Warner plant geheimnisvolle Serie aus dem Harry Potter Universum

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied

© Warner Bros​

Deadline.com will gelernt haben, dass man bei Warner Bros eine Serie aus dem Harry Potter Universum für HBO Max plant. Das ist nur aus dem Grund überraschend, dass es überhaupt so lange gedauert hat, bis man bei Warner die wertvolle Potter-IP mit dem TV- und Streaming-Trend zu kombinieren versucht. Disney hat es mit Spin Offs zu Marvel und Star Wars vorgemacht und bei den DC-Helden ist Warner schon dabei, den (quasi) hauseigenen Streamingkanal HBO Max mit Serienablegern zu füttern, aber bei Potter dauerte es noch. Bis jetzt. Natürlich erfordert eine Serie aus der Zauberwelt rund um Harry Potter das finale OK von Vorlagenautorin J.K. Rowling, doch es ist - wenn man einmal so frech sein darf - schwer vorstellbar, dass dieses "OK" angesichts der Qualität der "Fantastic Beasts" Ableger, die Rowling selbst als Drehbuchautorin anging, eine nennenswerte Hürde werden sollte.

Mehr als dieses vage Vorhaben gibt es noch nicht. Keine Figuren, keine historische Verortung, keine Mitarbeiter, keine aktive Produktion. Man plant es. Das lässt Raum für Spekulationen. Wir stellen drei theoretische Versionen vor, wie eine Potter Spin-Off Serie aussehen könnte:

#Version 1: Prequel/Origin-Story der Hauptreihe
Im Kino wurde der Spin-Off bereits versucht, griff schon in der Hauptfigur auf eine existierende Figur zurück und beschäftigte sich auch im weiteren Verlauf zunehmend mit Hogwarts, Dumbledore und ähnlichen Facetten, die in Prequel-Art die Hauptreihe rund um Harry Potter selbst betrafen. Soll heißen: Warner und Rowling sind an dieser Art von IP-Expansion interessiert. Und Fans (häufig) auch. Der Reiz einer Vorgeschichte ist so nachvollziehbar wie gefährlich. Star Wars vermochte beide Seiten zu bestätigen. Gehen wir einmal davon aus, dass das Spin-Off hauptsächlich in Hogwarts spielen wird, noch immer der zentrale Ort für weltweite Fan-Nostalgie und Identifikation. Mit Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin kann jeder einigermaßen umgehen, doch wer weiß überhaupt, wie die Häuser in Ilvermorny heißen? Ach, wer wusste überhaupt, dass die amerikanische Schule Ilvermorny heißt? Hogwarts also. Vom jungen Dumbledore haben wir vermutlich vorerst genug gesehen, warum also nicht auf die Schülerjahre von Minerva McGonagall zurückblicken, auf ihre Zerrissenheit zwischen Gryffindor und Ravenclaw, auf ihr "Coming-of-Age" oder dergleichen? Oder aber man nimmt die Idee eines Prequels beim Wort und geht noch weiter als die geplante "Game of Thrones" Spin-Off Prequelserie, die ebenfalls auf HBO Max erscheinen wird. Die Entstehung von Hogwarts rund um die vier Begründer der Häuser könnte eine spannende, nostalgische und lukrative Angelegenheit sein. Der Streit und spätere Bruch mit Salazar Slytherin, die Führungsrolle von Godric Gryffindor, aber auch die Gelegenheit, Helga Hufflepuff und Rowena Ravenclaw dringend benötigte zusätzliche Dimensionen zu geben.

#Version 2: Ilvermorny Spin-Off
Klar, wir haben gerade erst behauptet, die allermeisten Fans würden insbesondere an Hogwarts hängen, an den vier ursprünglichen Häusern und an den berühmten Lehrern der Hauptreihe, aber einen Ozean entfernt gibt es eben doch eine andere semi-etablierte Schule für Hexerei und Zauberei. Die "Tierwesen" Reihe gab uns Ilvermorny und beließ es größtenteils dabei. Eine Serie könnte ein Weg sein, diese andere Schule endlich einmal näher kennen zu lernen. Noch dazu gibt es ein wirtschaftliches Argument: HBO Max ist (noch) ein rein amerikanischer Anbieter. Natürlich wird es in absehbarer Zeit internationale Ableger und Kooperationen zur Ausstrahlung geben, doch die Hauptidentifikation und das HBO Max "Branding" sind zunächst einmal amerikanisch. Warum also eine Serie in England spielen lassen, wenn man Ilvermorny quasi vor der Haustür hat? Noch dazu ist die neue Schule nahezu komplett frei von narrativen Vorgaben oder strikten Fan-Erwartungen. Die Verantwortlichen können hier frei entscheiden und erschaffen, ohne sich selbst um Kopf und Kragen zu argumentieren, wenn das rigide Hogwarts Haussystem aufgebrochen werden soll. Weil Slytherins sind ja bekanntlich immer X und Gryffindors bekanntlich immer Y. So jedenfalls die weit verbreitete Idee. Das alles betrifft die Welt von Ilvermorny (fast) gar nicht. Eine neue Schule, neue Häuser, neue Lehrer und eine neue Schüler-Hauptfigur, die endlich einmal nichts mit Harry, Tom Riddle, Grindelwald oder Dumbledore zu tun haben muss. Durch das Serienformat hätte man endlich einmal die Möglichkeit, ein echtes Schuljahr an einer Zauberschule zu verbringen und miterleben zu können. Mehr Unterrichtsszenen, mehr Schul-Alltag, mehr Freizeit und Traditionen der Häuser, inmitten einer neuen romantischen bis bedrohlichen Haupthandlung.

#Version 3: Hogwarts 2021 und darüber hinaus
Mit "Harry Potter und das verwunschene Kind" ("Cursed Child") gibt es eine solche Geschichte bereits als Theaterstück und als Script in Buchform. Auf den ersten Blick scheint es naheliegend hier anzusetzen und den Weg fortzusetzen, doch immer wieder auf Potter und Co. zurück zu fallen ist irgendwann so originell wie eine Star Wars Welt, die sich einzig um die Skywalkers dreht. Noch dazu wären mit einer konkreten Fortsetzung einige logistische und/oder finanzielle Hürden zu nehmen. Es bräuchte einige bekannte Gesichter, mindestens Robbie Coltrone als Hagrid und Maggie Smith als McGonagall, die nun einmal noch immer Schulleiterin ist, aber eigentlich reicht das noch nicht. Diese bekannten Gesichter will der Fan eben sehen, diese werden erwartet. Natürlich könnte man sich so gut es geht von Verbindungen zu Harry und seinen Kindern befreien, vielleicht die Abenteuer einer Hufflepuff Schülerin im Jahr 2023 erzählen und damit die in Version 2 geschilderten Möglichkeiten einer Schulserie erhalten, nur eben in den vertrauten Wänden von Hogwarts. Oder aber man lässt die Schule größtenteils hinter sich und verfolgt ein Hexerei und Zauberei Abenteuer in der Außenwelt, im Ministerium, in der Muggelwelt usw. Ein junger Auror vielleicht, der einer neuen Bedrohung der dunklen Künste nachgeht und regelmäßig seinem Vorgesetzten Harry Potter Bericht erstattet. Warners Geld sollte ausreichen, um Daniel Radcliffe für ein paar Episoden zu einem mittelgroßen Gastauftritt zu überreden.Oder aber mal eine Geschichte aus Sicht eines Muggels, welche den magischen Vorgängen langsam auf die Schliche kommen könnten.

Was sagt ihr zu diesen drei Grundausrichtungen? Oder wie sähe euer Serien Spin-Off aus? Braucht es Harry Potter als Person? Braucht es Hogwarts?
 

Raphiw

Guybrush Feelgood
Potter-Verse Serie? Gerne, aber nicht in Hogwarts, sondern in einer anderen Schule und in der Gegenwart.
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Hhmmm......zu nah an der Potter-Reihe sollte es nicht sein.
Eine Art Taskforce des Ministeriums, dass merkwürdige bis gefährliche Erscheinungen untersucht und bereinigt/bekämpft und es im Verlauf auch mit einer Gruppe Umstürzler zu tun bekommt, die das Ministerium unterwandert haben, könnte ich mir gut vorstellen.

Da ich aber auch gerade den Schulalltag in den Büchern interessant fand, würde ich sowas auch gerne in einer Serie sehen (aber dann bitte in besserer Qualität als Konsorten wie Riverdale oder Sabrina). Gerne wieder in Hogwarts. Wenn eine andere Schule ebenfalls in Häusern aufgeteilt ist, meinetwegen aber auch gerne dort.

Die Entstehung von Hogwarts würde ich mir auch durchaus gerne ansehen.
 

Rantman

Formerly known as Wurzelgnom
Vielleicht bin ich da ja ne Ausnahme, aber ich fänd das Super, eine Serie im Potterverse zu kriegen, die einfach eine neue/andere Generation von Kindern in Hogwarts zeigt.
Wenn man Cameos von bisherigen Lehrern (oder anderen Figuren) kriegen würde, cool, aber nicht zwingend erforderlich.
Einfach als typisches Teenager - Abenteuer Drama.

Das kann gern in der Vergangenheit spielen, mit Fokus auf die Rumtreiber.
Oder in der nahen Zukunft mit Kindern der ersten Generation. Vlt kriegt man Radcliffe für die erste Episode, dass er seine Kinder zum Bahnsteig bringt. Und danach reicht es ja, wenn erwähnt wird, dass es ihn gibt. Hauptsache 1 Season ist 1 Jahr und es geht um die zwischenmenschlichen Ereignisse von Teenagern, zusammen mit magischen Abenteuern. Das ist eine Kombi, die immer funktionieren wird. Die 4 Häuser allein bieten genug potential für Drama. Und Hogwarts genügend Möglichkeiten bisher unbekannte Geheimgände zu entdecken, Magische Gegenstände usw.
Solange man da sympathische Kinder castet, kann das perfekt funktionieren.

Wir dürfen uns nur alle nichts vormachen. Die Zielgruppe muss bei Jugendlichen liegen und sich dann, wie auch im Original, von Jahr zu Jahr steigern.

Möchte man es eher für die Pottergeneration machen, muss man einen anderen Fokus setzen. Zum Beispiel auf einen Lehrer oder eine Lehrerin von Hogwarts. Sich täglich mit den Kindern auseinander zu setzen (und es wird natürlich eine Gruppe von Schülern geben, die mit in den Fokus kommen und ständig Ärger verursachen). Und vlt ist der Lehrer gleichzeitig Auror und muss insgeheim magische Verbrecher jagen.

Oder gleich eine Auror Serie im Stile von Supernatural. Was dann aber mehr wie die typische Cop Serie wird wie Medium, Castle und co, nur eben, dass es im Potterverse spielt.

Das Potterverse bietet soooo viele Möglichkeiten, daraus was cooles zu machen. Und viele Dinge wären ein automatischer Erfolg.
 

Woodstock

Z-King Zombies
Wenn sie eine Potterverse Serie machen, dann bitte keine Kinder mehr! Die Zielgruppe ist jetzt erwachsen und ich will, ehrlich gesagt, keine Kinder sehen. Wir haben die gemeingefährlichen Schulpraktiken und die korrupte Lehrerschaft, welche die Leben von Kindern für Wettbewerbe gefährden, in den Filmen gesehen, wozu nochmal?

In Tierwesen haben wir das eher faschistische Regierungssystem dieser Welt ein wenig gesehen. Starke Diskriminierung anderer intelligenter Spezies, stark autoritäre Gesetze, Massentäuschungen, spontane Hinrichtungen, machtvolle Bösewichte, vor denen es keinen tatsächlichen Schutz gibt, da gefühlt jeder Passant das Powerlevel eines halben Avengers hat. Bitte mehr davon!

Und sie haben einen Weltkrieg der Magier während des Ersten Weltkriegs angedeutet. Galt das auch für den Zweiten Weltkrieg? Davon gerne mehr. Wie sahen die aus?

Wie sehen die Magier andere Länder aus? Wie wäre eine Serie über eine Gruppe internationaler Magier, welche einmal um die Welt reisen müssen, um etwas zu erledigen. Am besten zur viktorianischen Zeit oder während des Ersten Weltkrieges.
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
und bei den DC-Helden ist Warner schon dabei, den (quasi) hauseigenen Streamingkanal HBO Max mit Serienablegern zu füttern,
Um mal kurz Off-Topic zu sein:
HBO hat in der Vergangenheit viele gute bis sehr gute Serien produziert, so dass neue HBO von mir immer einen Vertrauenvorschuss bekommen und gesehen werden.
Wenn ich dann aber lese, dass HBO für Warner Serien zu deren DC-Helden produzieren soll, befürchte ich, dass es am Ende alles ein bisschen viel werden könnte und darunter die Qualität der DC-Helden-Serien und (noch wichtiger) der anderen Serien leiden könnte.
 

TheUKfella

Well-Known Member
Ich weiss nicht. Also irgendwo wäre eine Serie die sich zwar im HP Universum aber nicht um HP dreht ganz nett. Aber seien wir doch mal ehrlich. Die meisten würden beim schauen solche einer Serie, doch ständig nach Hints und Easter Eggs die auf Harry Potter oder Hogwarts zurückführen Ausschau halten. Und je mehr Referenzen es da gibt, desto mehr wünscht man sich am Ende dass die Serie, sich dann doch mehr oder komplett um die HP dreht.
Mit Mandalorian z.b. ist es doch seit der 2. Staffel nicht anders.
 

Raphiw

Guybrush Feelgood
Oh, eine Serie über die Schulleitung und Lehrerschaft der südamerikanischen Schule mit diesem Aztekentouch fände ich interessant. Vielleicht auch mit einer anderen Sicht auf Magie und einem Vodoo Einfluss. :smile:

@TheUKfella ich nicht. Eine Serie ohne großartige Hints fände ich sogar gut. Einen eigenen komplex bauen, bevor man ihn mit dem anderen verbindet. Ich denke das ist ein guter Weg. :smile:
 
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Cimmerier

Well-Known Member
Es ist imo auch eher eine Risikoaversion der Studios, die dafür verantwortlich sind. Als wenn eigene Charaktere nicht funktionieren könnten, wenn man keinen Bezug herstellt. Beim Mandalorian hätte ich die ganzen Bezüge nicht gebraucht und auch wenn sie sich ein wenig in der 2. Staffel mehren, sind sie zum Glück nicht der Dreh- und Angelpunkt der Serie. Daher bin ich auch so froh, dass man jetzt mit High Republic sich von Skywalker und Co. distanziert (auch wenn
Yoda
einmal kurz erwähnt wird).

Ich denke das "Potter"verse bietet einiges an Potential und ich hätte da schon Lust drauf, aber für mich gerne etwas eigenständiger. Was nicht heißt, dass man nicht auch ab und an auf Bekanntes verweisen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

Raphiw

Guybrush Feelgood
Es reicht ja schön wenn man das Potter-Feeling einfängt. Charaktere die eine mysteriöse gemeinsame Vergangenheit verbindet, Dinge über die man nicht spricht, verstrittene Seiten, Zauberstäbe, ein ähnlicher Look, menschliche Geschichten, Phantastische Tierwesen, abgefahrene Orte die eine magische Alternative zu unserer Realität darstellen... Man muss keine Dumbledore Plakate aufhängen oder einen von Harrys Kindern als Austauschschüler da haben. Es reicht doch wenn es ein paar Eckpunkte gibt.
 

Cimmerier

Well-Known Member
Eben drum. Fände es unnötig, wenn Warner das Universum auf Potter, Dumbledore und Hogwarts reduzieren würde. Die Welt hat einfach so viel mehr zu bieten.
 

TheRealFlamel

Well-Known Member
Die sollen die Buchreihe als Serie rausbringen. Wird in den nächsten 30 Jahren nicht passieren weil die Filme noch aktuell sind und die Geldmaschine am laufen halten aber ich geb die Hoffnung nicht auf das vor meinem Tod noch zu erleben.

Vielleicht bringt Legacy, das ja bald rauskommt was ins rollen. Wenn eine Serie dann bitte um oder mit Hogwarts bzw anderen Schulen.
Für Zaubererstasi oder Zauberer in Generation XY brauch ich das nicht im Potterverse.
Dann ne unabhängige Serie, da könn die machen was sie wolln.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Für mich ists völlig unbegreiflich, dass es noch immer keine Serie gibt. Hogwarts Schulalltag bietet sich doch absolut an, und Harrys Eltern / Snape in jung wären das logischste. Lieber als Schule mit den Kindern von Harry und Co.
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Hogwarts Schulalltag bietet sich doch absolut an, und Harrys Eltern / Snape in jung wären das logischste. Lieber als Schule mit den Kindern von Harry und Co.
Naja.....bei Harrys Eltern und Snape wissen wir ja schon mehr oder weniger was passiert ist. Harrys Kids oder einfach Kinder ohne Bezug zur Potter Familie können ganz neue Abenteuer erleben.
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Gerade mal bei Wikipedia nachgesehen.....würde man die Serie in Hogwarts und im Jahr 2021 beginnen lassen, müssten Harrys und Ginnys sowie Hermines und Rons ältere Kids noch in Hogwarts sein (etwa 5. Schuljahr). Die müssten dann entweder Nebenfiguren sein oder vielleicht doch noch auf eine andere Zaubererschule gewechselt sein, wenn man andere Kinder als Hauptfiguren nehmen wollen würde. Sonst müsste man wenigstens ein paar Jahre in die Zukunft gehen.
 
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