The Amazing Spider-Man [Kritik]

Shins

Moderator
Teammitglied
Meinst du mit "Zerissenheit der Charaktere" das ständige Rumgeheule von Toby Maguire in Großaufnahme? :biggrin:
 
Cartman schrieb:
Den zweiten Teil von Raimi können sie eh nicht toppen. Dennoch kann Teil 2 interessant werden. Ich tippe auf den grünen Kobold als Bösewicht, der Gwen schließlich tötet. Das könnte zumindest dramatisch werden.
SM 2 zu toppen wird echt hart! Der Film war so wie er war wohl lange zeit die beste Comicverfilmung überhaupt! Erst TDK stieß damals die SM Reihe vom Thron.

Das mit Gwen könnte ich mir bei TASM 2 auch vorstellen, vor allem wäre es Comic konform, stirbt diese doch im Comic ebenfalls durch die Hand des Kobolds.
 

nachoz

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Cartman schrieb:
Shins schrieb:
Meinst du mit "Zerissenheit der Charaktere" das ständige Rumgeheule von Toby Maguire in Großaufnahme? :biggrin:
Mir hats gefallen. Das hatte wenigstens Seele.
Im neuen geht alles eine Spur glatter.
Cartman schrieb:
Shins schrieb:
Meinst du mit "Zerissenheit der Charaktere" das ständige Rumgeheule von Toby Maguire in Großaufnahme? :biggrin:
Mir hats gefallen. Das hatte wenigstens Seele.
Im neuen geht alles eine Spur glatter.
mag ja sein das es dir gefallen hat. ich kann mich aber an keinen comic von spidey erinnern, in dem er so permanent am flennen war.

mir persönlich hat der neue spiderman um längen besser gefallen als die alten.
ok, bei der echse hätte man echt bisl brutaler sein dürfen und auch die schnauze hat mir etwas gefehlt aber ansonsten echt gut.
 

Dr.WalterJenning

Düsterer Beherrscher
als riesiger spider-man fan bin ich auch ziemlich enttäuscht und ernüchtert aus dem kinosaal gekommen.nach dem ganzen reboot gebashe im vorfeld wollte ich dem streifen dennoch eine chance geben, da ich verrisse im vorfeld nicht schätze.daher ging ich auch völlig unvoreingenommen in den film.

meine zusammenfassung:

:top: a.garfield als neuer spider-man war großartig
:thumbdown: seine beziehung mit gwen stacy stand zu sehr im vordergrund
:top: the lizard als antagonist
:thumbdown: rhys ifans als lizard
:top: emma stone als gwen stacy
:thumbdown: handlungslücken, ungereimtheiten (unter vorbehalt, insofern eine erweiterte filmfassung veröffentlicht werden sollte...)
:top: kameraarbeit
:thumbdown: drehbuchschwächen (unter vorbehalt, insofern eine erweiterte filmfassung veröffentlicht werden sollte...)
:top: stan lees gastauftritt
:thumbdown: manche szenen aus raimis spider-man wurden nahezu 1:1 kopiert
:thumbdown: schwacher klimax

in einer wetungsskala von 1-10 spinnen mit der 1 als niedrigste und 10 als höchstewertung bekäme er in der momentanen schnitt- bzw. kinofassung 4/10 spinnen
 

HurriMcDurr

Well-Known Member
Schade auf der einen Seite, aber irgendwie auch faszinierend auf der anderen... Ich liebe solche Digital-Making-Of Videos, wirklich beeindruckend was mittlerweile alles machbar ist.
 

Cartman

Active Member
Hab mich letztens nochmal gefragt, ob es im Nachhinein wirklich eine so weise Entscheidung war ein Reboot und nicht Spiderman 4 mit der Ursprungsbesetzung zu drehen. Ich denke eine weitere Raimi Verfilmung hätte in 3D locker die Milliarde Grenze überschritten.
 
A

Azrael

Guest
Nun auch gesehen und als Müll wahrgenommen, absolut überflüssig.
Miese Story, miese Tricks ... grottig.

Warum lesen die nicht die Comics und verfilmen die?

Keine Punktzahl. Und das wertet nicht die Raimi Filme auf, die sind genau derselbe Müll.
 

TheUKfella

Active Member
Ich bin jemand der es im Grunde auch immer gern recht Storytreu hat. Daher richte ich mich meist nach den Comics und kritisiere dann auch gerne mal diesbezüglich.

Aber nun muss ich doch einige Kritiken teils zurück nehmen.

Man hat beispielsweise bei Spiderman ja quasi immer die gleiche Story vor Augen.

Peter wird von Spinne gebissen und bekommt proportionale Spinnenkräfte. Allerdings ist mir aufgefallen, dass es selbst in diversen Comicvarianten, Abweichungen dieser Story gibt.

Wie z.b. bei der Ultimative Spiderman Saga. Peter wird offensichtlich von einen "dicken großen" Spinne gebissen worauf seine Hand sofort derbe blutet und noch dazu, sieht jeder wie Peter gebissen wird.

Also nur mal zum Thema Comic auf Film Umsetzung. Auch Filmproduktionen dürfen sich kleine Abweichungen der eigentlichen Story erlauben:wink:

Noch ein Beispiel! Batman!

Im Comic wurden Bruce Waynes Eltern von Joe Chill ermordet. Im damaligen Batman Film von Tim Burton, ist Jack Napier AKA The Joker wiederrum ihr Mörder.

Darüber hat natürlich niemand gemeckert.
 

Dr.WalterJenning

Düsterer Beherrscher
Unbegreiflich, wie man eine so wichtige, für die Kompletierung der Handlung notwendige Szene auf den Boden des Schneideraums fallen lassen kann :facepalm: Da würden mir spontan 90 andere, unwichtigere Szenen einfallen, die man sich getrost hätte sparen können...
 

Lacrizera

Active Member
Auch endlich gesehen und muss sagen dass er leicht besser war als erwartet und manches besser sowie schlechter macht als die vorige Raimi-Trilogie.
Gut fand ich den genrellen Grundton der Story, der etwas düsterer und irgendwie leicht realistischer rüber kommt, weniger seifenoperhaft.
Die Charakterzeichnung gefiel mir auch viel mehr, Sally Field und Martin Sheen sehe ich sowieso gerne.
Der einzig negative Punkt war für mich, dass obwohl er an die 2 Stunden geht ich dauernd das Gefühl hatte das Szenen fehlen würden, alles sehr sprunghaft vonstatten ging und somit irgendwie kein richtiger Fluss entstand, besonders bei der Entdeckung seiner Kräftee als Spinne, wie schnell er es enfaach akzeptiert und keine Angst hat und es einfach cool findet.

alles in allem 7 von 10, als erster teil völlig ok
 

Presko

Well-Known Member
Gerade die Deleted Scenes von der BD auf youtube angeschaut. Zum Teil frage ich mich echt, wieso man das alles rausgenommen hat. Auch OnkelBens Tod ist anders und meiner Ansicht nach bewegender. Auch Connors hätte ein paar wichtige Szenen gehabt ... alles irgendwie komisch. :check:
 

brawl 56

Verflucht guter Hut!
Presko schrieb:
Gerade die Deleted Scenes von der BD auf youtube angeschaut. Zum Teil frage ich mich echt, wieso man das alles rausgenommen hat. Auch OnkelBens Tod ist anders und meiner Ansicht nach bewegender. Auch Connors hätte ein paar wichtige Szenen gehabt ... alles irgendwie komisch. :check:
Hatte mir die Szenen heute auch angesehen.
Hätte sie die Szenen drin gelassen hätte der Film von mir locker eine 10/10 bekommen und an dem Thron von Avengers gerüttelt.
Besonders die Szenen in denen Peter und Connor nach ihren Kämpfen (Highschool, Kanalisation) aufeinander treffen hätten sowas von reingemusst. Auch der Oscorpmitarbeiter, dessen Name mir auf ominöse Weise entfallen ist, bzw. sein Ableben hätte in den finalen Cut gehört.
 

Diego de la Vega

Not Yet Rated
Teammitglied
Diego de la Vega schrieb:
Nachdem mir von allen Trailern, Clips usw. eigentlich fast nichts so richtig gefallen wollte, bin ich heute unvoreingenommen und unter weiblicher Führung und leicht gedrängt in den Film gegangen. Und das, obwohl ich ihn erst auf Blu Ray sichten wollte, zumal wegen des schlechten Gefühls, und des 3D Aufpreises. Und um das gleich klar zu stellen, der Aufpreis lohnt nicht wirklich. Ehrlich, wir haben in vielen, vor allem dialoglastigen Szenen mal testweise wieder die Brille abgenommen, und konnten beinahe keinen Unterschied feststellen. Fast Null Unschärfe. Das 3D ist Verschwendung von Geldstücken, die lieber in eine größere Portion Popcorn hätten wandern können. Auch bei den Actionmomenten lohnte es nicht so recht, da oft doch recht unscharf. War da zwar nicht so schlecht, aber ich hätte lieber weiterhin die Wahl. 3D, neh das war nichts.

Nun aber zum eigentlichen Film, und im Gegensatz zum 3D lohnt der durchaus. Wenn auch mit Abstrichen, und besser wenn man nicht nachdenkt und nicht zu genau hinsieht. Aber wenn doch, dann fallen leider überdurchschnittlich viele Ungereimtheiten und Schnitzer auf, die so nicht sein dürfen.

Um eins gleich klar zu stellen, der Film ist spannend gemacht, und bietet eine tolle Riege von Darstellern. Garfield ist toll, sowohl als Paker, als auch als Spinne. Und auch die Liebesgeschichte zwischen ihm und der wie immer wunderbaren Emma Stone funktioniert. Überhaupt sind es diese und andere der ruhigen Momente die den Film ausmachen und die den Film funktionieren lassen, denn sie funktionieren einfach überwiegend gut. Leider der Rest nicht so, bzw. nicht alles davon.

Denn es ist eigentlich gefühlt wie ein Liebesfilm, mit und über Spider-Man, in dem die Action nur stattfindet, weil sie halt sein muss. Die Action ist zwar nicht schlecht und auch ganz schick, aber das war es auch schon. Keine wirklichen Highlights, und das meiste hat man in Ausschnitten schon in den Trailern gehabt. Webb scheint dies auch nicht so zu liegen, und er ist deutlich stärker in den stillen Momenten. Er ist was das angeht keine Entdeckung. Man könnte sagen, in puncto Aktion vollbringt Webb nur Dienst nach Vorschrift. Mehr nicht. Dann widmet er sich wieder den menschlichen Momenten, und allem anderem außerhalb der Action. Und alles vor und danach ist dann meist wieder gut. Deutlich realer als die Trilogie, vor allem was die Charakterzeichnung angeht.

Aber, nicht nur das die Action zu Gunsten der Liebesgeschichte und stillen Momente etwas zu kurz kommt, nein, es gibt noch weitere Probleme. Und die sind weit gröber als ein wenig zu wenig Krawall. Und zwar quillt der Film wie bereits erwähnt über vor Fehlern und unsinnigen Momenten.

Der Schnitt ist eine Katastrophe. Er ist nicht unübersichtlich, zu hektisch oder dergleichen. Nein, vielmehr wirkt es so, als hätte man sich nicht entscheiden können, was man gerne drin hätte und was nicht. Es wirkt so, als ob ich hier einen Rohschnitt gesehen hab, bei dem man hier zu viel und dort zu wenig weggenommen hat. Gehe stark von einem DC im Heimkino aus. Sonst verstehe ich die Welt nicht mehr. Das ist nicht normal.
Da infiziert die Echse mal eben 6 bis 7 Cops, und dann tauchen die nicht wieder auf, und machen anscheinend auch keinen Stunk in der Stadt. Wieso nicht? Sind die so lieb, dass ihnen kein Gedanke an Randale kommt. Connors und die Maus tun es doch auch. Erst als sie sich dank des Gegengiftes zurück in Cops verwandeln, sieht man sie wieder.
Oder als die Echse in einer Szene ohne Kittel unterwegs in die Kanalisation ist, nur um am Ende des Schachts wieder mit neuem, aber leicht zerrissenem Kittel emporsteigen. War ihr kalt, und sie hat sich schnell was übergeworfen?
Genau wie Spider-Man, der mal eben sozusagen um die Ecke biegt, und ohne Maske herausschießt. Da wurden scheinbar Szenen entfernt, die der Logik halber nicht hätten entfernt werden dürfen.

Zusätzlich zu den Fehlern kommt ein uneinheitlicher Ton. Klar blutet Spider-Man seit seinem ersten Auftreten regelmäßig, und hat andauern schrammen und blaue Flecke, aber richtig gefährlich wirkt das meistens nicht. Trotz des dunkleren Anstrichs ist das hier meilenweit von realer Bedrohung wie z.B. bei Nolans Batman oder dem aktuellen Bond entfernt. Denn wenn man wie hier dunkler und realer werden will, dann muss man das auch und vor allem am Gegner durchziehen.
Denn die Echse ist geradezu lächerlich wenig bedrohlich. Sie erwischt den ganzen Film scheinbar niemanden ernsthaft mit ihren Klauen und
haut dann dem Captain die Pranke durch die Gedärme.
Sollte mich das jetzt schocken? Funktionierte nicht, da hätte ich lieber früher schon ein paar Momentaufnahmen mit Opfern gesehen, wodurch das Vieh allgemein gefährlicher rüber gekommen wäre. Webb hat auch dafür einfach scheinbar kein so gutes Händchen.

So wurde in einigen Szenen übers Ziel hinaus geschossen. Die aus einem Clip bekannte Szene mit dem Jungen im Auto geht auch im Gesamtrahmen des Film so gar nicht. Schlimm.
Und das man den Vater des Jungen später erneut zu sehen bekommt ist auch mehr als grenzwertig, als wäre die Szene im Auto nicht schon nervig genug inszeniert gewesen. Nein, man muss einen im Finale nochmal daran erinnern, und mit den Kränen noch einen drauf setzen. Furchtbar kitschige Szene, Kitschig und ohne Sinn,
denn seit wann braucht ein Spider-Man Kräne zu Schwingen, wenn da Hochhaus an Hochhaus steht. Auch wenn er Aua am Bein hatte.
Nach dem Uneinheitlichen Ton soll auch die Musik Erwähnung finden. So ist von unaufdringlichem geklimpere bis gut, aber auch furchtbar alles vertreten. Ja, oft ist wirkt sie sogar deplatziert. Nur so ping, ping, ping, Kindergeklimper. Nervig. Und selbst ohne zu wissen, dass James Horner hier am Werk war, merkt man dies wie mit dem Hammer präsentiert. Denn der Mann plündert seine eigene Scores, und klatscht in Spider-Man mal locker Flocken aus seiner Titanic Musik hinein. Richtig unangenehmes ewig gleich klingendes Gedudel, vergleichbar mit einigen Arbeiten von Zimmer, welcher sich ja auch gerne selber zitiert.

Ganz so schlimm wie das alles vielleicht klingt ist der Film dann aber wiederum nicht. Er macht Spaß, und wer Spider-Man mag, sollte ihn mal ansehen. Er ist teilweise deutlich stärker als die Sam Raimi Teile. Realer, dunkler und mit viel besserer, aber auch nicht fehlerfreier Charakterzeichnung. Vor allem zum Ende hin wird es merkwürdig. Aber er geht halt einfach nicht weit genug, und hat zu viele Fehler. Da er aber trotzdem verdammt gut unterhält, gibt es noch eine Ordentliche Bewertung.

Von mir aus kann Webb weiter machen, sofern er Nachhilfe in Sachen Action nimmt und mehr auf Fehler und Dummheiten achtet. Hoffe wie erwähnt auf einen DC oder so, denn man kann aus dem Film mehr machen, als er aktuell ist. Dafür blitzt viel zu viel Potenzial durch, als das man ihn so lassen sollte.

Wenn ich bei den Fehlern ein bis zwei Augen zudrücke und den Unterhaltungsfaktor an sich berücksichtige gibt es ordentliche 7/10 Freeze Frames. Da wäre aber mehr drin gewesen.
Nun nochmal gesehen, und muss eine Abwertung vornehmen, da die fehlerhaften, nervigen und zu plump auf Klamauk gebürsteten Szenen beim zweiten mal noch stärker hervortreten. Da können auch soweit gute Kameraarbeit und Darsteller nicht drüber hinwegtäuschen, das da mehr (und zwar deutlich) drin gewesen wäre, wenn man u.a. einen einheitlicheren Ton gesucht und gefunden hätte.
Allein der Abgang von Ben ist so nebenbei abgefertigt. :facepalm:
Zudem hab ich nun noch so viel mehr schlechte Szenen und Schnittübergänge gesehen, als noch im Kino. Schon lange keinen so schlecht geschnittenen Big Budget-Film mehr gesehen.

5/10 sich im Gegenschuss in Luft auflösende Netzfäden.
 

serd

Active Member
Habe den Film jetzt vor kurzem zum zweiten Male gesehen und fand in weiterhin gut.

Aber ich werde den Gedanken nicht los, dass der Film besser geworden wäre, hätte es sich mehr in Richtung Indie Film erläget und weniger in Richtung Blockbuster. Für mich funktionieren vor allem die leisen Szenen, wie Onkel bens Tod noch lange unausgesprochen zwischen Peter und may ist, wie er in der Lagerhalle zu Coldplay seine Fähigkeiten testet zum Beispiel. Viele der Kritikpunkte finden sich eher in den Blockbuster Szenen finde ich.
 
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