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501

Sonntag, 16. Februar 2014, 13:33

@tylerDurden

Cool das es dir gefallen hat. Ich fand die Vorstellung

Spoiler Spoiler

das der Circusplatz sozusagen frei im endlosen Raum schwebt so gruselig. Die Szene
wo sie aussen auf diesem schmalen Sims balanciert sind so war krass. :bibber:


:thumbsup:
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Clive77

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502

Montag, 17. Februar 2014, 10:15

The Lost World - Arthur Conan Doyle

Ein Buch, was ich schon immer mal lesen wollte und jetzt endlich nachgeholt habe. Nach den ganzen Film- und Serienadaptionen war es schon ein wenig erstaunlich, wie stark doch teilweise von der Originalgeschichte abgewichen wird. So stehen im Buch lediglich vier männliche Protagonisten im Vordergrund: Professor Challenger, Professor Summerlee, Lord John Roxton und der Reporter Malone, aus dessen Sicht anhand von Berichten die Geschichte erzählt wird. Es gibt nur eine weibliche Figur, die lediglich im ersten und letzten Kapitel eine Rolle spielt.
Das Englische kann einem dabei schon ein wenig zu schaffen machen - die Sprache ist ein wenig antiquiert (kein Wunder, schließlich ist das Buch von 1912), weshalb ich einige Begriffe im Wörterbuch nachgeschlagen habe (dank Kindle eine Sache von wenigen Sekunden). Gewöhnungsbedürftig ist auch der Gebrauch von Begriffen wie "Negro", die wohl heute kein Autor mehr gebraucht, aber zu der Zeit eben üblich waren.
An sich spiegelt sich im Buch ein gewisses Gesellschaftsbild wieder, was die Überlegenheit der "zivilisierten Gesellschaft" zur Schau stellt. Sämtliche Fremde, ob nun südamerikanische Einheimische oder sonstwer, dienen der Expedition lediglich als Träger. Auch als die vier in der "verlorenen Welt" auf Einheimische treffen, werden die gleich als Lastenträger hinzugezogen. Das sind Dinge, die man bei dem Buch (leider) hinnehmen muss.
Die Geschichte an sich ist sehr gut und auch sehr authentisch geschrieben. Vom Aufbruch in England bis zur Ankunft im "Saurierland", was sich auf einem Plateau im Dschungel Südamerikas befindet und wieder zurück. Ein Abenteuerroman, der gut beschrieben die Fantasie auf Trab hält. Doyle hat viel für sein Buch recherchiert, was nicht nur an den unterschiedlichen Sauriertypen deutlich wird (ein T-Rex kommt übrigens nicht vor), sondern auch an einigen geschichtlichen Fakten (z.B. Fundorte von Fußspuren in Sussex). Ferner setzt Doyle auch auf die Evolutionstheorie und beschreibt in der verlorenen Welt einige "ape-men", die den Link zwischen Affen und Menschen bilden sollen.
Das Buch an sich ist dabei mit etwa 230 Seiten für meinen Geschmack noch recht kurz und hätte gerne länger sein können (vor allem, was den Teil in der verlorenen Welt angeht).

Ich hab' mich jedenfalls gut unterhalten gefühlt und kann es durchaus weiter empfehlen.
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503

Freitag, 21. Februar 2014, 10:57

Under Wildwood von Colin Meloy

Zweiter Teil der Fantasy-Trilogie von The-Decemberists-Frontman Colin Meloy um Wildwood, einem für normale Menschen unbetretbaren und von u.A. sprechenden Tieren und Banditen bewohnten Wald in Portland, Oregon. Hat mir aufgrund seines gesteigerten Tempos, der abwechslungsreicheren und expositionsärmeren Geschichte besser gefallen als der recht unoriginelle erste Teil. Macht Spaß und ist teilweiße deutlich düsterer als der, für ein "Kinderbuch" schon ziemlich düstere, Vorgänger. Sehr stimmig verfasst, wieder wundervoll von Meloys Frau Carson Ellis illustriert, auf seinen fast 600 Seiten nie langweilig und macht mit seinem offenen Ende Lust auf den dritten und letzten Teil. Gut.
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Tyler Durden

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Freitag, 21. Februar 2014, 20:03

Graham Greene - Erzählungen

Diese Kurzgeschichtensammlung hat mir gut gefallen. Sie sind in einem tollen Stil geschrieben und haben oft eine melancholische Stimmung, die mich zum Teil an Hemingway erinnerte. Am besten fand ich "Zerstörungswut" und "Ein Tag gewonnen".

Bambi

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505

Sonntag, 23. Februar 2014, 16:09

Mache denn mal meiner Sig wieder alle Ehre

Eisblumen zum Valentinstag von Ewa Aukett


Kyra ist IT-Expertin in einem Londoner
Unternehmen.
Als es zu Unregelmäßigkeiten in der New Yorker
Filiale kommt und interne Daten gestohlen werden, wird sie nach
Übersee geschickt, um die Sache vor Ort zu klären.
In Begleitung
des zuständigen Sicherheitschefs, Grant Travers, der sich ihr
gegenüber ständig von seiner uncharmanten Seite zeigt, muss sie
sich schon am Flughafen ihrer ersten persönlichen Herausforderung
stellen.
Flugangst!
Allerdings hat Grant seine ganz eigenen
Methoden, um Kyra auf andere Gedanken zu bringen.

Vorweg ich hatte vorher noch nie was
von der Autorin gehört, das Buch wurde mir von jemanden empfohlen
das Buch ist zweigeteilt zum einen geht es um die Geschichte
zwischen Kyra und Grant und zum anderen ist da die Krimigeschichte.
Beides ist gut durchdacht und die Kapitel schliessen sich nicht aus,
wobei der Fokus vielleicht doch ein wenig mehr auf der
Liebesgeschichte liegt. Schön fand ich auch das Kyra sich bis zum
Ende des Buches treu geblieben ist und es keine Typenveränderung
gab. Hab mich zwar kurz vor Ende genau das gleiche gefragt wie Kyra,
aber genau dass machte dieses Buch für mich aus..Ich werde mal
schauen was ich von dieser Autorin noch so finde, denn anscheind ist
es nicht ihr erstes Buch und wenn eins der anderen nur halb so gut
ist wie dieses könnte sie auf meiner Liste der Lieblingsautorin für
Chic Lite landen...
Mir ist egal wie viele Menschen in einem Film sterben. Hauptsache die Katze überlebt.


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Donnerstag, 27. Februar 2014, 17:16

Die Auserwählten in der Brandwüste von James Dashner

Leider nicht ganz so gut wie der erste Teil, aber immernoch sehr gut und flüssig zu lesen.
Teilweise mit wirklich spannenden Stellen.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Jugendbücher (Ja, les ich gern :P ) immer brutaler werden.
Das ging mir bei Tribute von Panem schon so, aber hier ging es auch nicht grad zimperlich zur
Sache. 8|
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Tyler Durden

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Donnerstag, 27. Februar 2014, 17:18

James Herbert - 48

Die Geschichte spielt in einer alternativen Welt, in der die Wehrmacht am Ende des Zweiten Weltkrieges eine biologische Waffe eingesetzt und die meisten Menschen getötet haben. Die Wenigen, die gegen die Seuche immun sind, werden im postapoalyptischen London von den "Schwarzhemden" gejagt.

Das Buch war ziemlich spannend und hatte mit dem zerstörten London einen passenden Schauplatz. Vom Schreibstil her war es okay (auch wenn er zu oft "verstehen Sie?" am Ende von Sätzen schreibt), aber die Hauptfigur hat mir überhaupt nicht gefallen und die anderen Figuren waren auch widersprüchlich und alles andere as gut.
James Herbert hat sich offenbar ein bisschen bei Stephen Kings "The Stand" bedient, aber die Ähnlichkeiten sind nicht so gravierend.
Insgesamt ein solider Thriller mit ein bisschen Sci-Fi und etwas Blut.

Clive77

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Dienstag, 4. März 2014, 13:46

Reise zum Mittelpunkt der Erde - Jules Verne

Zunächst mal vorweg: Ich habe mir die kostenlose Kindle-Version (auf deutsch) geholt (die mir bei den kostenlosen Klassikern direkt angezeigt wurde und den Titel "Reise nach dem Mittelpunkt der Erde" trägt). Die Übersetzung ist gruselig, da die Schreibweise ziemlich alt wirkt, Satzzeichen vor allem bei Dialogen oft fehlen und auch sonst ein recht wirrer Satzbau vorliegt - manche Sätze muss man daher zweimal lesen, um den Sinn zu begreifen. Im Nachhinein hätte ich mir vielleicht lieber die englische Übersetzung holen sollen oder mich direkt am Original versuchen.

Zum Buch: Joa, vor 150 Jahren war das bestimmt eine tolle Geschichte, die sehr realistisch klang. Bei heutigem Stand der Erkenntnisse ist die Reise an sich natürlich absurd. Da muss man einfach drüber hinweg sehen, um sich mitreißen zu lassen. In erster Linie steht bei dem Buch auch die Reise als solche im Vordergrund. Die beiden Protagonisten - Professor Lidenbrock und sein Neffe Axel (jepp, Jules Verne hat deutsche Figuren für die Reise auserkoren) - machen sich nach Auffindung und Lösung eines Rätsels in einem alten Buch auf die Spuren eines anderen Forschers (der angeblich bereits den Mittelpunkt der Erde bereist hat). Dazu reisen sie zunächst von Hamburg nach Island, was an sich schon eine schön beschriebene Reise ist, die einen direkt ins 19. Jahrhundert zurück versetzt. In Island angekommen, stößt noch ihr Führer (und Packesel, wie es scheint) Hans zu der kleinen Gruppe und die drei machen sich auf in ein Höhlensystem, dessen Eingang sich im Krater eines Vulkans befindet.

Mit den drei Figuren kann man sich als Leser nicht identifizieren. Der Professor ist ein Tyrann, der seinem Ziel hinterher jagt und nur in lebensbedrohlichen Situationen so etwas wie Mitgefühl oder Menschlichkeit aufbringt. Axel ist ein Schwächling, stets der erste, dem die Strapazen der Reise zusetzen. Und Hans scheint nur auf die regelmäßige Bezahlung als Führer aus zu sein - selbst in lebensbedrohlichen Lagen bleibt er schulterzuckend ruhig, zeigt nie Anzeichen von Panik und akzeptiert jedwede Aufgabe, die ihm zugeteilt wird. Charakterentwicklungen sucht man vergeblich.

Was aber wirklich Spaß macht, ist die Reise selbst - so phantastisch unglaubwürdig sie aus heutiger Sicht auch seien mag. Es wird recht detailliert beschrieben, wie die Umgebung aussieht, wie die Vorstellungen Vernes vom Inneren der Erde sind. Dabei kommen die Gefahren von den geologischen Hindernissen - gleich zu Anfang wird das Wasser knapp, einer der drei verläuft sich im Tunnelsystem, etc.
Folgenden Absatz in Spoilern, da er Teile des Buchs, inklusive Ende beschreibt:

Spoiler Spoiler

Anhand der Verfilmungen rechnet man mit Urzeit-Tieren oder -Menschen als Gefahr, die kommen aber nur kurz vor. Ein wenig enttäuschend war, dass das Ziel, der Mittelpunkt der Erde, nie erreicht wird. Als es so aussieht, dass die drei endlich den richtigen Weg gefunden haben, wird die Geschichte recht antiklimatisch abgebrochen und die drei Helden werden durch einen Vulkan wieder an die Erdoberfläche gepustet - wobei sie auf einem hölzernen Floss auf der Lava schwimmen... :plemplem:


Trotz der ganzen negativen Punkte hat mir das Buch dennoch gefallen. Ganz nach dem Motto "die Reise ist das Ziel" funktioniert die Geschichte auch heute noch hervorragend.
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Dienstag, 4. März 2014, 13:57

Den und drei andere von Jules Verne gibt es im deutschen Taschenbuch Verlag als Neuübersetzungen, die wie ich finde sehr gut zu lesen sind.
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Dienstag, 4. März 2014, 14:02

@Gonzo: Danke für den Hinweis. An sich schaut man einem geschenkten Gaul ja auch nicht ins Maul - wollte es nur angemerkt haben, falls jemand mit dem Gedanken spielt, sich diese Fassung zu holen. ;)
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Dienstag, 4. März 2014, 15:47

Ja, wollte es auch nur mal gesagt haben, weil ich die alten Übersetzungen auch ziemlich gewöhnungsbedürftig finde und da etwas rumgesucht habe.
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Dienstag, 4. März 2014, 17:51

Terry Pratchett - Die Farben der Magie

Der erste Teil aus dem Scheibenwelt-Zyklus hat mir sehr gefallen, wirklich unterhaltsam. Dabei bin ich kein großer Fantasy-Fan, aber der Humor trifft meinen Nerv. Hat ein bisschen Ähnlicheit mit der Anhalter-Reihe von Douglas Adams, nur mit Fantasy statt mit Science-Fiction.


Terry Pratchett - Das Licht der Phantasie

Teil 2 der Scheibenwelt-Reihe schließt direkt an den ersten an (der mit einem Cliffhanger endet). Daher empfehle ich, die beiden hintereinander zu lesen.
Hat mich wie schon der erste Teil sehr gut unterhalten (vor einiger Zeit habe ich schon "Gevatter Tod" gelesen, der mir ebenfalls gefallen hat). Das Auftauchen von

Spoiler Spoiler

Conan der Barbar

im hohen Alter hatte auch was, wobei er so zahnlos und gebrechlich dargestellt wurde, dass es den "Mythos" um die Figur ganz leicht schädigt. Aber das fand ich nicht weiter störend.

Habe mir schon die nächsten Teile bestellt, die Reihe wird weiter gelesen.


@Clive: Das Buch von Verne hatte ich letztes Jahr auch (wiederholt gelesen) und hatte ähnliche Probleme damit wie du. Als Kind habe ich es einfach anders wahrgenommen und hatte es als tolles Abenteuer in Erinnerung. Auch bei "Die Schatzinsel" von Stevenson und "Die drei Musketiere" von Dumas war es bei mir so. Also ich glaube, ich werde lieber keine anderen Lieblingsbücher meiner Kindheit nochmal lesen und behalte sie lieber so in Erinnerung.
Andererseits gefallen mir "Alice im Wunderland" und "Tom Sawyer" nach wie vor sehr gut. Vielleicht weil sie eher für alle Altersklassen geschrieben sind (Mark Twain meinte selbst, dass Tom Sawyer für Erwachsene gedacht war).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tyler Durden« (4. März 2014, 17:57)


Tyler Durden

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Samstag, 22. März 2014, 14:02

Lauren Beukes - Shining Girls

Das ist eine Art Zeitreise-Thriller mit einem Killer, der durch verschiedene Zeiten (zwischen 1929 und 1993) reist und Frauen tötet, die er für "Shining Girls" hält. Nachdem eine von ihnen überlebt hat, sucht sie nach dem Serienkiller.

Mit Science-Fiction hat das Buch wenig zu tun (die "Zeitmaschine" ist ein magisches Zimmer in einem von Menschen gebauten Haus, in dem man einfach an irgendeine Zeit denken muss, um dorthin zu reisen). Es ist ordentlich geschrieben, aber die ganze Geschichte ist viel zu abstrus und zusammenhanglos. Dem Killer unterlaufen allerlei Fehler und er kommt nie auf die Idee, einen Tag zurückzureisen. Überhaupt nutzt er nicht die Möglichkeiten, die so ein Portal bietet. Die Art, wie die Überlebende zu Schlussfolgerungen kommt, ist auch sehr unglaubwürdig. Wie sie selbst an einer Stelle treffend sagt: "Ich scheiß auf vernünftige Erklärungen".
Zudem hatte das Buch reichlich Klischees, einige Logiklöcher und keine richtige Auflösung am Ende.

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Arthur Conan Doyle - Die brasilianische Katze

Diese Krimigeschichten vom Ende des 19. Jahrhunderts fand ich ordentlich und fühlte mich gut unterhalten. Es gibt ein paar wiederkehrende Motive und es ist teilweise von Edgar Poe inspiriert (hatte ich das Gefühl), aber schlecht war keine davon.

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Viktor Pelewin - Omon hinterm Mond

Der Debutroman (bzw. Novelle) des Autors ist surrealistisch, aber auf eine andere Art als die späteren Romane.
In dem Buch geht es um einen Jungen, der Astronaut werden will und von einem Flug zum Mond träumt. Als er eine Ausbildung beginnt und in die Mannschaft einer geplannten Mission aufgenommen wird, stellt er fest, dass es ganz anders ist, als er es sich vorgestellt hat.

War wieder sehr gut und interessant geschrieben, die 150 Seiten gingen wie in einem Flug vorbei. Nur das Ende fand ich nicht so gelungen, aber ansonsten ist es wieder ein tolles Buch von Pelewin.

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Richard Laymon - Licht aus!

Das Buch von 1982 gehört zu seinen früher Horrorromanen, die deutlich weniger Seiten und weniger voyeuristische Ausschweifungen haben als die späteren Sachen von Laymon. Es geht um Snufffilme, die in einem kleinen Kino einem ahnungslosen Publikum vorgespielt werden. War durchweg spannend und gehört für mich (neben "Das Haus der Schrecken") zu seinen besseren Büchern.

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Alex Garland - Manila

Wie der Titel schon sagt, spielt das Buch in der philippinischen Hauptstadt. In mehreren Episoden wird das Leben von Ganoven und Normalbürgern gezeigt.

Das Buch war gewohnt gut geschrieben (erinnerte mich vom Stil her an Driver von James Sallis) und die Infos über die philippinische Kultur waren interessant. Zwischen dem vielversprechenden ersten und dem guten dritten Teil gab es einen ziemlich großen Hänger in der Mitte.
An "Der Strand" kommt das Buch nicht heran, aber es war trotzdem ordentlich.

TheGreatGonzo

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Sonntag, 23. März 2014, 12:45

Die Welt von Gestern: Erinnerungen eines Europäers von Stefan Zweig

Schon vor ein paar Tagen beendet. Stefan Zweig erzählt hier von der Zeit seiner frühen Jugend, über den ersten und dann bis hin zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs. Sehr subjektive Schilderung der verschiedenen Jahrzehnte, von der Jugend als Verehrer der Künste, vor allem des Theaters und der Schriftstellerei, von seinen Reisen und seinen Freundschaften und Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Rainer Maria Rilke und Sigmund Freud, von einem Krieg, den eigentlich keiner wollte und von dem entgültigen Untergang des ehemaligen Europas. Hat mir sehr gut gefallen, gerade weil es eben sehr persönlich, meist auch wenig politisch ist und Zweig die verschiedensten Anekdoten und Schilderungen aus diesen geschichtsträchtigen Epochen zum Besten gibt.
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Mittwoch, 26. März 2014, 08:57

John Steinbeck - Jenseits von Eden

Dieser Klassiker hat mir sehr gut gefallen. Das Buch hat nicht nur einen schönen Schreibstil und vielschichtige Charaktere, sondern kann auch mit einer interessanten Handlung, vielen Metaphern und starken Dialogen überzeugen. Es ist noch viel besser als die Verfilmung mit James Dean.
Bisher kannte ich nur ein paar Novellen und Kurzgeschichten von Steinbeck (die ebenfalls gut waren), aber mit diesem Epos hat er sich selbst übertroffen.
Kann ich wirklich empfehlen.

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Freitag, 28. März 2014, 20:20

Doctor Sleep von Stephen King

Es handelt sich um eine Art Fortsetzung von Shining, bzw. eine Geschichte, in welcher Jack Torrence's Sohn Danny nach den Ereignissen in dem Hotel die Hauptrolle spielt. Hauptsächlich geht es darum, wie er mit den Ereignissen aus dem Roman Shining und mit seinen Kräften, die Anfangs vor allem wie ein Fluch verfolgen, umgeht. Die zweite Hauptfigur ist das Mädchen Abbie, welches ebenfalls solche Begabungen besitzt und ins Blickfeld einer mörderischen Gruppierung von in Wohnwagen umherziehenden Personen gerät (der wahre Knoten), welche sich ähnlich wie Vampire vom Shining von Kindern ernähren und dadurch eine Art Unsterblichkeit erlangen. Schliesslich treffen Torrence und Abbie aufeinander und nehmen gemeinsam den Kampf gegen "den wahren Knoten" auf.
Der Anfang des Romans befasst sich vor allem mit Danny Torrence's Leben nach den Ereignissen im Hotel. Seinem Absturz in den Alkohol und seinen Kampf gegen die Sucht und wie er sich nach und nach in den Griff kriegt und einen Platz für sich in der Gesellschaft findet.
Auch der wahre Knoten wird von Stephen King zumindest in den ersten zwei Dritteln nicht einfach als eine Gruppe irrer Kindermörder, sondern als eine geheimnisvolle, enge Gemeinschaft von Personen geschildert, die schlicht versuchen zu überleben.
Ich muss dazu sagen, dass ich den Roman Shining nie gelesen habe und nur zwei Verfilmungen kenne. Der Roman ist unterhaltsam und grösstenteils gut geschrieben bzw. übersetzt. Als Horrorroman würde ich das ganze aber nicht ansehen, da kaum Grusel oder Horror aufkommen. Der wahre Knoten ist nie wirklich gruselig und auch selten wirkt er so richtig gefährlich, dafür ist Abbie einfach zu mächtig. Es handelt sich mehr um eine Art Mystery-Thriller-Drama. Etwas genervt habe ich mich über Kings Darstellung des Alkoholismus bzw. des Kampfes dagegen, dem recht viel Raum gegeben wird. Seine Ideologie man trinkt, weil man eben ein Säufer ist, fand ich ziemlich plump - vielleicht ziemlich typisch für diese Amerikanischen AA-Gruppen, das weiss ich nicht genau.
Insgesamt aber durchaus unterhaltsam, die Hauptfiguren sind grösstenteils gut gezeichnet. Allerdings kommt nie so richtig Horror oder das Gefühl auf, dass unsere Helden so richtig bedroht sind. Die Atmosphäre verliert in meinen Augen insbesondere gegen Ende hin einiges an Dichte.
Denen es gut geht, ginge es besser, ginge es denen besser, denen es weniger gut geht. Was aber nicht geht, ohne dass es denen weniger gut geht, denen es gut geht. Darum geht aus denen nicht besser, denen es nicht gut geht. Und darum geht es auch denen nicht besser, denen es gut geht (freie Übersetzung nach Mani Matter).

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Sonntag, 30. März 2014, 17:37

Doctor Sleep steht auf meiner Wunschliste ganz weit oben, werde hoffentlich bald dazu kommen.


Wrath James White - Der Totenerwecker

In diesem Horrorthriller geht es um einen Mann, der die Gabe hat, Tote wiederauferstehen zu lassen. Sie können sich nicht daran erinnern, wie sie gestorben sind und was kurz davor passiert ist. Das nutzt er aus, um sich immer wieder an einer Nachbarin zu vergehen, bis sie es eines Tages merkt (das Buch wird größtenteils aus ihrer Sicht erzählt).

War wieder sehr spannend und größtenteils gut geschrieben (finde seinen Schreibstil besser als den von Edward Lee und deutlich besser als den von Richard Laymon), hat aber auch einige heftige Szenen (besonders zum Ende hin). Also nichts für schwache Nerven.

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Dienstag, 1. April 2014, 21:30

The Catcher in the Rye von J.D. Salinger

Wohl der Coming-of-Age-Klassiker schlechthin, konnte mich allerdings nicht so ganz mitreißen. War mir oftmals etwas zu zynisch, wenn das wohl auch so gewollt ist und die Hauptfigur gegen Ende ja zumindest eine kleine Leuterung durchmacht, auch die sich andauernd wiederholenden Floskeln des, natürlich sehr subjektiven, Ich-Erzählers gingen mir irgendwann ein bisschen auf die Nerven. Dafür aber auch oft wirklich witzig und das letzte Drittel hat mir dann doch noch gut gefallen, aber so alles in allem konnte mich das weder emotional mitnehmen noch sonst vollends überzeugen.
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Dienstag, 1. April 2014, 21:48

Carmen Posadas - Kleine Infamien

Es geht um einen Koch, der in einem großen Gefrierschrank eingeschlossen wird und erfriert. Von den Leuten, die im Haus waren, hatte jeder ein eigenes Motiv, ihn zu beseitigen. In Rücklblenden werden ihre Geschichten erzählt.

Carmen Posadas hat einen sehr schönen Erzählstil, aber inhaltlich hat mir das Buch kein bisschen gefallen. Ich fand nicht nur die abgedroschene Handlung schwach, sondern auch die ganzen abergläubischen Sachen (u.a. eine Wahrsagerin mit "echten" hellseherischen Fähigkeiten), die in einem Fantasy- oder Mysteryroman passend wären, in einem Krimi aber völlig fehl am Platz sind. Hinzu kommt noch, dass die Geschichte aus mehr von unglaublichen Zufällen besteht als alle viktorianischen Romane zusammen. Hier ist alles viel zu unglaubwürdig. Die Auflösung am Ende hat dem Ganzen dann noch die Krone aufgesetzt und war nur noch albern.
Wirklich schade, denn die Autorin hat einen guten Schreibstil.

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Dienstag, 1. April 2014, 21:48

Ein Rezept zum Verlieben von Deborah McKinlay


Aus einer Laune heraus schreibt die Britin Eve dem amerikanischen Bestsellerautor Jack Cooper einen Leserbrief. Und er antwortet! So beginnt eine wunderbare Freundschaft. Beide teilen die große Leidenschaft für das Kochen und gutes Essen – und beide stecken mitten in einer existenziellen Lebenskrise. Sie spenden sich gegenseitig vorsichtig Trost und Rat, wodurch ihre Beziehung immer inniger wird. Schließlich schlägt Jack ein Treffen in Paris vor. Doch das, fürchtet Eve, kann niemals stattfinden . . .

Nun hab ich das Buch ausgelesen und es bleibt leider wenn auch nur kleiner bitterer Nachgeschmack übrig. Das Wortspiel ist beabsichtigt geht es doch lt Klapptext auch um die Leidenschaft für das Kochen und das Essen, was zwar im Buch immer wieder vorkommt, aber hier frag ich mich, warum sind am Ende des Buches ganze 2 Rezepte abgedruckt?
Anfangs hatte ich auch Schwierigkeiten mit dem Schreibstil,aber wenn man sich dran gewöhnt hat so nach etwa 25 Seiten liest es sich doch recht gut und einfach. Es war gut lesen wie zwischen den Austauschen von Rezepten und Anekdoten beide von einander Kraft schöpfen und lernten mt ihren jeweilgen Krisen umzugehen. Leider hat man an manchen Stellen denn doch gemerkt, dass die Autorin vorher Sachbücher geschrieben hat.Es zieht einen denn doch irgendwie in seinen Bann und sind wir doch mal ehrlich, wieviele Bücher gibt es wo die Hauptpersonen zwischen 40 und 50 sind.Meist sind es doch jüngere Personen, ab und an auch welche Ü60. Das Ende des Buches war denn doch überraschend und trotzdem wie es immer so schön heisst rund....

6/10
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