Zuletzt geschauter Film

Presko

Well-Known Member
Gestern das erste mal Lincoln von Steven Spielberg geschaut und war sehr positiv angetan. Daniel Day Lewis ist natürlich phänomenal. Tommy Lee Jones darf den Crowd Pleaser geben und hat zwei- drei der besten Szenen für sich.
Mir gefiel die Konzentraiton auf das politische Geschachere und die Dialoge. Einige Momente tendieren etwas zu sehr zum Pathos, seine Ehefrau hätte meiner Ansicht nach noch eine, zwei starke Szenen vertragen. Und der letzte Move von Lincoln, um die Abstimmung zu gewinnen, ist jetzt irgendwie ein wenig unterwältigend, dafür wie sie es als grossen Moment darstellen. Aber sonst, wirklich top Film.
 

Raphiw

Guybrush Feelgood
Old war auch einer meiner größeren Hoffnungen des Jahres. Nach der interessanten Prämisse, den "Das böse unter der Sonne"-Vibes und den durchaus spannend inszenierten Trailern, hatte ich echt Lust auf den Film. Leider kommt der Film nicht Mal mittelmäßig, sondern richtig schlecht bei den Kritiken weg, weswegen ich ihn wohl meiden werde.

Schade. Es wirkt wie verschenkten Potenzial und hätte man jemand anderen den Stoff verfilmen lassen (z.b. Jordan Peele oder Ari Aster) hätten wir hier was geniales erleben können.
 

Shins

Administrator
Teammitglied
Shyamalan kommt offensichtlich nicht aus seiner Haut. Nach The Visit und Split fingen die Fehler wieder vermehrt an. Irgendwann möchte ich Old trotzdem gerne noch gucken 😊
 

Lunas

Well-Known Member
Es ist wirklich sehr schade, ich hatte extra keinen Trailer geschaut um nicht aus Zufall eine überraschende Wendung die es nicht gab zu Erfahren oder mich irgendwie Spoilern zu lassen, da es ja meistens schon ein gutes Stück vom Filmgenuss bei nem M.Night Film ausmacht. Abgesehen von der Umsetzung der Story viel mir auch Schnitt und die Kamera negativ auf.
 

Presko

Well-Known Member
The Drop

Mit Tom Hardy, James Gandolfini (in seiner letzten oder einer seiner letzten Rollen), Noomi Repace, Matthias Schoenaerts.

Gangsterthriller über einen Bartender, der in einer Bar arbeitet, wo Gangster ihre illegale Kohle deponieren. Tom Hardy spielt einen ruhigen, manchmal fast ein wenig naiv wirkenden Bartender, der mit seinem Cousin Marv, dem die Bar früher gehörte, diese jetzt führt. Als die Bar überfallen, und der Stash der Gangster geklaut wird, geraten die Dinge aus dem Ruder. Die Gangster wollen ihr Geld zurück, die Polizei ermittelt und Tom Hardy findet einen verletzten Hund im Müll vor dem Haus von Noomi Repace's Figur. Dadurch tritt dann auch noch deren irrer Ex (Matthias Schoenaerts) auf den Plan und sorgt für Ärger.
Hat mir gut gefallen, vor allem aufgrund der melancholischen Stimmung. Ich war zudem vom Verlauf der Story positiv überrascht, da ich was ganz anderes erwartet hatte. Allein das Ende hat mich etwas enttäuscht und machte für mich den Film ein wenig kaputt.
Trotzdem, kann man sich sehr gut anschauen. Darstellerisch auf jeden Fall top.
 

Revolvermann

Well-Known Member
The Guilty

Hey, der war wesentlich besser als ich erwartet habe. Fuqua ist für mich ja immer so hit-and-miss. Dieses mal aber eher Hit.
Diese ein Mann in (mehr oder weniger) einem Raum-Prämisse gab es natürlich schon öfter und ich muss mich schuldig bekennen das dänische Original leider nicht gesehen zu haben, aber was Gyllenhaal hier abliefert ist bemerkenswert und trägt natürlich den Film. Muss ihn tragen.
Was doppelt schwer ist, wenn man so einen unprofessionellen Unsympathen verkörpert.
Diese Person aber eben nur durch Telefonanrufe eine nachvollziehbare Entwicklung durchlaufen zu lassen, ist meisterlich. Und natürlich auch meisterlich geschrieben. Wobei auch da eher Credit an Gustav Möller den Autor und Regisseur des (nach kurzer Recherche) sehr ähnlich ablaufenden "Den Skyldige". Ich habe das Gefühl, der hier könnte hart darunter leiden, wenn ich mir das Original mal zu Gemüte führe.
Aber sei es drum - so war "The Guilty" erstmal ein top gespielter Thriller, der höchstens hier und dort mal etwas zu dick aufträgt.
 

Puni

Well-Known Member
Und ich hab mich gestern noch gewundert warum ein Jahre alter, gar nicht so populärer Film so prominent auf Netflix beworben wird. Hätte ich mal genauer nachgeschaut. :biggrin:
 

Puni

Well-Known Member
The King of Staten Island

Puh, irgendwie schon echt harter, aber auch "schöner" Tobak. Ich dachte von der Beschreibung die ganze Zeit, das wäre so ein Feelgood-Film wie "Ganz weit hinten", aber man, das ist ja teilweise heftigstes Indie-Drama. Vor allem das Zwischenmenschliche gefiel mir sehr, die Dialoge sind einfach der Wahnsinn, die Probleme für mich mit einer jüngeren Schwester gerade zu anfangs sehr greifbar und auch sonst macht der Film einfach fast alles richtig.
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Wounds

Der Film basiert auf einer längeren Kurzgeschichte von Nathan Ballingrud, die ich kurz vor der Sichtung gelesen habe. Vielleicht war es keine gute Idee, die Verfilmung direkt nach dem Lesen zu schauen, denn ich wurde ziemlich enttäuscht. Die Hauptfigur sieht anders aus als ich sie mir vorstellte, manches passiert zu sehr Schlag auf Schlag und die Atmosphäre war in der Geschichte auch dichter. Dabei war der Film eigentlich gar nicht so schlecht (nachdem ich ein paar Nächte drüber geschlafen habe) und wird den Nicht-Kennern der Vorlage bestimmt besser gefallen als mir. Ist eine Horrorgeschichte, die sich traut, auch Hightech-Geräte wie Smartphones in die Handlung einzubauen. Das sind keine im Wind flatternden weißen Gardinen in einem alten Schloss bei Vollmond oder knarrende Stufen einer Holztreppe. Ist schon ein interessanter Film (den es auf Netflix gibt), der zwar die Stärke der Originalgeschichte nicht ganz einfangen kann, aber durchaus sehenswert ist.
Wobei Ballingrud noch bessere Geschichten geschrieben hat.

6/10
 

Presko

Well-Known Member
Bridge of Spies

Hat mir sehr gut gefallen, gerade auch, weil er so unspektakulär ist. Eine schöne, langsam erzählte Geschichte, Hanks in Höchstform.
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Niemand kommt hier lebend raus

Ein netter Horrorfilm mit Migrationsthematik, der weniger auf Brutalität und mehr auf Atmosphäre setzt. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, ob das Monster im Buch so beschrieben wurde, wie es am Ende des Films gezeigt wird, aber hier sah es leicht albern aus. Nicht ganz schlimm, aber eben etwas kurios, und nicht auf die positive Art. Wobei das auch wieder nur Geschmacksache ist.

Kein Überflieger, aber ein solider Horrorfilm für zwischendurch. Basiert übrigens auf dem gleichnamigen Buch von Adam Nevill, der auch schon die Buchvorlage zu "Das Ritual" lieferte (ebenfalls ein Netflix-Film).
 

Presko

Well-Known Member
Casino Royale (der mit Daniel Craig)
Also das erste Drittel ist ja einfach mal ein Hammeractionthriller. Spektakel + Suspense - grosse Klasse. Danach geht das Tempo ein wenig flöten und ein wenig geht die Luft raus. Das ist immer noch alles sehr hochklassig, aber lässt etwas nach gegen Ende, finde ich. Trotzdem eindeutig der beste Bondfilm, den ich kenne. Bin aber überhaupt gar kein Fan von Bond.

Children of Men
Hab den damals im Kino gesehen und hatte nur noch vereinzelte Erinnerungen. Toller Film und richtig, richtig bedrückend. Bei den Szenen rund um die Fugees, musste ich sagen, das wir dem inzwischen schon sehr nahe kommen in Europa.

Mir gefiel es, mal (Anti-)helden zu sehen, die so gar nichts mit Kämpfen anfangen können und selbst in den umkämpfsten Momenten gar nicht auf die Idee kommen, zur Waffe zu greifen.
 
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