The Meg ~ Jason Statham vs Riesenhai, Big Budget

Diego de la Vega

Not Yet Rated
Teammitglied
Effekte sind alle ganz ok bis mittelmäßig. Nie grandios. Der Hai sieht bspw nie so realistisch aus wie dessen kleiner Cousin aus The Shallows.
 

TheRealNeo

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Muss mich leider (!) Diego anschließen.
Würde den Film gerne mehr mögen, aber was da einem im Bereich der Charaktere und dem Drehbuch aufgetischt wird ist schon unter aller Kanone. Hier ist alles funktional und kalkuliert angelegt und irgendwie will trotzdem nicht so wirklich funktionieren, was auch daran liegt, dass man glaub nie wirklich weiß, was der Film sein möchte. Da waren sich wohl auch die Macher uneins und es gehört schon einiges dazu, wenn der Hauptdarsteller kurz vor dem weltweiten Kinostart die Aussage fällt, dass er sich eigentlich einen anderen/blutigeren Film vorgestellt hatte und damit nur wieder eine PG13/R-Rating Diskussion los tritt.
Doch was ist nun THE MEG? Ein Film mit Jason Statham in der Hauptrolle, ein tendenziell überzeugender Actiondarsteller aber kein Dwayne Johnson, was das BoxOffice-Potential betrifft und einem Regisseur, Jon Turtletaub, der im letzten Jahrzehnt seine größten Erfolge mit Nicolas Cage (!) im Kino (!) feierte. Das sind die formellen Fakten, aber dann wird es unscharf.
Der Film ist wie bereits erwähnt nicht besonders blutig, hat Humor, aber wenig was die Stellen betrifft, treffend platziert, Hai-Action, die meistens relativ knapp verlaufen und man sucht fast vergeblich jene fast schon ikonischen Bilder, die die letzten Jahre immer wieder auftauchten.
Man kann gar nicht sooo viel zum Film schreiben, aber ist alles leider nicht wirklich überzeugend
Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Film der große Erfolg wird, auch wenn er darauf teilweise getrimmt wurde, wobei offensichtlich viel asiatisches Geld drinsteckt. Am Ende ein Film für jedermann und doch Niemand.

Kurz:
Den könnte man auf der Luftmatratze im Meer badend auf dem Tablet schauen. So viel zum "Horror" des Films.
3-D leider auch kaum effektiv zur Tiefenwirkung eingesetzt.
 

Rhodoss

Active Member
schließe mich Woodie an - das ist auch nicht so mein Thema - vor 10 Jahren hätte ich den vielleicht gefeiert - aber das Thema Monster/Natur/Hai bedroht Menschen ist irgendwie total ausgelutscht. Wären die Kritiken jetzt überragend, hätte ich sogar über die Blu-Ray nachgedacht. Aber so vielleicht mal bei Prime/Netflix/etc.

Vielleicht gönn ich mir aber mal das Buch. Laut Jay ist das ja das Überwerk :thumbsup:
 

Shins

Moderator
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Schön, mal einen kleinen trashigen Hai-Film in dieser hochwertigen Aufmachung zu sehen. Doch, hat mir sehr gut gefallen. Besser, als gedacht.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
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Nach vielen Verhinderungen doch noch erwischt.

Ist Meg mega geworden?

Ich habe die Buchvorlage ja scho vor fast 20 Jahren gelesen und es seitdem hier und woanders immer mal wieder als unterhaltsame Strandlektüre beworben. Der erste Teil war nie mit einem Der weiße Hai aufzuwiegen (weder Spielbergs noch Benchleys), aber das war Steve Alten selbst bewusst. Er präsentierte statt Spannungsmomenten ungeniert rasante Action, und das abwechslungsreich und kurzweilig. Und konstant, wie die weiteren Teile The Trench, Primal Waters, Hell's Aquarium und Night Stalkers dezent bewiesen. Klar war Meg immer dumm, aber Deep Blue Sea dumm, nicht Sharknado dumm.

Der Film, der es jetzt nach Jahren doch noch dank chinesischer Co-Produktion ins Kino geschafft hat, ist...... vorsichtig gesagt... in Ordnung. Ich bin zwar selbst überrascht, dass er schon über 400 Mio (!)!)!)!) eingespielt hat, denn so gut ist er beileibe nicht, aber er macht vier Sachen richtig. Jason Statham ist trotz völliger Fehlbesetzung (der Taylor im Buch war eher wie Dr Grant aus Jurassic Park als ein beinharter Expendable) unentwegt spaßig - die Effekte sind durchweg recht gelungen - es ist toll, dass man das Meg fast nur tagsüber sieht und man bei dem 3D dementsprechend wirklich gut sehen kann - und zu guter letzt ist Turteltaubs Regie recht flott. Die Nebenfiguren sind fast alle eine Katastrophe da absolut banal und einsilbig, doch weil der Film so durch seine Momente rast, blutet das kaum.

Natürlich könnte ich mosern. Dass die Macher den Film nicht ein bisl ernster genommen haben, dass Spannung nichtmal versucht wird, dass die sensationelle Bucheröffnungsszene mit dem T-Rex fehlt, dass das einfallsreiche Finale im Film anders ausfällt, dass die NPCs so banal sind. Andererseits kommt der Film so leichtfüßig und naiv spaßig daher, dass mans ihm nicht übel nehmen kann. Zumal es durchaus einige coole Momente gibt, wie eben eine alternative, ebenso coole Showdownszene, womit der Film tatsächlich etwa gleichauf mit Jurassic Park 3 liegt. Natürlich hat der Sam Neil, den Spino und die Pteranodon Käfigszene, aber dafür auch ein völlig lahmes Ende und die Funktelefon-im-Bauch Szene. Dass im Grunde jede Blutszene gestrichen worden ist, fällt schon fast auslachbar auf - also wer sich da einen neuen Piranha 3D mit Blut und Boobs von erhofft, wird entnervt nach hause kraulen. Das hat die chinesische Produktion mal komplett außen vorgelassen.

Meg ist gewiss kein Topfilm und mit seiner Banalität kein bisschen relevanter als Dwayne Wayne Johnsons Skyscraper oder Rampage, aber andererseits auch net wirklich schlechter als die. Wers besser braucht, muss halt auf den nächsten The Shallows warten oder sich Jaws nochmal ansehen. Wer seine Erwartungen bisl runterschraubt und ggfs gern Hai Filme höher angesiedelt als die Sharknados sieht, für den ist Meg sicher ein Muss. Nach Shallows sicherlich der spaßigste Haifilm seit dem ikonischen Klassiker mit LL Cool J und dem Papageien.

Rundum kann ich nur sagen, dass ein Blick auf Jon Turteltaubs Filmografie exakt vorhersagt, was man sich erwarten darf.

5/10
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Das klingt nicht sehr berauschend, aber bei der Besetzung und Regie hatte ich das schom befürchtet. Auch wenn ich das Buch gut fand, werde ich mir den Film höchstens irgendwann im Free-TV ansehen.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Lol Meg schwimmt langsam tatsächlich auf 500 Mio Einspiel zu.

Das ist mehr als

Solo: A Star Wars Story
Kingsman 2
The Mummy
Alien Covenant
Warcraft
Jason Bourne
Independence Day 2
Star Trek 13
Terminator 5
Fury Road
Lego Movie

:ugly:
 

Shins

Moderator
Teammitglied
Ich mochte Meg ja. Also freut es mich, dass er so viel einspielt und damit eine Fortsetzung wahrscheinlicher wird. Dass auf deiner Liste, Jay, fraglos wesentlich bessere Filme stehen, darüber müssen wir nicht diskutieren. Aber wann hat Qualität denn schon mal was mit dem Einspiel zu tun? :shrug:
 

Måbruk

Active Member
Ja, ich habe ja nichts erwartet und eigentlich auch nichts bekommen. Gut, es gibt schlechtere Unterhaltungsfilme, aber wenn man bedenkt was hier von den Machern großartiges angepriesen wurde und wie viel Geld man da reingesteckt hat, ist das schon ziemlicher Mumpitz.
Am meisten enttäuscht hat mich die Größe des Hais und dessen CGI Qualität. Auf den ganzen Postern hat man ja bereits den Eindruck erhalten, dass die Größe des Hais stark variiert und dadurch an Authentizität verliert. Natürlich haben sie diese Ungleichheit auch im Film fabriziert, wobei man sagen muss, dass mir der Hai i.d.R sogar recht recht "kompakt" vorkam. Von wahnsinniger Größe keine Spur. Hinzukommt, dass die CGI Qualität aber Mal sowas von schlechten Eltern ist, das hat selbst Jurassic Park 1 besser hinbekommen.
Und damit hat MEG auch schon seine größten Trümpfe verspielt, denn der Rest ist natürlich, wie zu erwarten, belanglose 08/15 Unterhaltung.
Das einzige Positive, dass ich dem Film entnehmen kann ist, dass er nicht ganz so partymäßig lächerlch geworden ist, wie erwartet. Er nimmt sich in diesem Vergleich sogar recht ernst, ohne die typische Hollywood Lockerheit abzulegen. Insgesamt etwas fürs Heimkino, wenn die Menge an Popcorn und Alkohol keinen besseren Film zulassen. 4/10
 

TheRealNeo

Well-Known Member
Teammitglied
Måbruk schrieb:
Hinzukommt, dass die CGI Qualität aber Mal sowas von schlechten Eltern ist, das hat selbst Jurassic Park 1 besser hinbekommen.
Ein wenig schlechter Vergleich oder seit wann ist JURASSIC PARK für schlechte Effekte bekannt?
 

TheRealNeo

Well-Known Member
Teammitglied
Da hinkt dann der Vergleich doch noch mehr.
JURASSIC PARK ist doch ziemlich gut gealtert und war schon immer ein Paradebeispiel für seine Effekte.
 

Måbruk

Active Member
Ja, ich bezog den Vergleich auch nur aufs Alter. Natürlich sehen in diesem Vergleich auch sehr viele andere Filme sehr schlecht aus.

Wenn man dann auch noch liest:
Das Budget von Jurassic Park betrug rund 63 Millionen US-Dollar.
Bei The MEG liegt das Budget bei 130 Millionen US-Dollar.
 

Danny O

Active Member
Mich hat der Film soweit unterhalten kann mich nicht beschweren.
Was eben auffällt sind die einfachen Nebenfiguren, mir war es auch zu wenig Blut wobei ich nicht von viel spreche nur mehr Andeutungen hätten schon gelangt.
Der Film hätte auch noch finsterer daher kommen können, und zu hektisch kam der Ablauf öfter rüber naja. Das CGI war gut genug ohne zu deutlich hinzuschauen , tut es was es soll :biggrin:

Måbruk schrieb:
Am meisten enttäuscht hat mich die Größe des Hais und dessen CGI Qualität. Auf den ganzen Postern hat man ja bereits den Eindruck erhalten, dass die Größe des Hais stark variiert und dadurch an Authentizität verliert. Natürlich haben sie diese Ungleichheit auch im Film fabriziert, wobei man sagen muss, dass mir der Hai i.d.R sogar recht recht "kompakt" vorkam. Von wahnsinniger Größe keine Spur.

Das kann ich so nicht Nachvollziehen, die Größe bewegt sich sogar noch im Bereich Realistisch, denn Funde von Megalodon Zähnen die es bisher gab sprechen von 20-23M Länge bei Großen Tieren. Der Durchschnitt liegt so ab 12-18M+ und Meg liegt so bei 20M+ was Riesig ist.
Mein Stiefvater hat das Biest gesehen , er sagt erst so : "ach das ist doch quatsch viel zu groß, sowas gibt es nicht!" Ich musste ihm erst mal sagen das dieses "Vieh" wirklich gelebt hat, dann hat er Meg ganz anders gesehen hahah.



Ich gebe dem film 7/10 "Kämpfende Kraken"


Anschauen nicht nachdenken mit Bier ,Chips und co... so macht es Laune :thumbsup:
 

Måbruk

Active Member
Die Größe mag "realistisch" sein, auf den Postern wurde aber zum Teil etwas anderes vermittelt, da hatte man teilwiese das Gefühl, dass hier der nächste Godzilla Konkurrent aufgezogen wird. Dazu die ganzen Big, Bigger, MEGALODON Sprüche etc. Das schürt natürlich Erwartungen.
Gefühlt hat mir die Größe von Spielbergs Der weiße Hai auch irgendwie mehr imponiert, der vermittelte Gruselfaktor spielt sogar mehrere Ligen darüber.
 

.adversus

Active Member
Irgendwie schwierig für mich zu bewerten. Das war so dünn und hart kurzlebig und doch noch weniger als das. Also nicht das ich da einen Arthouse erwartet hatte, aber irgendwie doch mehr Pfiff und Spaß.
Witzig wars ja und ich seh Statham immer gern. Aber da ist selbst er irgendwie auf der Strecke geblieben.

Witzigerweise fand ich die Effekte auch nicht so dolle und die Größe hat mich immer irritiert. Ich dachte der wäre größer :hae:
Schon ganz witzig, aber da hätte man soviel mehr draus machen können.
 
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