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Kritik:
The Human Centipede 3:
Final Sequence


von Christian Mester

THE HUMAN CENTIPEDE 3: FINAL SEQUENCE
Regie: Tom Six
Cast: Dieter Laser, Laurence R. Harvey

Story:
Besessen von dem Film The Human Centipede beschließen ein sadistischer Gefängniswächter (gespielt von Dieter Laser, dem Doktor aus dem ersten Film) und sein trotteliger Mitarbeiter mit Hitlerbart (gespielt von Laurence R Harvey aus dem zweiten Film), alle Gefangenen zu einer riesigen Centipede zusammen nähen zu lassen...

Kritik:
The Human Centipede 2 war ja schon weitestgehend cineastischer Abschaum, allerdings musste man dem noch halbwegs zugestehen, dass der Schwarz-/Weiß-Look und die Meta-Perspektive ein Mehr als gar nichts ergaben. 3 hingegen hat nichts dergleichen mehr. Dass dieselben Gesichter in neuen Rollen auftreten, ist ebenso irrelevant wie Tom Six' Cameo als sich selbst oder die lahme Idee, eine noch längere Gruppe Menschen aneinander zu nähen. Falls er jemals im Sinn gehabt haben sollte, das Gefängnissystem der USA in einer bitteren Horrorsatire zu kritisieren, kam hier hierbei jedenfalls nichts dabei herum.

Was übrig bleibt, ist eine armselige Aneinanderreihung sinnlosen Politik-Gebrabbels und allerlei klägliche Versuche gewollt möglichst krassen Sadismus zu offerieren, indem die kranken Gefängnisaufseher Genitalien anderer zermanschen, essen oder eigene in aufgeschnittene neue Öffnungen stecken. Bot der erste Teil noch diverse Spannungselemente und eine gekonnte Inszenierung Lasers als unheimlichen Doktor des Grauens, nervt er hier lediglich als cholerische Brüllmücke. Eric Roberts, der eigentlich richtig was kann, warum auch immer aber ständig in B- und C-Trash Produktionen vorkommt, sammelt sich mit diesem IMDb Beitrag vermutlich den schlechtesten Film seiner langen Karriere ein - und er hat unter anderem in Sharktopus, Phat Girlz und Silly Movie mitgespielt.


Fazit:
Ein Film, der seiner Reihe absolut nichts mehr hinzuzufügen hat und als Einzelwerk unzumutbarer Schund ist. Mit seiner Final Sequence näht sich Skandalregisseur Tom Six letzten Endes lachend an seinen eigenen Hintern und beweist, dass sämtliche Qualitäten und Ideenansätze des ersten Teils lediglich Zufall gewesen sein müssen. In einer anderen Welt hätte er den Hype um seinen ersten eventuell genutzt, um originelle weitere provokante Stoffe zu entwickeln, doch in unserer wird er wohl als One Trick Pony in Erinnerung bleiben, der seinen kurzen Erfolg auf langweiligste und platteste Art auszuschlachten versuchte.

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