Too soon? Big Short Autor macht Wuhan/Corona Film

Joel.Barish

dank AF
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Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, doch die Frage muss erlaubt sein: ist diese Zeit wirklich schon erreicht? Ist es nicht eigentlich noch zu früh? Drehbuchautor Charles Randolph und Produktionsfirma SK Global tun sich zusammen, um einen Film in und über Wuhan zu drehen, über die Stunde 0 der COVID-19/Coronavirus Pandemie.


© Paramount

Wie der Hollywood Reporter berichtet, wollen Charles Randolph und SK Global das noch unbetitelte Projekt direkt vor Ort in China drehen. Noch etwas vage wird die Handlung beschrieben als Darstellung "der dramatischen Wochen in China, als die heroische medizinische Gemeinschaft einen mysteriösen neuen Virus konfrontiert, der bald zu einer globalen Pandemie werden sollte." Es sind offenbar die ersten Tage des Ausbruchs, des örtlichen Notstands und der versuchten Eindämmung u.a. durch rasend schnell aus dem Boden gestampfte Notfallkrankenhäuser. Vermutlich. - Das kann man machen, doch wer hat denn aktuell wirklich Lust auf einen vage euphorischen oder "Es hätte noch viel schlimmer kommen können"-warnenden COVID-Film? Andererseits ist dieser Film noch gut und gerne zwei Jahre entfernt. Wer weiß, wie die Welt bis dahin aussieht?

Randolph, der nicht nur das Drehbuch abliefert, sondern hier auch sein Regiedebüt geben soll, ist in erster Linie bekannt als Drehbuchautor für den letztjährigen BOMBSHELL und für THE BIG SHORT (2015), für den er zusammen mit Adam McKay einen Oscar erhielt. Die Sphären zwischen Wirtschaft und Politik liegen Randolph offenbar besonders, der in der Vergangenheit außerdem das Anti-Todesstrafe Drama DAS LEBEN DES DAVID GAYLE (2003), den Spionagethriller DIE DOLMETSCHERIN (2005) und die Anti-Pharma Romcom (ja, komische Kombi - aber der Film ist nett) LOVE AND OTHER DRUGS (2010) tippte.

Quelle

Wir sind uns einig: definitiv "too soon", oder? Darf sich dieses Projekt gerne noch ein wenig Zeit lassen? Oder sind wir eher der Meinung, dass man nicht zu lange warten sollte, um Ereignisse dieser Größe auch fürs Kino aufzugreifen? Warum ist dann aber eigentlich noch kein Trump Film geplant? Fragen über Fragen ...
 
Zuletzt bearbeitet:

TheRealNeo

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Ja ich glaube zu früh, auch aus informationstechnischer Sicht. Denn erhalten amerikanische Filmemacher*Innen denn jetzt schon einen vollumfänglichen Einblick in die Vorgänge? Und was soll das Ziel der Filmemacher*Innen sein daraus nun so schnell schon einen Film zu machen, der dann 2022/23 erscheint. Ich mag die Frage nicht, aber hier passt es...wer will das dann sehen?

Zu den Trump-Filmen. Haben wir die nicht schon durch Filme wie die von zuletzt Spike Lee? Was gibt es mehr über den Mann zu portätieren, als das Land, das er auf diesem Stand zu halten versucht, wie es uns diese Filme und noch mehr zeigen?
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
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Finde es auch zu früh. Die Krise ist noch nicht überstanen, und selbst wenn zum Filmstart die Pandemie vorbei ist, werden sich nicht viele Leute den Film ansehen wollen.
 

Cimmerier

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Eine gut recherchierte Doku könnte ich nachvollziehen, einen Spielfilm hingegen nicht. Da müssten auch viele Lücken mit Spekulationen gefüllt werden. Dass das Thema noch gar nicht abgeschlossen ist, bekräftigt mich ebenfalls in der Meinung, dass das deutlich zu früh kommt.
 

Lunas

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Da wir noch mittendrinn sind und ich befürchte dass das ganze noch lange nicht ausgestanden ist halte ich das für einen Spielfilm viel zu früh.
Eine Doko welche wirklich gut recherchiert ist wäre da viel passender.
 

Woodstock

Z-King Zombies
Die sollen zuerst Trump absägen und den exakten Ursprung in China finden. Zudem den Virus bei sich unter Kontrolle kriegen.

JA! Es ist viel zu früh! Man verfilmt Katastrophen erst, wenn sie vorbei sind und man alle Hintergründe hat.
 

movie-lover

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Ich schließe mich der Meinung an, dass es für einen Spielfilm eindeutig noch zu früh ist. Aber gegen eine gut recherchierten Doku finde ich nur wenige Einwände.
 

Raphiw

Godfather of drool
Ich schließe mich der Meinung an, dass es für einen Spielfilm eindeutig noch zu früh ist. Aber gegen eine gut recherchierten Doku finde ich nur wenige Einwände.
Eine Doku würde ich sogar begrüßen, weil sie gerade während der Pandemie entsteht. Sowas gibt es selten bis gar nicht. Wäre also rückblickend noch Mal interessanter als eine Doku nach der Pandemie.
 

TheRealNeo

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Aber was erhoffst du dir von einer Doku zum jetzigen Zeitpunkt? Ja vielleicht wird die 'Stimmung' derzeit besser eingefangen und nachvollziehbarer für Zuschauer*Innen in ein paar Jahren/Jahrzehnten, aber ansonsten muss man in vielen Punkten noch mit Spekulationen arbeiten. Und was decken denn die Reportagen und Nachrichten der letzten Woche und Monate noch nicht ab?
 

Raphiw

Godfather of drool
Aber was erhoffst du dir von einer Doku zum jetzigen Zeitpunkt? Ja vielleicht wird die 'Stimmung' derzeit besser eingefangen und nachvollziehbarer für Zuschauer*Innen in ein paar Jahren/Jahrzehnten, aber ansonsten muss man in vielen Punkten noch mit Spekulationen arbeiten. Und was decken denn die Reportagen und Nachrichten der letzten Woche und Monate noch nicht ab?
Ich erhoffe mir die Stimmung, sowie das man innerhalb kürzester Zeit wohl einiges was man als Tatsache annimmt revidieren muss. Je nachdem welche Ausmaße Corona noch haben wird, wird man erkennen wie man es wohl zu sehr auf die leichte Schulter genommen hat oder eben nicht und das wird sich wohl auch in der Inszenierung des Filmes wiederspiegeln.

Dokumentationen mit dem nötigen Abstand gibt es viele, aber es gibt wenige zu historischen Ereignissen während sie stattfinden. Was man daraus ziehen könnte würde sich natürlich auch erst später zeigen.
 

TheRealNeo

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Teammitglied
Aber auch dafür ist es doch jetzt zu früh, meiner Meinung nach. Man nehme die Maskenpflicht, die jetzt (größtenteils) angenommen und für sinnvoll betrachtet wird. Noch vor einem Vierteljahr war dem nicht so. Wie also will man jetzt in einem Dokumentarfilm Dinge einordnen, wenn sich die Kenntnisse jeden Tag ändern?
 

Raphiw

Godfather of drool
Aber auch dafür ist es doch jetzt zu früh, meiner Meinung nach. Man nehme die Maskenpflicht, die jetzt (größtenteils) angenommen und für sinnvoll betrachtet wird. Noch vor einem Vierteljahr war dem nicht so. Wie also will man jetzt in einem Dokumentarfilm Dinge einordnen, wenn sich die Kenntnisse jeden Tag ändern?
Wer sagt denn das eine Dokumentation nur einen genauen Zeitpunkt wiederspiegeln muss... Sie könnte auch einen längeren Zeitraum dokumentieren und gerade diese Ungewissheit der richtigen Herangehensweise ist ja derzeit das Kernelement der Pandemie und diese sollte auch Teil einer Dokumentation sein, oder findest du nicht? :smile:
 

TheRealNeo

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Das hängt eben davon ab, wann sie entsteht bzw. veröffentlicht wird.
Ich habe eben das so verstanden, dass ihr relativ zeitnah gerne eine sehen würdet.
 

Raphiw

Godfather of drool
Das hängt eben davon ab, wann sie entsteht bzw. veröffentlicht wird.
Ich habe eben das so verstanden, dass ihr relativ zeitnah gerne eine sehen würdet.
Ich könnte mir durchaus eine Doku Wuhan 2020 fürs Frühjahr vorstellen. Schön wäre es wenn man dabei vielleicht drei Figuren begleitet (z.b. Arzt, Angehörigen und Epidemiologe) und dabei immer wieder Mal einen Blick auf die internationale Entwicklung wirft. Die Doku könnte auch offen mit dem aktuellsten Stand enden. Und weitergedreht werden mit Wuhan 2021
 

Woodstock

Z-King Zombies
Eine solche Doku wird nicht funktionieren. Diejenigen die den Virus entdeckt haben, sind entweder tot oder verschwunden (tot). China behauptet auch, dass der Virus aus den USA eingeschleppt wurde und hat jegliche Ermittlungen zum Ursprung des Virus unter Strafe gestellt. Du hast also weder Schauplätze, noch Zeugen und diejenigen welche die Doku sehen sollten, werden sie nie zu Gesicht bekommen.
 

Raphiw

Godfather of drool
Da ist was dran.

Vielleicht muss die Doku ja auch nicht Wuhan genau beleuchten, sondern die Entwicklung in verschiedenen Ländern.
 

Raphiw

Godfather of drool
Aber sehen wir die nicht täglich aktuell in den Nachrichten?
Stimmt, kann man schon tagtäglich verfolgen. Aber etwas persönlicher, wo man vielleicht eine Pflegekraft oder ein Forscherteam begleitet das an einem Wirkstoff arbeitet, wäre schon interessant zusammengefasst in einem Film. Sonst könnte man das ja quasi zu jeder historischen Doku sagen, das man sich einfach alte Fernsehausschnitte ansehen kann oder ein paar online Artikel lesen könnte. Diese ganze Situation mit einem authentischen persönlichen Touch dokumentiert fände ich durchaus interessant. Kann aber verstehen wenn man das uninteressant findet.
 

TheRealNeo

Well-Known Member
Teammitglied
Ich finde es nicht uninteressant, nur eben zum jetzigen Zeitpunkt etwas früh. Da würde mir eine reflektierte Komponente einfach fehlen.
 
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