Weapons (vom Barbarian Regisseur)

Envincar

der mecKercheF
Kurze erste Gedanken:

Aufbau und Erzählweise top ... echt cool gemacht.
Paar humoristische Momente waren dezent und gut eingebracht. Hier und da guter Spannungsaufbau und Gruselmomente.
Leider ansonsten wie bei Babarian das letzte 1/3 bzw. Finale echt schwach. Ich denke viele werden sich sehr langweilen. Dafür baut die Spannung leider doch zu oft zu schnell ab.
Leider hatte ich auch Pech mit meinem Kinosaal. Der Film war so unfassbar leise, dass man die Klimaanlage hat rumoren hören. Teilweise war das Bild auch so dunkel, dass man in manchen Szenen einfach viel zu wenig erkennen konnte. Letzteres könnte natürlich gewollt sein, hat für mich aber viel zunichte gemacht weil ich mich in so einer Szene eher darüber aufrege nichts richtig zu sehen als mir zu denken "oh vielleicht soll das dadurch bedrohlicher wirken". Das klappt bei mir leider nicht.

Keine Ahnung wie Hoffmann hier 10/10 geben konnte ... ich muss den sicherlich nochmal daheim mit gutem Sound und Bild gucken aber ich würde dem höchstens ne 6/10 geben. Gibt sich leider am Ende viel zu wenig Mühe und driftet in die Ideenlosigkeit ab. Am Ende ist man auch nicht sonderlich schlauer Wieso Weshalb Warum und ich frage mich ob der Regisseur das überhaupt selbst wusste oder sich das Leben schön leicht gemacht hat. Würde meinen Freunden diesen Film nicht empfehlen ... schade hatte echt Hoffnung, dass ich mal wieder n guten Horrorfilm bekomme.
 

.adversus

Well-Known Member
Ich gehöre zu den Barbarian Fans. Mochte den einfach total. Habe den Bruch geliebt, erster Teil war stark - zweiter Teil schwächer, aber in allem hats mir sehr gefallen. Daher ist Weapons sowieso Pflicht.

Wollte eigentlich gestern rein, aber hab gesehen, dass heute OV ist und hab geswitcht. Freu mich schon auf heute Abend. Zwei Stunden Kino sind immer ein Erlebnis für mich :ugly:
 

.adversus

Well-Known Member
Kurze erste Gedanken:

Aufbau und Erzählweise top ... echt cool gemacht.
Paar humoristische Momente waren dezent und gut eingebracht. Hier und da guter Spannungsaufbau und Gruselmomente.
Leider ansonsten wie bei Babarian das letzte 1/3 bzw. Finale echt schwach. Ich denke viele werden sich sehr langweilen. Dafür baut die Spannung leider doch zu oft zu schnell ab.
Leider hatte ich auch Pech mit meinem Kinosaal. Der Film war so unfassbar leise, dass man die Klimaanlage hat rumoren hören. Teilweise war das Bild auch so dunkel, dass man in manchen Szenen einfach viel zu wenig erkennen konnte. Letzteres könnte natürlich gewollt sein, hat für mich aber viel zunichte gemacht weil ich mich in so einer Szene eher darüber aufrege nichts richtig zu sehen als mir zu denken "oh vielleicht soll das dadurch bedrohlicher wirken". Das klappt bei mir leider nicht.

Keine Ahnung wie Hoffmann hier 10/10 geben konnte ... ich muss den sicherlich nochmal daheim mit gutem Sound und Bild gucken aber ich würde dem höchstens ne 6/10 geben. Gibt sich leider am Ende viel zu wenig Mühe und driftet in die Ideenlosigkeit ab. Am Ende ist man auch nicht sonderlich schlauer Wieso Weshalb Warum und ich frage mich ob der Regisseur das überhaupt selbst wusste oder sich das Leben schön leicht gemacht hat. Würde meinen Freunden diesen Film nicht empfehlen ... schade hatte echt Hoffnung, dass ich mal wieder n guten Horrorfilm bekomme.
Ja, ich hatte tatsächlich auch schon gelesen, dass es nichts für Leute ist, die Erklärungen mögen 😄 Mal sehen wie es mir dann damit geht. Ich hab ja tatsächlich auch gar nichts über den Film sonst gesehen, nur den allerersten Trailer/Teaser.
 

Envincar

der mecKercheF
Ja, ich hatte tatsächlich auch schon gelesen, dass es nichts für Leute ist, die Erklärungen mögen 😄 Mal sehen wie es mir dann damit geht. Ich hab ja tatsächlich auch gar nichts über den Film sonst gesehen, nur den allerersten Trailer/Teaser.
Ich sag mal so ... du bekommst eine Erklärung aber zu dieser Erklärung keinerlei Hintergrund. Das ist was mich frustiert. Da bleibe ich am Ende lieber komplett planlos. Hätte mir bei dem Film und seiner Erzählstruktur einen spannenderen Kniff/Twist erhofft. Der in dem Film war leider wirklich nicht besonders orginell.
 

Dwight

Charged and Cranked
Manchmal muss es ja nicht originell sein, wenn die Umsetzung gut ist. Ich freue mich weiterhin drauf und bin allgemein sehr zufrieden, wie das Horrorgenre zur Zeit bedient wird ☺️
 

.adversus

Well-Known Member
Also mir hat er gut gefallen. Ich wäre da bei einer 8/10, weil mir die Erzählweise sehr gut gefallen hat und ich mich dadurch nicht gelangweilt habe. Ich hätte mich höchstwahrscheinlich gelangweilt, wenn es die typische Erzählweise gewesen wäre und sich das dann wieder über 129 Minuten zieht. Habe mich sehr über den kleinen Auftritt meines Scream Kings gefreut (hihi) und Sara Paxton habe ich nicht erkannt. Wow.

Grundsätzlich kann ich mit der Erklärung ohne Hintergrund leben. Also gewisser Teil vom Hintergrund ist ja klar, aber natürlich nicht komplett aufgelöst, wieso die Tante da jetzt überhaupt eine Hexe ist. Aber damit kann ich leben. Was ich persönlich nicht ganz nachvollziehen kann sind diese Träume, die Justine und Archer hatten. Weil sie ja auch diese Tante gesehen haben, genau wie James, der aber wach war (und auf Drogen). Also ich verstehe, dass man dadurch mehr Grusel und Spannung (und auch sicherlich den ein oder anderen Jumpscare) erzeugen wollte, aber was genau hatte es für einen Sinn? Also wieso ist denen die Tante im Traum "erschienen"? Hat sie sich da selbst in die Träume gepackt und wenn ja, wieso? Um sie verwirren? :biggrin:

Das Finale hätte durchaus ein wenig "größer" ausfallen können, aber ich fands ganz cool gemacht, wie die da rennen. Hätte mir das Ganze aber doch etwas gruseliger gewünscht 🥲
 

Envincar

der mecKercheF
Liest sich nicht wie eine 8/10 xD
Alles mit der Tante war für mich unbefriedigend. Wieso ist sie bereit die eigene Familie zu opfern? Wieso nicht nur andere Personen? Die Fragen hätte man locker klären können, hat man aber nicht. Wieso ist plötzlich Salz ein Element in dem ganzen Hokuspokus? Woher kommt dieser Baum dessen Äste scheinbar essenziell für diese Magie sind? Es wird einfach NICHTS erklärt und dieser ganze Plot um die Tante herum war einfach sehr generisch. Für den Aufbau und Art des Films blieb der "Aha"- oder "Wow"-Effekt komplett aus.
Die Szene Archer vs. besessener Drogentyp hat leider auch jegliche Spannung zunichte gemacht, da es eher zu einer Klamaukszene wurde ... es war irgendwie lustig aber hat nicht zum Grusel und Spannung beigetragen. Wieso ist die Polizei so unfassbar unfähig?

Was ich mich im Nachhinein noch gefragt habe ... wer ist die weibliche Kinderstimme zu Beginn und zum Ende, die quasi diese Geschichte erzählt? Keine Erklärung. Wieso träumt Archer von einem M4-Sturmgewehr in der Luft?

Übrigens musste ich feststellen, dass bei mir weniger mehr zieht als viel. Am gruseligsten fand ich tats. die Stelle wo die besessene Mutter auf unnatürliche Weise zum Auto der Lehrerin läuft um ihr ein Haar abzuschneiden. Da hatte ich echt Gänsehaut. Jede Szene am Ende mit diesem ganzen Rumgekreische und Anrennen der Besessenen im Dunkeln hat überhaupt nicht gezogen bei mir. Die finale Jagd der Kinder war cool inszeniert aber da wurde es eher zu einem Simon Pegg und Nick Frost Movie. Ende kam dann auch sehr plötzlich.
 

.adversus

Well-Known Member
Das liegt wahrscheinlich daran, dass meine Standards für Horror schon so weit unten gelandet sind durch den ganzen Trash, dass ich mich hier echt über was "Gutes" freue 😂

Jaaa, das meinte ich ja auch mit den Träumen. Ich war so hart verwirrt wegen dem Gewehr.. also ja, Weapons und so ne, aber das war so abstrus und auch etwas affig imo. Aber auch die restlichen Dinge in den Träumen, also wieso die Tante da aufgetaucht ist usw., habe ich nicht ganz nachvollziehen können. Weil Justine und Archer quasi zu viel nachgeforscht haben, um sie abzuschrecken?

Über die Kinderstimme vom Anfang/Ende habe ich mir gar keine Gedanken gemacht. Bin einfach davon ausgegangen, dass das ein anderes Kind der Schule war, die das eben erzählt haha. Aber jetzt wo dus sagst. Sollte wahrscheinlich einfach passend zum Verschwinden der Kinder, von einem Kind erzählt werden? Weils ja auch keine Artikel/Berichte in den Medien gab. Keine Ahnung.

Mich hat es tatsächlich nicht so wirklich gestört, dass einiges nicht erklärt wird. Ich hätte eben nur gern gewusst, wieso sie eine Hexe ist und zu ihren Verwandten geht. Woher der olle Baum kommt usw. ist mir in dem Fall nicht wichtig. Aber da hat ja jeder seine ganz eigenen Präferenzen. Kann aber auf jeden Fall verstehen, wenn dich das gestört hat.


Und Salz ist immer ein Element bei sowas. Immer :read:

Achso, also bei uns im Kino waren Ton und Bild prima. Also es war nicht zu dunkel, wie du es beschrieben hast. Ganz normal Horrorfilm-Dunkel quasi, ich konnte immer alles erkennen. Fürchte, dass lag wirklich an dem Kinosaal 😕
 

Envincar

der mecKercheF
Ich brauche auch keine tiefgründigen sinnergebenden Erklärungen aber ein bisschen Hintergrund wäre schon gut gewesen.
Wieso Familie? Vielleicht hat Sie es schon mit anderen versucht und denkt mit Famlie funktioniert es besser weil eigenes Blut .. das hätte man locker in 10 Sekunden erklären können. Statt Familie dann Kinder weil das vielleicht klappen könnte. Dem Film fehlt ein Kapitel der Tante, wo so ein bisschen Vorgeschichte geliefert wird im Zeitraffer ... woher die Krankheit oder zumindest Mitteilung der Diagnose, was hat sie schon alles für Gräueltaten verübt um diese Krankeheit los zu werden, wieso dann entschieden sogar die eigene Familie zu quälen, woher hat sie diesen Baum etc.. Eine Szene wo man dann gesehen hätte, was sie dann letztlich mit diesen kontrollierten Personen tut. Hier hätte man echt irgendwas Ekliges machen können wie die Szene bspw. aus diesem Horrorfilm wo die Kinder bei den Großeltern unterkommen und sich herausstellt, dass die keine Menschen mehr sind. Erinnere mich da an diese Szene wo die Oma mit riesen Maul versucht das Kind zu verschlucken. Erinnere mich leider nicht mehr an den Namen des Films. PS: The Visit wars. Das hätte dem Ganzen nochmal mehr Horror und Grusel gegeben. Das Finale im Haus erinnerte mich stellenweise auch an das Finale in Hereditary nur was es da viel spannender und gruseliger umgesetzt. Wäre eigentlich cool für einen Directors Cut.
 

Gray_Fox

Well-Known Member
Vergleichbar mit..?
Ich höre immer nur "geil", will aber nicht mehr wissen, um mir nicht irgendwas zu versauen.
 

Gigi887

Well-Known Member
Ja der Film war geil! Wieso?

Mir hat die Erzählweise gefallen, es wurde nie langweilig obwohl teilweise dann doch gar nicht so viel passiert und die Atmosphäre der Stadt hatte für mich was besonderes. Nur das Ende war dann etwas abrupt und und man hätte gern mehr über die Hexe erfahren.
 

Deathrider

The Dude
Vergleichbar mit..?
Schwer zu beantworten was ich meine (und ich meine das Ende), ohne zu spoilern. Zumindest inhaltlich.
Strukturell ist das relativ einfach, denn Weapons nimmt nacheinander verschiedene Blickwinkel von Beteiligten ein, bricht in Cliffhangern ab um dann mit einem anderen Blickwinkel neu anzusetzen, Lücken zu schließen und ein Stückchen weiter zu erzählen. Am Ende hat man alle Puzzleteile zusammen, um das ganze Bild verstehen zu können. Dann gibt's als Belohnung noch einen Showdown der spalten wird, den ich allerdings komplett abgefeiert habe.
Es war einfach eine tolle Catharsis, weil der Film über viele Strecken sehr viel (An)Spannung und Unbehagen erzeugt hat. Und dann wird das "Monster" einfach entzaubert und der eigenen Lächerlichkeit preisgegeben... Sowas habe ich einfach noch nie vorher in einer solchen Art Film gesehen und Originalität und mich zu überraschen erhält von mir immer Pluspunkte.
Auch super gelungen fand ich die Charakterzeichnung. Alle Protagonisten waren glaubwürdige Menschen, ohne karikaturesque Überzeichnungen und sie haben in sich schlüssig gehandelt, sodass selbst die nicht-gruseligen Sequenzen ein gutes Charakterdrama hätten ergeben können.

9/10
Ich hab wirklich nichts zu meckern und gebe nur deshalb keine 10/10, weil das in meinen Augen wirklich epochalen Meisterwerken vorbehalten ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Raphiw

Guybrush Feelgood
Joa, doch ziemlich gelungen, wenn auch der Wiederschauwert eher gering ist. Der Film profitiert sehr von der Unwissenheit des Zuschauers.
Ich gebe eine 9/10.
 

Dwight

Charged and Cranked
Hui, der war super :biggrin:

Allerdings lebt der wirklich von der Unwissenheit am Anfang, ob der Film ein zweites Mal so wirkt ist fraglich. Ich mochte auch total die Erzahlweise, die mich sehr stark
an 11:14 erinnert hat, falls den noch jemand kennt. Dieses Zusammenlaufen von Handlungssträngen mit vorherigen leichten Cliffhanger macht Spaß.

Ansonsten kann man natürlich kritisieren, dass
am Ende nicht wirklich was zu den Hintergründen erklärt wird, aber ich hab es auch manchmal lieber so, als mit irgendeiner Erklärung Leben zu müssen. Der Film gibt einem die aller nötigsten Antworten, um mitzufiebern und das reicht mir. Und Tante Gladys ist einfach creepy:ugly:Das der Showdown dann doch relativ viele Lacher beinhaltet, hat mich überhaupt nicht gestört. Als der Junkie zum 5. Mal hochspringt hab ich mich nicht mehr eingekriegt :thumbsup:
 

McKenzie

Unchained
Ich hab eine Teaserszene gesehen und fand den mit abgespreizten Armen rumlaufenden Mann ziemlich dämlich bzw. ungewollt(?) lustig. Ist es eurer Einschätzung nach ein Problem, wenn der Horrorfaktor gar nicht für einen funktioniert, oder ist der Film auch wert, geschaut zu werden, wenn man den Horroraspekt ausklammert? RLM haben den halt sehr gelobt, von daher wär ich nicht ganz uninteressiert, aber hmm ja.
 

Dwight

Charged and Cranked
Ehrlich gesagt, fällt es mir schwer den Film sturr ins Horrorgenre zu setzen. Es gibt Szenen, die lassen einen vor Anspannung in den Sitz krallen und dann wird es wieder so absurd, dass man lachen kann. Das ist die Stärke vom Film, hier werden Genres wild gemixt.
 
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