The Trench (DCEU) (Aquaman Horror Spin-off)

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Dass es unter Wasser mit Aquaman weitergehen würde, war nach dem Milliardeneinspiel ja zu erwarten. Kurioserweise wird die DCEU Reihe jetzt noch um ein Spin-off ergänzt, das als Horrorfilm kommen soll.

The Trench hat den gleichen Titel wie das zweite Buch von Meg, dreht sich aber nicht um Haie. Stattdessen wird es mit den unheimlichen Tiefseewesen zu tun haben, die Aquaman in einer Sequenz des Films angreifen. Weder Aquaman noch Mera sollen im Film vorkommen.

https://www.hollywoodreporter.com/h...acouch&utm_term=hollywoodreporter_heat_vision

Gut möglich, dass Aquaman Regisseur James Wan das vorgeschlagen hat. Er kommt ja aus der Horrorecke und hat Saw, Dead Silence, The Conjuring und Insidious gemacht.

Ists nicht höchst seltsam, dass die Reihe mit Superman und Batman begann und wir jetzt bei einem Horrorfilm über Tiefseemonster angelangt sind?
 

Constance

Well-Known Member
Solche Spinoffs sind das, was Marvel sich hätte verstärkt (nach 20 Auskopplungen) trauen sollen. Wenn DC/Warner es jetzt tut, super. Das, womit man gestartet hat, gibt das doch alles locker her. Worldbuilding hat man bisher immens stark bewiesen und wenn es jetztnoch ein paar Facetten addiert werden, freut mich das.

Horror mit den Trench? Ich kann ahnen, welches Szenario es wird, aber doch, den würde ich nehmen. Wäre schön, wenn man ein Gefühl der Zugehörigkeit ohne den namhaften Einfluss generiert.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Wo ich gerade wieder über das Foto hier gestolpert bin, unglaublich wie weit die von der ursprünglichen Idee für Aquaman abgekommen sind. Schade, dass ernster Superhelden Stoff offenbar kein Publikum findet, da wird meiner Meinung nach ein ganzes Genre komplett ignoriert und vollständig in den Sand gesetzt. Aber vielleicht wird die Zeit ja noch kommen...
 

TheReelGuy

The Toxic Avenger
Aber ein farblich entsättigtes Bild macht doch noch keinen ernsten Superhelden-Film. Und was soll das überhaupt sein? Ein brutaler Superhelden-Film, ernste Themen, Blut, Sex? Ganz ehrlich, ich verstehe schon das Interesse an weniger familienfreundlichen Superheldenfilmen (wir bekommen ja noch "BrightBurn" in diesem Jahr), aber wenn ich mein Comic-Wissen zurate ziehe, dann sind die meisten "erwachsenen Comics" echt nur edgy oder auf gewollt düster getrimmt. Sowas haben wir ja mit "Batman v Superman" gesehen und das hat mir so überhaupt nicht gefallen.​
 

Constance

Well-Known Member
BvS wächst stetig :smile:

Und es muss nicht alles auf dieser "ernsthaften" Schiene fahren. Ich war glücklich, dass Aquaman ein buntes fantasyepos bot, denn eine wirklich ernste Darstellung dieses Helden ist schwer in Einklang zu bringen. Ich wünschte nach wie vor Civil War wäre das Marvel Pendant zu BvS, wo man sich mal deutlich mehr einer tiefergehenden Analyse des Superheldengenre hätte widmen können.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Aquaman hätte jetzt nicht zwingend so düster sein müssen, wie auf dem Foto (das tatsächlich eher zu GoT passt), mit der Meereswelt ansich assoziert man ja auch nicht nur schwarz/weiss Bilder. Ich schätze Mal das Ursprungsfoto von Aquaman gefällt mir deshalb deutlich besser, weil es realistisch wirkt und natürlich. Und das sind zwei Faktoren, die einem ernsten Superheldenfilm bspw. gut zu Gesicht stehen. Logan und der neue Joker kommen auch mit diesen Elementen daher.
Realismus und Natürlichkeit ist genau das, was aktuell nahezu allen Superheldenfilmen vollständig abgeht. Ganz im Gegenteil, drehen die in den völlig überzogenen, austauschbaren Geschichten und dem CGI Output derart am Rad, dass es zumindest mir schwerfällt, dem Ganzen irgendwas abgewinnen zu können.

Das ursprüngliche Design von Aquaman im Unterschied zur tatsächlichen Umsetzung, zeigt halt auch sehr gut, wie wenig sich diese Filme danach richten, was die eigentlich kreativen Erschaffer sich wünschen. Es richtet sich alles nur daran, was beim Mainstreampublikum ankommt, diese Menschen definieren den Stil nahezu aller Superheldenfilme. Das ist jetzt natürlich keine besonders neue Erkenntis, aber halt selten so augenscheinlich dargestellt, wie hier.
Ich hatte mir schon etwas von Aquaman erhofft, als ich das verlinkte Foto das erste Mal gesehen habe, aber letztlich nur einen weiteren 08/15 Superheldenfilm erhalten, der nahezu alles im CGI-Bombast erschlägt. Es gibt keinen anderen Grund diesen Film zu sehen, als sich von dem optischem Bombast quasi berauschen zu lassen - von dem was heute technisch möglich ist.
 

TheGreatGonzo

Not interested in Naval Policy
Teammitglied
Das Bild ist wahrscheinlich ein Promobild, das gemacht wurde, bevor der Film gedreht wurde und daher einfach nicht den Stil des Films widerspiegelt. Davon abgesehen, sieht der doch ziemlich genau aus wie im Film, nur, dass das Bild halt übel entsättigt ist und der Film nicht.

Darüber hinaus finde ichs gerade schön, dass es derzeit einige Comicfilme gibt, die sich auch wirklich nach Comic anfühlen und aussehen. Aquaman hab ich noch nicht gesehen, aber war da der Konsens nicht eher, dass der sich mal traut comicgemäß bunt und verrückt zu sein, Qualitäten, die in letzter Zeit auch bei Marvelfilmen wie den Guardians of the Galaxy oder Thor Ragnarök gelobt wurden und man gerade in der Vergangenheit nicht so hatte. Spider-Man 2, der ja oft als bester Superheldenfilm überhaupt gilt, ist groß, farbenfroh und in seiner Emotionalität total überhöht und funktioniert gerade deswegen so gut. Schön, dass es gleichzeitig auch Filme wie Logan oder Joker geben kann, aber deswegen muss Aquaman, ein Film über einen in einer Unterwasser-Fantasywelt lebenden Fischmenschenhelden, doch nicht den gleichen Realitätsgrad haben. Da wirds schnell langweilig und man ist wieder bei sowas wie Bryan Singers biederen X-Men.
 

Måbruk

Dungeon Crawler
TheGreatGonzo schrieb:
Aquaman hab ich noch nicht gesehen, aber war da der Konsens nicht eher, dass der sich mal traut comicgemäß bunt und verrückt zu sein,
Ja, kann man so stehen lassen, wobei ich unter verrückt etwas anderes verstehe, aber besonders ernst nimmt er sich nicht. Wenn das auch noch ernst rübergbracht wäre, oh je. :wink:
Im Prinzip habe ich auch nichts dagegen, dieses comicmäßig bunte, aber man kriegt halt nur noch so etwas vorgesetzt. Der eine Regisseur macht es besser, als der andere, aber letztlich haben sie alles das gleiche Ziel. Nur qualitativ unterscheiden sich die Filme, ein Sam Raimi ist ein Sam Raimi, der Typ ist ein Genie.

TheGreatGonzo schrieb:
Schön, dass es gleichzeitig auch Filme wie Logan oder Joker geben kann, aber deswegen muss Aquaman, ein Film über einen in einer Unterwasser-Fantasywelt lebenden Fischmenschenhelden, doch nicht den gleichen Realitätsgrad haben. Da wirds schnell langweilig und man ist wieder bei sowas wie Bryan Singers biederen X-Men.
Nolan und der Joker Film, der ja noch nicht Mal existiert, sind aber auch wirklich die einzigen Filme, denen man so etwas nachsagen kann und die auch einen gewissen Erfolg hatten oder wahrscheinlich haben werden. Aber das wars dann halt auch schon und das ist das Problem. Vergleich das Mal mit der Flut der sonstigen Superheldenfilme.
Aquaman ist als Charakter sehr der Natur verbunden, da hätte man auch was eigenständigeres bringen können. Hätte man sicher auch gemacht, wenn DC nicht das Muffensausen bekommen hätte.
 

Constance

Well-Known Member
Davon abgesehen, dassSuperhelden in der Art nie dem Realismus gerecht werden könnten, weil sie es einfach nicht sind.

Nolan und Batman, das war die Kombination in der man den klassischen Helden aus seinem Umfeld zog und in einen neuen, realistischeren Kontext eingebettet hat. Während diese Möglichkeit bei batman besteht, ist es bei Superman, Aquaman, Thor etc. halt einfach unmöglich, die Gewichtung so zu verlagern.

Und betrachtet man MoS und BvS, so kann man zweifelsohne behaupten, dass man diese Ikonen an Helden nicht dem Realismus unterordnen kann, sondern sie lediglich in eine realistische Welt einbetten und unseren Umgang mit ihnen hervorheben kann.

Während des Kongresses in BvS, bevor er dann gesprengt wird, stellt die Senatorin eine aussagekräftige Frage, die unsere gesellschaftlichen Normen und Verhaltensweisen offenlegt. Sie sagt in etwa, dass alle Welt verwundert war, was superman tat, anstatt sich zu fragen, was er tun sollte. Und genau da liegt der Hund begraben. Gerade in dieser Szene im Kapitol zeigt Supes, wie sehr er Mensch sein möchte und "unsere" Normen versucht anzuerkennen. Und das schlägt wiederum Verweise zu seinen 2 Vätern und ihren "Lehren" und zu vielen anderen Dingen. Die freie Wahl, gut böse, krypton und seine Gesellschaftsform etc.

Und diese art sich mit Realismus auseinander zu setzen fand ich toll. Es ist intelligent und die Filme strotzen vor Details dieser Intentionen. Aber wahrscheinlich war Die Zeit noch nicht Reif für diese Betrachtung, weshalb Marvel im Civil War auch nicht mehr gebracht haben. Die wissen halt, dass der gängige Zuschauer nicht hinter die Oberfläche blickt. Und genau entgegen diesem Kontext, dürfte sich aquaman sehr gerne nach purem Comic anfühlen.

Schade, dass man mit dem Konzept erstmal so nicht weiter macht, denn andersartige Ausgliederungen können ja auch mal funktionieren.
 

Revolvermann

Well-Known Member
TheReelGuy schrieb:
mein Comic-Wissen zurate ziehe, dann sind die meisten "erwachsenen Comics" echt nur edgy oder auf gewollt düster getrimmt
Dann hast du aber die falschen Comics gelesen. Vielleicht gilt das mit Abstrichen für auf edgy und düster getrimmte Superheldencomics aber ganz sicher nicht für Comics als ganzes Medium.



Deswegen finde ich es auch recht kurz gedacht wenn man "comichaft" mit überzogen und bunt übersetzt.
Ich weiß dass es meistens im Bezug auf Superheldencomics genannt wird und dort passt es oftmals auch aber insgesamt ist das nicht wirklich bezeichnend. Es gibt ja beispielsweise eine Menge Historical Fiction im Bereich Comics um mal nur ein Genre zu nennen. Das ist weder überzogen bunt, familienfreundlich oder witzig, noch besonders düster oder brutal. Es kann das alles natürlich sein, ist es aber meist nicht.
Ich würde sogar sagen im Bereich Comics werden genau wie in der Literatur und beim Film alle möglichen Geschichten erzählt. Deswegen sollte man meiner Meinung nach auch so langsam davon Abstand nehmen nur in den Kategorien "düster" und "bunt" zu denken.
Das so gern benutzte Wort "erwachsen" sagt sowieso nicht allzu viel aus, da es fast jeder bei den Feinheiten anders definiert und meiner Meinung nach manchmal gerade das Einlassen auf eine kindliche Sicht, auf Stoff, der sich an das Kind in einem richtet, von Reife zeugt. So mancher sogenannter Kinderfilm ist weniger hirntot als eine ganze Menge Filme da draußen, die sich vordergründig an Erwachsene richten.
 

TheGreatGonzo

Not interested in Naval Policy
Teammitglied
In meinem Fall hab ich auch von Superheldencomics gesprochen und nicht von Comics im allgemeinen. Sicher auch nicht so ganz fair, weil es da inzwischen auch viel unterschiedliches gibt. Aber wenn man sich so anschaut, dass die meisten Marvelfilme visuell immer noch ziemlich trist aussehen, und die, die sich etwas mehr Farbe und Poppigkeit getraut haben, optisch wie inhaltlich, um einiges spannender und aufregender daherkommen, möchte ich doch für mehr Buntheit im Superheldenfilm plädieren, und kann nicht so ganz nachvollziehen, wo Mabruk meint die Flut superbunter Comicfilme gesehen zu haben (CGI-Überfluss ist ein anderes Thema und sei mal dahingestellt, gibts aber auch in gut und in schlecht). Ich wäre froh, wenn die alle mehr Jack Kirby wären und weniger Grau-in-Grau.

(Passt hier allerdings auch alles wieder nicht so ganz in den Thread)
 

TheReelGuy

The Toxic Avenger
Revolvermann schrieb:
Dann hast du aber die falschen Comics gelesen. Vielleicht gilt das mit Abstrichen für auf edgy und düster getrimmte Superheldencomics aber ganz sicher nicht für Comics als ganzes Medium.
Gibt es dafür nicht den Unterschied zwischen Comics und Graphic Novels? Ich meinte mit meinem Post grundsätzlich eher die Superhelden-Comics und da würde ich bei meinem Argument bleiben, weil es eben kaum Superhelden-Comics gibt, die eben nicht zu übertrieben düster (Miller's "The Dark Knight Returns") oder zu edgy (McFarlane's "Spawn") sind, um als wirklich ernstzunehmend erwachsen beschrieben werden zu können.

Ja, es gibt wirklich gute Comics wie "Maus" oder "Persepolis", aber wenn es um Superhelden geht, ist immer ein bisschen Edge und kräftige Übertreibung dabei.

Mein Probkem ist halt, dass viele dieser Superhelden-Comics erwachsen nur mit Brutalität, düsteren Themen und Sex ausdrücken können. Auch der "Killing Joke", den ich als Geschichte sehr schätze, kann sich davon nicht ganz freisprechen. Da ist es mir deutlich lieber, wenn wir Spider-Man in Geldnot erleben oder wenn Helden trauern, weil sie nicht immer alle retten können. Etwas nur düster zu machen, ändert in meinen Augen nur die Optik, was wiederum dem Comic-Charme entgegenwirkt.​
 

Revolvermann

Well-Known Member
TheReelGuy schrieb:
Gibt es dafür nicht den Unterschied zwischen Comics und Graphic Novels?
Naja, Graphic Novels sind Comicromane. Abgeschlossene Geschichten aber eben auch Comics. Zudem wird der Begriff auch häufig verwendet, wenn eine vorher erschienene Reihe oder eine heftübergreifende Storyline in größeren Bänden zusammengefasst wird. In Heftform also Comics und dieselbe Story später zusammengequetscht Graphic Novel? Alles etwas schwammig, da würde ich sagen das sind alles Comics.
Comic ist der Überbegriff (genauer: sequenzielle Kunst) und fängt laut Definition beim zweiten Panel an.
Wikipedia schreibt dazu "In den 1990er Jahren etablierte sich eine Definition von Comic als eigenständiger Kommunikationsform unabhängig von Inhalt, Zielgruppe und Umsetzung." und so sehe ich das auch.
Zumal es auch monatlich erscheinende Reihen gibt die weder Bunt oder düster sind und komplexe Erzählungen beinhalten.

Aber ich weiß ja, wie gesagt, dass du und Gonzo eher von Superhelden in Heft und Filmform geschrieben habt. Da stimme ich auch größtenteils zu. Das nur auf Comics allgemein zu beziehen empfinde ich als nicht korrekt.
Bei den Superhelden mag ich ebenfalls die verschiedenen Ansätze. Buntheit ist ja vollkommen ok aber bitte nicht ausschließlich.
Beim Superheldgenre sollte man sich kreativ auslassen wie überall sonst auch.
 

El Duderino

Well-Known Member
Zu dem Bild: Mit dem wurde damals Momoa als Aquaman vorgestellt, müsste 2014 gewesen sein. Damals hatte man, unter Zack Snyder, wohl noch etwas "finstere" Ideen mit dem König der Meere. :biggrin:
 

Måbruk

Dungeon Crawler
El Duderino schrieb:
Zu dem Bild: Mit dem wurde damals Momoa als Aquaman vorgestellt, müsste 2014 gewesen sein. Damals hatte man, unter Zack Snyder, wohl noch etwas "finstere" Ideen mit dem König der Meere. :biggrin:
Yes... GoT unter Wasser, das wäre es gewesen!!! :squint: :rolleyes:
 

Måbruk

Dungeon Crawler
Hey, Unterwasserwelten in RPGs waren doch immer die geheimen Highlights, darauf hat doch jeder hingefiebert. Vorher noch die Aquamask vom Dungeon Boss auf Level -57 ergattert und dann ab zum Perlentauchen! :shrug:
 
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