The Hunt ~ Blumhouse, Damon Lindelof

Envincar

der mecKercheF
Heute im Autokino gesehen. Kann man sich schenken. Film ohne Sinn. Der Film hätte genauso auch von Uwe Boll sein können.

Autokino in Essen ist leider auch nicht das Wahre. Dunkle Szenen erkennt man so gut wie gar nicht auf der Leinwand. Ständig geht bei irgendwem das Licht vom Auto an. Und wenn der kack Film dann vorbei ist, steht man noch ne halbe Stunde aufm Parkplatz und kommt nicht runter. Einmal und nie wieder.
 

Woodstock

Z-King Zombies
Heute im Autokino gesehen. Kann man sich schenken. Film ohne Sinn. Der Film hätte genauso auch von Uwe Boll sein können.
Nein, dazu war der Film zu ansehbar.

Ich fühlte mich von diesem Film eigentlich gut unterhalten und mir hat es gefallen, wie die Liberalen und die Konservativen verarscht wurden und jemand unpolitisches, welcher mit dem ganzen Mist nichts zu tun haben will, es lächerlich findet und nur seinen Alltag bewältigen möchte, reingezogen wird. Sie hat sich dementsprechend gewehrt.

Diese Gesellschaftskritik hätte aber besser sein können und der Film war ziemlich geradlinig. LIndelof hat diesen mal nicht komplett versaut. Muss eine Ausnahme gewesen sein. :smile:
 
Zuletzt bearbeitet:

Mr.Anderson

Kleriker
Der Film hat mir richtig gut gefallen! Nicht einfach nur ein stumpfes Zehn-Kleine-Negerlein-Spiel sondern auch eine Kritik an sozialen Medien und Falschmeldungen und das zerstören von Karrieren durch Shitstorm auf Grund von Annahmen! Betty Gilpin ist der absolute HAMMER in dem Film! Die Frau ist mir vorher nie aufgefallen, aber auf ihren Namen werde ich in Zukunft achten. Was sie da abliefert ist ja fast schon oscarwürdig! Sollte jemand auf die Idee kommen Rambo mit weiblicher Hauptbesetzung neu aufzulegen, gebt ihr verdammt noch mal die Rolle!

8/10 fiesen, bösen Hasen. Blumhouse weiß einfach wie es geht!

P.S. Crystals Variante der Fabel vom Hasen und der Schildkröte ist übrigens der Kracher!
P.P.S. Nicht von falschen Erwartungen in die Irre führen lassen. Ein Horrorfilm ist das nicht.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Mein Fall war es nicht, aber ich mag diese Art Filme ohnehin nicht besonders. 5/10
 
Zuletzt bearbeitet:

Puni

Well-Known Member
Hab den Film nachdem im BG Podcast drüber gesprochen wurde auch mal nachgeholt und muss sagen, das war 'ne gute Nummer, die sich in der ersten Hälfte zwar sehr nach einer Black Mirror Folge anfühlte, was ja aber ansich nichts schlechtes ist. Mir gefiel, dass hier mal die Rollen vertauscht waren hin zu klassischen Right-Wing-Rednecks in der Opferrolle und Demokraten in der Täterrolle, was wirklich zu herrlich absurden Szenen geführt hat wenn die Täter auf einmal vom Klimawandel, vom Gendern und von Gleichberechtigung sprechen. :biggrin: Die Balance zwischen beiden "Lagern" wurde aber gut gehalten, und beide Seiten kriegen ihr Fett ab.
Der Einstieg war zwar ein wenig chaotisch, aber auch erfrischend, da man nie so genau wusste, wer jetzt die Hauptfigur ist. Ähnlich wie Anderson war ich auch sehr von Betty Gilpin angetan, ihre Rolle ist wirklich sehr badassig. Die Sache mit Swank dagegen war wirklich sehr, sehr unglücklich; auch dass sie direkt am Anfang schon gewalttätig agiert passt dann doch nicht zum Twist am Ende. Ansonsten aber eine unterhaltsame Komödie, da die absurd-komischen Szenen dann doch überwiegten - von Horror kann hier eigentlich nicht die Rede sein.

Ich hatte den ganzen Film über eine andere Theorie zum Ende, nachdem ich durch den Podcast davon ausgegangen bin, dass es enttäuschend sein würde:
Ich bin davon ausgegangen, dass am Ende die Protagonisten in einen anderen Bereich kommen und feststellen, dass Swank noch eine weitere Jagd ausrichtet, dieses mal aber so, dass die reichen Republikaner das gleiche Spiel mit den Demokraten spielen um das "Gleichgewicht" beider Fraktionen zu wahren, Aggressionen abzubauen o.ä., und sich Leute aus beiden Lagern dann zusammen schließen, um dem ein Ende zu setzen. Wäre zwar sehr plakativ gewesen, aber das war das tatsächliche Ende ja irgendwie auch. :biggrin:
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Muss gestehen, dass ich den Großteil des Films nur so lala find (Gilpin war in GLOW supo) und die edgypolitischen Gespräche zwischen amüsant und cringeverdächtig edgy pendeln, vor allem hinsichtlich des angepriesenen Skandalfaktors, aber meine Güte. Die Küchenprügelei am Ende ist der Hammer. Ich war schon lang nicht mehr überrascht, wie sehr so ein Film auf einmal eskalieren kann. Mehr bitte. Ja, Anderson hat Recht, Gilpin ist hier echt badass.
 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Habe den Film - ebenfalls als Reaktion auf die Podcast Diskussion - nun auch gesehen. Shins und Neo ignorieren diesen Kommentar vielleicht, weil ich da nächste Woche zumindest mit ein, zwei Sätzen noch einmal drauf eingehen werden.

Der Film war letztendlich nicht schlecht. Ich war vorher davon ausgegangen, dass es ein womöglich etwas überambitionierter Versuch war, "Get Out" nahe zu kommen, durch eine stark politisierte Horror-Metapher. Letztendlich ist der Film eher wie "Ready or Not" (was nun auch nicht sooooo weit weg ist von "Get Out"), wobei ich den noch etwas besser und gewitzter fand. Aber ja, gewitzt. "The Hunt" war ziemlich gewitzt und das so brachial und direkt, dass es eigentlich schwer fällt, den Film wirklich ernst zu nehmen bzw. sich an der (zunehmend schwammigen und ziellosen) Politisierung zu stören. Dass das D.T. Lager (bzw. er persönlich) sofort eine reale ManorGate Verschwörung und/oder einen persönlichen Angriff im Film sah, ist vielleicht der beste (und frustrierendste) Beweis, dass der Film inhaltlich vielleicht doch was zu sagen hat. Aber insbesondere die "liberal* Elites" bekommen hier fast stärker ihr Fett weg als die vermeintlichen "Rednecks" und "Right Wingers". Und da passt Betty Gilpins Figur am Ende irgendwie ganz gut rein, auch wenn es irgendwie auch zeigt, wie unkonkret "The Hunt" größtenteils ist.

*Dass diese A vs. B Unterteilung in "Demokraten vs. Republikaner" auch in der Filmbesprechung weitergeführt wird, halte ich für bedauerlich und fatal. Ganz so simpel sind diese Gruppen eben wirklich nicht zu fassen, was der Film ja auch zumindest teilweise anzureißen versucht. Ein Blick auf eine Fotowand gegen Ende dürfte jedenfalls mehrfach vertraut vorkommen, hat man sich in den letzten vier, fünf Jahren etwas mehr mit US-Politik und politischen Medien befasst. Aber auch die Demokraten sind eben keine homogene Gruppe, was denen im Wahlkampf ja regelmäßig zum Verhängnis wird. Die Liberal Elites, wie sie hier genannt und dargestellt werden, sind keine Berno Bros, sind keine Linke, sind keine Minoritäten etc.
 
Oben