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Dienstag, 9. Oktober 2018, 14:10

Kings ~ Halle Berry, Daniel Craig

Millie (Halle Berry) ist eine willensstarke, fürsorgliche junge Frau, die allein acht Pflegekinder großzieht. Als in ihrer Nachbarschaft Rassenkonflikte aufflammen und die Spannungen immer größer werden, verbündet sie sich mit ihrem unberechenbaren Nachbarn Obie (Daniel Craig), um ihre Kinder zu schützen. Nach dem Freispruch der vier Polizisten, die den Afroamerikaner Rodney King mit Stockschlägen und Fußtritten brutal misshandelt hatten, brechen in Los Angeles gewalttätige Unruhen aus. Millie muss mit Obies Hilfe einen Weg aus dem lebensgefährlichen Chaos finden, um zu verhindern, dass ihre Familie ins Kreuzfeuer gerät … (Universal)

Trailer

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Wer erinnert sich noch an Deniz Gamze Ergüven? Sie war vor ein paar Jahren mit ihrem Film MUSTANG in Cannes eine der Entdeckungen, was schließlich sogar unter anderem zu einer Oscar-Nominierung und einer Nominierung für den Golden Globe führte. Da konnte man natürlich auf ihr Nachfolgeprojekt gespannt sein, welches die in Frankreich arbeitende türkische Regisseurin als Nächstes angehen würde. KINGS, mit zwei bekannten Hollywood-Darstellern, basiert auf einer Idee und einem Drehbuch, welches die Filmemacherin schon viele Jahre mit sich trug, aber nicht finanziert bekam. Erst der Erfolg von MUSTANG sollte ihr nun diese Türen öffnen. Doch trotz der Stars kam das Geld vor allen Dingen aus China und Europa, wie auch irritierenderweise die Credits mit zahlreichen Produktionsfirmenlogos zu Beginn des Films offenbaren. Doch haben sich die Investitionen gelohnt? Der Film schien und scheint eher unterzugehen. Das mag zum einen an Kathryn Bigelows ähnlich gelagertem DETROIT liegen, der etwa zur selben Zeit veröffentlicht wurde, aber zum Anderen auch, dass KINGS gut gemeint ist, aber man an dem Film auch einiges zu kritisieren findet. Ungewöhnlich offensichtlich bedient sich die Filmemacherin teilweise an typischen Erzählmodellen, mit dem einen Jungen, der sich verliebt und dadurch einen Nebenstrang bekommt, der unwiderbringlich mit der eigentlichen Handlung zusammenläuft. Auch Halle Berry und Daniel Craig bekommen und spielen Figuren, die mehr Klischees gleichen, denn lebendigen ausgearbeiteten Figuren. Vor allen Dingen Daniel Craigs Figur bleibt lange Zeit oberflächlich und wird nur dafür gebraucht um später bestimmte Dinge zu tun und in Gang zu setzen. Die Entwicklung seiner und der anderen Figuren, werden dann mehr zu Karikaturen und es fragt sich, wieso er als weißer Mann überhaupt dort so politisch korrekt mitauftauchen muss. Der Film ist gut gemeint und verortet mit vielen, auffallend vielen gemessen an der Laufzeit, Archivbildern seine Geschichte authentisch in den zeitgeschichtlichen Rahmen, doch schließlich zeigt der Film dann nur auf die Ereignisse, die damals wie leider auch noch heute bekannt sind. Doch will Ergüven dem Ganzen einen so starken humanistischen Stempel aufdrücken, dass alles drumherum unterzugehen droht und man am Ende nicht schlauer da steht oder den Drang zur Reflexion der Ereignisse hat.

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