974 einen Meilenstein vorlegte, folgten fünf weitere Filme, die entweder als Sequel, Reboot, Remake oder Prequel konzipiert und von unterschiedlicher Qualität waren. Nachdem Michael Bays Produktionsfirma „Platinum Dunes“ aufgrund des durchwachsenen Einspielergebnisses von TEXAS CHAINSAW MASSACRE: THE BEGINNING auf weitere Produktionen verzichtete, sicherte sich „Millennium Films“ die Lizenz und kündigte frühzeitig an, den neuesten Ableger in 3D zu produzieren. Doch die viel interessantere Frage war ja, wie es inhaltlich weitergehen sollte und wo die Story von TEXAS CHAINSAW 3D ansetzen würde.
 

Danny O

Well-Known Member
es soll Fortsetzungen geben? :plemplem: "Für die bereits angekündigte(n) Fortsetzung(en) muss man schwarzsehen,"
Echt so super schlecht war er nicht, ausser man vergleicht in Halt mit den Alten filmen und den Ansätzen was Story angeht.
Aber einen weiterin will ich auch nicht
:thumbdown:
" Nachdem
Michael Bays Produktionsfirma „Platinum Dunes“ aufgrund des
durchwachsenen Einspielergebnisses von TEXAS CHAINSAW MASSACRE: THE
BEGINNING auf weitere Produktionen verzichtete "
musste Weinen :crying: :crying: :crying: :crying: :crying: :crying:
 

Dr Knobel

Sie nannten ihn Aufsteiger
Ja, "Millennium" kündigte irgendwann im Vorfeld eine ganze Trilogie an. Macht ja aber auch keinen Sinn, sich die Lizenz für einen Film zu sichern.
 

brawl 56

Ich bin auf 13 Sternen zum Tode verurteilt!
Hat hier jemand die 3D Fassung gesehen? Lohnt dir überhaupt, oder kann ich getrost zur normalen BD greifen?
 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Gestern auch gesehen. Kam unterschiedlich an, aber wirklich gut fand den keiner. Und ich glaube, ich müsste den unter "ziemlich schwach" einordnen. Wenn ich mir Walters Kritik so angucke, frage ich mich auch, ob wir denselben Film gesehen haben. Insbesondere was die Gewalt betrifft. Kollege Walter wirft da mit Superlativen um sich, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Ja, blutig wars und ja, brutal teilweise auch, und innerhalb der "Texas" Filmgeschichte ist dieser hier somit die Nummer 1. Aber eigentlich passiert hier nichts, was wirklich außergewöhnlich ist. Und schon gar nicht als Ersatz, anstelle guter Figuren und einer interessanten Story. Ich mag ja Hoopers Original, weil der trotz reißerischem Titel auf andere Art und Weise wirkt, nicht das plakataive Blutbad einlässt.

Ich finde den grundsätzlichen Ansatz hier sogar interessant.
Direkt an Hoopers Original anzusetzen und alles an Sequels und Reboots zu ignorieren, ist ungewöhnlich, aber kann durchaus hilfreich sein. Aber wie es der Doc in seiner Kritik schon andeutet, passt das hinten und vorne nicht zusammen. Man vermeidet zwar (glaube ich) klare Jahreszahlen, aber so wirklich Sinn macht das trotzdem nicht. Alexandra Daddarios Charakter müsste demnach eigentlich Mitte 30 sein. :blink: Und eigentlich fand ich es durchaus mutig, dass der Film das gut/böse Schema umdreht. Die Stadtbewohner, in der sich damalige Lynchmob überall in wichtigen Positionen ausgebreitet hat, sind hier die "Bösen". Auch der Fokus auf das zentrale "Texas" Motiv der Familie, hätte theoretisch interessant sein können. Insbesondere weil das Ende so überdramatisch und bedeutungsschwanger darauf an springt. Aber die Umsetzung ist schlichtweg dämlich und oberflächlich, ohne jegliche Motivation, einfach zwischen übelste Slasher Klischee gekloppt, in der Hoffnung, dass was hängen bleibt.

Und ich weiß ja, dass die potentiellen Opfer dieser Filme nie besonders helle sind und Fehler machen müssen, damit die Handlung in Gang kommt und in Bewegung bleibt. Aber das hier ging mir total auf den Keks. Es gibt dutzende Momente, wo man sich nur fragte "Warum nur, ihr Idioten?" Aber ganz zentral die Sache mit dem Anhalter. Wer bitte lässt denn irgendeinen dahergelaufenen Fremden allein (!) im frisch geerbten und mit allerhand wertvollem Kram ausgestatteten Haus zurück, wenn man zu viert (!) einkaufen fährt? Und wer überlässt diesem Fremden dann auch noch den Schlüssel? Argh! Ernsthaft? Was zum...? Ich bin ja bei solchen Filmen bereit, gewisse Dinge zu verzeihen. Z.B. dass sich die Leute immer neugierig zur Gefahr begeben, obwohl sie eigentlich davon ausgehen können, gleich verhackstückt zu werden. Aber das hier war echt zu viel. Und darauf baut die komplette Haupthandlung auf. Vom absurd fehlgeschlagenen Versuch, mit dem Auto das Anwesen zu verlassen, will ich gar nicht erst anfangen. Zudem absolut unsympathsiches Personal auf beiden Seiten, keine wirkliche Spannung, insgesamt sogar recht schleppend.
Insgesamt einfach nicht gut. Auch nicht total unterste Schundgrütze, aber schon ziemlich schwach.

Aber ernsthaft, das mit der Motivation für die "Wende" am Ende. Das ist schon sträflich damit, dass das nicht funktioniert. Man muss fast davon ausgehen, dass es die Verantwortlichen nicht geschnallt haben oder null Interesse daran haben, ihre Geschichte nachvollziehbar zu beenden.
Es wirkt so arg an den Haaren herbeigezogen, dass Daddario sich am Ende als Sawyer fühlt und den Typen als Familienmitglied anerkennt, ihn fortan versorgt, der ihre Freunde brutal ermordete. Das interessiert sie gar nicht. Dabei hatten ihre beste Freundin und ihr (vorher eigentlich nett wirkender) Freund ja sogar ne total deplatzierte Affäre, die sie in unmittelbarer Nähe ausleben. Aber Daddario kriegt davon nichts mit. Hätte man sie sehen lassen, dass Freundschaft und Liebe betrogen werden, wäre dieser ganze Wandel zu "Ich bin eine Sawyer" zumindest ein wenig glaubwürdig. Solche Versäumnisse verstehe ich nicht.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Dr Knobel schrieb:
Ja, "Millennium" kündigte irgendwann im Vorfeld eine ganze Trilogie an. Macht ja aber auch keinen Sinn, sich die Lizenz für einen Film zu sichern.
Nach dem erfolgreichen Startwochenende jubelte man ja noch über einen zweiten Teil, aber seitdem der Film umgehend nach dem Startwochenende wie ein Stein gefallen ist, ist merkwürdigerweise Sendestille. Laut the-numbers hat der Film weltweit 40 Mio eingespielt, was bei einem Budget von 20 nur halbwegs passabel ist. Ob Twisted Pictures da noch mal ansetzen will? Die Kritiken sind ja durchweg nicht desaströs, aber schon nur lauwarm gewesen (bloody d: 2,5/5, shocktillyoudrop: 5/10, imdb 4.8/10, metacritic 31/100, rottentomatoes 3.5/10), was besonders wehtun müsste, beachtet man, dass sie mit dem ganzen "wir setzen das Original fort" Gedanken extra speziell den Genrefans entgegen kommen wollten.

Und TP sah in Chainsaw den Franchise-Ersatz für Saw, aber dessen letzter Teil hat noch 130 Mio eingespielt. Selbst der schlechteste laufende Saw (6) hat rund doppelt soviel eingespielt wie Leatherfaces 3D Rückkehr, also wenn wir Producer wären... würden wir uns an Texas 2 wagen oder doch lieber an Saw 8 bzw. ein Saw Reboot denken?

Joel.Barish schrieb:
Wenn ich mir Walters Kritik so angucke, frage ich mich auch, ob wir denselben Film gesehen haben. Insbesondere was die Gewalt betrifft. Kollege Walter wirft da mit Superlativen um sich, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Ja, blutig wars und ja, brutal teilweise auch, und innerhalb der "Texas" Filmgeschichte ist dieser hier somit die Nummer 1. Aber eigentlich passiert hier nichts, was wirklich außergewöhnlich ist.

Würde ich ähnlich sehen. Das Evil Dead Remake war blutig, Inside, Martyrs und High Tension waren blutig, aber da ist dieser im Vergleich doch nur "gewöhnlich". Natürlich passt das auch und ein PG-13 TCM wäre eher unangebracht... es sei denn, man schafft es wieder wie beim Original, Höchtsspannung und empfundene Gewalt aufbringen zu können, die letztlich gar nicht da ist, aber das ganz große Massaker ist dieser Film nicht. Auch wenn es... vielleicht mal nett wäre, einen TCM zu sehen der das Massacre im Titel vollends ausreizt.

Aber ernsthaft, das mit der Motivation für die "Wende" am Ende. Das ist schon sträflich damit, dass das nicht funktioniert. Man muss fast davon ausgehen, dass es die Verantwortlichen nicht geschnallt haben oder null Interesse daran haben, ihre Geschichte nachvollziehbar zu beenden.
Es wirkt so arg an den Haaren herbeigezogen, dass Daddario sich am Ende als Sawyer fühlt und den Typen als Familienmitglied anerkennt, ihn fortan versorgt, der ihre Freunde brutal ermordete. Das interessiert sie gar nicht. Dabei hatten ihre beste Freundin und ihr (vorher eigentlich nett wirkender) Freund ja sogar ne total deplatzierte Affäre, die sie in unmittelbarer Nähe ausleben. Aber Daddario kriegt davon nichts mit. Hätte man sie sehen lassen, dass Freundschaft und Liebe betrogen werden, wäre dieser ganze Wandel zu "Ich bin eine Sawyer" zumindest ein wenig glaubwürdig. Solche Versäumnisse verstehe ich nicht.

Die Idee an sich fand ich ziemlich gut und bringt auch mal etwas frischen Wind rein, aber die Umsetzung ist einfach misslungen. Schon die Charakterisierung Daddarios. Da arbeitet sie am Anfang in einer Metzgerei und bastelt in ihrer Freizeit Kunst mit Knochen. Prinzipiell in Ordnung, aber nicht, wenn es so völlig aufgesetzt (wie ihr dunkler Eyeliner) daherkommt. Wie du schreibst, hätte auch die Beziehung zwischen den Figuren passender sein müssen. Vielleicht hätte Daddario weniger selbstbewusst und nicht die Anführerin der Gruppe sein sollen, mental instabiler, unberechenbarer. Da hätte man auch die Antipathie gegen die anderen Figuren noch erhöhen können, damit man, wenn man denn eher bei Leatherface sein soll, klar Seiten beziehen kann (wie bei vielen der alten Freitage). Denn

wie du sagst, jemand der sich wirklich dazu entschließt, einen geistesgestörten Kannibalen und Massenmörder aktiv zu schützen, nur weil er laut Papier mit einem verwandt ist, da gehört mehr dazu als kurzfristige Güte in einem Kettensägenmoment

Ich kann mir aktuell auch nicht vorstellen, dass ..'s Agent raten würde, diesem Franchise weiterhin treu zu bleiben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie die nächste Danielle Harris werden will.
 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Ha! Stimmt,
...sie arbeitete ja vorher schon in der Fleischerei. Das hielt ich zu Beginn noch für einen Gag. Einen ziemlich plumpen Gag, aber halt mit Augenzwinkern. Und plötzlich wurde es quasi ein "Foreshadowing" der ganz albernen Sorte.

Normalerweise würde wir ja kaum über Charaktermotivation in einem Film wie diesem reden. Die Figuren im Original waren ja auch nicht unbedingt clever oder sympathisch, geschweige denn wirklich interessant gezeichnet. Aber Hooper hat da ganz anders angepackt, einen anderen Fokus gesetzt. Der Film fühlte sich anders an. Hier tut man so, als würde man versuchen, wirklich etwas mit den Figuren zu machen und lässt es dann auf halber Strecke versanden. Man hat hier ein wenig mehr versucht, was man anrechnen kann. Aber die Umsetzung ist derart missluungen, dass es sich rückwirkend schon fast wieder negativ auswirkt.

Und
was die Zukunft von Daddario betrifft. Ihr Karriere ist ja nicht unbedingt gefestigt. Sie hat ihren Teen-Franchise "Percy Jackson", der eigentlich nur bedingt ein Franchise ist und für sie wahrscheinlich maximal drei Teile bietet. Aber ich habe schon mit Nummer 2 nicht so wirklich gerechnet. Von daher sollte man sich alle Türen aufhalten, da sie mir nicht so sehr an dramatischen Rollen interessiert scheint. Aber wie du schon schreibst, vermutlich gibt es hierzu erstmal kein Sequel. Wie soll denn das aussehen? Sie lockt neue Opfer ins Haus, mit denen sie Leatherface beschäftigen kann? Daraus KANN man sogar was machen, aber wirklich toll ist das nicht.
 

Dr Knobel

Sie nannten ihn Aufsteiger
Jay schrieb:
Dr Knobel schrieb:
Ja, "Millennium" kündigte irgendwann im Vorfeld eine ganze Trilogie an. Macht ja aber auch keinen Sinn, sich die Lizenz für einen Film zu sichern.
Nach dem erfolgreichen Startwochenende jubelte man ja noch über einen zweiten Teil, aber seitdem der Film umgehend nach dem Startwochenende wie ein Stein gefallen ist, ist merkwürdigerweise Sendestille. Laut the-numbers hat der Film weltweit 40 Mio eingespielt, was bei einem Budget von 20 nur halbwegs passabel ist. Ob Twisted Pictures da noch mal ansetzen will? Die Kritiken sind ja durchweg nicht desaströs, aber schon nur lauwarm gewesen (bloody d: 2,5/5, shocktillyoudrop: 5/10, imdb 4.8/10, metacritic 31/100, rottentomatoes 3.5/10), was besonders wehtun müsste, beachtet man, dass sie mit dem ganzen "wir setzen das Original fort" Gedanken extra speziell den Genrefans entgegen kommen wollten.

Und TP sah in Chainsaw den Franchise-Ersatz für Saw, aber dessen letzter Teil hat noch 130 Mio eingespielt. Selbst der schlechteste laufende Saw (6) hat rund doppelt soviel eingespielt wie Leatherfaces 3D Rückkehr, also wenn wir Producer wären... würden wir uns an Texas 2 wagen oder doch lieber an Saw 8 bzw. ein Saw Reboot denken?

Logisch, dass da jetzt Ruhe im Karton ist. Das Einspiel war bescheiden, die Kritiken vorsichtig ausgedrückt durchwachsen und bei den Fans kam das Ding auch nicht gut an. Ich schrieb deswegen ja bewusst "im Vorfeld" und dass es zu diesem Zeitpunkt nur logisch war, eine ganze Reihe von Filmen zu planen/anzukündigen n, weil es sonst keinen Sinn ergibt, sich einen Franchise-Titel zu sichern, wenn ich nur einmal von dem bekannten Namen zehren will. Jetzt werden die erst einmal mittelfristig Gras über die Sache wachsen lassen wollen und dann was neues versuchen.
 
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