Zuletzt geschauter Film

Butch

Well-Known Member
Der Goldene Handschuh

Deutscher Serien Killer Film von Fathi Akin, ich kann mich errinern das der Film bei den Kritikern wohl nicht so gut ankam und mir hats auch nicht so richtig gefallen, wenig Spannung und der schwarze Humor kommt nicht so richtig gut durch, Suff Drama mit ein paar ekelhaften Morden aber ohne richtige Highlights...komisches Teil, der Film ist wie seine Hauptfigur.

5/10
 

Puni

Well-Known Member
Ist wirklich eine Schande was man aus der großartigen Vorlage vom Heinzer gemacht hat. Richtiger Hochglanz-Müll der nur von seinen Ekel-Momenten leben will.
 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Ja, den hatte ich auch im Kino verpasst/ausgelassen und neulich nachgeholt, da ja inzwischen bei Netflix. Aber der ist leider wirklich nicht gut. Es ist eine reinste Zurschaustellung von Trostlosigkeit, Elend und Verwahrlosung, ohne auch nur irgendeine Figur oder einen komplexeren Themenbereich genauer zu durchleuchten. Dass die Mordopfer nicht viel mehr als eben das sind, überrascht fast nicht, ist aber natürlich bedauerlich. Doch selbst unser Mörder selbst ist nur ein wandelndes Klischee, ohne Entwicklung, ohne echte Facetten. Taugt nicht als Mörderpsychogramm, taugt nicht als Milieu- oder Sozialstudie, will aber logischerweise auch kein Thriller sein. Einzig der hohe Authentizitätsgrat und dabei insbesondere die Ausstattung kann man lobend erwähnen.

Und wenn ich dann noch lese, dass die dusselige Sache mit der jungen Schülerin komplett für diesen Film erfunden wurde .... oh je.
 

Puni

Well-Known Member
Ja der Roman hatte das nicht drin, dafür eine andere Parallelhandlung über eine völlig "verdorbene" Reederei-Familie mit drin. Was diese Jugendlichen da im Film verloren haben erschließte sich mir auch überhaupt nicht. Hätte Akin doch einfach einen vorlagenfreien Horrorfilm gemacht. :shrug:
 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Ja, hätte er mal.
Zum Vergleich... "The House that Jack built" gehört ja nun auch nicht ansatzweise zu meinen Lars von Trier Favoriten, aber der hat zumindest etwas Persönliches, ein gewisses Ziel und eine unverkennbare stilistische Färbung. Das wäre ein Weg hier gewesen. Oder Wim Wenders' "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter", der ein eher nüchtern-mechanisches Prozedere ist und daher genauer beobachtet, mehr mitgibt. "Der Goldene Handschuh" geht irgendwo zwischen diesen Extremen verloren.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Ich hab schon mehrfach woanders gelesen, dass Der goldene Handschuh von einigen als einer der besten deutschen Filme empfunden wird.

Ich hab den nicht gesehen, und will ich auch nicht wenn ich mir Joels Beschreibung ansehe, aber ausgehend davon - wie kann man das über den Klee feiern? Ekel und Trostlosigkeit ist gut warum genau?

Ich meine Sie7en hat das auch im Kern, aber ist irre gut inszeniert, spannend und hat nur kleine Ekelmomente. Das scheint der hier nicht zu haben.
 

Presko

Well-Known Member
Das merkwürdige Kätzchen
Inhaltsangabe des Verleihers: An einem Samstag im Herbst sind Karin und Simon bei ihren Eltern und der jüngsten Schwester Clara zu Besuch. Die Zusammenkunft der Familie ist Anlass für ein gemeinsames Abendessen, zu dem im Verlauf des Tages auch weitere Verwandte erscheinen. Während die Familienangehörigen die Wohnung mit ihren Gesprächen, Alltagshandlungen und Kochvorbereitungen beleben, streifen die Katze und der Hund durch die Räume.

Gefiel mir ziemlich gut. Ich bin darauf gekommen, weil ich ein paar sehr gute Besprechungen des neuen Films (Das Mädchen und die Spinne) der beiden Filmemacher Ramon und Silvan Zürcher, lesen habe, der an der Berlinale gelaufen ist.
Das merkwürdige Kätzchen spielt grösstenteils in einer Wohnung, es gibt nur ganz vereinzelte Aussenaufnahmen. Auffällig am Film ist insbesondere der Kontrast zwischen der alltäglichen Inszenierung und den eher "unnatürlichen" Diaologen und Gesprächen. Wo man anderen Filmen negativ vorzuwerfen pflegt: so redet man aber in Wahrheit nicht - ist das hier gezielt eingesetztes Stilelement.
Die Schauspieler tragen den Film bestens. Obwohl nur wenig passiert, ist dauernd eine gewisse Spannung da und langweilig wurde es mir nie.

Von daher freue ich mich jetzt schon sehr auf "Das Mädchen und die Spinne".

Das merkwürdige Kätzchen: Trailer

Das Mädchen und die Spinne: Trailer
 

Raphiw

Guybrush Feelgood
Yes day

Vorab: Ich Spoiler hier ein bisschen, aber ich denke das ist bei diesem Streifen nicht so wichtig.

Gerade (leider alleine) "yes day" gesehen. Man fragt sich warum eine wunderbare Darstellerin wie Jennifer Garner, die in dramatischen rollen wie in Juno brilliert sich für so einen Unsinn hergeben kann. Ja, es mag ein netter Film sein den Eltern mit ihren 6 jährigen Kindern gucken können und ja, die kleinen werden ihren Spaß dran haben und ja, die Eltern werden vermutlich froh sein daß ihre Kinder Freude daran haben... Aber: Das kann man eben auch mit einem Pixar Film haben und daran haben die Eltern dann auch tatsächlich Spaß. Der Film erfüllt jedes Klischee das man in so einem Film erwarten würde: Schaumparty, Freizeitpark, Open Air Konzert und und und. Aber dabei bleibt er hinter seiner Prämisse zurück. Zu allem ja zu sagen was die Kinder vorschlagen könnte so spannend und witzig sein, würden sie denn auch Mal nicht daß naheliegenste vorschlagen (So viel Eis essen bis einem schlecht wird), sondern etwas was sich in etwas bitteres hineinsteigert. Dinge die in den Augen der Kinder harmlos sind, aber den Eltern unangenehm sind, am Ego kratzen, sie bloß stellen oder ihren sozialen Status in Wanken bringen. Der Film ist schwach geschrieben, ok besetzt, nichts besonderes und einfach nur belanglos.

Als Familienfilm 4/10 Yes
Für mich 2/10 Yes

So kann man froh sein nicht mitgeguckt zu haben. :smile:
 

Puni

Well-Known Member
@Raphiw

Hast du die Serie Camping gesehen? Ist ziemlich gut und da spielt Garner auch großartig, auch wenn es kein Drama ist. :biggrin:
 

Raphiw

Guybrush Feelgood
@Raphiw

Hast du die Serie Camping gesehen? Ist ziemlich gut und da spielt Garner auch großartig, auch wenn es kein Drama ist. :biggrin:

Noch nicht gesehen und streng genommen ist ja auch Juno kein Drama, doch ihre Figur in dem Film würde ich durchaus als die dramatischste in dem Film bezeichnen. Camping habe ich bisher nur betrieben und noch nicht gesehen. Ich mach mich Mal schlau. :biggrin:
 
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