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Jay

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Freitag, 8. März 2019, 18:12

Jays Kolumne: Krieg Larson und das Problem weiblicher Superhelden

Passend zum Weltfrauentag! Aktuell ist „Captain Marvel“ in den Kinos gestartet, der 21. Film des Marvel Universums und der erste mit einer Frau in der Hauptrolle. Dazu gibt es neuerdings jede Menge Entrüstung im Netz, denn viele sind der Meinung, dass es nur geschehen sei, um sich Geschlechterpolitik anzubiedern. Aber ist das so? Die Tatsache, dass sie ausgerechnet von Brie Larson gespielt wird, machte es anscheinend schlimmer, sowie die darüber hinaus getätigte Ankündigung Marvels, dass es in einem der nächsten Filme (womöglich „The Eternals“) auch mal einen schwulen bzw. lesbischen Hauptcharakter geben wird.... Krise?

Krisenkolumne
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McKenzie

Unchained

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Freitag, 8. März 2019, 18:37

Ich versteh da was nicht..Captain Marvel ist doch auch in den Comics eine Frau, oder? Da wurde doch nix geschlechtsgewandelt oder so, richtig? Was gibt's da also zum aufregen, bei Wonder Woman hat es doch auch kaum wen gejuckt, wie du richtig anmerkst.

Wie und wo (abgesehen von den weltfremden 1-Stern-Bewertungen) bekommt man den Hate im Netz momentan denn eigentlich so richtig mit? Ich hab zu dem Film generell noch sehr wenig im Internet gelesen weil kein Interesse, daher würde mich das interessieren.
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Diego de la Vega

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Freitag, 8. März 2019, 18:43

Ich versteh da was nicht..Captain Marvel ist doch auch in den Comics eine Frau, oder? Da wurde doch nix geschlechtsgewandelt oder so, richtig?

Ja, es gibt Versionen der Figur, die weiblich sind. U.a. die hier verwendete Carol Danvers. Aber es gab auch Herren und weitere Damen die den Namen "Captain Marvel" verwendet haben.
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Raphiw

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Freitag, 8. März 2019, 18:44

Erst gab es einen männlichen Captain Marvel, der wurde dann später von Carol Danvers abgelöst und um ihn zu ehren übernahm sie seinen Naben und zog sich ihre alle Kree Uniform wieder an.
Ich bin gespannt ob sie Carol wie in den Comics den Alkoholismus durchlaufen lassen. In den Comics muss sie ganz schön viel mitmachen, wie z.B. eine ungewollte Schwangerschaft und tiefe Depressionen. Ich hätte nix dagegen wenn man sie in den Fortsetzungen zum Drama des MCUs entwickeln würde.

Sowas gabs ja auch noch nicht. :)

Constance

Amity Freischwimmer

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Freitag, 8. März 2019, 18:52

Mein einziges Problem mit Larson besteht lediglich in der Sache mit den weißen Reportern. Veränderung wird durch Ausgrenzung selten erzwungen. Auch wenn die Prämisse sicherlich richtig ist, trotzdem der, in meinen Augen, falsche Weg.

Sonst gut geschrieben und kann dem nur beipflichten.

Warum WonderWoman solche Probleme nicht hatte? Sie kam vor dieser Welle aus Gender- & Sexismus-debatten und den zerwürfnissen des ganzen.
Leite mich.

TheReelGuy

Amity Freischwimmer

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Freitag, 8. März 2019, 19:13

Aber was hat Brie Larson denn mehr gemacht, als sich für mehr Diversität auszusprechen. Ich finde es immer herrlich, dass solche Äußerungen direkt immer damit quittiert werden, dass das ja wohl Ausgrenzung wäre. Das sind genau so Äußerungen wie: "Wenn es einen Weltfrauentag gibt, muss es ja wohl auch einen Weltmännertag geben."

Es geht in solchen Statements einfach um die Richtigstellung von jahrzehntelanger systematischer, aber auch nebensächlicher Ausgrenzung von marginalisierten Gruppen. Da muss man sich eben auch mal in andere Menschen hineinversetzen und verstehen, wie privilegiert man als weißer Typ in einem Großteil der westlichen Welt ist. Muss man(n) sich dann beschweren, dass Frauen oder Menschen einer anderen Ethnie dann auch mal eine Chance bekommen ihre Meinung zu bestimmten Filmen auf größeren Plattformen zu äußern?

Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung nur sagen, dass ich es wriklich essenziell finde, dass man auch mal auf andere Perspektiven hört. David Ehrlich hat sicher eine gute Review über "Black Panther" geschrieben, aber beim ersten Superheldenfilm mit einem großenteils schwarzen Cast möchte ich dann vielleicht auch mal die Meinung eines schwarzen Kritikers lesen. Ähnliches gilt dann auch für "Captain Marvel" und eine Kritikerin. Nur sind diese sozialen Minderheiten eben nicht auf vielen Seiten oder Magazinen als Chef-Filmkritiker aktiv, was eben sehr schade ist, wenn man eben mehr über diese Perspektiven lesen möchte. Wenn sich Brie Larson dafür einsetzt, dass dieser Makel korrigiert wird, dann sehe ich da kein Problem.
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Tyler Durden

Weltraumaffe

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7

Freitag, 8. März 2019, 19:22

Danke für den guten Artikel, Jay.

Bin nicht unbedingt ein Fan von Superhelden-Filmen, wüsste aber nicht, was gegen eine Frau in einer solchen Rolle sprechen sollte.

So wie ich das sehe, werden und wurden auch Frauen in starken Rollen oft akzeptiert - wenn es eine "Originalstory" ist und nicht "die weibliche Version von ..." Als wir Sigourney Weaver als Ripley und Linda Hamilton als Sarah Connor in Terminator 2 sahen, hatten wir im Freundeskreis keine Diskussionen darüber, ob sie als Frauen in diese starken Rollen passten. Sie waren überzeugend, authentisch und cool. In "Annihilation" hat es auch super gepasst und ich fand den Film richtig gut. Bei den weiblichen Ghostbusters gab es viel Gegenwind, weil es eben diese "weibliche Version einer erfolgreichen Geschichte mit Männern" war. Wobei ich mitbekommen habe, dass im Netz die Kritik an den Frauen teilweise so gehässig und geschmacklos war, dass ich mich gefragt habe, was für traurige Gestalten sich so sehr über einen Film aufregen können. Man muss den Film ja nicht mögen, aber man muss die Darstellerinnen auch nicht in so einer Weise beleidigen. Ich glaube, eine von ihnen hat deswegen alle ihre Accounts in den sozialen Medien gelöscht und wird vielleicht nie wieder in einem Film mitspielen.
Wenn Captain Marvel in den Comics eine Frau ist (was laut meinen Vorrednern zumindest manchmal zutrifft), dann ist es doch nur logisch, dass diese Figur von einer Frau gespielt wird. Der Spruch "Die Meinung von weißen Männern interessiert mich nicht" ist zwar sexistisch und rassistisch, aber ich nehme an, dass sie zum Zeitpunkt dieser Aussage noch zu verbittert war wegen der ganzen Aufregung.
Was geht eigentlich in den Comic-Foren diesbezüglich ab? Ich hoffe doch, dass dort nicht so viele Fanboys Angst vor starken Frauen haben.

Unseren weiblichen Mitgliedern wünsche ich alles Gute zum Weltfrauentag. :top:


@ReelGuy: Den Weltmännertag gibt es doch (irgendwann im November, glaub ich).

Batou9

of the Dead

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8

Samstag, 9. März 2019, 14:30

Es gibt Filme mit Frauen in der Hauptrolle, bei denen man die psychische oder physische Stärke in der Charakterdarbietung spürt und mitfiebert (z.B. Alien, T2) und es gibt Filme mit Frauen, von denen man spürt, dass hinter ihnen ein Studio aufwartet, dass ihnen jede schauspielerische Entfaltung des Charakters vorschreibt und sie zur politischen Zeichensetzung mißbraucht (Star Wars Episode 7+8, Ghostbusters 2018, Captain Marvel). Letzteren wird sehr wenig Raum geboten, um die Charakterentwicklung für den Zuschauer überzeugend wirken zu lassen. Ich warte auch weiterhin auf mehr starke Frauenfilme, in denen die Hauptdarstellerinnen nicht primär als Aushängeschild bzw. Zeichen für fehlende Gleichberechtigung mißbraucht werden, sich aber in Interviews dann als völlig intolerant und emotional aggro entlarven, indem sie klar stellen, dass sie sich von keinem weißen Mann kritisieren lassen :plemplem: . Es bestand ja bisher gar kein Grund sie zu kritisieren, denn wer kannte die Schauspielerin schon wirklich? War sie auf Youtube? Egal ob Mann oder Frau, kritisiert wird jeder. Da merkt man wie ihr die Symbolwerdung durch die Hollywoodindustrie zum Kopf steigt.

Zum Glück gibt es im Serienbereich (gestern erst The OA zuende geschaut), über den Hollywood nur sehr wenig Kontrolle hat, schon seit viel längerer Zeit starke und glaubwürdige und fesselnde Charaterentwicklungen von Frauen, deren Schauspielerinnen eine Forderung nach Gleichberechtigung völlig schnurrz ist. Weil sie sich selbst ins Gleichgewicht (Glaubwürdigkeit) spielen. Im Falle von The OA sogar vor und hinter der Kamera. Oder man denke nur an Kate Beckinsale, die derzeit als unterschätze und über sich hinaus wachsende Frau auf Amazon, aber auch in ihren früheren Underworld-Filmen in keinem Augenblick erkennen lässt, dass Frauenpower eingefordert werden müsste. Die ganze Gleichberechtigungsdebatte ist nur eine politisch links-liberal inszenierte. Um die Stärke der Frau geht es da gar nicht, sondern einzig und allein um eine politische Pseudorealität aus der die Aktivisten ihren politischen Profit schlagen können. In Hollywood ist das gerade echt abartig schräg. Das lenkt wie die "Black will be the new White"-Message, die krampfhaft in die Medien gepflanzt wird, nur davon ab, dass sich die tatsächlichen Chancen in unserer kapitalistischen Welt leider genau umgekehrt entwickeln.
hellooooooOOOOOOOOOOOOooooooooooooo

Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von »Batou9« (9. März 2019, 14:54)


Danny O

Amity Freischwimmer

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9

Samstag, 9. März 2019, 22:30

"Was ist mit Rocket? Wie viele andere Cyborg-Waschbären wird’s wohl noch im Universum geben? Würd er Sex mit einem normalen, primitiveren Waschbärweibchen haben? Wer denkt über sowas nach?"

Also ich habe noch nie Über dieses Thema nachgedacht :ugly: aber jetzt wurde es erwähnt ahhhhhh wieso nur wieso!?!????!!!???!?!?!!?!?!?!? 8|

Gutes Thema und Informativ wusste ja gar nicht was los mit der Larson, aber ihre Kommentare wirken schon "Front geladen" biss Fundierter wäre besser gewesen :nedu:


Und ja Clint hätte Angst vor der Rasenden Wut der Feministinnen :whistling:
Filme Nerd Schlecht Hin :top:


Justice Is Lost
Justice Is Raped
Justice Is Gone
Pulling Your Strings
Justice Is Done
Seeking No Truth
Winning Is All
Find it So Grim
So True
So Real

(Metallica ...And Justice for all)

"Verschwende keine zeit damit ,etwas kontrollieren zu wollen was du niemals unter kontrolle haben wirst"

Mr.Anderson

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10

Sonntag, 10. März 2019, 01:25

Ist das wirklich der erste Superheldenfilm mit einer weiblichen Heldin an der Spitze? Ich dachte das wäre Antman and the Wasp gewesen, so wie Antman überwiegend als Comicrelief herhalten musste, damit sie den Tag retten kann. Der Film müsste eigentlich "Wasp und Antman war auch dabei" heißen, was mich nicht gestört hat, weils ein guter Film ist mit gut ausgearbeiteten Charakteren und guter Story.

Ich wurde gestern gefragt, ob ich nicht mit ins Kino will CM gucken. Ehrlich gesagt war ich von den Trailern nicht wirklich angetan und da ich eh nicht jeden Marvelfilm im Kino sehen muss, war ich mir nicht sicher ob ich den Film im Kino haben muss. Nach der Kolumne und dem Hinweis darauf was für eine gequirlte Kacke über Kritiken von weißen Männern sie abgesondert hat, war ich nicht bereit diese "Dame" mit meinem Geld zu unterstützen. Wird auf BD gesichtet, da meine Frau eh jeden Marvelfilm kauft. Und ja, vielleicht war es aus dem Kontext gerissen, ändert aber nichts an der Grundaussage und die ist einfach dämlich, sexistisch und rassistisch. (Warum regt sich hier darüber eigentlich keiner auf? Über die angeblichen Fake-Kritiken wird sich hier groß und breit aufgeregt und die Kritiker klein geredet. Sind ja alles nur Spacken, wie kann man sich auch über sowas ärgern. Gleichzeitg bin ich mir absolut sicher, hätte sie den Spruch über farbige oder weibliche Kritiker abgelassen wäre auch hier ein Shitstorm gegen sie losgebrochen. Ich finde es mitlerweile ein bedenkliche Entwicklung, dass Rassismus gegen Weiß problemlos von allen Seiten hingenommen wird. Da wird auch so ein rassistisches Filmchen wie Get Out abgefeiert. Wären bei dem Film die Farben vertauscht, wäre Peele als Rassist gebrandmarkt und hätte nie wieder einen Film gemacht. Aber wurscht. Was mich zusätzlich ärgert, dass hier bei diesem Film wie schon vormals bei Ghostbusters und Star Witz 8 ehrlich gemeinte schlechtere Kritiken gleich als Trollkritiken abgetan werden. Ich habe nun einige Kritiken über den Film gelesen auf Portalen die ich seit Jahren besuche von Kritikern, deren Kritiken ich seit Jahren lese und die waren alle ziemlich einhellig der Meinung die ersten 30 Minuten sind langweilig, der rest belanglos und die Action keine gute Action. Aber natürlich sehen die das alle so, weil sie Sexisten sind, auch die Kritikerinnen unter ihnen die den Film so bewertet haben, alles fiese Frauenhasserinnen! Alles was den Film unter 7/10 bewertet hat mit Sicherheit Angst vor starken Frauen!

Ich hoffe doch, dass dort nicht so viele Fanboys Angst vor starken Frauen haben.


Hast du kürzlich mit JayJay Abrams gefrühstückt? Den Spruch hast du doch aus seinem "schlechte Rotzfilme Verteidigungsbüchlein abgeschrieben", schließlich hat er doch genau den Spruch gegen Star Witz 8 Kritiker abgelassen. Was einer der Gründe ist, neben den dummen Aussagen von Feig zu Ghostbusters, warum ich seit neuestem auf dieses Thema so einen HALS kriege.
"Mr.Anderson: Klugscheißer, Stirnbieter, Mörderspielgott!" 8)
(Quelle: Bader)

Stell dir vor es geht und keiner kriegt's hin. ?(

"Und dann fällt der Rest der Dominosteine wie ein Kartenhaus in sich zusammen! Schach matt."

"Mum, wir gehen um ein Pärchen wieder zusammen zu bringen und all das Böse wieder gut zu machen." - "Bring Milch mit!"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mr.Anderson« (10. März 2019, 01:31)


Deathrider

The Dude

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Sonntag, 10. März 2019, 01:40

Ich möchte mal eine Problemperspektive in dieses Thema bringen, die ich so noch nicht oft wahrgenommen habe: Instrumentalisierung.

Mir persönlich ist es vollkommen egal, ob die Hauptperson schwarz, weiß, bunt, Mann, Frau, hetero oder schwul ist.

Wenn ich allerdings das Gefühl habe, dass z.B. Rollen einfach nur als Gimmick und ohne dass es einen gewissen Nährwert mit sich bringt von männlich auf weiblich umgedichtet werden (Ghostbusters 2016), dann empfinde ich das als Instrumentalisierung der Frau und damit auch als kontraproduktiv bei der Gleichberechtigung von Geschlechtern. Man stelle sich mal vor was (zurecht) losgewesen wäre, wenn Ray, Peter, Egon und Winston permanent auf der "wir sind halt Kerle"-Nummer herumgeritten wären. Wäre das nicht irgendwie auch deplatziert gewesen?

Ebenso halte ich Quoten für extrem ungeschickt. Über deren praktische Notwendig, überhaupt mal Frauen Zugang zu bestimmten Posten zu verschaffen möchte ich dabei gar nicht reden, denn moralisch finde ich, sollte geschlechts und von der Hautfarbe unabhängig jede qualifizierte und fähige Person für jedweden Job in Frage kommen. Ähnlich ist es aber mit Heldenrollen.

Ich empfinde es als nicht sehr anerkennend und teilweise sogar erniedrigend, wenn einer weiblichen Heldinnenrolle aus Gründen der Instrumentalisierung für eine politische Agenda Dinge in die Wiege geworfen werden, die den Charakter der Figur eher schwächen. Von mir aus darf doch Rey mächtiger und besser mit dem Lichtschwert sein als Luke oder Kylo Ren. Aber right out of the Box, ohne Training, ohne Build-Up, ohne Erklärung, ohne Mühe und ohne Kampf? Das ist das Äquivalent zum reich Geborenen, gegenüber dem Selfmade-Millionär. Wer wird mehr respektiert? Wer beweist mehr Charakterstärke? Eben.

Von dieser Situation profitiert einfach niemand. Nicht Daisy Ridley, die die undankbare Aufgabe hat Sklave einer mies geschriebenen Rolle zu sein und das beste draus machen zu müssen (was sie tut, weswegen ich sie mehr respektieren kann als ihre Rolle), nicht Mark Hamill (weil der Versuch des Female Empowerment den Respekt vor den bisher in der Reihe wichtigen Figuren schlichtweg zu ersetzen scheint) und vor allem auch nicht Brie Larson, welche nun zur Zielscheibe wird, weil ihr Captain Marvel in den durch die Causa Rey verursachten Entnervungszustand der Fans gerät (ich habe mir noch kein Bild von CM als Film gemacht, aber wenn er auch objektiv eher unterdurchschnittlich ist, dann wundert mich der Buzz noch weniger).

Sie alle sind Opfer von etwas, das ich mal "Lazy Empowerment" nennen möchte. Zuschauer merken das, können es aber anscheinend oft nicht benennen.

Klar gibt's auch zwischen all denen, die sich zurecht über mangelnde Qualität des Dargebotenen beschweren auch sexistische und/oder rassistische Idioten. Aber die dürfen niemals eine sachliche Diskussion vergiften können. Leider gibt es aber auf der anderen Seite jene, die unreflektiert genau darauf anspringen und gegenwettern. Ein Teufelskreis. Und die Studios sind ratlos und sagen "Wir machen doch! Woher kommt denn bitte der Shitstorm?" Tja... aber wie so oft macht der Ton die Musik.

@ Mr.Anderson:
Ich habe mich auch schon öfter gewundert, warum ich mich z.B so gut auf das in Hollywood immer wieder auftauchende Bildnis des "Bösen Deutschen" einlassen und drüber amüsieren kann.

Analog dazu habe ich eine Theorie, warum rassistische Aussagen gegen weiße und sexistische Aussagen gegen Männer (auch in Kombination) für weniger Schwierigkeiten sorgen als anderweitige Sexismen und Rassismen (gibt's diese Worte eigentlich?)... weil die realweltliche Benachteiligung fehlt oder wir in ihrem Fehlen sozialisiert worden sind.

Die soziale Ausgrenzung und Gewalt die Weiße erfahren ist einfach nur an relativ wenigen Orten anzutreffen und daher in der Gesamtbevölkerung nicht sehr im Bewusstsein verankert. Mit anderen Worten: Weiße können es halt verknusen, weil sie seltener im Alltag Probleme damit bekommen.

Ähnlich ist es mit Männern, wobei sich dies in manchen Bereichen immer mehr aufzulösen zu scheint (um es mal vorsichtig auszudrücken). Daher empfinde ich das potenziell als problematischer als das mit der Rasse, weil die Vorgänge die diese Veränderungen verursachen einfach extrem kontraproduktiv und ungeschickt gestaltet werden, sodass sich der in diesen Fällen oft angewandte radikale Feminismus in der ethischen Richtigkeit seiner Grundsätze dem neueren (aber leider weniger publikumswirksamen und deswegen weniger Beachtung und Anwendung findenden) Equalismus geschlagen geben muss.

Okay ist Rassismus und Sexismus in keiner Form, das muss klar sein.
"Und wer jetz noch fragen hat, der soll die fiese Schnauze ja halten." (Picard, SiW)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Deathrider« (10. März 2019, 02:41)


Jay

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Sonntag, 10. März 2019, 02:09

Vielleicht sollte man auch einfach mal genau hinhören, was Brie Larson in ihrer skandalträchtigen Rede sagt und nicht einen Satzteil rauspicken und den zum Anzünden aller Fackeln nehmen. :D

Sie hat das hier gesagt:

"(Eine Studie eines Instituts) fand heraus, dass 67% aller Topkritiken der 100 erfolgreichsten Filme des Jahres 2017 männlich und weiß sind. Weniger als ein Viertel sind weiße Frauen (...) nur 2.5% waren farbige Frauen. Nun jetzt denken Sie vermutlich, dass das blöd ist, denn es entspricht nicht dem Land, in dem wir leben. (...) die Demographie im Land verteilt sich wie folgt: 30% weiße Männer, 30% weiße Frauen, 20% farbige Männer, 20% farbige Frauen. (...)

Sage ich, dass ich weiße Typen hasse? Nein, das sage ich nicht. Was ich aber sage ist, dass wenn du einen Film machst, der farbigen Frauen gewidmet ist, dann gibt es nur eine irrsinnige kleine Chance, dass farbige Frauen den (als bezahlte Topkritiker) kritisieren können. (...) Nochmal, ich sage nicht, dass ich weiße Typen hasse, aber wir müssen wahrnehmen, dass jeder beteiligt wird. Also wie geht das mit der gerechten Verteilung? (... hier schlägt sie vor, dass mehr farbige Männer und Frauen zusätzlich mit als Topkritiker aufgenommen werden.)

Es ist blöd, dass Kritiken eine Rolle spielen, aber das tun sie. Gute Reviews helfen kleinen Festivalfilmen, größer verbreitet zu werden, gute Kritiken führen zu mehr Einspiel, führen zu Preischancen. Ich bin ein Beispiel (schließlich gewann sie für den kleinen Festivalfilm RAUM einen Oscar).

Unsere Branche macht bereits eine Entwicklung durch und wir erweitern das Angebot, damit es den Zuschauern besser entspricht, aber sie haben aktuell noch wenig Chancen, repräsentative professionelle Kritiker-Meinungen zu diesen Titeln zu lesen. Ich brauche keinen 40jährigen Weißen, der mir erzählt, was an A WRINKLE IN TIME nicht gut war. Für ihn war er nicht gemacht. Ich will wissen, was es farbigen Frauen, Männern und Teenagern bedeutet."


Im Zusammenhang ergibt das mit dem Desinteresse am weißen Kritiker plötzlich Sinn, oder? Sie spricht ja nicht für sich sondern fiktiv für farbige Leute, die zu einem Film mit hauptsächlich Farbigen kaum Kritiken von Farbigen lesen können, weil die kaum eingestellt werden. Und sie spricht zu einem rein weiblichen Publikum, weils eine Preisverleihung für Frauen in Medien ist.

Jetzt kann man auf dreierlei Art darauf reagieren:

Farbige sind kaum Filmkritiker? Dann haben sie halt Pech gehabt. Wenn die besten Filmkritiker weiß sind, dann ist das so. Nur Leistung sollte zählen!
Als Nichtfarbige hat sie keinerlei Recht, sich anzumaßen, für Farbige zu sprechen. Wenn ein Denzel das sagt, ok, bei ihr, nicht ok. Sie will sich ja nur profilieren!

Oder vielleicht: shit, da ist was dran. Oder wars auch falsch, die Oscar Academy vehement drauf hinzuweisen, dass da fast ausschließlich weiße alte Männer drin waren? Sie weist ja nur darauf hin, dass das was vor kurzem noch bei den Oscars Sache war, aktuell bei bezahlten Kritikern immer noch Sache ist.

Aber: natürlich ist eine feste Quote in jedem Bereich unrealistisch und blödsinnig. Aber sie sagt ja nicht, dass sie das erzwingen will oder dass Männer brennen sollten. So aber wirkt die Reaktion vielerorts.
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Deathrider

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Sonntag, 10. März 2019, 02:36

Ich bin vermutlich naiv, aber ich finde nicht, dass Geschlecht und/oder Hautfarbe dafür ausschlaggebend sein sollte wie man gewisse Filme findet, welche Preise man bekommt und schon gar nicht wie ernst man in seiner Meinung genommen wird. Aus diesem Grunde und weil ich ganz einfach (wie in meinem letzten Beitrag geschrieben) was gegen Quoten habe, teile ich Frau Larsons Ansicht absolut nicht.
Aber wie gesagt, vielleicht bin ich auch einfach naiv und versuche eine Utopie des vernunftbegabten Menschen heraufzubeschwören.

Sexismus und Rassismus kann ich in dem Text jedoch keinen finden, da gebe ich Dir unumwunden recht, Jay.
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MysteryBob

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Sonntag, 10. März 2019, 02:38

Hervorragend geschrieben die Kolumne und ich stimme damit voll überein.
"Durch nichts lässt sich der Wachzustand verlässlich vom Schlaf unterscheiden."
-- R. Descartes

Mr.Anderson

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Sonntag, 10. März 2019, 03:39

Ich brauche keinen 40jährigen Weißen, der mir erzählt, was an A WRINKLE IN TIME nicht gut war. Für ihn war er nicht gemacht. Ich will wissen, was es farbigen Frauen, Männern und Teenagern bedeutet."

Da könnte man fragen warum sie das wissen will, denn für sie war der Film wohl auch nicht gemacht. Ich habe den Film nicht gesehen und weiß nicht warum er für weiße Männer nicht gemacht oder nicht interessant ist, finde eine solche Aussage aber generell mal einfach dämlich. Warum ist er nicht für weiße Männer gemacht? Weil Farbige und Frauen mitspielen? Disney-Meisterwerke sind sicher auch nicht für weiße Männer, sondern für Kinder gemacht, trotzdem liebe ich die meisten der Filme noch heute und maße mir auch eine eigene Meinung dazu an.

Ich schrieb ja schon in meinem vorigen post, dass die Aussage wohl aus dem Kontext gerissen wurde, aber so wie sie ist ist sie rassistisch und sexistisch. Das sieht natürlich im Kontext anders aus, aber offenbar scheint die Aussage ausreichend zu sein um einige vermutlich weiße Männer(wir wissen es nicht!) gegen den Film aufzubringen. Und ganz ehrlich sooo viel besser macht das ihre Grundaussage aber auch nicht, die Aussage ist immer noch dämlich, allerdings nicht mehr sexistisch oder rassistisch, denke ich...

Im Grunde sehe ich es so wie Deathrider. Jeder sollte wohl offen seine Kritik zu JEDEM Film äußern dürfen. Klar verstehe ich das Problem auf das sie hinweist, mir ist es aber ehrlich gesagt wurst welche Hautfarbe und welches Geschlecht hinter der Kritik steht. Ich weiß doch bis heute nicht sicher, ob Jay, Joel, Diego, Clive farbige oder gar FRAUEN OH MEIN GOTT!! sind, trotzdem lese ich ihre Beiträge völlig wertfrei, weil es mir wumpe ist wer hinter der Meinung steht, nur die Meinung ist mir wichtig. Werfen wir mal einen kleinen Blick auf die professionellen Kritiken zu Black Panther, die ja dann zum größten Teil von weißen Männern geschrieben wurde. Obwohl der Film(meiner Meinung nach) eher bei den mittelmäßigen bis schlechten MCU-Verfilmungen anzusiedeln ist, wurde er von den Kritiken in den Himmel gelobt er wurde sogar wegen der oscarssowhite-Kampagne als BESTER FILM nominiert, was ehrlich gesagt eine absolute Lachnummer war. Die Oscars die er gewonnen hat waren wohl verdient, aber bester Film das war einfach nur politische Anbiederung. Das er das nicht wird war klar, sonst hätten die Oscars wohl ihren letzten Funken Glaubwürdigkeit (wenn es den noch gibt) auch noch verloren.

Bleiben wir mal kurz bei dem in den letzten Jahren immer stärker werdenden Rassismus gegen weiß und als nichts anderes empfinde ich das als direkt betroffener. Ich bin das schlimmste Menschenexemplar das man sich vorstellen kann. Ich bin über 40, weiß, hetero, maße mir an Filme im Internet zu kritisieren die vielleicht nicht für mich gemacht wurden, bin Raucher und ich fahre einen Diesel! Hilfe, das schlimmste was man sich vorstellen kann kommt auf einem Haufen zusammen. Lassen wir mal das rauchen und den Diesel weg und bleiben bei männlich, weiß, hetero und über 40. Mit diesen Grundvoraussetzungen darf ich mir eigentlich gar keine eigene Meinung zu Filmen bilden, zumindest kann oder sollte ich sie nicht öffentlich machen. Ja, ich fand Ghostbusters doof, weils einfach ein schlechter Film mit miesen FX und üblesten PipiKaka-Witzchen war, also bin ich weil 40/m/w/h vom Film enttäuscht weil Frauen die Hauptrolle gespielt haben. Komisch dass die Frauen mich gar nicht so gestört haben, aber was weiß ich schon, ich bin ja nur 40/m/w/h. Ja, Black Panther fand ich ziemlich mittelmäßig und ehrlich die Ghettogangster-Karikatur die man da aufgefahren hat, die ja der ach so geniale Gegenspieler sein sollte, war doch einfach nur ein grottenpeinlicher Stereotyp und dann einer den man doch eigentlich heutzutage vermeiden sollte, oder? Black Panther und seine Garde fand ich cool. Das er in einem Faschistenstaat lebt, bei dem sich die Einwohner sogar ein Erkennungssymbol in die Lippen tätowieren lassen müssen, damit man Fremde schneller abschieben kann scheint auch kaum einen gestört zu haben. Mich schon, aber was weiß ich schon ich habe mit Sicherheit was gegen POC weil ich ja 40/m/w/h bin. Schade, jetzt fällt mir kein Film mit LGBT-Charakteren ein, den ich richtig scheiße fand aber ich mag Stamets und Culber aus Discovery und die Moclans von der Orville und Captain Jack Harkness war einfach nur saucool. Oh alles nur Männer, bin ich doch ein Frauenhasser, verdammt. Aber muss ja so sein, schließlich bin ich 40/m/w/h, ein Hater von Geburt, unausweichlich, unabwendbar! Vielleicht kann ja jemand nachvollziehen was ich hier schreibe. Hater ist ein Totschlagargument, Fanboy ist ein Totschlagargument. Beides Beispiele die von den meisten intelligenten Internetnutzern geächtet werden, weil sie wissen dass es sich dabei um Totschlagargumente handelt, die gerne eingesetzt werden, wenn dem Gegenüber keine echten Argumente mehr einfallen. Das neueste Totschlagargument ist halt weißer Hetero-Mann. Es kotzt mich einfach an. Sorry! Vor knapp vier Jahren habe ich im Fear the walking dead Thread zur ersten Staffel von (Woodstock glaube ich) gelesen, dass in einer Episode wieder mal die Farbigen zuerst daran glauben mussten. Das war mir gar nicht aufgefallen, weil ich da nie einen Unterschied gesehen habe. Klar ist mir die andere Hautfarbe aufgefallen, aber ich bin mit Eddy Murphy, Richard Pryor, Sidney Portier, Morgan Freeman, S.L. Jackson etc aufgewachsen und habe da nie einen Unterschied zu weißen gesehen. Mensch ist Mensch. Punkt. Durch das ständige Gejammer in den letzten Jahren im Internet und den "vielen" Gendertausch-Experimenten im Kino und in Serien hat es mich bis zu einem gewissen Zeitpunkt extrem genervt, sodass mir zwischenzeitlich negativ aufgefallen ist wenn wieder mal irgendwo stand all-female-lead oder black cinema oder ähnliches. Das ging soweit, dass ich mich sogar darüber geärgert habe, dass man Y-The Last Man in Serie schicken möchte, eine Serie die vor allem aus Frauen bestehen wird, obwohl es eine Comicserie ist die ich gerne gelesen habe und deren Verfilmung ich mir gewünscht habe! Paradox! Das war dann auch der Moment wo ich persönlich zurückgerudert bin und mir klar wurde dass ich mich von dem ganzen Gemurkse sehr negativ habe beeinflussen lassen. Und heute stehe ich wieder da wo ich damals bei der besagten FTWD-Episode stand. Aber eins ist neu. Vor vier fünf Jahren wurde im Internet keiner Mundtot gemacht, weil er weiß, männlich, hetero oder über 40 war. Zumindest ist mir das nie so krass aufgefallen. Es ist natürlich diskriminierend ohne Ende, aber zum Glück stört das ja keinen...
"Mr.Anderson: Klugscheißer, Stirnbieter, Mörderspielgott!" 8)
(Quelle: Bader)

Stell dir vor es geht und keiner kriegt's hin. ?(

"Und dann fällt der Rest der Dominosteine wie ein Kartenhaus in sich zusammen! Schach matt."

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Sonntag, 10. März 2019, 08:20



Ich hoffe doch, dass dort nicht so viele Fanboys Angst vor starken Frauen haben.


Hast du kürzlich mit JayJay Abrams gefrühstückt? Den Spruch hast du doch aus seinem "schlechte Rotzfilme Verteidigungsbüchlein abgeschrieben", schließlich hat er doch genau den Spruch gegen Star Witz 8 Kritiker abgelassen. Was einer der Gründe ist, neben den dummen Aussagen von Feig zu Ghostbusters, warum ich seit neuestem auf dieses Thema so einen HALS kriege.

Von JJ Abrams habe ich den Spruch nie gehört und auch von den Star Wars 8 Kritiken habe ich nichts mitbekommen (und den Film nicht gesehen). Also reg dich wieder ab ;)

Zudem hatte ich nicht behauptet, dass viele Fanboys Angst vor starken Frauen haben.

TheGreatGonzo

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Sonntag, 10. März 2019, 09:52

hätte sie den Spruch über farbige oder weibliche Kritiker abgelassen wäre auch hier ein Shitstorm gegen sie losgebrochen.
Weil die eine Aussage durch bestimmt 1000 Jahre Menschheitsgeschichte auch ganz anders aufgeladen ist. Rassismus ist nicht nur eine Sammlung von individuellen Meinungen, sondern historisch und gesellschaftlich, systematisch kultiviert worden. Und in diesem Sinne gibt es auch keinen Rassismus gegen Weiße (oder Sexismus gegen Männer), das Rütteln an diesen alten Strukturen scheint nur auf einige so zu wirken. Schaut man so ins Internet habe ich das Gefühl, würden weiße Männer wirklich jemals der Form von Diskriminierung und Benachteiligung begegnen, hätten sie sich vor lauter Selbstmitleid schon längst selbst ausgerottet.
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Tyler Durden

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Sonntag, 10. März 2019, 10:05

hätte sie den Spruch über farbige oder weibliche Kritiker abgelassen wäre auch hier ein Shitstorm gegen sie losgebrochen.
Weil die eine Aussage durch bestimmt 1000 Jahre Menschheitsgeschichte auch ganz anders aufgeladen ist. Rassismus ist nicht nur eine Sammlung von individuellen Meinungen, sondern historisch und gesellschaftlich, systematisch kultiviert worden. Und in diesem Sinne gibt es auch keinen Rassismus gegen Weiße (oder Sexismus gegen Männer), das Rütteln an diesen alten Strukturen scheint nur auf einige so zu wirken. Schaut man so ins Internet habe ich das Gefühl, würden weiße Männer wirklich jemals der Form von Diskriminierung und Benachteiligung begegnen, hätten sie sich vor lauter Selbstmitleid schon längst selbst ausgerottet.

Wenn ich Schiff unterging, wurden immer Frauen und Kinder zuerst gerettet. Würde schon sagen, dass es eine Benachteiligung ist, wenn man wegen des Geschlechts sterben muss.
Wenn eine Regierung beschloss, einen Krieg anzufangen, wurden nur Männer eingezogen und in den Krieg geschickt, wo sie dann getötet oder verstümmelt wurden und wildfremde Menschen töten mussten, um zu überleben. Wer sich weigerte, wurde zum Verräter und Feigling erklärt und bestraft (nicht selten mit dem Tod). Ist das in deinen Augen keine Benachteiligung?
Auch die Wehrpflicht wurde erst vor kurzem abgeschafft, bis dahin musste jeder Mann zur Musterung und wurde eingezogen oder musste einen Zivildienst leisten.
Und sag jetzt bitte nicht, dass "Männer nun mal gerne Krieg führen". Viele sind desertiert oder haben sich selbst verletzt, um ins Krankenhaus zu kommen und nicht an die Front zu müssen.
Seit die Wehrpflicht abgeschafft wurde, haben sie kaum noch Nachwuchs, und das trotz sehr guten Einkommens. "Männer führen gerne Kriege" ist so sexistisch wie "Frauen kümmern sich gerne um den Haushalt".

TheGreatGonzo

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Sonntag, 10. März 2019, 10:21

Das sind nun aber schon sehr spezielle Beispiele, bei denen ich dir so auch kaum widersprechen kann, ich finde aber, es geht nicht direkt ums gleiche. Ich möchte auch gar nicht behaupten, dass nicht auch Männer in manchen Lebensbereichen benachteiligt werden, und finde auch, dass die gesellschaftlichen Anforderungen an "Männlichkeit" oft überholt und problematisch sind (auch wenn diese wiederum größtenteils "manngemacht" sind), aber es ist doch was anderes als eine systematische soziale Benachteiligung. Geht man mal etwas in der Geschichte zurück, hätte man als Frau vermutlich nicht besonders viel gehabt, im Falle eines Schiffunglücks als erstes von Bord gehen zu dürfen, dafür aber kaum rechte zu haben, nicht wählen zu dürfen, sich nicht frei bewegen und arbeiten zu dürfen, ohne die Zustimmung des Ehemanns und generell gesellschaftlich nicht zu gelten, wenn man nicht verheiratet war und, wenn man dann verheiratet war, nur dafür da zu sein, dem Mann ein angenehmes Leben zu gestalten (grob ausgedrückt). Das ist unverhältnismäßig.
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Tyler Durden

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Sonntag, 10. März 2019, 10:38

Aber genauso kann man auch sagen: ein Vorteil im Krieg und bei Katastrophen (also wenn es wirklich um Leben und Tod geht) ist in meinen Augen wichtiger als ein Wahlrecht. Bin mir sicher, dass die Männer auf der untergehenden Titanic ihr Wahlrecht liebend gern gegen einen Platz im Rettungsboot eingetauscht hätten ;)
Klar sind auch Wahlrechte und sozialer Einfluss von Bedeutung, aber das nackte Überleben ist doch viel grundlegender.
Es ist bemerkenswert, wie oft behauptet wird, dass die Männer immer nur im Vorteil waren/sind und dass sie es überall leichter hätten - dabei wird einfach alles ignoriert und kleingeredet, was die eigene Meinung widerlegen könnte. Sexismus ist in beide Richtungen unschön ;) Bei dir klang das eben so, dass Männer nie benachteiligt wurden und es keinen Sexismus gegen Männer gibt. "Sie würden sich selbst umbringen?" Falls du es nicht wusstest: knapp 3/4 der Selbstmörder sind männlich ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tyler Durden« (10. März 2019, 10:43)


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