Zuletzt gelesenes oder gehörtes Buch

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Von dieser Reihe fand ich vor allem "Roter Drache" und "Schweigen der Lämmer" sehr gut. "Hannibal" war noch gut, aber mit ein paar komischen Ideen, die mir nicht recht gefielen, und "Hannibal Rising" war nur noch mittelmäßig und eigentlich überflüssig. In "Hannibal" gab es bereits Rückblenden, in denen die Vorgeschichte und Werdung von Hannibal Lecter erzählt wurde.

Viel Spaß mit den Büchern.
 

Cimmerier

Well-Known Member
Hannibal wirkte auf mich schon so, als wenn Harris eine Verfilmung im Kopf hatte. Empfand ich beim Lesen als immens störend. Aber immer noch besser als dieser verkrampfte Entmystifizierungsversuch in Rising.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Ich hab die gesamte Reihe erst vor kurzem nochmal aufgefrischt. Schweigen und Drache sind beide wirklich super, aber Hannibal ist schon gewöhnungsbedürftiger. Da stecken ne Menge bizarre Ideen drin, wie etwa Mason Vergers Bodybuilderschwester...

Hannibal Rising hat Harris ja nur geschrieben, weil ihm Dino De Laurentiis drohte - entweder Harris schreibt selbst ein Prequel, oder er beauftragt jemanden. Das Ergebnis wirkt wie eine erste Ideensammlung. Das danach veröffentlichte Cari Mora ist beispielsweise wieder besser geschrieben.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Zuletzt gelesen: Artemis Fowl von Eion Colfer. Da gehts um einen präpubertierenden Superjungen, der zusammen bzw gegen Märchenwesen nach Schätzen sucht.

Naaaaja. Als Zwischendurchsnack noch ganz passabel, aber das ist so weit von Potter Qualitäten entfernt, dass der sprechende Hut nur müde husten kann. Kram wie Percy Jackson, Mortal Engines oder Maze Runner hat da deutlich mehr zu bieten.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Creepers von David Morrell, der auch Rambo erfunden hat.

Geht um so Urban Explorer, die in einem alten Hotel nach Sachen suchen. Bisschen flach, aber sehr kurzweilig.
 

Cimmerier

Well-Known Member
Hab das auch als sehr angenehmes, leichtes Buch in Erinnerung, welches ein paar spannende Momente hatte. Level 9 fand ich hingegen ziemlich mau.

Lese gerade Der Pistoleiro. Meine, Puni hätte das empfohlen. Interessanter Lesestoff, der auch leicht von der Hand geht.
 

TheRealNeo

Well-Known Member
Teammitglied
Meine 'Creepers' auch schon vor Jahren mal gelesen zu haben und als sehr unterhaltsam in Erinnerung behalten zu haben. Auch wenn kaum was hängen geblieben ist.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Casino Royale von Ian Fleming. Aye, gutes Teil. Da fällt mir ein, dass ich den David Niven Film nie gesehen hab...

Und das neue von Tyler. Wie immer eine Freude :squint:
 

Presko

Well-Known Member
Augustus von John Williams
Habe letztes Jahr den grandiosen Roman "Stoner" von John Williams gelesen und habe mir nun endlich ein anderes Buch von ihm gekauft. Dieses ist völlig anders als "Stoner". Es erzählt vom Aufstieg vom jungen Octavius zum Kaiser und Herrscher Augustus nach der Ermordung seines Ziehvaters Julius Cäsar. Williams erzählt die Geschichte anhand fiktiver Briefe und Korrespondenzen sowie Notizen von Zeitgenossen Augustus' wie sein Erzrivale Marcus Antonius, Cleopatra, Titus Livius oder eben Julius Cäsar himself.
Williams macht das sprachlich brilliant, lässt den Sprachduktus von damals mit viel Liebe zum Detail wieder aufleben.
 

Revolvermann

Well-Known Member
Augustus von John Williams
Gefiel mir ebenfalls ziemlich gut. "Stoner" gefiel mir besser auch wenn man es natürlich nur schwer vergleichen kann.
Hatte mich letztes Jahr durch Williams leider recht kurze Bibliographie gelesen.
"Nichts als die Nacht" ist ein früher Kurzroman von ihm und das merkt man dem Buch auch an. Eigentlich eine Aneinanderreihung von Gedanken. Relativ ungeschliffen aber meiner Meinung nach durchaus lesenswert.
Ganz groß empfehlen möchte ich dir, falls noch nicht gelesen, "Butcher's Crossing". Mindestens so gut wie Stoner aber nochmal komplett anders.

Mehr Romane hat der alte Hochschullehrer dann auch gar nicht geschrieben.
Wobei es natürlich nicht um Quantität geht und sein Werk höchst bemerkenswert ist.
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Ursula K. Le Guin - Roccanons Welt

Was mir an dieser Autorin immer wieder gefällt, ist ihre einzigartige Mischung aus Science-Fiction, Fantasy und Soziologie. In diesem Buch geht es um menschliche Invasoren, die fremde Planeten kolonisieren und ausbeuten. Fand ich zwar nicht ganz so stark wie z.B. "Die Enteigneten", aber trotzdem noch sehr gut.

Roland Topor - Der schönste Busen der Welt

Topor war nicht nur Schriftsteller, sondern auch Darsteller (z.B. Renfield in Werner Herzogs "Nosferatu") und Zeichner. Er gehörte zusammen mit Alejandro Jodorowsky und Fernando Arrabal zu der Panik-Bewegung.
Dieser Band ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die oft surreal, chaotisch und satirisch sind. Hat mich sehr gut unterhalten.

Andrej Platonow - Die Baugrube und Tschewengur

Waren meine ersten Bücher dieses Autors, der sie am Ende der 1920er Jahre geschrieben hat. Erschienen sind sie aber erst am Ende der 1980er Jahre, weil sie als anti-kommunistisch eingestuft wurden. Beide Bücher sind ganz schön surreal (in "Die Baugrube" gibt es z.B. einen Bären, der als Schmied arbeitet), aber größtenteils eher kafkaesk als übernatürlich-surreal. Es kommen auch Ereignisse vor, die real stattgefunden haben - Hungersnöte, verschiedene Splittergruppen nach der Revolutiuon usw. Die Bücher sind aber auch etwas grausam. Vielleicht könnte man sie als "Kommunistischer Sadismus" bezeichnen, oder sogar als "Sadistischer Kommunismus".
Ich fand beide Bücher sehr interessant und ungewöhnlich, bin auch froh, diese Leseerfahrung gemacht zu haben. Nur weiß ich nicht, ob ich sie jemals wieder lesen werde.
Die gibt es auch in deutscher Übersetzung, "Die Baugrube" ist sogar erst vor kurzem in einer viel gelobten Neuübersetzung erschienen.
 

Presko

Well-Known Member
Gefiel mir ebenfalls ziemlich gut. "Stoner" gefiel mir besser auch wenn man es natürlich nur schwer vergleichen kann.
Hatte mich letztes Jahr durch Williams leider recht kurze Bibliographie gelesen.
"Nichts als die Nacht" ist ein früher Kurzroman von ihm und das merkt man dem Buch auch an. Eigentlich eine Aneinanderreihung von Gedanken. Relativ ungeschliffen aber meiner Meinung nach durchaus lesenswert.
Ganz groß empfehlen möchte ich dir, falls noch nicht gelesen, "Butcher's Crossing". Mindestens so gut wie Stoner aber nochmal komplett anders.

Mehr Romane hat der alte Hochschullehrer dann auch gar nicht geschrieben.
Wobei es natürlich nicht um Quantität geht und sein Werk höchst bemerkenswert ist.
Butchers Crossing und Stoner finde ich ebenfalls genial und wie du würde ich Augustus etwas darunter einordnen. Was mir an Augustus aber auch sehr gefällt, wie in der zweiten Hälfte auf einmal dir e Frauenfiguren eine Stimme erhalten, die davor es eigentlich nur zur Verhandlungsmasse im ppolitischen Geschacher waren
 

Revolvermann

Well-Known Member
Stimmt. Ihre Geschichten sind wichtiger als man Anfangs vermutet.
Den Briefwechsel-Stil fand ich zu beginn eher semi-optimal. Man gewöhnt sich aber dran und nun muss ich sagen, es hat was.
 
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