The Devil all the Time ~ Netflix-Thriller mit Spidey und Batman [Kritik]

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
BG Kritik: The Devil all the Time (Joel)


Es ist schon länger bekannt, dass der kommende Batman Robert Pattinson seine Zeit zwischen Blockbustern und Superheldenfilmen gerne und häufig mit Rollen in kleineren und ungewöhnlicheren Filmen verbringt. Spider-Man Tom Holland will nun ähnliche Wege beschreiten mit der Hauptrolle im Südstaatenthriller "The Devil All the Time". Und hey, der Winter Soldier ist auch mit von der Partie.

"The Devil All the Time" alias "Das Handwerk des Teufels" basiert auf dem Roman von Donald Ray Pollock und führt uns ins tiefste Ohio. Es sind die 60er Jahre, Nachkriegsjahre, und im Ensemble dieser Geschichte geraten traumatisierte, frustrierte und verunsicherte Figuren aneinander. Darunter der junge Arvin Russell (Tom Halland), der im Schatten seines groben Vaters aufwächst, der zwielichtige Prediger Teagardin (Robert Pattinson), sowie ein verstörter Kriegsveteran und ein bisher unerkannt lebender Serienkiller. Die beachtliche Besetzung besteht neben Holland und Pattinson aus Sebastian Stan (Winter Soldier), Jason Clarke (Planet der Affen), Riley Keough (Mad Max Fury Road), Bill Skarsgård (ES), Mia Wasikowska (Stoker), Eliza Scanlen (Little Women, Sharp Objects) und Haley Bennett (The Girl on the Train).

Inszeniert wird der Film von Antonio Campos, der Indie-Regisseur hinter "Afterschool" und "Christine" (nicht die King-Verfilmung) und Produzent von "Martha Marcy May Marlene", der hier seinen bisher größten Film vorlegt. Zusätzlicher Fun Fact: Jake Gyllenhaal zeichnet sich als Produzent dieses Films aus.


"The Devil all the Time" landet ab 16. September 2020 bei Netflix.

Das sieht außerordentlich spannend und gut aus, oder nicht? Die Besetzung, der Handlungsort, die Handlungszeit und das breit gefächerte Personal machen einen wirklich guten Eindruck. Und bis zur Ausstrahlung ist es nicht mehr lange hin. Wer ist dabei?
 
Zuletzt bearbeitet:

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Auf den Film bin ich sehr gespannt. Das Buch ist großartig, sehr "hardboiled" und klasse geschrieben. Der Trailer macht erstmal einen guten Eindruck.
 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
War ja klar, dass du das gelesen hast. :biggrin:
Spricht mich als Roman theoretisch auch an, aber da der Film quasi schon vor der Tür steht, werde ich den zuerst sehen.
 

Envincar

der mecKercheF
Ich habe keine Ahnung worum es eigentlich geht aber der Ersteindruck gefällt. Bei Netflix Filmen bleibe ich aber skeptisch. Da war einfach zu viel Käse bei in den letzten Jahren.
 

Revolvermann

Well-Known Member
Wahnsinns Cast in einer Pollock Verfilmung. Da bin ich sowas von dabei.
Neben "I'm thinking of ending things" schon der zweite Netflix Film im September auf den ich mich sehr freue.
 

Presko

Well-Known Member
Der Trailer gefällt mir unheimlich gut und ich kann es kaum erwarten, den Film zu sehen. Eine grosse Überraschung scheint mir auch Tom Holland zu sein, der hier endlich mal nicht den Kasper gibt.
 

TheRealNeo

Well-Known Member
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Oh das klingt gar nicht mal so gut:


Hier dann schon eher:

 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Finde es heraus. Die Reaktion von jemanden, der das Buch gelesen hat, würde mich interessieren. Ich habe auch eine dringende Frage zur Schlussszene, die eventuell durchs Buch geklärt werden könnte. :bibber:
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
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Auch gesehen, auch unterwältigt gewesen. Viele gelungene Einzelszenen, aber als ganzes lange nicht so fesselnd wie es sein müsste. Aber schon lustig, dass Batman, Spider-Man und Pennywise drin sind und Mysterio das ganze produziert hat.
 

Envincar

der mecKercheF
Fand den Trailer spannender als den Film. Die beiden spannendsten Charaktäre, waren das Killerpäarchen und die beiden bekamen die wenigste Screentime. Das mit dem Cop hätte man durchaus einfach weglassen können.
 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Da den Film ja inzwischen ein paar Leute gesehen habe, versuche ich mal meine seltsame Synapsenschaltung in der Schlussszene zu schildern. Ob das nur mir so ging, ob das völliger Unfug ist oder vielleicht sogar genau so gewollt... :hae:

Arvin steigt am Ende zu einem bärtigen Mann mit längeren Haaren in einen VW Bus. Der Mann ist ein Hippie. Es sind immerhin inzwischen die späten 60er. Daher war meine direkte Eingebung: "Fuck, das ist Charles Manson."

Ist natürlich weit hergeholt, aber dieser Film hat sich das auch irgendwie erarbeitet. Das Unheil insbesondere von Arvin und der Familie Russell wurde immer mit einer gewissen bitteren Ironie, dummen Zufällen und eben dieser mehrfach kommentierten (womöglich göttlichen/teuflischen) Schicksalhaftigkeit präsentiert. Und daher könnte ich mir doch irgendwie vorstellen, dass Arvins "Pech" ein Cherry Topping in Form von Charles Manson bekommt. So als finaler Spott-Gag.
Ich weiß nicht, ob mir das gefallen würde (oder vermutlich doch: es wäre mir zu plump und gewollt "clever"), aber es erscheint mir nicht mehr so dumm wie noch im ersten Moment. :clap:
 

Revolvermann

Well-Known Member
Oh das war genau die Portion Hard Boiled rural America, die ich gerade gebrauchen konnte.
An Pollocks dichte Prosa kommt man leider nicht ganz ran. Aber man ist nah dran und cineastisch auf dem richtigen Weg. Wahnsinnige Perfomances von all den nicht-Amerikanern. :ugly: Auch wenn der Akzent hier und dort vielleicht nicht hundertprozentig saß, hatte man sichtlich Spaß bei der Sache.
Am Ende hatte ich denselben Gedanken wie Joel. Was vielleicht wirklich nicht ganz so weit hergeholt ist. Entwickeln sich die Konflikte in der Story doch nicht aus dem Nichts, sondern vielmehr im Zusammenhang mit Korruption, Armut und vor allem religiösem Fanatismus.
Die Gewalt fällt nicht einfach so vom Himmel. Die Manson Family fiel nicht einfach so vom Himmel.
Das ist aber natürlich nur Interpretation. Ein Gedankengang, den ich hatte.
Das es Änderungen zum Roman gab: na selbstverständlich.
 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Am Ende hatte ich denselben Gedanken wie Joel.
Das beruhigt mich etwas. :biggrin: Und natürlich macht das thematisch Sinn. Es passt irgendwie. Ich finde aber nach wie vor, dass es eine Spur zu verspielt für meinen Geschmack ist. Wobei ich eigentlich froh bin, dass es nur eine mögliche Interpretation ist. Wäre es klarer, hätte sich der Fahrer zum Beispiel als "Hi, ich bin Charlie" vorgestellt, wäre es störender für mich gewesen.
 
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