Hallo da !
Mein erster Beitrag in diesem Forum und dann möchte ich direkt mal meine Meinung über diesen Film abgeben =)
Also, zuerst sei gesagt, dass ich absolut kein Horror-Fan bin! Ich steh einfach nicht drauf, und spätestens seit den Filmen "Ich weiss, was Du..." Teil 1-13 oder "Scream" Teil 1-7 schau ich mir nichteinmal mehr die Vorschau im TV an. Filme, in denen gutaussehende Hollywood-Sternchen mit nem Messer bewaffnet nachts im Haus vor Mördern wegrennen (draussen ist natürlich ein Gewitter), sind für mich einfach übelst langweilig. :zzz:
The Hills Have Eyes hab ich mir eigentlich auch nur durch Zufall angeguckt.
Ich muss sagen, die Atmosphäre in der Wüste kommt gigantisch rüber †Die Beklemmung, die Hitze, die Situation. Und meines Erachtens ist der Film von Anfang bis Ende spannend (Ich unterscheide allerdings auch "Spannung" und "Grusel").
Die Bildqualität ist 1A und auch das Editing ist auf höchst professionellem Niveau. Der Sound trägt zur gespenstigen, gedrückten Atmosphäre bei.
Die Story...naja, die ist eigentlich simpel, aber es ist eine Story. Familie wird vom Tankwart auf eine falsche Fährte geleitet und bekommt von den Mutanten als Belohnung wertvollen Schmuck. Die Familie ist nun also mitten in der Wüste und die Mutanten haben was zum spielen.
Das Dorf ist Psycho pur, mit den ganzen Amerikanischen Puppen, echt Wahnsinn.
Teilweise Spoiler
Ich kenne das Original nicht. Zuerst geschockt war ich, dass Big Bob vor den Augen der Familie verbrannt wurde. Abgesehen davon finde ich Ted Levine obercool (siehe TV-Serie "Monk"), und anfangs dachte man noch "Oh, Big Bob ist cool, der checkt die Lage und macht das schon...". Pustekuchen †er ist der erste der Familie, der draufgeht.
Die nächsten Schocks waren, dass tatsächlich einer nach dem anderen der Familie dran glauben muss (Hat man doch eigentlich alle Charaktere recht flott akzeptiert, ohne dass einer dabei war, dem man sofort den Tod gewünscht hätte).
Die Vergewaltigung fand ich jetzt bildlich nicht soo heftig dargestellt, aber die gesamte Situation war natürlich schrecklich.
Die Mutanten sehen sehr gut aus, sind krank, pervers und scheinbar auch übermenschlich kräftig. Eine Folge der atomaren Bestrahlung halt (Story).
Der Showdown wird dann von dem Charakter vollzogen, dem man es am wenigsten zugetraut hätte.
Leider ist der Film gegen Ende hin †wie in Hollywood üblich †sehr übertrieben. Heftigste Tritte und Schläge gegen den Kopf scheinen dem Helden nicht viel auszumachen. Er steht immer wieder auf und ist dann putzmunter und verkloppt dann noch ein paar mal die Mutanten. Dadurch wird der Film gegen Ende hin ein wenig "klischeehaft". Aber an eigentlichen schauspielerischen Leistungen kann man eigentlich nichts aussetzen.
Alles in allem muss ich sagen, hat mir der Film sehr gefallen, und ja, ich fand ihn grausam (im Sinne von Hart). Leute mit schwachen Nerven sollten diesen Film unbedingt meiden. Die Psyche wird teilweise schon stark beansprucht †auch ohne die bildlich dargestellte Gewalt ! Letztere ist dann natürlich das Tüpfelchen auf dem i.
Ich bin immer der Meinung, dass (gerade in Foren) viel zu viel ruminterpretiert und analysiert wird, und dadurch das eigentliche Thema völlig verwischt wird.
Man muss immer bedenken: Es geht hier um einen Film, den man sich anguckt, der einen unterhält, der Stimmungen übermittelt (mal positiv, mal negativ).
Wenn ein Film so einen Eindruck hinterlässt, wie THHE es bei mir getan hat, dann haben die Macher des Filmes alles andere als versagt.
Wie oft die Axt nun in die Mutanten gerammt wird, ist mir in dem Moment völlig Fratze. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass man mit Analysen und "Filmkunstgehabe" auch übertreiben kann.
Der Film bekommt für seine Atmosphäre, für die Überraschungsmomente (zumindest für mich) und die geschickt eingesetzte Grausamkeit 9/10 Punkte von mir.
"The Hills Have Eyes" ist ein echter Horrofilm.
Danke für's lesen

Timo