Zuletzt gelesenes oder gehörtes Buch

Bambi

hat verrückte Rehkitzideen
King - Er wird dich beschützen von T. M. Frazier
(Sie braucht einen Beschützer. Er wird ihre Liebe, ihre ganze Welt, ihr King!)

Benutze ja eigentlich eine Rezimaske aber hier im Forum verzichte ich mal drauf

Meinung: Wie vor ein paar Jahren der Film "Spring Breakers" wird dieses Buch die Gemienschaft spalten. Man ahnt es vielleicht schon eingeordnet ist es in Erotik bzw "Frauenliteratur" Ich selbst würde es als Dark Romance bezeichnen. Es spielt im "Rockermillieu" und dementsprechend deftig ist dort auch der Umgangston und der schreibstil der sich aber gut lesen lässt wenn man erst einmal dran gewöhnt ist. Sprich hart, brutal und schonungslos man spürt wirklich den Dreck. Dazu noch 2 Vergewaltigungen. Tja und sowas wird als Erotik und FL angeprisen. Kein WUnder dass so viele enttäuscht sind. Ich weiß nicht wie es im O Ton rüberkommt aber ich muss sagen es verdient Respekt und Mut. Würde zwischen 7,5 und 8 von 10 Punkten geben.
 

Presko

Active Member
gerade höre ich Dostojewskis "die Dämonen" Zuletzt habe ich "Eastern Parade" von Richard Yates gehört.

Easter Parade hat mir gut gefallen, wobei es recht deprimierend ist. Mit "Die Dämonen" muss ich erst noch warm werden.

Gelesen wird derzeit abwechselnd in "Wirtschaft und Gewalt" von Noam Chomsky und im Geschichtswälzer von Wolfgang Reinhard "Die Unterwerfung der Welt". Chomskys Buch ist ein furchtbarend frustrierendes Buch geopolitischer westlicher Machtpolitik. Teilweise ist es mir derzeit etwas zu sehr eine Aufzählung von Zitaten anderer Autoren oder von Berichten und Statements. Reinhards Buch ist grosse Klasse.
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Dostojewski habe ich bisher nur im Original gelesen, aber schon oft gehört, dass die bisherigen Übersetzungen grauenhaft sind. Das Hörbuch wird ja auf einer dieser Übersetzungen basieren. "Dämonen" fand ich nicht so stark wie "Die Brüder Karamasow" und "Verbrechen und Strafe", aber trotzdem gut.

@Topic:

Ronald Malfi - Die Treppe im See (2011)

Ein sehr guter Mysteryroman mit dichter Atmosphäre und einem starken Schreibstil.

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James G. Ballard - Paradiese der Sonne (1962)

Ordentliche Science-Fiction über eine Zukunftswelt, die zum Teil unter Wasser steht und sich klimatisch in die Richtung der Dino-Zeiten zurückentwikelt. Wobei es in diesem Fall nicht an der Umweltverschmutzung liegt, sondern an starken Sonneneruptionen, die den Klimawandel bewirken.
Mir hat es gefallen, es ist gut geschrieben und mit interessanten Ideen. Es gehört zu den Frühwerken des vielseitigen Autors (Crash, Das Reich der Sonne, High-Rise).
Es erschien auch unter dem Titel "Karneval der Alligatoren", aber ich würde die Ausgabe von der Edition Phantasia empfehlen, mit der neuen Übersetzung von Joachim Körber. Die Bücher von EP haben sowieso immer eine hohe Qualität, sowohl der Inhalt als auch das ganze Design, als Einband, Papier, Cover etc. Die Bücher sind sehr "liebevoll" gestaltet.

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James Clavell - Rattenkönig (1962)

Es geht um Kriegsgefangene in Singapur während des Zweiten Weltkrieges, die in einem Lager leben. Es geht auch um Korruption, Krankheiten, Essen, Schmuggel, Verhandlungsgeschick und Loyalität. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich fand den Schreibstil nicht so anstrengend wie in "Shogun".

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Nick Mamatas - Abwärts (2004)

Es wird aus der Sicht von Jack Kerouac erzählt, der in Big Sur lebt, als Cthulhu im Pazifik wieder zum Leben erwacht und die Welt ins Chaos stürzt. Neal Cassady, Allen Ginsberg und William S. Burroughs kommen auch darin vor. Eine herrlich surreale Hommage an die Beat Generation und ein Beitrag zu Lovecrafts Cthulhu-Mythos. Der Schreibstil ist auch sehr stark (angelehnt an Kerouacs Stil, aber doch anders).

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James Herbert - Die Erscheinung (1983)

Nicht das beste Buch des Autors, aber ein ordentlicher Horrorroman für zwischendurch.

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Philippe Djian - Betty Blue (1985)

Ein sehr schönes Buch, dessen Kultstatus ich jetzt nachvollziehen kann. Toller Schreibstil, interessante Charaktere und einige schräg-lustige Situationen. Die erste Hälfte hat mir besser gefallen als die spätere Entwicklung, aber insgesamt fand ich es immer noch sehr gut und empfehlenswert.
 

Member_2.0

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Terror von Dan Simmons

War der 2te Wälzer den ich dieses Jahr von ihm gelesen habe. Hat mir im ganzen auch besser gefallen als Die Hyperion Gesänge, weil
es nach meinem Geschmack durchgehend auf einem Niveau lag und nicht am Ende so stark nachgelassen hat.
Hab daher für die 1000 Seiten für meine Verhältnisse auch "nur" 1,5 Monate gebraucht :biggrin:

An sich ist es ein klassischen Historien Buch mit einigen Fantasyabstechern, die aber nicht so präsent sind, dass sie unpassend wirken.
Das Ende, also die letzten vielleicht 70 Seiten haben mich überrascht, weil sie doch sehr vom restlichen Buch abweichen, dabei aber nicht schlecht sind.

Ich kann das Buch weiter empfehlen, da die Story um die Terror und die Erebus spannend und gut recherchiert ist.
 

Member_2.0

Active Member
Tyler Durden schrieb:
Das Buch lese ich gerade auch und bin bei 835 Seiten. Ist wirklich gut.
Ich finde es vor allem super vor dem Hintergrund, dass die Terror vor kurzem gefunden wurde.
Dazu gab es vor kurzem eine Doku bei Terra X...hab bisher nicht ganz zu Ende geschaut, weil ich das Buch erstmal zu Ende lesen wollte.
Wird dann die Tage jetzt nachgeholt.

Doku
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Voyagers von Joe Haldeman

Story:
Einige der Überlebenden aus Der ewige Krieg haben sich auf dem Planeten Mittelfinger niedergelassen und leben dort zusammen mit den "anderen Menschen", mental miteinander verbundene Klonwesen. Unzufrieden mit ihrer Situation wollen sie das alte Raumschif Time Warp stehlen und damit 10 Lichtjahre ins All hinaus und wieder zurück nach Mittelfinger fliegen, wo in der Zwischenzeit 40.000 Jahre vergangen wären.

Meinung:
Kein schlechtes Buch. Zu lesen, wie die Vetereanen des ewigen Krieges ihre Flucht planen, wie es dann zu einem mysteriösen Vorfall kommt, wie Nachforschungen das ganze noch mysteriöser werden lassen, ist schon recht interessant. Das Ende könnte wiederum von Stephen King sein. Andererseits kam sowas in der Art auch schon in Star Trek Folgen vor.

An Der ewige Krieg kommt Voyagers allerdngs nicht wirklich ran. Kann man durchaus mal lesen. Wenn man vorher aber noch ein paar heiß erwartete andere Geschichten hat, kann man die ruhig erstmal lesen.
 

Diego de la Vega

Not Yet Rated
Teammitglied
Member_2.0 schrieb:
Ich finde es vor allem super vor dem Hintergrund, dass die Terror vor kurzem gefunden wurde.
Haha.
Unmöglich. Immerhin hat Francis Crozier sie doch zu Asche verbrand. :clap:
(Spoiler nicht lesen ohne Buch zu beenden)

Ja, ich habe das Buch auch kürzlich beendet. So ca. vor 3 Wochen. War gut, aber etwas zu ausufernd erzählt. Denke für die Serien-Fassung (die ja bald gedreht wird und Jared Harris als Francis Crozier zeigen wird) wird man einiges straffen und abändern. Kann ich mir schwer vorstellen, so in Bild und Ton.
 

Revolvermann

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Spiel der Götter 2 - Das Reich der sieben Städte von Steven Erikson

Immer noch sehr verwirrend. Ein paar kleinere Sachen bekommen mehr Konturen aber insgesammt wächst die Welt in Eriksons Epos noch immer unaufhaltsam. Allerdings muss man sagen, dass die Figuren einem langsam ans Herz wachsen. Zumindest wenn man bedenkt, das die allermeisten erst seit dem 2. Buch überhaupt vorkommen und man sie ziemlich wenig kennt.
Abgesehen vom ersten Teil sind alle Bücher Eriksons ab Teil 2 im deutschen in zwei Bände geteilt. Das heißt, es gab auch noch kein wirkliches Finale. Ich denke die erste Hälfte werde ich nach Abschluss des 3. Bandes nochmal anders sehen.

Ready Player One - Ernest Cline

Sicher kein literarisch wertvoller oder besonders ausgefeilter Roman aber spaßig bis zum Schluss. Einfach Originell und die ganzen Popkultur Verweise sind schon ein riesen Spaß.
Eigentlich sind es auch mehr als Verweise denn vor allem die Popkultur der 80er hat einen sehr hohen Stellenwert in der Geschichte und ist essenzieller Bestandteil der Handlung.
Nun freue ich mich sehr auf Spielbergs Verfilmung.
 

Member_2.0

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Diego de la Vega schrieb:
Member_2.0 schrieb:
Ich finde es vor allem super vor dem Hintergrund, dass die Terror vor kurzem gefunden wurde.
Haha.
Unmöglich. Immerhin hat Francis Crozier sie doch zu Asche verbrand. :clap:
(Spoiler nicht lesen ohne Buch zu beenden)
Naja, sie ist ja gesunken, bevor sie ganz verbrannt ist.
:biggrin:

...und ausufernd kann Dan Simmons ja ganz gut :ugly:
 

Diego de la Vega

Not Yet Rated
Teammitglied
Revolvermann schrieb:
Ready Player One - Ernest Cline

Sicher kein literarisch wertvoller oder besonders ausgefeilter Roman aber spaßig bis zum Schluss. Einfach Originell und die ganzen Popkultur Verweise sind schon ein riesen Spaß.
Eigentlich sind es auch mehr als Verweise denn vor allem die Popkultur der 80er hat einen sehr hohen Stellenwert in der Geschichte und ist essenzieller Bestandteil der Handlung.
Nun freue ich mich sehr auf Spielbergs Verfilmung.
Wie im Thread im Oktober angemerkt, bin ich da äußerst skeptisch. So wegen der Besetzung.

Wie siehst Du das? (jetzt gilt es zu entscheiden, in Welchem Thema (oder beiden?) man antwortet, also falls) :biggrin:
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Habe mir nun die Terror-Doku angesehen, die ist echt gut gemacht. Und bestätigt meine Abneigung gegenüber Viktorianismus und Charles Dickens :squint:

Die Auflösung im Buch von Dan Simmons fand ich nicht unbedingt genial, aber es war wenigstens etwas Originelles.
 

TheReelGuy

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Habe jetzt nach langer Zeit mal wieder "Wächter der Nacht" und "Wächter des Tages" als Hörbuch genossen. Gehören für mich immer noch zu den interessantesten modernen Fantasy-Geschichten und sind durch das russische Setting auch so angenehm anders.​
 

Member_2.0

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TheReelGuy schrieb:
Habe jetzt nach langer Zeit mal wieder "Wächter der Nacht" und "Wächter des Tages" als Hörbuch genossen. Gehören für mich immer noch zu den interessantesten modernen Fantasy-Geschichten und sind durch das russische Setting auch so angenehm anders.​
Kennst du Metro 2033? Falls nicht, wäre das vielleicht auch was für dich :smile:
 

TheReelGuy

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Member_2.0 schrieb:
TheReelGuy schrieb:
Habe jetzt nach langer Zeit mal wieder "Wächter der Nacht" und "Wächter des Tages" als Hörbuch genossen. Gehören für mich immer noch zu den interessantesten modernen Fantasy-Geschichten und sind durch das russische Setting auch so angenehm anders.​
Kennst du Metro 2033? Falls nicht, wäre das vielleicht auch was für dich :smile:
Danke für die Empfehlung :squint: Aber die Bücher habe ich auch schon gelesen. Muss da allerdings sagen, dass mir bei "Metro" tatsächlich die Spiele besser gefallen haben, als die Bücher. Das Tempo der Bücher ist recht atemlos; Artjom stolpert mir da schon fast zu schnell und zu oft in interessante Bekanntschaften oder Gruppierungen. Im Kontext eines Spiels fühlt sich diese Ideen-Vielfalt deutlich natürlicher an und man hat Zeit sich da etwas besser einzufühlen, weil man selbst das Tempo vorgeben kann. Die Ideen und Figuren der Bücher sind allerdings auch in den Büchern super.​
 

Member_2.0

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TheReelGuy schrieb:
Member_2.0 schrieb:
TheReelGuy schrieb:
Habe jetzt nach langer Zeit mal wieder "Wächter der Nacht" und "Wächter des Tages" als Hörbuch genossen. Gehören für mich immer noch zu den interessantesten modernen Fantasy-Geschichten und sind durch das russische Setting auch so angenehm anders.​
Kennst du Metro 2033? Falls nicht, wäre das vielleicht auch was für dich :smile:
Danke für die Empfehlung :squint: Aber die Bücher habe ich auch schon gelesen. Muss da allerdings sagen, dass mir bei "Metro" tatsächlich die Spiele besser gefallen haben, als die Bücher. Das Tempo der Bücher ist recht atemlos; Artjom stolpert mir da schon fast zu schnell und zu oft in interessante Bekanntschaften oder Gruppierungen. Im Kontext eines Spiels fühlt sich diese Ideen-Vielfalt deutlich natürlicher an und man hat Zeit sich da etwas besser einzufühlen, weil man selbst das Tempo vorgeben kann. Die Ideen und Figuren der Bücher sind allerdings auch in den Büchern super.​
Hab die Spiele nur als Lets Play angesehen. Selbst spielen kann ich Horrorgames nicht so gut :wacko:
Das Buch fand ich ziemlich genial...trotz des Tempos bin ich da recht gut mitgekommen. Aber die Spiele haben auch eine gute Athmosphäre!
 

TheReelGuy

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Member_2.0 schrieb:
Selbst spielen kann ich Horrorgames nicht so gut :wacko:
Mich hat bisher nur "Alien: Isolation" gebrochen, aber ich kann das voll gut nachvollziehen. Speziell die Ratten in "Metro" sind extrem fies, weil man sie schon Minuten vor ihrem Angriff hört. :wacko:

Member_2.0 schrieb:
Das Buch fand ich ziemlich genial...trotz des Tempos bin ich da recht gut mitgekommen.
Mich hat ja auch nur gestört, dass er praktisch "nur" an den interessanten Stellen der Metro vorbeikommt und da wirklich Schlag-auf-Schlag hineinstolpert. Das Buch wirkt da schon fast atemlos in seinem Tempo, aber wenigstens ist so beinahe ALLES interessant und spannend.​
 
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