Zuletzt gelesenes oder gehörtes Buch

Wendtslaw

Member
Der Besen im System von David Foster Wallace

Lenore Beadsman arbeitet in der Telefonzentrale eine nicht sonderlich erfolgreichen Verlages in Ohio, der ihrem Freund Rick Vigorous gehört. Er liebt sie über alles, hat aber Probleme mit dem Sex, weswegen er ihr als Ersatz Geschichten erzählt, die ihm zugesandt wurden. Deswegen geht Rick regelmäßig zum Psychiater, den auch Lenore besucht. Zudem ist Lenores Großmutter mit gut 20 weiteren Altersheimbewohner spurlos aus ebendiesem verschwunden.

Hat mir sehr gut gefallen und hatte jede Menge absurde/witzige Situationen zu bieten. Zum Beispiel, wenn Lenore den Leiter des Altersheims mit einer Frau in einer Bar trifft und sich diese plötzlich als lebensechte aufblasbare Gummipuppe rausstellt.
Eine der Geschichten die kurz erwähnt wurden und die ich gerne komplett gelesen hätte, war eine Analogie zu Kafkas Verwandlung.
Frei: "Als Loco Firecrotch eines morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Rockstar verwandelt."
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Ach ja, ich hatte letztens auch ein Buch beendet.

Der steile Horizont
von Christopher Priest

Ein sehr origineller Science-Fiction-Roman von 1974. Wie schon in "Prestige" und in "Der schöne Schein", spielt auch hier die Wahrnehmung der Realität eine große Rolle, und wieder sieht man das Ganze aus unterschiedlichen Perspektiven. Es geht um eine mobile Stadt, die auf Gleisen in Bewegung gehalten wird, um immer nahe an dem "Optimum" zu sein. Die Menschen bauen hinten die Schienen ab und bauen sie vorne an. Die Welt, durch die sie sich bewegen, scheint nach anderen Gesetzen zu funktionieren. Es geht auch um Relativität (inklusive Raum- und Zeitverzerrungen) und etwas Mathematik.

Der Anfang war etwas schwierig, aber dann wurde es zunehmend besser und faszinierender. Auch wenn es nicht ganz so gut wie Prestige ist.
Wer auf außergewöhnliche Science-Fiction steht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
 

Wendtslaw

Member
Vergessenheit von David Foster Wallace
Drei Kurzgeschichten mit verschiedenen Themen.

Der Spiegel der Natur - Eine Kritik der Philosophie:
Innerer Monolog eines Laiengiftspinnenforschers (wg. Fahrlässigkeit in Zusammenhang mit seinem Hobby zu einer Bewährungsstrafe verurteilt), dessen Mutter den Erlös einer gewonnenen Produkthaftungsklage für eine Schönheits-OP verwendete (Entfernung der Krähenfüsse um die Augen), deren Ergebnis nun Gegenstand eines zivilrechtlichen Prozesses ist.


Vergessenheit:
Es geht um einen verheirateten Systemadministrator, der schon seit Monaten unter fürchterlichen Schlafproblemen leidet. Seine Frau schreckt ebenfalls regelmäßig hoch und beschwert sich, dass er schon wieder laut am schnarchen ist. Er hingegen ist der Überzeugung, dass er nicht schnarcht, was vor allem daran liegt, dass er noch gar nicht wirklich schläft wenn sie hochschreckt. Es läuft hinaus auf eine Untersuchung des Schlafverhaltens des Paares in einem Schlaflabor.

TV der Leiden - The Suffering Channel:
Ein Reporter des Style-Magazins, welcher für den Bereich "Was in aller Welt" schreibt, stößt auf die Story eines Rektal-Künstlers, dessen Ausscheidungen direkt beim Verlassen seines Körpers "schöne" Skulpturen darstellen. Eher nebenbei geht es dann noch um "The Suffering Channel", ein neuer Kabelfernsehsender, welcher die Leiden der Welt darstellt.


Einerseits war es das bisher schwächste Buch, welches ich von DFW gelesen habe, andererseits waren alle drei Geschichten trotzdem sehr interessant und, wie üblich, gut geschrieben.
6.5/10 AA-Marilyn Monroes
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Verrückte Lust von Henry Miller

War sein dritter Roman, geschrieben Ende der 20er, erschien aber erst 1991. Gefiel mir weniger als die anderen Bücher des Autors, weil die surrealen Abschweifungen und Vergleiche manchmal zu übertrieben waren. Aber die Figuren waren interessant und die autobiografische Handlung war auch nicht schlecht.
Insgesamt ein mittelmäßiges Buch.

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Amerika von Franz Kafka

Das Buch hatte seine Momente, aber an den Prozess, die Verwandlung oder die Strafkolonie kommt es nicht heran. Schade, dass es nicht beendet wurde, denn im Nachwort sagte Max Brod, dass es überraschenderweise ein positives Finale geben sollte.
Das Buch ist nicht schlecht, aber als herausragend würde ich es auch nicht bezeichnen. Es ist okay.
 

Wendtslaw

Member
Kurze Interviews mit fiesen Männern - David Foster Wallace
Eine Sammlung von Storys von DFW, die sich im Großen und Ganzen um die Fieshaftigkeit von Männern dreht.

Einige Storys waren unterhaltsam, andere sehr anstrengend.
Ganz besonders eine modernisierte Version von der Geschichte von Tristan und Isolde, welche nur so vor Abkürzungen strotze und bei der jedes "und" durch das & ersetzt wurde.
Ich muss auch zugeben, dass da einfach einige "Geschichten" bei waren, die ich zumindest beim ersten Lesen nur sehr beschränkt verstanden habe.

Bekommt von mir, wie der andere Kurzgeschichtenband 6,5/10 P
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Tiere von Simon Beckett

Ist weniger ein Thriller als eine schwarze Komödie über einen geistesschwachen Psychopathen, der in seinem Keller Menschen wie Tiere gefangen hält.

Den Ich-Erzähler kann man sich als eine gemeingefährlichere Art von Forrest Gump vorstellen ("Mama hat immer gesagt..."). Das Buch hat mich zwar nicht vom Hocker gehauen, aber es ist ganz gut. Es ist harmloser als die Story zunächst klingt und brachte mich ein paar mal zum Schmunzeln. Das Meiste spielt sich sowieso außerhalb des Kellers und bei den 200 Seiten hat man es auch schnell durchgelesen.
Gefiel mir eigentlich etwas besser als "Voyeur".

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Creekers von Edward Lee

Harter Hinterwäldler-Horror mit übernatürlichen Elementen.
Liest sich sehr schnell und ist recht spannend, stellenweise auch heftig. Bei den Figuren ist mir aufgefallen, dass sie den Figuren in "Bighead" ähnelten, wobei der letztere (im Original) drei Jahre nach Creekers herauskam. Wanst und Scotty waren zum Beispiel fast genauso wie die beiden Typen in Bighead, und die Auflösung am Ende war auch ähnlich. Ansonsten aber ein guter Horror-Schocker, der mir etwas besser gefallen hat als "Bighead" und "Innswich Horror". Aber es ist nichts für Zartbesaitete.

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Robotermärchen von Stanislaw Lem

Philosophische Science-Fiction-Geschichte, die in Märchenform erzählt sind und größtenteils von Robotern und außerirdischem Leben handeln.

War ganz passabel, aber einiges wiederholt sich und die wenigsten Storys haben mir gut gefallen. Die meisten fand ich nur mittelmäßig.
 

Wendtslaw

Member
Der Steppenwolf von Herrmann Hesse

Jetzt zum zweiten Mal gelesen und ich glaube es gefiel mir noch besser als beim ersten Lesen.
Mit am Besten gefällt mir da eigentlich auch das Traktat des Steppenwolfs.


Würde direkt auch 9.5/10 Punkten geben.

Ich sollte mir wohl noch Siddharta und das Glasperlenspiel zulegen. (oder Tyler? :biggrin: )
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Zumindest Siddhartha, der in meinen Augen noch ein bisschen besser ist als Steppenwolf. Glasperlenspiel fand ich auch gut, aber stellenweise auch langatmig. Da finde ich seine Kurzromane besser.
 

Mrs. Rotwang

Active Member
Wendtslaw schrieb:
Der Steppenwolf von Herrmann Hesse

Jetzt zum zweiten Mal gelesen und ich glaube es gefiel mir noch besser als beim ersten Lesen.
Mit am Besten gefällt mir da eigentlich auch das Traktat des Steppenwolfs.


Würde direkt auch 9.5/10 Punkten geben.

Ich sollte mir wohl noch Siddharta und das Glasperlenspiel zulegen. (oder Tyler? :biggrin: )
Steppenwolf war damals einer meiner Lieblingsklassiker. Mit 9,5 deutest du schon an, was ich denke: nahezu perfekt das Ding!
 

Bambi

hat verrückte Rehkitzideen
Hat sich eigentlich jemand von euch schon an das Buch "Mach dieses Buch fertig" rangewagt?
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Coma von John Niven.

Eine schottische Gesellschaftssatire über Golf, Tourette und Ganoven, die trotz der Obszönitäten nicht rüpelhaft rüberkommt. Am besten hat mir der ironische Schreibstil gefallen, der mich häufig zum Lachen brachte. Die Story war etwas vorhersehbar, da die Geschichte
stark an die Geschichten erinnert, in denen ein Spieler nach einem Stromschlag eine Glückssträhne bekommt, am Ende einen zweiten Stromschlag abbekommt und wieder verliert.
Mit Golf kann ich eigentlich nichts anfangen, aber das Buch hat mich trotzdem sehr gut unterhalten. Schöner schwarzer Humor.

Den deutschen Titel finde ich übrigens abgedroschen und unpassend. Im Original heißt das Buch "The Amateurs".

@Bambi: Nie davon gehört.
 

Wendtslaw

Member
"Mach dieses Buch fertig" ist wie ich finde auch kein Buch, dass man hier so wirklich bewerten kann. :biggrin:

Coma fand ich auch sehr gut. Hast du noch andere von John Niven gelesen? Kill your Friends und Gott bewahre fand ich beide auch sehr gut.
Ich denke ich werde auch sein neustes Das Gebot der Rache noch lesen.
 

Bambi

hat verrückte Rehkitzideen
Der obdachlose Nick Belsey, ein Detective in Hampstead, hat sein Leben satt. Er trinkt viel zu viel Alkohol, hat zwei Exfrauen und jede Menge Schulden am Hacken. Als dann ein spektakulärer Fall auf seinem Schreibtisch landet, bahnt sich in seinem Gehirn ein Weg aus dieser Misere. Ein russischer Oligarch namens Alexei Devereux wird vermisst. Belsey fängt an zu ermitteln und stellt fest, dass dieser Devereux ein ziemlich reicher Mann ist. Der Russe ist in dubiose Geschäfte verstrickt und verließ sein Haus und seine Firma über Nacht. Als Nick sein Haus durchsucht, findet er in einem versteckten Raum die Leiche. Alles sieht nach Selbstmord aus. Nun beschließt Nick, in die Haut des Toten zu schlüpfen und so seinem verhassten Leben zu entkommen. Leider weiß er nicht, was er mit diesem Identitätsklau anrichtet. Devereux Selbstmord entpuppt sich aber als Mord und als eine weitere Leiche auftaucht, kommt Nick in echte Schwierigkeiten.

So mehr werde ich jetzt nicht verraten.

Fazit:

London Killing ist ein Thriller. Leider habe ich das nicht so empfunden. Das Buch zieht sich die ersten 300 Seiten wie Kaugummi. Die meisten Seiten werden mit Beschreibungen gefüllt, wie Nick säuft, sich permanent mit falschen Angaben Auskünfte erschleicht und klaut. Das hat mich regelrecht genervt und ich war gewillt, das Buch einfach in die Ecke zu legen.

Dann geschah der zweite Mord und von nun an wurde es tatsächlich spannend. Aber die Figur Nick gefiel mir rein gar nicht, und blieb mir das ganze Buch über fremd. Ich konnte keine Verbindung mit ihm aufnehmen. Er war mir zu hölzern und unsympathisch und seine Art zu ermitteln war doch recht unrealistisch. Auch die anderen Charaktere waren recht dürftig beschrieben.

Schade ich hatte ich wirklich mehr erwartet. Auch wenn der Schreibstil sehr flüssig ist, konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die Geschichte ist viel zu klischeehaft und für einen Thriller fehlte mir die Spannung.

Hier vergebe ich 4 Punkte, zu mehr reichte es leider nicht.
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Splatterpunk 3

Wieder heftige und kompromisslose Geschichten von verschiedenen Autoren, unter anderem Joe R. Lansdale und Christopher Fowler. Die meisten Storys haben mir gefallen.
 

Bambi

hat verrückte Rehkitzideen
Das zarte Reh kann auch anders.. 8)

80 Days von Vina Jackson Band 1
Frustriert von einer unbefriedigenden Beziehung, findet die leidenschaftliche Violinistin Summer Erfüllung in der Musik. Sie spielt nachmittags in der Londoner U-Bahn auf ihrer ramponierten Violine Vivaldis "Vier Jahreszeiten". Als ihre Geige sich nicht mehr reparieren lässt, bekommt sie von Dominik, einem Uniprofessor mit ausschweifenden Fantasien, ein erstaunliches Angebot: Er möchte ihr eine wertvolle Geige schenken, wenn sie ihm ein privates Konzert gibt. Also spielt sie für ihn mit zwei weiteren Musikern in der Krypta einer Kirche - doch muss sie dabei nackt sein, während Dominik den beiden anderen Musikern die Augen verbunden hat. Summer spürt, wie sehr Dominik sie anzieht und in ihr bisher unbekannte Saiten zum Schwingen bringt: Sie beginnt eine intensive erotische Liaison mit ihm, in der sie ihre lange verleugnete dunkle Seite ausleben kann. Doch hat eine alles verschlingende Beziehung ohne Tabus Bestand?

Soweit ich mich erinnere, wurde das Buch als nächstes Shades of Grey gehandelt. War ja irgendwie klar dass alle die die gleiche Thematik haben sich daran messen müssen. Vergleiche kann ich nicht wirklich anstellen, denn der Schreibstil von Frau Jackson gefällt mir wesentlich besser, aber viel von Dominik erfährt man nicht wirklich währrend ich das Gefühl hatte auf jeder 3 Seite wurde was von Summer verraten. Auch finde ich die Sexszenen besser „ausgearbeitet“ sorry weiß nicht wie ich es anderes beschreiben soll.Leider komemn dennoch die Gefühle zu kurz. Würde hier ne 6,5 geben aber hab heute gute Laune daher 7 :smile:

Komm für mich von Portia de Costa

»Komm für mich. Ich beobachte dich und es erregt mich.« Das und mehr steht in einem Brief, den die Bibliothekarin Gwendolyne in ihrer Inbox findet. Wer ist der mysteriöse Schreiber? Und wie kann er ihre ge heimsten Fantasien wissen und Wort für Wort niederschreiben? Kann es sein, dass es einer der Besucher ist, der gerade zusieht, wie sie beim Lesen errötet? Der Gedanke ist erregend, und Gwendolyne antwortet dem Fremden – und ihren eigenen erotischen Wünschen.

Noch ein Erotikroman oder soll ich sagen Aschenputtel trifft Shades of Grey? Nein nein das wäre völlig verkehrt und der Story nicht gerecht. Okay das was mich gestörte hat war das ständige wiederholen von „Möse“ und „Stengel“ Aber der Roman ist so gut geschrieben und hoch erotisch zumal die Heldin mal wieder zur Abwechslung keine XS Figur. Man kann die beiden nur ins Herz schliessen auch wenn sie schnell weiß wer hinter den erotischen Briefen steckt. Zum Ende noch ein wenig Drama Baby aber auch das empfand ich nicht als störend..Nachdem es soviel Fortsetzngen von solchen Roman gibt würde es mich freuen wenn es hiervon ne Fortsetzung geben würde
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Beutezeit von Jack Ketchum

Hat mir beim zweiten Mal nicht so umgehauen wie beim ersten Mal (weil im ersten Drittel zu wenig passiert), aber ich fand es immer noch sehr gut und es zählt (neben Blutrot) zu meinen Favoriten von Ketchum. Allein schon die Haus-Szene war stark.

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Kaputt in Hollywood von Charles Bukowski

Die Kurzgeschichten waren ganz okay, aber irgendwie wiederholt sich bei Bukowski alles. Wenn man 2-3 Bücher von ihm gelesen hat, hat man bei jedem weiteren Buch das Gefühl, es ebenfalls schon gelesen zu haben.
 

Wendtslaw

Member
Sofies Welt - Jostein Gaarder

Habe ich jetzt inzwischen zum dritten Mal gelesen und auch wenn es eigentlich ein Jugendbuch ist, ist es ein Buch, das einen immer wieder zum Denken anregt.
Es lohnt sich auch es mehrmals in gewissen Abständen zu lesen, da man mit der Zeit und dem Älterwerden einfach zu anderen und neuen Ansichten gelangt.

9.5/10 Punkten
 

Diokhan

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Kanada von Richard Ford

Wir schreiben das Jahr 1960, als der junge Dell, gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester Berner und seinen Eltern in Great Falls, Montana lebt. Sein Vater, ein ehemaliger Air Corps-Captain; degradiert, aber nicht unehrenhaft entlassen, schlägt aus Geldnot alsbald die schiefe Bahn ein und begeht gemeinsam mit seiner Frau einen Banküberfall, welcher das baldige Auftauchen der Polizei und die Festnahme der Familienoberhäupter nach sich zieht.
Auf den Willen seiner Mutter hin, gelangt Dell nach Kanada, wo er fortan für den zwielichtigen Hotelbesitzer Arthur Remlinger arbeitet. Nach der Verhaftung seiner Eltern wird er hier noch ein weiteres, einschneidenes Erlebnis innerhalb seiner Jugend verbuchen.

Fazit:
'Kanada' war mein erster Ford (mal abgesehen von dem Ka, den ich ein paar Jahre fuhr :ugly: ) und blieb, nach dem recht interessant klingenden Klappentext, doch stark hinter meinen Erwartungen zurück. Zwar zeichnet der Autor sowohl Figuren, als auch Kulisse seiner Geschichte so anschaulich, dass es keiner großen Anstrengung bedarf, sie sich lebhaft vorzustellen, doch zieht sich die Handlung insbesondere anfänglich enorm. Ford verpulvert später eintreffende Eregnisse bereits eine ganze Weile, vor deren Eintreffen und hängt sich dann und wann immer mal wieder wiederkehrend an Dingen auf, dass man meint, den selben Kaugummi zwei Mal durchzukauen.
Ein recht spannungsarm verlaufender Roman, der zwar schöne Charakterprofile zeichnet, jedoch immer wieder auf der Stelle zu treten scheint und zumindest mich stellenweise nicht immer zum Weiterlesen animierte.

6/10
 

Member_2.0

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Wollte und sollte ja nochmal eingehen auf

Die Zwölf von Justin Cronin

Bin nicht so gut im Kritiken schreiben, werd mich daher kurz halten.

Hab sehr lange für das Buch gebraucht, was aber nicht unbedingt heißt das es schlecht ist.
Leider reicht es aber nicht an den ersten Teil heran, wer diesen aber mochte muss unbedingt
das zweite auch lesen. Denn obwohl es nicht mithält ist es trotzdem immernoch ein super tolles Buch :top:
Es hat einige Längen, aber das hatte das erste teilweise auch.
Was mir ein wenig gefehlt hat und was ich im ersten ständig hatte, war, dass es mir anrührt.
Beim Lesen des ersten Teils hatte ich gefühlt alle drei Seiten Tränen in den Augen :crying: :biggrin:
Das blieb bei Die Zwölf etwas aus...

Dennoch nur zu empfehlen und jetzt freu ich mich auf Teil 3

8/10 Dopeys :w00t:
 
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