Trailer: Star Wars Episode 9 - The Rise of Skywalker

TheReelGuy

Active Member
Revolvermann hat es sehr gut zusammengefasst. :top:

Was "TLJ" als Politikum angeht:
Es gibt im Netz zahllose Artikel, Blog-Posts und Videos, in denen der Film eben nicht als Film kritisieren, sondern die Storylines, Charaktere und Themen immer in einen politischen Kontext stellen. Da werden Dinge über Finn behauptet, die ich hier nicht wiedergeben möchte, weil sie einen zutiefst rassistische Lüge befeuern, Rose wird zur unnötigen Diversitätsfigur und Admiral Holdo wird als self-insert-character von Kathleen Kennedy gesehen, die Poe (und nach der Definition dieser Theorien, auch das Publikum) dafür bestrafen soll, dass er ein Mann ist.

Selbst die in der "Hater-Szene" recht einschlägigen Video-Projekte lassen es sich zumindest nicht nehmen den Film an irgendeiner Stelle den Titel eines "SJW-Films" anzudichten und sich über die "männerfeindlichen Agenda" von Kathleen Kennedy zu echauffieren. Dazu kommt dann noch der schmerzlicherweise fast normal gewordene Rassismus, den man bei größeren Filmproduktionen leider quasi in jedem öffentlichen Forum lesen kann. Dagegen ist BG echt eine Insel der Harmonie :love:
 

Woodstock

Z-King Zombies
Können wir das Wort “Hater“ mal vergessen? Ich kritisiere Star Wars aber ich hasse es nicht. Da ist für ein gewaltiger Unterschied.
 

McKenzie

Unchained
Ja. "Hater" zu verallgemeinern ist ähnlich schlimm wie zu sagen, dass der Film objektiv Käse ist. Oder objektiv supertoll, oder dass jene die das finden nur Fanboiz sind. Wobei die Fanboiz ja am meisten haten anscheinend..es ist kompliziert..

Joker1986 schrieb:
McKenzie schrieb:
Hmm also grad für Fußball-Ultras hab ich überhaupt kein Verständnis
Ja eben, weil du da keine Bindung dazu hast. Die einen würde für Ihre Freunde durchs Feuer gehen, die anderen für Ihren Verein, wieder andere kennen bei Star Wars keinen Spaß. Ist halt immer dfie Frage wie intensiv man etwas lebt.
Ja aber genau darum geht es mir ja - Kein Fandom sollte meiner Ansicht nach so ausarten dass man blind dafür durchs Feuer geht oder die Gegenseite mit Hass und Drohungen beflegelt.
 

TheReelGuy

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Ich habe es schon in Anführungszeichen gesetzt, weil ich es nicht für den optimalsten Begriff halte, aber es diesen radikalen Flügel der "TLJ"-Kritiker gut charakterisiert, aber gut, wenn ihr euch daran stört, dann kann ich auch gerne einen anderen Begriff benutzen.​
 

Deathrider

The Dude
Ich schlage offiziell den Terminus "Grummelbärchen" vor. Das ist so verniedlichend, da fühlt sich bestimmt keiner beleidigt.
 

McKenzie

Unchained
@Reelguy
Naja, solang du tatsächlich die Extremfälle meinst denen nimmer zu helfen ist, passt es ja. Wichtig ist mir (und Wood glaub ich auch) die Differenzierung, jemand der den Film einfach nicht gut fand will sich in die Ecke wie gesagt ebenfalls nicht gestellt sehen. :squint:
 

TheReelGuy

Active Member
Ich dachte ja, dass ich es Thread-übergreifend deutlich gemacht, dass ich durchaus differenzieren kann, wenn es darum geht :biggrin:

Aber wenn du willst: McKenzie, Woodstock und Co., ihr seid keine Hater *hex* *hex* :thumbsup:
 

Constance

Active Member
Wurden wir doch nicht ausgegliedert?

Also als Desaster würde ich das persönlich schon bezeichnen. Nur selten wird sachlich diskutiert. Die Leute verfallen schnell in die "Grummelbärchen" oder "Fanboy" Riege. Es scheint kein Konsens darüber zu herrschen, dass man legitime Kritikpunkte an dem Film hat. Und wenn sich dieser "Diskurs" über mehrere Jahre hält, dann hat das etwas von einem Desaster, denn es trägt die negativen Schwingungen weiter. Bewertungen, das hat man bei Captain Marvel gesehen, werden davon beeinflusst. Die Grummelbärchen sorgen ambivalent für eine Flut an übertriebenen positiven Bewertungen. Wenn man sich die imdb Rezensionen durchliest, hört man oft nur "perfekter Film, hört nicht auf die Hater". Und Bam! - gibt es 10/10. Da ist das Endergebnis einfach verfälscht. Und hier sprechen wir von einigen Tausenden Bewertungen.

Und, wie hier zuvor schon gesagt wurde, haben Filme selten eine 1-4 Bewertung, da das ansehen von Filmen nun mal auf dem eigenen Geschmack gründet. Würde ich jeden Film der ins Kino kommt bewerten, ohne dass ich mich für ihn im Vorfeld interessiere, würde ich auch weitaus mehr Bewertungen in dem Bereich verteilen. Aber mein aktueller Schnitt in diesem Jahr liegt eher bei 7+.

Und ich muss nochmal klar stellen, dass ich von dem Episode 9 Trailer erstmal positiv angetan bin. Einfach weil er, auch wenn es zusammengewürfelt wirkt, verschiedene Settings und Gruppensituationen zeigt. Das wiederum lässt mich darauf hoffen, dass man wieder verstärkt auf solche Stärken setzen wird. Und der Imperator an sich gefällt mir. Nur nicht die Aussage, es hätte immer zum Plan gehört, denn dafür fehlte in den 2 aktuellen Episoden JEGLICHER Bezug. Versteckte Hinweise sucht man vergebens und die hätte man bestimmt einbauen können, vielleicht dem Zuschauer nicht aufs Auge drückend, aber Fans hätte diese in endlosen Analysen des Materials schon gefunden.

Marketing ist ein stark psychologischer Bereich, der, wenn man so will, auch gewisse Mechanismen ausnutzt, die durch unsere Technologie und Media möglich sind. Ich kann immer nur Marvel hervorheben, wenn es um geniales Marketing geht. Da gehört aber Manipulation einfach dazu. Und diese Manipulation muss nichts negatives sein. Im Thema von Trailern und Teasern will man uns oft auf falsche Fährten locken, wodurch ein gewisser Überraschungseffekt entsteht. Da kann ich dann als schlechtes Beispiel auch klar einen meiner Lieblinge, nämlich BvS nennen, der in seinen Trailern vieles zeigte, aber dann essentielle Dinge, wie das Steigern der Spannung außer Acht ließ. Beispiel "Doomsday". Noch schlimmer aber bei der Justice League, die sagenhafte 43 Szenen, die im Voraus getrailert wurden, einfach nicht verbaut hat.
Oder nehmen wir das Marketing zu Antman, wo Marvel auf Miniaturen setzte und die in aller Welt verstreute - die Leute entdeckten sie und posteten es in den sozialen Netzwerken. Ein "kleiner" viraler Trend. Genial. Oder wir erinnern uns bestimmt an den toll gemachten, mit Arcade-Stil versehen Thor Ragnarök Trailer und Marketing. Auch wenn ich das Marketing dahinter liebe, war der Film nichts für mich. Und dennoch erhielt der Film 7 Punkte von mir.

Eine gute Nacht! :smile:
 

Presko

Active Member
Ich habe Eure Diskussionen überflogen. Respekt. spannende Aspekte und Argumente. Mir bedeutet SW ja nicht die Welt. Der letzte Teil gefiel mir persönlich besser als J.J''s, insbesondere die Spannung zwischen Rey, Luke und Driver. Bei Abaraham's SW gabs eigentlich null Spannung. Der neue Trailer ist erst mal, in meinen Augen, recht nichtssagend. Er lässt auf mehr Gruppendynamik hoffen, was ich begrüssen würde. Ich denke auch, dass mit der Prämisse am Ende recht viel Interessantes angefangen werden kann. Wobei mir halt einfach Jedi-Ritter- Light-Saber-Action fehlt. Ich wünsche mir mehr Luke und mehr Lichtschwert-Action zurück. Das ist für mich halt das Star-Wars-Markenzeichen - wobei ich ganz offen gestehe, kein riesiger SW-Nerd zu sein.
 

Jay

hat Lust nen Film zu sehen
Teammitglied
Das ist wirklich eine vorbildliche Diskussion. Selbst wenn man gegensätzliche Meinungen hat, kann man ja guter Dinge bleiben.

Mich stören diese extremen Meinungen auch, egal ob rosarote Brille oder Anti-SJW Fackel. Da gehts dann kaum noch um den Film an sich, sondern eher um einen Krieg der Prinzipien.

Ich z.B. muss ja sagen, dass ich vieles an TLJ (nicht Tommy Lee Jones) grausig fand. Dennoch muss ich offen sagen, dass er inszenatorisch einige sensationelle Momente hat. Vor allem der Split und Lukes Schultermoment.
 
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