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Jay

hat Lust nen Film zu sehen

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Sonntag, 11. Oktober 2009, 16:17

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42

Sonntag, 11. Oktober 2009, 17:40

Ganz gute Kritik, Chef. Was jetzt kommt ist nichts persönlich gegen dich, aber weil man das in deiner Kritik auch rauslesen kann, kam es mir gerade wieder hoch... ich meine, in den Kopf, den Sinn. Weißtschon. Warum heißt es bei einem Film wie diesem wieder, dass der eigentlich nichts fürs Kino ist? Eigentlich weiß ich die Antwort darauf ja, aber mich nervt das, dass man entweder Megaspektakel braucht, oder zumindest eine Hochglanzhollywoodoptik, die uns seit Jahrzehnten mit aller Macht von den Amis eingebläut wird, damit wir nur noch ihre Filme mögen. "Verblendung" war vielleicht näher an TV-Optik, aber wer mal einen "Tatort" einen "Polizeiruf" oder so geschaut hat, wird den Unterschied doch sehen. So ein Film für's Fernsehen ist eine Sensation! Ja, er wurde für's Fernsehen konzipiert, aber das heißt nicht, dass er billig ist oder billig aussieht und es heißt ganz sicher nicht, dass man ihn sich im Kino sparen könnte/müsste. :/ Und "Verblendung" ist nur ein aktuelles Beispiel. Diese Beobachtung mache ich häufiger und sie stinkt mir etwas.
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Jay

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43

Sonntag, 11. Oktober 2009, 19:12

Hm, ich denke einfach, dass einige Filme vom Kinoerlebnis mehr profitieren als andere, dass man nicht jeden (guten) Film unbedingt im Kino gesehen haben muss.

Nehmen wir Pandorum mal als Beispiel. War jetzt nicht unbedingt der große Wurf, er hat aber sehr von dem Kinobild und dem Ton profitieren können. Verblendung ist ein besserer Film, klar, aber muss man den im Kino gesehen haben?

Andere Filme hingegen leben meiner Meinung nach erst Recht mit Publikum und Großleinwand auf, nehmen wir zb diverse Komödien. Großes Gelächter und gute Laune können ansteckend sein und wenn ein Film dann auch noch etwas fürs Auge bietet, lohnt sich das Ergebnis Kino weit mehr als das später auf DVD. Nehmen wir beispielsweise Die Päpstin. Ist sicherlich ein recht guter Film und ich tippe jetzt schon drauf, dass er besser wird als Pandorum, trotzdem würde ich mir den nur ungern im Kino ansehen.

Generell bin ich der Meinung, dass gerade Horrorfilme, Science-Fiction und Komödien vom Kinoerlebnis stärker leben. Dramen (wenn es nicht gerade welche mit starken Bildern ala TWBB sind, Romanzen und auch Action-Filme tun's meiner Meinung nach aber auch zuhaus.

Ich weiß nicht, brisante Ansicht?
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44

Sonntag, 11. Oktober 2009, 20:15

Dass einige Filme vom Kinofeeling noch "besser" werden, daran habe ich keinen Zweifel. Ich habe ja bei "Pandorum" geschrieben, dass er sich im Kino lohnt. Ich finde es einfach schade, dass man manche Filme fürs Kino auszuschließen scheint, weil man weder in der Gruppe lachen kann, noch bekommt der Film durch große Leinwand und dröhnenden Sound mehr Feeling. Als wenn es nur darum geht! Vielleicht spricht da wieder nur der nerdige Purist aus mir, aber mir geht es um den Film an sich. Wenn er mich interessiert, wenn ich Zeit, Lust und Geld habe, dann schaue ich ihn mir an. Egal ob alleine oder in der Gruppe. Die Art des Films sollte nicht ausschlaggebend sein, das Kinoticket zu lösen. Der Film sollte Interesse wecken und dann will man den Film so früh wie möglich sehen und das heißt dann Kino, wenn man legal bleiben will. So was Ähnliches habe ich ja auch in meiner Kolumne geschrieben.
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Dr Knobel

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45

Sonntag, 11. Oktober 2009, 20:19

Ich bin da auch eher bei Joel, und spare mir mittlerweile etwa 75% aller Blockbuster, und gehe statt dessen mit Überzeugung eher in was kleineres. Warum? Weil ich denke, dass wir bald nur noch mit Hohglanz-CGI-Hirnlos-Dreck (Achtung: Meinungsäußerung!) wie Transformers 2 usw überschwemmt werden.

Jay

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46

Sonntag, 11. Oktober 2009, 21:07

Nicht falsch verstehen. Das heißt nicht, dass ich hirnloses Spektakel gutheiße oder gar davon überzeugt wäre, das etwas wie Hancock mehr Daseinsberechtigung im Kino hätte als ein Gran Torino.

Kino ist allerdings ein Luxus, ein Aufwand. Gut, das erzählt ausgerechnet der, der 1 1/2 Ritter im Kino gesehen hat, aber ich bin ja auch eher eine Ausnahmeerscheinung. Nein, diese Bemerkung richtete sich ausschließlich an Leute, die eben nicht jeden Film im Kino sehen, der ihnen gefällt, sondern sich Rosinen rauspicken und nur alle 2-3 Monate ins Kino gehen.

Ist das Avatar? Aber hallo. Das sind auch Wolf Man, Iron Man 2, Shutter Island und Alice im Wunderland. Das sind aber auch Das Kabinett des Dr. Parnassus, In meinem Himmel und Wo die wilden Kerle wohnen, um mal etwas weiter vom Popcorn weg zu treten. Meiner Meinung nach klares Kinomaterial, wobei ja, es durchaus damit zu tun hat, dass sie viel fürs Auge bieten.

Dann haben wir aber noch Der Solist, Der Informant, Adam, A Serious Man und Invictus, alles Filme die ich als überdurchschnittlich einstufe. Ich bin mir aber von meiner Einschätzung her recht sicher, dass ein Parnassus im Kino besser ankommt als ein Adam. Nicht wegen Transformershoden, sondern weil er sein Medium mehr nutzt. Ich will nicht sagen, dass eine gute Geschichte und gutes Schauspiel allein zu wenig für einen Kinobesuch wären, Gott bewahre, aber ich schätze es halt so ein, dass Streifen wie Happy Go Lucky trotz guter Annahme beim Nischenpublikum keine Kinoempfehlung darstellen. Dass man für so einen Film auch schlicht und einfach warten kann, bis man ihn bequemer zuhaus sehen kann.

Das beeinflusst mich als Schreiber ja auch nicht, wenn Adam jetzt einer 9er Granate sein sollte, dann werde ich das so tippen und als solches auch empfehlen. Dabei aber anzumerken, dass er dennoch nicht zur größten Auswahl unter Besuchern gehören wird, degradiert den Film in keinster Form.

12 Angry Men beispielsweise spielt nonstop in einem Zimmer und hat absolut kein Spektakel, allerdings hat er dafür etwas anderes: Spannung. Und eine spezielle Lebhaftigkeit. Nimm beides raus und du hast immer noch einen interessanten, guten Film, aber ob das im Kino genau so wirkt als wenn es da wäre? Den Eindruck hatte ich jedenfalls bei Verblendung.
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Dr Knobel

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47

Sonntag, 11. Oktober 2009, 21:21

Ich weiß schon was du meinst, Chris. Ich gebe dir auch recht, dass einige Filme eher im Kino wirken, als auf DVD. Und das du es nicht als Degradierung versteht, ist klar. Einige andere aber schon.

Monkey D. Ruffy

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Montag, 12. Oktober 2009, 00:11

Zitat

Original von Jigsaw

Kino ist allerdings ein Luxus, ein Aufwand. Gut, das erzählt ausgerechnet der, der 1 1/2 Ritter im Kino gesehen hat, aber ich bin ja auch eher eine Ausnahmeerscheinung. Nein, diese Bemerkung richtete sich ausschließlich an Leute, die eben nicht jeden Film im Kino sehen, der ihnen gefällt, sondern sich Rosinen rauspicken und nur alle 2-3 Monate ins Kino gehen.


Es gibt leute die nur alle 2-3 Monate ins Kino gehen? :wow: :ugly:

Aber ich muss dir da schon recht geben. Wer unregelmäßig ins Kino geht dem würde ich jetzt nicht unbedingt "Verblendung" empfehlen, auch wenn der Film ohne Frage sehr gut ist. Da gibts andere Filme die man im Kino gesehen haben sollte (zb. UP)

Dr Knobel

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49

Montag, 12. Oktober 2009, 10:31

Ich gehe nur noch sehr selten ins Kino. Einerseits lockt mich jetzt auch nicht gerade das Programm, andererseits ist es mit zwei Kindern auch nicht ganz so einfach, das immer hin zu bekommen, und zu guter Letzt bekomme ich bei 7 von 10 Besuchen ernshafte Mordgedanken, wenn ich die Idioten ertragen muss, die da noch im Kino sitzen.

Wenn ich ins Kino gehe, mache ich es aber nicht nur davon abhängig, ob ein Film knallt, oder optisch was hermacht. Mein letztes Kinohighlight war z.B. "Gran Torino", vermeintliche Blockbuster wie "Indiana Jones 4" haben mich dagegen eher enttäuscht.

Aber wir entfernen uns mit der Grundsatzdisusion auch ein wenig vom Filmtopic, irgendwo haben wir auch mindestens einen passenderen Thread.
Zu "Verblendung": Trailer sah nett aus, wird bestimmt mal geschaut.

Tyler Durden

Weltraumaffe

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Montag, 12. Oktober 2009, 16:14

Hier hat ja schon jemand erwähnt, dass er der Jüngste im Saal war, und bei uns war es genauso. Die Meisten waren wohl um die 40 oder sogar noch ein wenig älter.

@Joel: Kommt von dir noch eine Kritik?

MaggieTheCat

Soldier of Love

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51

Montag, 12. Oktober 2009, 23:21

Hat mir gut gefallen, hab endlich noch mal eine Story mit dem gleichen Interesse und der gleichen Spannung verfolgt, wie damals die ganzen Miss Marples Krimis im Ersten. :) Ich liebe diese whodunnits, wo man Schritt für Schritt zusammen mit den Protagonisten alles aufdeckt.
War auch mal schön so unbekannte, unverbrauchte Gesichter zu sehen, die irgendwie sehr echt wirkten, gab ja viele Großaufnahmen wo man wirklich jede Pore gesehen hat. Kann ansonsten nicht so viel über den Film sagen, basiert ja auf einem Buch, und daran wurde sich ziemlich genau gehalten, sagt zumindest meine Mitbewohnerin, die mit mir drin war und schon alle Teile gelesen hat. Ich werd die Bücher allerdings vorher nicht lesen, mag mich viel lieber im Kino überraschen lassen.

8/10
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Tyler Durden

Weltraumaffe

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52

Montag, 12. Oktober 2009, 23:28

Ich habe ja gehört, dass hinter dem Tod des Autors die Rechten stecken sollen, weil er sie so oft angeklagt haben soll.
Die Rechtsradikalen haben ihn umbringen lassen, so habe ich das zumindest gehört.
Klar ist jedenfalls, welche Art von Politikern er in seinen Romanen kritisiert hat.

Der Pirat

Reservoir Dog

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53

Dienstag, 13. Oktober 2009, 02:51

Zitat

Stieg Larsson starb 2004 an den Folgen eines Herzinfarktes.

quelle: wikipedia.de

Nunja... Ich denk mal nicht, dass da irgendwie die Rechten hinterstecken, wobei die wohl einen üblen Hass auf ihn gehabt haben müssen.

Werd Verblendung wohl Morgen sehen können... Hoff ich zumindest.
Weil die 3 Bücher hab ich förmlich aufgesogen... :)
---Signatur hier einfügen---

Master Chief

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Dienstag, 13. Oktober 2009, 15:13

Kurzkritik:

"Verblendung" ist wirklich einer der besten Thriller der letzten Jahre und erfüllt damit, die von mir in ihn gesteckten Erwartungen.
Ich fand es sehr angenehm, wie viel Zeit sich für die Nachforschungen und die Charaktere genommen wird, da das Geschehen so nie gehetzt und immer wie eine wirklich fast vollwertige Literaturverfilmung wirkt.
Die Handlung wird im Verlauf immer spannender und besticht durch eindringliche Szenen, die in Erinnerung bleiben und ein gelungenes Finale.
Besonders hervorheben will ich die Hauptdarstellerin Noomi Rapace, die eine tolle, nachwirkende Leistung abgibt.
Fazit:
Wer etwas für Thriller übrig hat muss "Verblendung" einfach gesehen haben.
Ich freu mich schon wahnsinnig auf die Fortführungen!
8,5/10

Tyler Durden

Weltraumaffe

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Dienstag, 13. Oktober 2009, 15:19

@Master Chief: Fandest du die Darstellerin toll oder eher die Figur, die sie gespielt hat? Bei mir trifft letzteres zu, ich fand ihren Charakter am besten geschrieben. Aber rein optisch gesehen wäre sie nichts für mich, mit dem ganzen Blech im Gesicht und mit diesen "Brüsten":D

Master Chief

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Dienstag, 13. Oktober 2009, 16:34

@Tyler:
Beides ;)
Ich denke das geht ja fließend ineinander über.
Die Rolle an sich war super geschrieben wurde aber erst durch das tolle Spiel von Noomi Rapace wirklich greifbar.
Und optisch gefiel sie mir auch muss ich sagen, wobei es aber schon ein Piercings weniger sein dürften :ugly:

Brando

Big Kahuna Burgerbrater

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57

Dienstag, 20. Oktober 2009, 20:21

Wird nachher geschaut. :super:

Jay

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Samstag, 31. Oktober 2009, 21:03

2/3 im zweiten Band kann ich glaube ich schon sagen, dass der zweite dem ersten Film sicher in Nichts nach stehen wird. Der neue Fall ist wieder spannend, komplex und zudem gelungen mit dem ersten Teil verknüpft.

Sehr zu empfehlen die Vorlage, Larsson hatte (lebt ja leider nicht mehr) eine beachtliche Schreibe. Der zweite Film läuft bei uns bestimmt im Frühjahr an. In den Nordländern lief er bereits, da kommt sogar der Dritte Ende des Monats raus.

Jay

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Sonntag, 1. November 2009, 21:51

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Sonntag, 1. November 2009, 21:59

Was gut ist an den 3 Büchern ist halt, dass jedes sich komplett anders anfühlt, und sich komplett anders liest. Alle drei Bücher sind thematisch komplett unterschiedlich und auch stilistisch anders. Mal Krimi, mal "Agenten"-thriller, mal Industriespionagedingen.
„Huren, Hurensöhne, Kuppler, Stromer und Spieler, mit einem Wort: Menschen. Man könnte mit gleichem Recht auch sagen: Heilige, Engel, Gläubige, Märtyrer – es kommt nur auf den Standpunkt an.“

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