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1

Freitag, 20. August 2010, 16:53

Another Year ~ Mike Leigh [Kritik]

../kritik/pics4/anotheryear2.jpg
BG-Kritik: Another Year (Joel)
(Another Year | UK 2010)

Regie: Mike Leigh (Vera Drake, Happy-Go-Lucky)
Mit Jim Broadbent, Lesley Manville, Ruth Sheen, Imelda Staunton

Es geht um ein englisches Paar mittleren Alters, du durch Freunde, Nachbarn und Bekannte auch auf ihr Leben blicken. Eine tragikomische Lebensstudie, die schon dieses Jahr in Cannes für Begeisterung sorgte.

Trailer @ Guardian.co.uk
Trailer @ YouTube

Deutscher Kinostart soll der 27. Januar 2011 sein. War ja irgendwie klar.

####

Es ist wohl (leider) wieder ein Film, der die Leute nicht in Heerscharen anstürmen lässt, aber der Trailer lässt schon mal einen richtig tollen Film erwarten. Mike Leigh hat einen ganz eigenen Stil, der ungemein kraftvoll und emotional wirkt, ohne dabei forciert um Emotionen zu kämpfen oder, wie sonst in Europa, mit sperrigem Ultrarealismus anzustrengen. Leighs Filme wirken unverkrampft natürlich, fein beobachtet und so unglaublich menschlich, dass schon der Trailer ein stärkeres Gefühl auslöst, als manch andere Filme in ihrer Gesamtheit schaffen.
"I wait. I compose myself.
My self is a thing I must now compose, as one composes a speech.
What I must present is a made thing, not something born."
- Margaret Atwood, 'The Handmaid's Tale'

Presko

Goodfella

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2

Freitag, 11. Februar 2011, 22:56

Gerade gesehen und kann nur sagen, was für ein Film, was für ein Werk. Ich hab mit meiner Begleitung extrem lange und intensiv über diese Seherfahrung diskutiert. Es ist eine ganz merkwürdige Form des Beobachtens, in die man als Zuschauer gebracht wird. Von aussen sieht man plötzlich Details im Verhalten der Menschen, wie sich Charaktere je nach Konstellation wandeln, obwohl sie die genau gleichen bleiben, kleine Gesten, die plötzlich Bände sprechen etc. Es ist atemberaubend spanned.

Um was gehts? Um ein älteres Pärchen (Gerri und Tom) und die Leute um dieses Pärchen herum. Das Pärchen selbst ist glücklich und erscheint wie ein unerreichbares Ideal. Die Freunde und Verwandten, die mit ihnen gezeigt werden, sind dagegen häufig gebrochene Figuren, die mit dem Leben und insbesondere dem Älterwerden nicht klarkommen. Besonders wichtig dabei ist die Figur der Mary, einer Kollegin von der Arbeit, welche Gerri inzwischen seit zwanzig Jahren kennt. Mary ist geschieden und ihre richtig grosse Liebe war selbst verheiratet und hatte sie sitzen lassen. Nun ist Mary eine übernervöse, quasselige, anhängliche Frau, die sich manchmal wie ein Teenie benimmt. Gerri, Tom und deren Sohn sind so etwas wie Marys Ersatzfamilie und Mary klammert sich wie verrückt an die drei, bis es einmal auch Gerri und Tom zuviel wird und sie den Kontakt zu Mary zu unterbinden beginnen. Daneben taucht noch ein alter Freund und der Bruder Toms auf, die beide mit dem Leben im fortgeschrittenen Alter hadern.

Ich sage nur, falls ihr ruhigeren Filmen was abgewinnen könnt und Gelegenheit habt Euch diesen Film im Kino anzuschauen - tuts unbedingt. Es ist eigentlich müssig zu betonen wie grandios die Darsteller sind.

Eindeutig 10/10, der Film müsste alle Schauspieler- und Filmpreise gewinnen, die sich da anbieten. Sagenhaft!
Zürich Filmfestival 2018
Blade Runner 2049 - The Killing of a Sacred Deer - Three Billboards Outside Ebbin, Missouri - The Ballad of Lefty Brown - Shock and Awe - Menashe - Call Me by Your Name - Glass Castle - Machines - Brigsbey Bear - Daphne - Borg/McEnroe - Weightless - The Wife - Pop Aye - Gook - Mollys Game - Battle of the Sexes - Disappereance ...

3

Samstag, 12. Februar 2011, 10:02

Klingt schonmal sehr gut! :super:
Werde heut Abend reingehen.

4

Sonntag, 13. Februar 2011, 11:29

Wow dieser Film ist wirklich toll geworden. Wie Presko schon sagte, selten wurde so feinfühlig und so genau auf das Verhalten und Denken von den verschiedensten Menschen eingegangen.
Der Film pickt ein Jahr aus dem Leben von Gerri und Tom raus und lässt sie dann im Laufe diesem auf die verschiedensten Menschen, mit den verschiedensten Problemen treffen. Außer ihnen haben nämlich alle ihre alltäglichen, nachvollziehbaren Problemen, die, seien wir mal ehrlich, eigentlich auch nie gelöst werden. Selbst das Ende des Films endet auf einer bitteren Note. Jede Jahreszeit dreht ist oft ein Kapitel für sich, wo sich auf ein oder mehr Charaktere konzentriert wird und die von Gerri und Tom lose ein ganzes übers Jahr bilden. Außer ihrem Sohn (und später seiner Freundin) und Mary tauchen Charaktere auch dann nicht wieder auf, auch wenn oft ihre Probleme ungelöst bleiben.
Aber so ist vielleicht auch das Leben einfach selbst. Es gibt nicht immer eine schnelle und eine richtige Lösung und wenn der Film endet wird einem spätestens bewusst wie viele kleine Geschichten und Schicksale hier ablaufen und ungelöst und unbeantwortet bleiben, aber das stört nicht. Man braucht kein Happy-End für alle.
Dieser Film ist auf seine Art groß und episch. Dick Popes Kameraarbeit ist formidabel. Man kann sich darüber streiten, ob es denn nicht eher schlecht ist, wenn einem die Kameraarbeit in einem Film auffällt. Hier ist es auch nicht so, dass sie sich aufdrängt oder irgendwie was einzigartiges versucht. Sie ist einfach gut, was die Einstellungen, Ideen usw. betrifft. Gleiches trifft auf den Schnitt zu. Oft sind es lange Szenen in den viel geredet und gegessen wird und trotzdem wirds nie langweilig.

Der Film ist toll und eine kleine Perle und einer der besten Filme 2010 (nach Erscheinung) oder nun 2011 wo er uns nun hierzulande erreicht.

9/10

Btw. Die dt. Synchro ist aber z.B. bei Mary ziemlich schwach und gewöhnungsbedürftig. Im O-Ton also bestimmt empfehlenswerter.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TheRealNeo« (13. Februar 2011, 12:00)


Presko

Goodfella

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5

Montag, 15. August 2011, 08:53

So Leute, DVD ist raus. Kaufen oder leihen, und zwar subito! Eine echte Perle und meines Erachtens einer der besten Ensemblefilme der letzten Jahre (wenn man denn diese Art Kino mag ;) ).
Dieser Thread muss mit Leben gefüllt werden :omg:
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6

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 21:58

Ich habe mal auf Presko gehört, obwohl ich ja ohnehin schon die Absicht hatte, den Film zu gucken. Und ich glaube, es hat sich gelohnt...
../kritik/pics4/anotheryear2.jpg
BG-Kritik: Another Year (Joel)
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7

Dienstag, 7. Februar 2012, 16:13

Wie häufig wurden uns in Filme schon junge Charaktere vorgesetzt, die vor schwerwiegenden Entscheidungen standen. Das Leben noch vor einem, hat jeder Schritt, der getätigt wird, Einfluss auf die Zukunft. Mal wird das alles oberflächlich in Form von lockeren Komödien behandelt, dann wieder sehr tiefgründig. Und es ist auch gut und toll, dass es so viele Filme gibt, die sich mit den Selbstfindungsschwierigkeiten Jugendlicher auseinandersetzen. „Another Year“ nimmt eine äußerst unübliche Perspektive ein und konzentriert sich nicht auf Charaktere, die vor großen Entscheidungen stehen, sondern auf greise Figuren, die bereits unendliche Entscheidungen haben treffen müssen. Und nun mit dem Leben leben dürfen – oder auch müssen – welches aus all den beschrittenen Lebenspfaden resultiert.

In einem Interview antwortete Regisseur Mike Leigh auf die Frage, ob er als besonders mutig ansehen würde, einen Film über alte Menschen zu drehen, dass er sich über die Mutfrage gar keine Gedanken gemacht hat. Ihn haben die Charaktere schlicht interessiert und daher musste diese Geschichte erzählt werden.

Ein Jahr lässt uns Leigh an dem Leben des glücklichen und lebensbejahenden Paars Gerri und Tom teilhaben. Wir lernen sie im Frühjahr kennen und beenden unseren Besuch nach dem Winter. Ein Jahr, in dem uns keine wirkliche Geschichte erzählt wird, sondern vielmehr viele kleine Episoden, Momentaufnahmen unterschiedlicher Schicksale. Mal geht es sehr aufgelockert zu, dann wieder melancholisch. Mal wird es scheinbar trivial, dann wieder bedeutungsschwanger. Nein, Mike Leigh erzählt hier wahrlich keine Geschichte. Er erzählt über das Leben. Noch mehr: Es fängt das Leben in all seinen Facetten so gut es geht filmisch ein.

Gerri und Tom haben alles erreicht, was sich so viele in ihrem Leben wünschen. Sie sind hilfsbereit, hegen noch Leidenschaft füreinander, haben ein tolles Verhältnis zu ihrem Sohn. Direkt wird deutlich, dass beide, ob bewusst oder unbewusst, in ihrem Leben die richtigen Entscheidungen trafen. Beide Lebenswege führten sie in die heimische Situation, in der sie leben. Andere Regisseure wären wohl an diesen beiden Charakteren verzweifelt. Zwei Gutmenschen, die keine bedeutenden Macken oder Abgründe haben. Doch Leigh schafft es, das sympathische Ehepaar faszinierend in Szene zu setzen. In Verbindung mit der unfassbar grandiosen schauspielerischen Leistung von Jim Broadbent und Ruth Sheen wird hier ein Leinwandehepaar geboren, das in dieser intensiven Weise keinen Vergleich findet und schon nach wenigen Szenen die Herzen der Zuschauer für sich gewinnt. Und es ist nicht nur die pure Leinwandpräsenz, sondern auch das Gefühl, dass diese beiden wirklich all die Jahrzehnte schon durch dick und dünn gehen, schon so vieles gemeinsam erlebt haben.

Doch natürlich zeigt uns der „Another Year“ nicht nur das glückselige Leben von Gerri und Tom. Viele nahe stehende Menschen aus dem Bekanntenkreis der beiden haben es lange nicht so gut getroffen wie die beiden liebevollen Zentralcharaktere. Was umso dramatischer ist, da das Alter überschritten ist, bei dem noch ohne weiteres Ratschläge für den weiteren Verlauf des Lebens gegeben werden können. Vielmehr müssen sie zurückblicken auf ein Leben voller Rückschläge uns Schicksalsschläge. Und vor einem klafft ein großes Loch.

Besonders Mary, eine langjährige Arbeitskollegin Gerris und quasi beste Freundin der Familie, sticht heraus und beweist sich schon früh als faszinierendster Charakter des Films. Sowohl oberflächlich und sichtbar in ihrer hibbeligen, hyperaktiven Art, als auch unter der Oberfläche brodelnd. In ihrer Biografie ist so schrecklich viel schief gelaufen. Nun steht sie alleine da, hat keine Perspektive mehr, tut aber alles daran, sich selbst zu betrügen. Sie ist es auch, die im späteren Verlauf der Handlung gar das sonst so ausgeglichene Ehepaar auf eine Probe stellt.

Mike Leigh fängt all diese vielen Auf- und Abwärtswellen des Lebens in schlichten und gleichzeitig auf unaufdringliche Weise faszinierenden Bildern ein. Der leise melancholische Klaviersoundtrack entfaltet eine bedrückend hypnotische Ruhe, die das Gesehene unauffällig zu unterstreichen weiß. So unauffällig, wie viele der Dialoge im ersten Augenblick klingen. Häufig scheinen die Gespräche in Small Talk abzudriften, nichtig zu werden. Doch sind es meist genau diese Augenblicke, die uns am meisten über die Charaktere und deren Geschichten verraten. Und von Zeit zu Zeit ist es nicht einmal besonders kurzweilig, den verschiedenen Figuren um Gerri und Tom bei ihren Tätigkeiten und Konversationen zu beobachten. Doch auch so ist das Leben: Manchmal muss man sich durch kleine Tiefs quälen, um etwas ganz Besonderes erleben zu dürfen. Und wie bei der Gartenarbeit zahlt sich die Geduld aus: Die größte Wirkung entfaltet dieses kleine Meisterwerk nämlich nicht während des Ansehens, sondern danach. Wenn wir uns fragen, wo uns unsere zukünftigen Entscheidungen wohl selbst irgendwann einmal hinführen werden.

9/10 Schrebergärten
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Dienstag, 7. Februar 2012, 18:26

Bäm! So hat das auszusehen. Freut mich sehr, dass er dir gefallen hat. Du sagst erschreckend wenig über Lesley Manvilles Wahnsinnsleistung (;)) aber ansonsten absolute Zustimmung. Diese Authentizität von Tom und gerri. Authentisch, das sagt man so schnell, aber es ist wirklich so, wie du beschreibst, dass man diese Jahrzehnte, die beide miteinander verbracht haben, jederzeit spüren kann. Auch die Perspektive und Erzählweise des Films. Dass wirklich keine tatsächliche Geschichte mit Anfang und Ende erzählt wird (der Titel nimmt's vorweg), sondern aus dem Leben gegriffene Einzelschicksale, die dann auch noch nur im Umfeld der vermeintlichen Hauptfiguren passieren, nicht mit ihnen selbst. Und die Nachwirkungen des Films sind unfassbar stark.

Dieser und "Drive" waren ja meine Tops 2011 und sie stecken quasi zwei starke Spektren von dem ab, was ich an Filmen liebe. Die vor Kraft strotzende, stilistisch außergewöhnliche, coole und cineastische Genre-Verbiebung von "Drive" und dagegen der höchst emotionale Realismus eines Mike Leigh, der ja dennoch nie vergisst, dass er einen Film und keine gescriptete Doku dreht.
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9

Mittwoch, 8. Februar 2012, 19:22

Ja, "Another Year" hätte mit Sicherheit auch einen Platz in meiner Topliste bekommen. Und hier sehen wir wieder einen Schwachpunkt bei Top-Listen: Meistens holen wir viele Filme ja erst im Nachhinein nach. Du siehst ja, welche Filme ich bei mir angegeben habe, die ich leider im Kino verpasst habe. Das sind allesamt Hochkaräter! Ich will gar nicht wissen, wie meine 2011 Liste in einigen Monaten aussehen würde. "Super 8" würd trotzdem nicht draus verschwinden :D

Und danke für's Lesen :) Das Interesse an dem Film ist ja wirklich erschreckend gering. Aber egal, wahrscheinlich bleibst du der einzige, der es lesen wird. Totzdem gut, weil ich mal wieder trainieren muss, längere Rezensionen zu schreiben. Bei den Stadtanzeiger-Checks werd ich ja eher darin trainiert, kurz und auf den Punkt zu schreiben. Was ja auch gut ist. Aber möchte bei beidem meine Übung nicht verlieren :)

Und wo du gerade "Drive" erwähnst. Zu dem habe ich ja auch noch nichts geschrieben. Oje :D Nur soviel: Er landet nicht in meiner Top 2011 Liste... Weil ich nach Deutschland-Release gehe :D Es würd mich sehr wundern, wenn er aber nicht in meiner Top 2012 Liste auftaucht. :)
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Mittwoch, 8. Februar 2012, 19:34

Ja, Listen sind so eine Sache. Im Prinzip nie vollständig, nie fertig, nie dauerhaft aussagekräftig. Deswegen sind das auch Momentaufnahmen und als solche finde ich sie recht spannend. Aus den etwa 80 Filmen, die ich für eine potentielle 2011er Liste gesehen hatte, waren eben die genannten die besten. So kann das funktionieren, wenn man sich das hier bewusst macht.
Und wie in diesem Fall schön zu sehen, können solche Listen ja auch Werbung (manchmal auch Warnung) für besonders gute Filme sein, die manche Leute noch nicht auf den Zettel hatten. ;) Wäre natürlich schön, wenn die Quote von "Bekehrten" besser wäre. ^__^
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Mittwoch, 8. Februar 2012, 19:39

Ich bekehre gleich einen guten Freund, weil ich ihm den ausleihen werde. Und so startet die Kettenreaktion dank deiner Liste ;)
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Mittwoch, 8. Februar 2012, 19:45

Yay! Total World Domination!!! :D
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Goodfella

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Sonntag, 1. April 2012, 13:43

Auch gesehen und für sehr gut empfunden. Ich mag solche Geschichten, bei denen keine offensichtliche Erzählstruktur mit Anfang und Ende deutlich wird (wie beispielsweise "Night on Earth", einer meiner absoluten Lieblingsfilme, auch wenn man die beiden Filme nicht miteinander vergleichen kann), und einem erst nach dem Sehen bewusst wird, was man gerade für einen tollen, authentischen und lebensnahen Film gesehen hat. Solche Filme enden oft abrupt, aber gerade das macht die Sache erst so genial. Die Schauspieler strotzen vor Authentizität, es gibt keine, wirklich überhaupt keine sterotypen Rollen, man sieht einfach eine Momentaufnahme vom Leben eines Paares und ihres Umfeldes ohne Wertung oder Zeigefinger.

Manche denken, sie sehen das echte Leben bei "Berlin Tag und Nacht" oder anderen Doku-Soaps, für uns Filmliebhaber gibt es Filme wie "Another Year".
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Donnerstag, 24. Oktober 2013, 22:09

Heute mal wiedergesehen und das ist Grund genug, den Thread mal wieder hervorzuholen und einige an diese Filmperle erinnern. Ich war wieder so bewegt, wie ich es von kaum einem anderen Film der letzten Jahre war.
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