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Clive77

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21

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 15:26

Naja, HBO vielleicht (noch) nicht - die haben schließlich ihre eigenen Online-Plattformen wie HBO Go und stehen mit ihren Serien auf eigenen Füßen, was die Produktion angeht (weitestgehend jedenfalls). Wer aber mit Sicherheit in den nächsten Jahren Probleme bekommen wird, sind die Networks, die von der Werbung abhängen.

Amazon ist in der Tat dabei, aktiv ins Seriengeschäft einzusteigen. Einerseits vorsichtig, andererseits doch recht aggressiv. War glaube ich letzten Mai als dort plötzlich acht Comedy- und sechs Kinderserien-Piloten zur Auswahl standen, wovon zwei Comedys und drei Kinderserien bestellt wurden - anhand der Nachfrage, was schon recht pfiffig ist. Und in den Drama-Bereich wollen sie nun auch einsteigen. Zuletzt habe ich von dem hier gehört, wobei sich da sicher noch andere Piloten hinzu gesellen werden. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wohin sich die ganze Sache in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Was Kino/Film vs. Serien angeht - da schreibe ich lieber nichts an dieser Stelle ... :whistling: ...

Dr Knobel

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22

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 16:48

HBO ist fraglos allen anderen voraus und hat sich auch eine Struktur geschaffen, die sie extrem gut dastehen lässt. Aber auch die leben vom Content, und wenn sie da mal nicht mehr das richtige Gespür haben, steht ihnen nun eine Konkurrenz gegenüber - und diese Situation mussten sie in den letzten Jahren nicht fürchten. Der Markt wird einfach enger werden. "House of Cards" hätten sie ja z.B. selbst gerne gemacht. Zudem zeigt Netflix auch, dass HBO eben nicht die einzige Adresse für hochklassige Formate in diesem Segment ist, so dass nicht mehr zwangsläufig Macher und Schauspieler von der Güteklasse eines Spacey und Fincher bei HBO arbeiten "müssen". Auch in diesem Bereich wird die Konkurrenz größer werden, denn schlussendlich verkauft man bestimmte Formate - auch weltweit betrachtet - auch durch die Teilnahme von populären Leuten.

Amazon macht es wie gesagt vorsichtiger. Die rufen keine Serien ins Leben, die je Folge 4 Mio. Dollar und mehr osten. Daher auch erst die primäre Fokussierung auf Comedy- und Kinderformate, de ja günstiger umzusetzen sind. Diese Vorsicht spiegelt sich ja auch bei Carters "The After" wieder, denn erst einmal wurde - Stand meines Wissens - nur der Pilotfilm bestellt, und nicht die ganze Serie. Doch über kurz oder lang, wird auch Amazon in dieser Liga mitspielen.

Die Situation ist wirklich sehr spannend. Ich hoffe allerdings, dass die Masse an neuen Formaten nicht dazu führt, dass es - ähnlich wie im Kino bereits geschehen - nur noch darum geht, sich gegenseitig mit Aufwand übertrumpfen zu wollen. Das wäre der falsche Weg, wobei Serien wie "Game of Thrones" natürlich ein dementsprechendes Budget benötigen. Ich denke, dass der Erfolg von HBO und ihren Produktionen vor allem darin besteht, dass sie vorrangig gute Geschichten erzählen und eben Stoffe liefern, die man in dieser Umsetzung bei Kinoproduktionen nur noch begrenzt findet.

Allerdings schweifen wir ab: Schaut "House of Cards"! :D

Clive77

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23

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 18:29

Ach, das bisschen OT wird hoffentlich nicht weiter stören - immerhin hat "House of Cards" ja den Anstoß dazu gegeben. :D

Fraglos ist Netflix nun eine Konkurrenz, die HBO im Auge behalten muss. Aber da tut sich im Basic- und Premium-Cable in den Staaten auch von anderer Seite schon seit längerer Zeit was auf: Showtime hat mit "Ray Donovan" und "Masters of Sex" zwei gute neue Formate am Start (ganz zu schweigen von anderen Serien wie "Homeland"), "Dexter" war über Jahre sehr erfolgreich, hat von Staffel zu Staffel immer mehr an Zuschauern zugelegt. Mit AMC und deren "Mad Men", ("Breaking Bad",) "The Walking Dead" und anderen Serien muss man ebenfalls konkurrieren. Starz legt nächstes Jahr mit Black Sails los, will ebenfalls zu den Großen gehören. TNT hat mit "Falling Skies" (zugegeben, weit außerhalb der Qualität eines "House of Cards") seit drei Jahren sehr gute Zuschauerzahlen. Selbst der History Channel hat nun Serien entdeckt ("Hatfields & McCoys"-Miniserie sowie "Vikings"). So gesehen ist HBO längst nicht die einzige Adresse und es werden immer mehr, die da mitspielen wollen.
Wie es momentan läuft, gefällt mir jedenfalls. Es gibt schon eine sehr große Auswahl an qualitativ hochwertigen Serien, teilweise auch bei den Networks, wenn ich z.B. an "Hannibal" denke.

Zu den Kosten: Gut, Netflix hat 100 Millionen auf eine Karte gesetzt. Insofern ist Amazon schon vorsichtiger, aber die Piloten werden alle vorab produziert und aus dem Stand mal eben 14 Stück davon fertig zu stellen, wird auch nicht billig gewesen sein. Beim Drama werden sie sicher ähnlich vorgehen (ich hab' oben auch nur vom Piloten "des Afters" gesprochen ;) ), vielleicht so wie bei den Comedys/Kinderserien 6-8 Piloten anbieten und anschließend zwei Serien in Auftrag geben. Wobei 4 Millionen oder mehr pro Folge für "House of Cards" in der Tat ein Rekord gewesen sein dürfte. Bei anderen Qualitätsserien liegt man da noch bei grob geschätzt 2-3 Millionen pro Folge, aber der Trend geht nach oben und mit jeder neuen Staffel muss man noch mal drauflegen. Selbst bei den Networks werden teilweise Unsummen ausgegeben - bei "Terra Nova" (der Flop von Fox, der nach einer Staffel abgesetzt wurde) sollen die Kosten für die Staffel um die 60 Millionen gelegen haben - gut 20 Millionen davon alleine für den Piloten.

Aber wo das alles hinführt - auch im Bezug auf Qualität - bleibt noch abzuwarten. Am Ende zählt die Zahl der Abonnenten/Zielgruppen-Zuschauer und nicht die Qualität. Von daher bin ich eigentlich froh, dass überhaupt so viele Projekte "mit Niveau" an den Start gehen.

Dr Knobel

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24

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 18:54

Ja, auch bei den Basic- und Premium-Cable - Sendern tut sich einiges. Doch was Netflix bei "House of Cards" macht, ist ja abgesehen vom inhaltlichen Niveau noch aus anderen Gründen bemerkenswert: Sie stellten ja die komplette Serie komplett zur Verfügung. Damit kommen sie den Sehgewohnheiten und den Wünschend es Publikums eben extrem entgegen. und das könnte eine Nuss sein, an der auch HBO knabbern muss. Auch das meinte ich mit "es wird enger". Und das unterscheidet dieses Modell auch grundlegend von allen anderen.

Nein, natürlich ist es auch für Amazon nicht ganz billig, knapp ein Dutzend Pilote zu produzieren. Doch für diesen einen Piloten bekommst du das Geld durch eine spätere Verwertung (Und ich bin mir sehr sicher, dass die alle in der einen oder anderen Form ausgewertet werden) entweder wieder schnell rein, oder machst nur einen verschmerzbaren Verlust. zudem kannst du wesentlich stärker auf die Reaktionen des Publikums achten und diese in der Konzeption der Serie berücksichtigen. Das machte Netflix nicht, sondern setzte alles auf eine Karte, und das ist dann abseits der reinen Budget-Ausgaben schon ein Risiko, vor dem Amazon bislang zurückschreckt.

Natürlich werden die Kosten nach oben gehen, was aber auch an der Konkurrenzsituation der Anbieter untereinander liegen dürfte. Solange die Kohle aber nicht nur für Spektakel, sondern in erster Linie für die passenden Köpfe verprasst wird, soll es mir recht sein. HBO Hat ja auch hohe Kosten für "Boardwalk Empire" hingenommen, aber das aus gutem Grund. Da steckt Geld drin, das man sieht (Ausstattung, Sets, Schauspiele usw.), aber eben auch Kohle für die ausführenden Personen hinter der Kamera. Und das ist gut so. Lieber da investieren als in Effekte.

Clive77

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25

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 19:18

Das ist in der Tat eine echte Nuss, die die TV Sender zu recht fürchten müssen. Was Networks und Basic Cable angeht, die müssen sich garantiert was neues Ausdenken, um weiterhin dabei zu bleiben. Beim Premium Cable sehe ich aber kein Problem darin, ebenfalls eine komplette Staffel am Stück rauszuhauen - sei es nun im TV als Event-Programmierung oder über das Online-Angebot oder beides. Aber Du hast natürlich recht, es wird "enger".

Ansonsten kann ich nur zustimmend nicken. ;)

Dr Knobel

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26

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 20:02

Da hat Netflix etwas gemacht, was dem grundsätzlichen Prinzip und der Taktik der Sender widerspricht. Und da das ja recht gut angenommen wurde, gehe ich davon aus, dass auf dieses Prinzip öfter zurückgegriffen wird. Wollen wir doch mal abwarten, wie Amazon mittelfristig damit umgeht. Das kommt aber schon einer kleinen Revolution gleich, und da muss auch HBO sehen, wie man damit umgehen will.
Ich denke auch nicht, dass die Premium-Cable-Sender so etwas als Event durchziehen. Online geht, klar. Aber auch die müssen sich umstellen, wenn ich das nicht falsch einschätzen sollte. Wie gesagt: Spannende Geschichte. Man darf gespannt sein, wie sich das weiter entwickelt, aber ich glaube, dass das klassische Serienprinzip mittelfristig betrachtet (~5 Jahre) ausgedient hat, und eine Auswertung wie bei "House of Cards" - in welcher Form auch immer - die Regel sein wird. das muss nicht bedeuten, dass es eine VÖ im heutigen Stil nicht mehr geben wird, ich denke nur, dass es mehrere Auswertungen parallel und zu anderen Voraussetzungen geben wird. Ich bin auch felsenfest davon überzeugt, dass sich die Auswertungswege und die Veröffentlichung von Kinofilmen etwas zeitversetzt gänzlich ändern werden. Das wird noch ein paar Jährchen dauern, aber irgendwann refinanziert sich das alles auf den bisherigen Wegen nicht mehr oder nur noch bei wenigen Titeln. Es wurde der Bogen überspannt. Nach meiner Meinung werden sich die Zahl der Leinwände (!) - teilweise hat das ja schon begonnen - drastisch verringern und nur noch ein Bruchteil von Spielfilmen herkömmlich (Kino-DVD-Pay-TV-Free TV) ausgewertet. Mal zehn Jahre warten, wobei ich glaube, dass sich das schon in 3-5 Jahren abzeichnen wird. Kino wird dann - das wurde ja auch schon von Spielberg und Lucas ähnlich formuliert - ein Event sein, das entsprechend kostet, und für das man die richtigen Filme braucht. Es wird zu einer Art Jahrmarktattraktion verkommen. Wer Spektakel will, geht dann ins Kino, wer Stories sehen will, schaltet den Fernseher an oder schaut im Internet. Das sind parallele Entwicklungen von Kino und TV. Wobei mich manchmal das Gefühl beschleicht, diese Entwicklung ist schon weiter vorangeschritten, als man wahrhaben will.

Aber wie gesagt: Wir schweifen ab. ;)

Clive77

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27

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 20:49

Das ist auf jeden Fall eine Revolution, keine Frage. Und von Seiten der Sender muss darauf stärker reagiert werden als bisher.
Zu einem kleinen Teil probiert man das auch schon. Serien werden nach der Ausstrahlung direkt online gestellt (auf der Homepage des Senders, allerdings mit IP-Sperre für's Ausland) oder über iTunes & Co. vertrieben, teilweise sogar bevor der Pilot überhaupt im TV anläuft. Die Abstände zwischen US-VÖ und internationaler VÖ werden immer kleiner, um den Streaming-Portalen entgegen zu wirken. Trotzdem versucht man, die traditionelle Form der Serie beizubehalten. An der wöchentlichen Ausstrahlung können Basic Cable oder die Networks auch nichts schrauben, da führt bei denen kein Weg dran vorbei solange man von den Werbepartnern abhängig ist - oder man muss sich eben sicher sein, dass man auch bei Event-Programmierungen genug Zuschauer bekommt, aber das würde das ganze System der US-Networks durcheinander bringen und dann sehe ich wieder den hier: :bibber:

Apropos, was Event-Programmierungen angeht: Damit experimentieren Sender wie RTL II bereits. "The Walking Dead" läuft z.B. ab 31.10. dort mit der dritten Staffel und wird innerhalb von 4 Tagen komplett ausgestrahlt (mit den vorherigen Staffeln hat man das auch gemacht und hatte ganz gute Zuschauerzahlen). Pro Sieben hat "Under the Dome" in fünf Wochen mit Doppel- und Dreifachfolgen ausgestrahlt. Wenn die Zuschauer dauerhaftes Interesse an solchen Ausstrahlungen zeigen, wird das zunehmen. Ist zwar im Vergleich zu dem, was Netflix gemacht hat, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber immerhin.

Was Kinofilme angeht, sehe ich das ähnlich. Aber das Ende vom Kino sehe ich noch nicht. Die große Leinwand ist zu beliebt als dass sich dort so schnell was ändern würde und die bisherigen Zuschläge sei es für 48fps, 3D oder sonstwas haben die Kunden bisher auch in Kauf genommen.
Da fällt mir gerade ein, dass sich dort langsam noch ein anderer Trend abzeichnet: Serien im Kino. Aktuell wird gerade vom Cinemaxx der Staffelauftakt der vierten Staffel von "The Walking Dead" (Folge 1+2) zu Halloween angeboten - Eintritt frei, Mindestverzehr allerdings 7 Euro. Ähnliches gab es bereits zu "Game of Thrones" (ebenfalls Eintritt frei, ohne Mindestverzehr). In dem Fall sind das Werbemaßnahmen, die vom jeweiligen deutschen Sender finanziert werden und sicher auch ein Test seitens Cinemaxx, ob es dort eine Nachfrage gibt. Das Doctor Who Special zum 50. Geburtstag wird ebenfalls in ausgewählten deutschen Kinos zu sehen sein (16 Euro, O-Ton, 3D). Da hätte man als Studio (in dem Fall BBC) eine zusätzliche Möglichkeit der Produktverwertung - natürlich nur, falls das Interesse der Kinobesucher groß genug ist und das bleibt noch abzuwarten.

Ich muss jetzt auch ohnehin aufhören, vom Thema abzuschweifen - sonst schaffe ich mein heutiges Serienpensum nicht... :D

Dr Knobel

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28

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 21:44

Ja, in Deutschland wird das derzeit versucht - aber die müssen auch "kein" Geld damit verdienen. Die normale Ausstrahlung von Serien wird ja auch deswegen gemacht, weil man damit die Kosten refinanziert. Deswegen bin ich eben bei Event-Programmierungen im Herstellungsland relativ skeptisch. Es sei denn, es wird eine Struktur wie bei Netfix geschaffen, aber dann wären wir ja wieder bei den Veränderungen, von denen ich sprach.

Ich sehe nicht das Ende vom Kino, sondern nur eine rigorose Änderung des Konsums und des Angebots. Deswegen sprach ich auch nur von einer drastischen Verringerung der Leinwände, und nicht der Kinos an sich. Und ob die Zuschauer das alles so sang- und klanglos hinnehmen, lasse ich mal als sehr gewagt stehen. In Deutschland ist es zum Beispiel ein beschissenes Jahr. Der erfolgreichste Film des Jahres bislang ist "Django Unchained" mit knapp 4,5 Millionen Zuschauern und "Ich - Einfach unverbesserlich 2" auf Platz 2 mit etwa 3,5 Millionen Zuschauern. Nur zum Vergleich die Zahlen der ersten beiden der letzten Jahre:

2012
9.065.379 (Ziemlich beste Freunde)
7.771.551 (Skyfall)

2011
6.468.501 (Harry Potter 7.2)
4.396.891 (Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten)

2010
5.835.503 (Harry Potter 7.1)
3.931.585 (Rapunzel)

2009
10.897.142 (Avatar)
8.705.891 (Ice Age 3)

2008
6.059.265 (Madagaskar)
4.744.130 (Ein Quantum Trost)

Da liegen teilweise Welten zwischen. Und auch die amerikanischen Zahlen sind, wenn man mal die Besucher und nicht den Umsatz nimmt, im Durchschnitt eher fallend. Es ist einfach zu teuer. Und es ist auch so teuer, weil man irgendwie wieder die horrenden Kosten reinholen muss, da die Studios ja nahezu aufgehört haben, in kleinere Filme zu investieren und es eher mit mehreren Blockbustern pro Jahr versuchen. Es reicht ja mittlerweile nicht, dass jedes Studio einen 200 Mio. Dollar Film pro Jahr angeht, es müssen ja 3-5 Stück sein. das geht auf Kosten der mittleren und kleinen Filme und schlägt sich auch in den Eintrittspreisen nieder. Ewig wird das so nicht weitergehen. Es gab ja in den letzten Jahren genug warnende Beispiele, und ich denke, es wird für die Studios ein Lernprozess sein. Eine Mischung macht es. Aber entweder es wird heute schweineteuer oder eben saugünstig produziert . Und das wird sich rächen. Und um den Bogen zum Fernsehen zu spannen: Das TV profitiert davon.

Clive77

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29

Freitag, 25. Oktober 2013, 09:56

Bezgl. Serien: Naja, auch in Deutschland versuchen die Sender, die die Serien meist in einem Paket von den Studios kaufen, diese so gut es geht zu verwerten. Wenn das mit einer Event-Programmierung besser geht als mit der wöchentlichen Ausstrahlung, wird das sicher in Zukunft öfter passieren. Was sowas im Herstellungsland angeht, hmm, bei den Serien, die auf den Networks laufen, steht meist ebenfalls ein Studio dahinter, was Lizenzgebühren für die (Erst-)Ausstrahlung verlangt - die Situation wäre da ähnlich wie bei Verkäufen ins Ausland. Wenn der Sender nun selbst produziert (wie HBO), sehe ich wie gesagt noch weniger Probleme mit einer Event-Programmierung. Aber dass dazu Veränderungen stattfinden müssen, ist irgendwie klar.
Was Serien im Kino angeht: Sicher, das ist erstmal nur ein Versuch und da ist kein Gewinn erforderlich. Aber es ist schon interessant, dass sowas in letzter Zeit öfter vorkommt.

Zukunft des Kinos: O.k., das hatte ich dann wohl falsch verstanden, sorry. Aber mal zu den Besucherzahlen: Wie sehen die denn absolut aus? Geht die Zahl der gesamten Kinobesucher von Jahr zu Jahr zurück? Denn die bestbesuchten Filme würde ich nicht als repräsentativ dafür ansehen. Die meisten aus Deiner Liste liefen ohne große Konkurrenz - sprich hier verteilt sich die Zahl der Besucher nicht auf mehrere Blockbuster, die mehr oder weniger gleichzeitig anlaufen.
Aber die Lücke zwischen den superteuren und eher günstigen Filmen wird in der Tat immer größer - im Mittelfeld gibt es kaum noch etwas, das ist richtig. Meine Hoffnung ist, dass sich dieses Problem von alleine löst: Wenn die Studios merken, dass sich mit der jetzigen Taktik nicht genug Gewinn machen lässt, weil eben nicht jeder Kinogänger alle Blockbuster besucht (da es einfach zu viele werden), wird der Trend hoffentlich wieder zurück ins Mittelfeld und die Anzahl der superteuren Produktionen zurück gehen. Aber die Entwicklung dort ist genau so spannend, wie die neue Art von Netflix, Serien staffelweise anzubieten.

Dr Knobel

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30

Freitag, 25. Oktober 2013, 15:40

Zu der Event-Ausstrahlung in Deutschland: Ich bezweifle ja gar nicht, dass das öfter passieren wird. Ich bezweifle, dass das n der Form in den USA passieren wird. Die Sender füllen damit auch über Wochen hinweg ihr Programm und planen um starke Formate wie "Game of Thrones" oder "Boardwalk Empire" herum. Wenn sie nun diese 10-13 Folgen innerhalb von einem Wochenende durchpusten - also so wie es RTL 2 bei "The Walking Dead" macht, brauchen sie mehr Formate, um die bestehenden Sendeplätze, wo sie ihre Erfolgsreihen sonst über Wochen/Monate ausgewertet haben, zu füllen. Das ist mit ein Grund, warum ich glaube, dass das in der Form in den USA nicht passieren wird. Aber nochmal: Grundsätzlich werden die Sender nicht an den Publikumswünschen vorbeikommen und sich an Netflix ein Beispiel nehmen müssen, weil die eben den Anforderungen der Zuschauer entgegenkommen. daher denke ich, dass Sender wie HBO ihre Formate mittelfristig noch stärker online auswerten werden - parallel zu ihren normalen TV-Ausstrahlungen.
Und es hat ja zudem auch einen weiteren Grund, warum in Deutschland eine Event-Auswertung mehr Sinn macht, als in den USA: Viele Formate funktionieren hier einfach nicht. "24" oder "Lost", um nur einmal zwei Beispiele zu bringen, ging sehr schnell die Puste aus und wurden ja auch nicht ohne Grund hin- und hergeschoben, bevor sie schließlich bei Kabel 1 landen. Auch "Homeland" muss z.B. nach einem starken Auftakt der ersten Staffel sehr starke Einbußen hinnehmen. Dass das auch an der Dusseligkeit der Sender und anderen Einflüssen liegt ist unbestritten, ändert aber nichts am Ergebnis: Viele amerikanische Formate, die in den USA extrem gut gelaufen sind, funktionieren in Deutschland nicht. Bevor man also einen guten Sendepatz (20.15 Uhr oder 21.15 Uhr) über evtl. ein halbes Jahr verplant, nur um dann nach einem Monat zu merken, dass es nicht funktioniert - was ja schlussendlich auch zu sinkenden werbeeinnahmen führt - kann es durchaus lukrativer und sinniger sein, diese Formate so schnell wie möglich rauszublasen, weil der Kern der Zuschauer dann eher am Ball bleiben. Diese Situation hast du in den USA aber häufig nicht, denn da funktionieren diese Serien ja eben doch.

Zukunft des Kinos: Doch, ich finde sehr wohl, dass man an den ersten beiden Platzierungen sehr gut sehen kann, wie das Publikum in Deutschland tickt. Denn in einem Jahr (2012) in dem Blockbuster wie "Hobbit", "Avengers", "Amazing Spiderman" oder "Battleship" anliefen, lockte ausgerechnet ein kleines französische Komödien-Drama vier Mal so viel Publikum an wie "Men in Black 3". Auch "Skyfall", der natürlich teuer und aufwändig war, stiess ja eher auf Gegenliebe, weil die Story und der Stil passten, und nicht, weil man die Messlatte sinnloser Zerstörungswut neu definierte. Und wenn ich dieses Jahr schaue, liegen eben "Django Unchained" und "Hangover 3" ("Ich - Einfach unverbesserlich 2" ignoriere ich mal, weil Familienfilme immer gut gehen) vorne, und nicht hochbudgetiete Produktionen wie "World War Z", "Wolverine" oder "Pacific Rim" Ich finde schon, dass es auffallend ist, dass in Deutschland mittlerweile - auf die letzten beiden Jahre bezogen - jeweils Filme ganz vorne landen, die eben nicht auf 3D-Kaspereien und Mega-Budget setzen, sondern andere Qualitäten haben. Zudem bestätigt den Einwand

Zitat

Die meisten aus Deiner Liste liefen ohne große Konkurrenz - sprich hier verteilt sich die Zahl der Besucher nicht auf mehrere Blockbuster, die mehr oder weniger gleichzeitig anlaufen.


ja nur, was ich sage: Es gibt zu viele Blockbuster, die um die Gunst des Publikums kämpfen. Es herrscht da eine Übersättigung, und natürlich wird es so immer schwieriger für die Studios, ihre Kohle wieder reinzuholen. Alleine dieses Jahr kommen dermaßen viele Filme mit einem Budget jenseits der 100 Millionen Dollar raus, dass man sich nur noch mit der flachen Hand vor die Stirn klatschen kann. Nur eine kleine Übersicht, bestimmt habe ich noch welche vergessen:

Die Welt von Oz (215)
Jack and the Giants (195)
G.I. Joe 2 (130)
Iron Man 3 (200)
Star Trek 2 (190)
Der große Gatsby (105)
Fast 6 (160)
After Earth (130)
Man of Steel (225)
World War Z (190)
Pacific Rim (190)
Wolverine (120)
Lone Ranger (215)
R.I.P.D. (130)
White House Down (150)
Enders Game (?)
Thor 2 (?)
Hobbit 2 (?)

Und selten gab es so viele finanzielle Enttäuschungen wie dieses Jahr. Früher war es für die Amerikaner nur sekundär wichtig, was die Filme im Ausland einspielten. das war ein nettes Zubrot, nicht mehr. heute sind sie in der Regel darauf angewiesen, dass ihre Filme weltweit funktionieren, weil sie sich sonst gar nicht mehr rechnen. Daher werden und wurden massiv die Eintrittspreise erhöht, damit man ja damit protzen kann, dass man mit immer mehr Filmen die Milliarde überschritten hat. Glückwunsch. Rechnet mal die Inflation und die erhöhten Ticketpreise und Zuschläge für 3D ab, dann sieht das alles schon wieder ganz anders aus.
Um aber auf deine grundsätzliche Frage zurückzukommen: Über einen Zeitraum von zehn Jahren gesehen sind die Zahlen in Deutschland insgesamt gesehen schon zurückgegangen, aber nicht so heftig, wie man sich das denken würde, da gab es auch starke Schwankungen. Nimmt man den Zeitraum 2002-2012 und nimmt den Durchschnitt, dann gingen pro Jahr 26 Mio. Zuschauer ins Kino. Bislang sind es in 2013 knapp 17 Millionen, allerdings sind es ja auch noch zwei Monate und einige Filme starten ja schon noch. Ich vermute, wir kommen dann etwa bei 22-24 Mio. Zuschauer raus. Aber selbst wenn es im Durchschnitt bleibt, bedeutet das ja nur, dass in etwa gleich viele Leute ins Kino gehen, die aber immer mehr Filme mit einem Budget jenseits von Gut und Böse refinanzieren müssen. Wie soll das auf Dauer gehen? 2002 waren es z.B. nur 5 Filme mit einem Budget von mehr als 100 Mio. Dollar (Mag sein, dass ich den einen oder anderen übersehen habe, aber das habe ich für 2013 auch, von daher dürfte sich das ausgleichen), 2013 waren es fast 20. das wird nicht mehr lange gut gehen und schaue ich mir das Jahr 2013 an, so gab es ja auch weltweit einige böse Patzer und einige Filme, die zumindest hinter den Erwartungen zurückblieben. In meinen Augen kein Zufall. Deutschland mag ein besonderer Markt sein, aber das ändert ja nichts daran, dass auch einige Großproduktionen in den Staaten nicht funktionierten. Scheinbar überlegen sich auch da mittlerweile die Leute, wie häufig sie Geld für eine Kinokarte ausgeben wollen und für welchen Film sie das dann tun. Immerhin stiegen die Ticketpreise auch da auf ein neues Rekordniveau von über 8$. Das Rad wird sich nicht ewig weiterdrehen lassen und die logische Konsequenz kann nur eine Veränderung der Kinoauswertung sein. Die Folgen hatte ich ja bereits kurz angerissen.

Im Gegensatz zu dir denke ich aber nicht, dass die Studios im Umkehrschluss wieder zu der traditionellen Politik zurückkehren und insgesamt mehr Filme produzieren bzw. mehr Filme ins Kino bringen. Ich denke, dass sich die Studios mit VoD-Anbietern zusammenschließen oder eigene Vertriebswege aufbauen, auf denen ihre kleinere Produktionen gezeigt werden, bevor sie auf DVD und BD ausgewertet werden. Filme dieser Art werden nach meiner Überzeugung nur noch selten den weg ins Kino schaffen, allenfalls vielleicht potentielle Oscar-Kandidaten. Die großen Produktionen werden weiterhin im Kino gezeigt, aber unter anderen Voraussetzungen. Der Kinobesuch wird ein Event, in dem der eigentliche Film im Mittelpunkt steht. Kinos werden umgebaut und verkleinert, nicht wegfallen. Daher sprach ich auch von weniger Leinwänden und nicht von weniger Kinos. Kinotempel, in denen derzeit vielleicht 15 Filme gezeigt werden, haben dann nur noch sechs Blockbuster im Programm, um die herum ein entsprechendes Programm gebaut wird. Diese werden dann auch länger im Kino ausgewertet, um die immensen Kosten wieder einzuspielen.
Ich weiß, ich sehe das ziemlich düster, aber wenn da nicht ganz schnell die Richtung geändert wird, ist das der einzig logische Weg. 2013 sollte für die Kinoindustrie in vielerlei Hinsicht ein mahnendes Beispiel sein, doch obwohl ich an mancher Stelle durchaus Willen zur Veränderung sehe, kann ich mir nicht vorstellen, dass man mittelfristig in er Lage ist, sich neu auszurichten. In meinen Augen wird spätestens 2020 klar sein, wie sich die Kinoindustrie anpassen und verändern kann. ich habe mich damit abgefunden, dass man lieber pessimistisch in die Zukunft schauen sollte.

Aber ich will ja unbedingt wieder zum Thema zurück: Solange HBO, Netflix und hoffentlich Amazon ihrem Credo treu bleiben, habe ich eben da meine neue Heimat gefunden. ^^

Clive77

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31

Freitag, 25. Oktober 2013, 19:51

Wow. O.k., dann hole ich auch mal etwas weiter aus. ^^

Bzgl. Zweifel an Event-Ausstrahlungen in den USA (ich glaube, bei den Online-Angeboten und wie sich das entwickeln wird, sind wir bereits einer Meinung - ich hatte oben weiter ja schon darauf hingewiesen, dass es das zu so ziemlich jeder Serie bereits in den Staaten gibt - natürlich nicht so wie Netflix das macht sondern in Form einzelner Folgen direkt nach Ausstrahlung):
Da müssen wir erst einmal unterscheiden zwischen den drei Anbietertypen. Fangen wir mal mit Premium Cable (z.B. HBO, Showtime, Starz) an: Keine Werbung, das Geld kommt durch die Abonnenten rein und zusätzlich durch eigene Produktionen, die im Ausland oder bei Online-Anbietern verwertet werden (ganz zu schweigen von anderen späteren Verwertungen). Die Staffeln sind kurz, zwölf Folgen sind oft das Maximum, bei HBO sind es meist zehn, bei Starz finden sich oft Staffeln mit acht Folgen. Bei wöchentlicher Ausstrahlung können also bei konsekutiver Programmierung 2-3 Monate gefüllt werden. Auf das Jahr betrachtet könnte man das bereits als Event werten. Im Grunde genommen hindert die Sender aber auch nichts daran, täglich (zur Primetime von 20-23 Uhr) drei Folgen zu senden. Bei Starz laufen die großen Serien meist Freitags, bei HBO und Showtime Sonntags. Die anderen Tage läuft oft anderes Material - Filme, Wiederholungen der Serien, etc. Der Punkt dabei wäre, dass man die Kunden/Abonnenten durch das Programm gewinnt, aber nicht zwingend dadurch, wann man die jeweilige Serie zeigt - denn die wird ohnehin oft im Programmplan wiederholt, kann aufgezeichnet und später geschaut werden und die Premium Cable Sender stehen nicht unter dem Druck, bei der Erstausstrahlung ein Maximum an Zuschauern haben zu müssen. Wichtig ist, dass sie was Interessantes im Angebot haben und den Kunden (mehrfach) zur Verfügung stellen - ob nun durch Wiederholungen oder Online-Angebote wäre dort egal. Online (on Demand) ist natürlich bequemer. Ich sehe da jedenfalls kein Argument gegen Event-Ausstrahlungen innerhalb weniger Tage zur Primetime. Der wöchentliche Rhythmus dürfte dort der Tradition entstammen.

Networks (ABC, CBS, FOX, NBC, The CW): Abhängig von der Werbeindustrie und damit vom Zielgruppenpublikum (18-49jährige). Eigene Produktionen sind eher unüblich. Die Quoten entscheiden über die Preise für Werbespots und zwar die Quoten, die Live+SD (Erstausstrahlung+Wdh. bis 3 Uhr früh am gleichen Tag) erreicht werden (naja, nicht ganz, entscheidend sind die Quoten der Werbung, aber erfahrungsgemäß liegen die bei den Live+SD Werten). Aufgezeichnete Sendungen (DVR), online-Abrufe, etc. spielen keine Rolle (auch wenn die Sender das gerne so hätten und gerne hauseigene Werbung mit den Daten betreiben). Zur Verfügung stehen nur wenige Stunden pro Tag landesweit. Dazu gehört die Primetime täglich von 20-23 Uhr, bei The CW und Fox sogar nur von 20-22 Uhr (das ist bedingt durch die Struktur der Fernsehsender in den USA, aber das näher auszuführen, würde den Rahmen hier sprengen). Mit anderen Worten: Die Sendezeit für Serien ist ohnehin eingeschränkt und momentan läuft es so, dass Serien mit 13 oder 22/23 Folgen die Herbst-Season von Mitte September/Anfang Oktober bis Mitte Mai füllen (auf den Sommer gehe ich mal nicht ein). Kurz nachgerechnet böte sich aber zeitlich Platz für viel längere Staffeln, aber das wird nicht mehr gemacht. Hier wurde bereits zurückgeschraubt und das liegt in erster Linie an den Sweeps. Die Sweeps sind die Zeiträume, in denen die Quoten genauer erfasst werden als durch die sonst gängigen Nielsen-Familien, die ein Messgerät daheim haben. In den Zeiträumen zählen die Quoten mehr denn je und das beschränkt sich in den Herbst-Seasons auf die Monate November, Februar und Mai. Mein Argument für eine Event-Programmierung von Serien wäre daher, dass nur in diesen Monaten zukünftig Serien ausgestrahlt werden - die, worauf es ankommt. Und mit Blick auf das aktuelle Seriengeschehen bei den Networks würde ich behaupten, dass der Trend zu kürzeren Staffeln geht. „Sleepy Hollow“ wurde nicht aufgestockt, sondern direkt für eine zweite Staffel verlängert. FOX und NBC haben tüchtig Mini-Serien in Auftrag gegeben. Statt durchgehend eine Serie zu senden, gibt es Ablösungen zur Mid-Season (im Januar). Mit anderen Worten: Die Serien werden bereits komprimiert, auch bei den Networks wird vermehrt auf kürzere Staffeln gesetzt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis man dort ankommt, wo die Konkurrenz der Kabelsender und Netflix hinführen: Kleine Staffeln als Event. Vielleicht nicht als „Event des Tages“ sondern als „Event des Monats“. Aber so kann man (neben den Sportveranstaltungen und Reality-Serien) im Rennen bleiben.

Basic Cable (AMC, SyFy, etc.): Hier haben wir ein Mittelding, denn die Sender sind sowohl von Abonnenten (in Kabel-Paketen) als auch von der Werbung abhängig. Aber diese Sender liegen näher am Premium Cable als an den Networks. Sie sind stets landesweit auf Programm (ungleich den Networks) und haben daher mehr Freiraum. Niedrige Quoten sorgen jedenfalls nicht dafür, dass eine Serie sofort aus dem Programm verbannt wird (wie bei den Networks üblich). Trotzdem sind Werbepartner natürlich wichtig. Staffeln haben etwa 10-13 Episoden, liegen damit dichter am Premium Cable, weshalb ich hier ähnlich argumentieren würde.

Gegenargumente (bzgl. Event-Programmierung) sehe ich eigentlich nur bei den Networks, die versuchen, am bisherigen System festzuhalten, aber bereits am Nachgeben sind. Oder habe ich was übersehen?

Wegen Kino: Wow, o.k. Erstmal finde ich es gut, dass Du Besucherzahlen und nicht Gewinne anführst. Trotzdem beziehst Du Dich - was Blockbuster angeht - auf das liebe Geld, wenn es um Produktionskosten geht. Ich sehe es eben so: Bleibt die Anzahl der Kinobesucher pro Jahr gleich oder nimmt nur wenig ab, ist die Zielgruppe weiterhin dabei. Ob nun qualitativ hochwertig oder nicht, ist egal. Was zählt ist, dass Leute ins Kino gehen (daher die Frage nach der absoluten Anzahl), Spaß an der Leinwand, den Effekten, etc. haben und dafür Geld ausgeben. Bleibt die Zahl der Kinobesucher konstant und wird der jetzige Weg für die Studios zu teuer, weil sie eben hauptsächlich auf 100+ Millionen Projekte setzen, dann müssen sie wohl oder übel diese Anzahl zurückfahren - das wäre mein Argument. Ich sehe es eben so: Wenn 3-5 Blockbuster sich nicht rentieren, dann muss man wieder zurück zu 9-15 Filmen im mittleren Budget von 50-100 Millionen. Und ja, dafür muss man schon auf interessantes Material setzen und darf nicht jeden Humbug (wie ein Brettspiel) verfilmen. Mein Argument wäre, dass man mit mehr Filmen im mittelmäßigen Budget mehr Erfolg hätte als mit der jetzigen Anzahl superteuerer Filme. Aber wer von uns nun richtig liegt, keine Ahnung. Das muss man wohl abwarten. Zustimmen würde ich, was Online-Angebote angeht. Aber das ist bereits der Fall - ich kann mir bei iTunes (US) oft vorher einen Kinofilm ansehen als er hier (ich wohne in Italien) ausgestrahlt wird. Trotzdem werde ich weiterhin ins Kino gehen, das Erlebnis ist anders und da trägt auch die große Leinwand, 3D oder 48 fps und was da noch kommen mag zu bei.
Und noch was anderes, wo wir schon beim Online-Medium und dergleichen sind: Als die Videotheken erstmals auftauchten und das „Heimkino“ erstmals populär wurde mit dem Videorekorder, haben auch viele Leute den schwarzen Peter an die Wand gemalt. Was ist passiert? Kleinere Kinos mussten dicht machen, die Anzahl der Besucher ging zurück. Aber das Kino hat überlebt. Und das wird es auch weiterhin. Kleinere Betreiber werden zumachen, größere vielleicht in der Tat die Anzahl der Säle beschränken. Aber wird es sich auf einen „Event“ (für Reiche) zusammenschnüren? Nein, das glaube ich nicht. Gewichst wird mittlerweile zu Hause, aber die Freundin lädt man trotzdem ins Kino ein - um es mal anders auszudrücken ( :ugly: ).
Egal, wie schnell man daheim einen Film parat hat, man (bzw. ich) geht trotzdem ins Kino, zahlt den Ticketpreis. Vielleicht wird es wirklich ein Event, keine Ahnung. Vielleicht tun sich aber auch die Kinobetreiber mit Online-Diensten zusammen und erschließen sich so neue Möglichkeiten der Vorführung - quasi der andere Weg. Zusätzlich gäbe es bestimmt noch andere Möglichkeiten, Kinosäle attraktiver zu gestalten. Abwarten.

Mal was anderes: Vielleicht sollten wir diese ganze Diskussion in einen eigenen Thread packen (lassen). Ist sicher etwas, was für viele im Forum interessant wäre. :check:

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Freitag, 25. Oktober 2013, 21:05

Muss in mehreren Posts sein.

Zitat

Da müssen wir erst einmal unterscheiden zwischen den drei Anbietertypen. Fangen wir mal mit Premium Cable (z.B. HBO, Showtime, Starz) an: Keine Werbung, das Geld kommt durch die Abonnenten rein und zusätzlich durch eigene Produktionen, die im Ausland oder bei Online-Anbietern verwertet werden (ganz zu schweigen von anderen späteren Verwertungen). Die Staffeln sind kurz, zwölf Folgen sind oft das Maximum, bei HBO sind es meist zehn, bei Starz finden sich oft Staffeln mit acht Folgen. Bei wöchentlicher Ausstrahlung können also bei konsekutiver Programmierung 2-3 Monate gefüllt werden. Auf das Jahr betrachtet könnte man das bereits als Event werten.


Dann haben wir offensichtlich eine andere Vorstellung des Begriffs "Event" in Bezug auf eine Fernsehauswertung. :) Für mich bedeutet es, dass man die Folgen sehr schnell hintereinander ausstrahlt, so wie RTL 2 das z.B. macht. Aus den genannten Gründen macht das für mich in Deutschland Sinn, in der Form in den USA nicht oder nur unter anderen Voraussetzungen. Fakt ist doch: Der jeweilige Sender - unabhängig davon, um welchen Anbietertyp es sich handelt - besetzt in dieser Form einen festen Sendplatz - über Monate hinweg. Bei der kurzfristigen Auswertung (s.o.) gibt er das auf und muss diesen offenen Platz nun anders füllen. Er braucht also entweder mehr Content oder setzt auf Wiederholungen. Beides macht nur bedingt Sinn, deswegen glaube ich nicht, dass es so kommt.

Zitat

Im Grunde genommen hindert die Sender aber auch nichts daran, täglich (zur Primetime von 20-23 Uhr) drei Folgen zu senden. Bei Starz laufen die großen Serien meist Freitags, bei HBO und Showtime Sonntags. Die anderen Tage läuft oft anderes Material - Filme, Wiederholungen der Serien, etc. Der Punkt dabei wäre, dass man die Kunden/Abonnenten durch das Programm gewinnt, aber nicht zwingend dadurch, wann man die jeweilige Serie zeigt - denn die wird ohnehin oft im Programmplan wiederholt, kann aufgezeichnet und später geschaut werden und die Premium Cable Sender stehen nicht unter dem Druck, bei der Erstausstrahlung ein Maximum an Zuschauern haben zu müssen. Wichtig ist, dass sie was Interessantes im Angebot haben und den Kunden (mehrfach) zur Verfügung stellen - ob nun durch Wiederholungen oder Online-Angebote wäre dort egal. Online (on Demand) ist natürlich bequemer. Ich sehe da jedenfalls kein Argument gegen Event-Ausstrahlungen innerhalb weniger Tage zur Primetime. Der wöchentliche Rhythmus dürfte dort der Tradition entstammen.


An dem sie jedoch festhalten. Natürlich ist es richtig, dass die jeweilige Folge öfter ausgestrahlt wird, das wird ja auch in Deutschland bei TNT so gemacht. Es ist in meinen Augen an dieser Stelle aber nicht egal, ob sie es durch Wiederholungen tun, oder durch Online-Angebote. Ich sehe es so, dass online demnächst wie bei "House of Cards" alle Folgen komplett eingestellt werden - gegen eine zusätzliche Gebühr, versteht sich. Parallel dazu wird man aber an dem festen Terminen im TV festhalten, da man durch eine Event-Ausstrahlung nach meiner Definition mehr Wiederholgen der Formate haben würde, oder neuen Content bräuchte. Und beides macht keinen Sinn.

Zitat

Networks (ABC, CBS, FOX, NBC, The CW): Abhängig von der Werbeindustrie und damit vom Zielgruppenpublikum (18-49jährige). Eigene Produktionen sind eher unüblich. Die Quoten entscheiden über die Preise für Werbespots und zwar die Quoten, die Live+SD (Erstausstrahlung+Wdh. bis 3 Uhr früh am gleichen Tag) erreicht werden (naja, nicht ganz, entscheidend sind die Quoten der Werbung, aber erfahrungsgemäß liegen die bei den Live+SD Werten). Aufgezeichnete Sendungen (DVR), online-Abrufe, etc. spielen keine Rolle (auch wenn die Sender das gerne so hätten und gerne hauseigene Werbung mit den Daten betreiben). Zur Verfügung stehen nur wenige Stunden pro Tag landesweit. Dazu gehört die Primetime täglich von 20-23 Uhr, bei The CW und Fox sogar nur von 20-22 Uhr (das ist bedingt durch die Struktur der Fernsehsender in den USA, aber das näher auszuführen, würde den Rahmen hier sprengen). Mit anderen Worten: Die Sendezeit für Serien ist ohnehin eingeschränkt und momentan läuft es so, dass Serien mit 13 oder 22/23 Folgen die Herbst-Season von Mitte September/Anfang Oktober bis Mitte Mai füllen (auf den Sommer gehe ich mal nicht ein). Kurz nachgerechnet böte sich aber zeitlich Platz für viel längere Staffeln, aber das wird nicht mehr gemacht. Hier wurde bereits zurückgeschraubt und das liegt in erster Linie an den Sweeps. Die Sweeps sind die Zeiträume, in denen die Quoten genauer erfasst werden als durch die sonst gängigen Nielsen-Familien, die ein Messgerät daheim haben. In den Zeiträumen zählen die Quoten mehr denn je und das beschränkt sich in den Herbst-Seasons auf die Monate November, Februar und Mai. Mein Argument für eine Event-Programmierung von Serien wäre daher, dass nur in diesen Monaten zukünftig Serien ausgestrahlt werden - die, worauf es ankommt. Und mit Blick auf das aktuelle Seriengeschehen bei den Networks würde ich behaupten, dass der Trend zu kürzeren Staffeln geht. „Sleepy Hollow“ wurde nicht aufgestockt, sondern direkt für eine zweite Staffel verlängert. FOX und NBC haben tüchtig Mini-Serien in Auftrag gegeben. Statt durchgehend eine Serie zu senden, gibt es Ablösungen zur Mid-Season (im Januar). Mit anderen Worten: Die Serien werden bereits komprimiert, auch bei den Networks wird vermehrt auf kürzere Staffeln gesetzt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis man dort ankommt, wo die Konkurrenz der Kabelsender und Netflix hinführen: Kleine Staffeln als Event. Vielleicht nicht als „Event des Tages“ sondern als „Event des Monats“. Aber so kann man (neben den Sportveranstaltungen und Reality-Serien) im Rennen bleiben.


Schön erklärt, einiges war mir so nicht bewusst. Aber man muss dann mal hinterfragen, warum de Staffeln gekürzt werden. Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Finanzielle und organisatorische. Einerseits werden auch TV-Produktionen immer teurer. Da fährt man schlicht mit kürzeren Staffeln besser. Es ist schon ein Unterschied, ob ich 12 oder 24 Folgen produziere. Zudem ist auch alles schneller vorbei, wenn man die Zuschauer verliert, und die jeweilige Serie nicht ankommt. Einen attraktiven sendeplatz bekommt man so schneller wieder besetzt. Zudem bevorzugen auch viele Schauspieler kürzere Drehintervalle, weil sie so auch noch andere Sachen machen können. Ich sehe da keinen Trend zur Event-Programmierung, sondern schlichte Notwendigkeit und praktikables Vorgehen. Und ich sehe auch nicht, dass dort Serien demnächst in einem Monat durchgepeitscht werden, das kann nicht im Interesse der Sender sein. Denn habe ich ein erfolgreiches Format, dann bringt es mir langfristig auch finanziell mehr - zumindest bei diesen Sendern.


Zitat

Wegen Kino: Wow, o.k. Erstmal finde ich es gut, dass Du Besucherzahlen und nicht Gewinne anführst. Trotzdem beziehst Du Dich - was Blockbuster angeht - auf das liebe Geld, wenn es um Produktionskosten geht.


Stop. :) Ich führe Besucherzahlen für Deutschland an, weil die hier so gezählt werden. Und Produktionskosten sind nun einmal ein unverzichtbarer Maßstab, ob ein Film nun rentabel ist, oder nicht. Zudem zählen die Amerikaner ja keine Besucher in der Form, sondern ziehen das liebe Geld heran, um einen Film als Erfolg zu werten, oder eben nicht.
Muss in mehreren Posts sein. 8|

Zitat

Ich sehe es eben so: Bleibt die Anzahl der Kinobesucher pro Jahr gleich oder nimmt nur wenig ab, ist die Zielgruppe weiterhin dabei.


Falsch. Ich habe an anderer Stelle bereits einmal Statistiken gepostet (Ich bin nur zu faul, die jetzt zu suchen, du wirst mir da vertrauen müssen, aber ich denke, das dürfte kein Problem sein), aus der deutlich wird, dass die klassische Zielgruppe von Sommer-Blockbustern in den letzten fünf Jahren signifikant geschrumpft ist - besonders in Deutschland. Und das sieht man ja auch an den Ergebnissen dieser Filme in den letzten zwei Jahren.

Zitat

Ob nun qualitativ hochwertig oder nicht, ist egal. Was zählt ist, dass Leute ins Kino gehen (daher die Frage nach der absoluten Anzahl), Spaß an der Leinwand, den Effekten, etc. haben und dafür Geld ausgeben.
Bleibt die Zahl der Kinobesucher konstant und wird der jetzige Weg für die Studios zu teuer, weil sie eben hauptsächlich auf 100+ Millionen Projekte setzen, dann müssen sie wohl oder übel diese Anzahl zurückfahren - das wäre mein Argument.


Und da siehst du Tendenzen? Ich ehrlich gesagt nicht, bzw. noch nicht, weil Studios nicht immer kurzfristig reagieren können. Fakt ist aber doch, dass 2013 zahlreiche Blockbuster dermaßen vor die Wand gefahren wurden, dass es jetzt noch scheppert. dazu gab es einige Enttäuschungen, die man sich durch die internationalen Zahlen schönredet. Blicke ich aber nur einmal auf das Jahr 2015, sehe ich da wenig Veränderungen am Horizont. Daher sagte ich ja: 2020. Bis dahin wird einiges deutlicher werden. Ist natürlich nur meine Meinung, aber es deutet alles darauf hin, dass das Prinzip "höher, schneller, weiter, größer" sich einerseits nicht mehr rechnen wird und anderseits eine Übersättigung nicht zu vermeiden ist. Noch sehe ich da kein "zurückfahren", aber ich sage ja: Es wird kommen. Aber es wird sich dann auf die komplette Kinolandschaft auswirken.

Dr Knobel

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Freitag, 25. Oktober 2013, 21:06

Zitat

Ich sehe es eben so: Wenn 3-5 Blockbuster sich nicht rentieren, dann muss man wieder zurück zu 9-15 Filmen im mittleren Budget von 50-100 Millionen. Und ja, dafür muss man schon auf interessantes Material setzen und darf nicht jeden Humbug (wie ein Brettspiel) verfilmen. Mein Argument wäre, dass man mit mehr Filmen im mittelmäßigen Budget mehr Erfolg hätte als mit der jetzigen Anzahl superteuerer Filme.


Das ist ja exakt das, was ich sage. ;) Jedes Studio ein Blockbuster pro Jahr, dafür den Output von mittelmäßig budgetierten Produktionen (Die natürlich gut sein müssen. Kappes kann man auch für 20 Millionen machen) erhöhen, so dass die Vielfalt wieder hergestellt wird, und diese auch entsprechend bewerben. Ob das am Ende mehr Erfolg bringt, lasse ich mal offen. Denn wenn "Marvel" zwei Jahre lang hintereinander die Milliarden-Grenze knackt, hat man nur wenig Argumente auf seiner Seite. Die müssen schon einige Flops in Folge bringen, damit die in die roten Zahlen rutschen. Aber der Verlust und das Risiko bei jedem einzelnen Projekt wird geringer, weil es eben nicht so ins Gewicht fällt, wenn ein 25-Millionen-Dollar-Streifen floppt. Die Marvel-Dinger sind für Buena Vista auch ein Segen, denn nach "John Carter" und "Lone Ranger" sähe es ohne diese Erfolge auch anders aus. Mir geht es einfach nur darum, dass die Studios wieder mehr Filme produzieren sollen und sich nicht fast ausschließlich auf ihre Blockbuster konzentrieren und verlassen sollen. Riskante Projekte, weil provoknt, anders, neu, wandern heute ja nicht selten auf den DVD-Markt oder werden gleich vom Fernsehen umgesetzt. Ich verweise da gerne mal auf den Liberace-Film mit Douglas und Damon.

Zitat

Aber wer von uns nun richtig liegt, keine Ahnung.


Och, wir sind uns beim Kino doch einig und beim TV zweit uns ja nur der Begriff "Event". :P

Zitat

Das muss man wohl abwarten. Zustimmen würde ich, was Online-Angebote angeht. Aber das ist bereits der Fall - ich kann mir bei iTunes (US) oft vorher einen Kinofilm ansehen als er hier (ich wohne in Italien) ausgestrahlt wird. Trotzdem werde ich weiterhin ins Kino gehen, das Erlebnis ist anders und da trägt auch die große Leinwand, 3D oder 48 fps und was da noch kommen mag zu bei.


Ja, aber das funktioniert ja eher die klassisch Blockbuster-Ware. und da schrieb ich ja, dass die auch weiterhin im Kino bleiben werden.

Zitat

Und noch was anderes, wo wir schon beim Online-Medium und dergleichen sind: Als die Videotheken erstmals auftauchten und das „Heimkino“ erstmals populär wurde mit dem Videorekorder, haben auch viele Leute den schwarzen Peter an die Wand gemalt. Was ist passiert? Kleinere Kinos mussten dicht machen, die Anzahl der Besucher ging zurück. Aber das Kino hat überlebt. Und das wird es auch weiterhin.


Das habe ich auch nicht bestritten, oder? ;) Ich sagte, es wird sich verändern und ich befürchte, dass es dann fast ausschließlich "große" Filme geben wird, die man sich da ansehen kann. ich sagte nicht, dass das Kino verschwindet. Ne, ne, ne.

Zitat

Kleinere Betreiber werden zumachen,


Die gibt es doch jetzt schon kaum noch. Im übrigen glaube ich, dass es auch eine Gegenbewegung geben wird, von der kleine Kinos profitieren.

Zitat

größere vielleicht in der Tat die Anzahl der Säle beschränken. Aber wird es sich auf einen „Event“ (für Reiche) zusammenschnüren? Nein, das glaube ich nicht.


Das mag so rübergekommen sein, aber ich meinte es so nicht und schrieb es auch nicht. ;) Fakt ist doch, dass Kino schon heute Luxus ist. Ich war vor kurzem in "Gravity", da habe ich (Ohne Brille!) 13€ bezahlt. geht´s noch? Und da sind wir wieder bei der Frage, warum die preise so hoch sind, oder? ;) Allerdings glaube ich in der Tat, dass die Preis im Zuge dieser Umstrukturierung weiter steigen werden und man weniger ins Kino gehen wird.

Zitat

Gewichst wird mittlerweile zu Hause, aber die Freundin lädt man trotzdem ins Kino ein - um es mal anders auszudrücken ( :ugly: ).


Vielleicht kann ja das Medium Autokino auch davon profitieren. Dann hätten alle was davon. :D

Zitat

Egal, wie schnell man daheim einen Film parat hat, man (bzw. ich) geht trotzdem ins Kino, zahlt den Ticketpreis.


Nein, ich sehe da eine klare Gegenbewegung, gerade bei den jüngeren Leuten. Da sprechen auch die Statistiken eine klare Sprache, zumindest für Deutschland. Die Kinobetreiber können froh sein, dass dieser Rückgang bislang durch die älteren Semester (Jenseits der 50er) aufgefangen wird. Doch dann muss man sich auch auf diese neue Klientel anpassen und besondere Angebote machen. Aber da sehe ich nur erste Ansätze. Ich sehe es bei mir und meinen Kumpels: Früher waren wir etwa 15-20 Mal pro Jahr im Kino, dieses Jahr waren es drei Besuche, und es kommen nur zwei weitere hinzu. Und das liegt zu 70% an den preisen. ich mache diesen Irrsinn nicht mit.

Zitat

Vielleicht wird es wirklich ein Event, keine Ahnung. Vielleicht tun sich aber auch die Kinobetreiber mit Online-Diensten zusammen und erschließen sich so neue Möglichkeiten der Vorführung


Wäre das noch das Kino, das wir lieben? Ich denke nicht.

Zitat

- quasi der andere Weg. Zusätzlich gäbe es bestimmt noch andere Möglichkeiten, Kinosäle attraktiver zu gestalten. Abwarten.


Es gibt Möglichkeiten, aber dann muss man auch mal Fehler eingestehen und offen für Neuerungen sein. Wenn ich mir da manche Aussagen durchlese, zweifle ich da aber stark dran. Und wie unbelehrbar Kinoketten sind (In Verbindung mit Merchandising z.B.) und deren Anbieter sind, musste ich am eigenen Leib erfahren. da wird nur reagiert, aber nicht agiert.

Zitat

Mal was anderes: Vielleicht sollten wir diese ganze Diskussion in einen eigenen Thread packen (lassen). Ist sicher etwas, was für viele im Forum interessant wäre. :check:


Ich sagte ja: Wir schweifen ab. :D Du kannst das gerne machen. Aber - und sei´ mir bitte nicht böse - ich wäre in einem separaten Thread raus. Du must das nicht verstehen, das ist einfach eine prinzipielle Geschichte. Aber ich stimme dir zu, dass ein eigener Thread sinnig wäre.

Clive77

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Samstag, 26. Oktober 2013, 01:26

Dann bleiben wir doch lieber hier, sonst verliere ich womöglich noch meinen Diskussionspartner und das will ich nicht. ;) Aber etwas komisch finde ich diese Abneigung gegen einen neuen Thread schon. Ich finde diese Diskussion jedenfalls viel interessanter als die meisten anderen, die ich bisher hier an der Strippe hatte (ja, das war ein Kompliment :thumbup: ).

Ich lasse die Online-Diskussion mal bewusst außen vor, da sind wir uns einig.

Zum Premium Cable: Nein, eben nicht. HBO, Showtime & Co. haben mehr als genug Sendeplatz und sind nicht auf spezielle Termine angewiesen. Und den Sendeplatz können sie füllen, wie sie wollen - solange die Kunden dabei bleiben. Genau das wäre ja gerade mein Argument für die Event-Programmierung: Die Pay-TV Sender sind unabhängig von vielen Sachen, die den Networks zu schaffen machen. Sie müssen eben nicht ein wöchentliches (eingeschränktes) Programm senden sondern könnten ihren „Stoff“ an Land bringen, wann immer sie wollten (TV-technisch). Sie haben eben keinen „festen Sendeplatz“, es gibt zwar Konkurrenz im Pay-TV (und auch bei den Networks), aber die sind nicht festgelegt auf bestimmte Ausstrahlungszeiten.

Zu den Networks: Vorweg: Die Networks bestellen immer noch die meisten Serien. Egal, welchen Sender man sich dort ansieht - was schlecht läuft, wird (schnell) abgesetzt, was gut läuft bekommt erst die Back Nine Order (Aufstockung auf 22 Folgen von 13 bestellten) und erst dann die zweite Staffel (bisher jedenfalls, „Sleepy Hollow“ war eine Ausnahme). Pro Jahr hat jeder Sender 10-20 Kandidaten, die in der nächsten Season neu an den Start gehen (Drama + Comedy). Einiges davon bewusst auf der Ersatzbank, falls ein Flop dabei ist. Die machen sich schon große Gedanken um Sendeplan und Fehlschläge.

Zitat

Ich sehe da keinen Trend zur Event-Programmierung, sondern schlichte Notwendigkeit und praktikables Vorgehen. Und ich sehe auch nicht, dass dort Serien demnächst in einem Monat durchgepeitscht werden, das kann nicht im Interesse der Sender sein. Denn habe ich ein erfolgreiches Format, dann bringt es mir langfristig auch finanziell mehr - zumindest bei diesen Sendern.


Falsch. Notwendigkeit und praktikables Vorgehen sind genau das, was zu kürzeren Staffeln geführt hat. ABER: November, Februar und Mai sind die Monate der Entscheidung! Genau dort entscheiden die Werbekunden, was sie bereit sind, für einen Werbespot zu zahlen. Dort hängt der Arsch über dem Eimer, auf Deutsch gesagt. Alles Drumherum ist mehr eine Art von „Testen“, was die Serien bringen könn(t)en (und ich beziehe mich hier bewusst auf Serien und nicht auf Football, Baseball oder sonst was, was phänomenal gute Quoten bringt und nicht an diesen Terminen hängt - ähnlich wie Reality-Shows).
Reden wir nicht gerade darüber, was die Zuschauer wollen? Die Serie der Wahl möglichst schnell zu sehen, wie bei Netflix? Ist doch gerade das Thema, oder?
Und genau das wäre eben eine Möglichkeit, die dem System zur Verfügung steht. Man hat die Sweeps, wo es drauf ankommt. Warum also nicht die Serien nur dort senden? Der Trend geht dahin, lange Staffeln sind längst Geschichte, die „Back Nine Order“ (von 13 auf 22 Episoden aufstocken) ist nicht mehr das Nonplusultra. Aber zu den Sweeps sind immer alle dabei.
Wie gesagt, Event-Programmierung im weitesten Sinne. ;)
Und für die Networks gibt es nichts anderes als attraktive Sendeplätze (aus der Natur der Sache). Wir sprechen hier von der Primetime. Jeder will die meisten Zuschauer haben, jeder hat eine Menge bestellt und will damit punkten. Da wird jährlich viel bestellt, jährlich gesiebt und die Serien, die direkt abgesetzt werden, werden meist im Sommer verbraten ( tvbythenumbers - die Seite, der ich vertraue, was Quoten angeht - hat sich letzten Sommer sogar den Scherz erlaubt, die Samstags-Quoten der abgesetzten Serien zu veröffentlichen, die im Sommer verbraten werden - Last Resort, 666 Park Avenue und Do No Harm - solche Quoten bekommt man sonst nie zu Gesicht, weil der Samstag für Networks eigentlich ein No Go ist). Die könnten genau so gut alles auf eine Karte setzen und nur in den Sweeps aktiv sein. Kein „Testen“. Der Preis der TV-Produktionen ist da auch eher untergeordnet - man kauft ja „nur“ die Lizenz (wenn auch mit viel Absprache mit den Studios). Deshalb reicht ja die Qualität oft nicht an die der Kabelsender heran. Man bestellt sehr viel, siebt aus, gibt im Mai bekannt, was ins Programm kommt (mit vorerst 13 Episoden). Es gibt eine sehr große Auswahl von der viel bestellt wird. Die Hits bleiben dabei, die Flops werden schnell abgesetzt und die Mitte wird skeptisch betrachtet - wobei aber egal ob Flop oder Top immer ein Gewinn rausspringt, weil die Lizenz in der Regel günstig ist und damit das Risiko auf das Studio zurückfällt. Die Networks hatten einen großen Erfolg mit „24“ und „Lost“ - was die deutschen Sender damit anstellen, ist denen egal und auch den Studios, die die Serien im Paket anbieten. Deutschland kauft, muss kaufen (im Paket) - was danach passiert ist denen schnuppe.
Hauptargument: Das Interesse der Sender - bei den Networks - sind gute Quoten, wenn es drauf ankommt. Das sind drei Monate der Herbst-Season, die sind wichtig. Der Rest ist egal und daher sehe ich dort Potenzial für Event-Sendungen. Gegenargumente habe ich da übrigens noch nicht wahrgenommen. Bei den wenigen Sendeplätzen, die die Networks haben, sind alle wichtig. Mehr verteilte Erstausstrahlungen = mehr Geld (Einnahmen). Aber mehr Folgen = ebenfalls mehr Geld (Ausgaben). Weshalb also nicht auf die Sweeps konzentrieren und dort kürzere Staffeln schneller und komprimiert ausstrahlen?

@Kino: O.k., da hast Du am Anfang mit den Zitaten mehr auseinander gezogen als nötig war. Mein Punkt wäre eben die absolute Besucherzahl pro Jahr. Wenn die konstant ist, kann man sich eigentlich die ganze Diskussion sparen, denn dann ist das Interesse für Kino vorhanden und nicht rückläufig. Das gilt für Deutschland, die Staaten und jedes andere Land - wenn ich stets die gleiche Anzahl an Kinogängern erreiche, muss ich mich auf diese Zahl ausrichten. Da sind wir uns doch einig, oder? Ich kann da jedenfalls die Diskussion über die Sommer-Zahlen nicht nachvollziehen, wenn im Jahresschnitt ähnlich viele Leute ins Kino gehen. :S
Dass die Produktionskosten dabei relevant sind, steht außer Frage. Eine Tendenz zurück sehe ich bislang noch nicht, um die Frage zu beantworten. Aber ich sehe eine Notwendigkeit dahin - wo wir wieder überein stimmen. Gerade dieses Jahr sollte (wie Du so schön angeführt hast) den Studios zu denken geben, da sind wir uns einig. Nur was die Maßnahmen angeht, gehen wir auseinander. Momentan beschreiten alle noch den Weg zu „größer höher besser“, keine Frage. Die Frage ist eben, welche Konsequenzen aus den Misserfolgen gezogen werden und dort gehen wir auseinander. Weniger Säle, wenn doch die Anzahl der Kinobesucher konstant ist? Nein. Sollte die Anzahl an Blockbustern tatsächlich runtergehen und die Zahl der mittleren Produktionen wieder steigen, braucht man nicht mehr einen Film in drei Sälen gleichzeitig aufführen sondern muss die Mehrzahl verteilen. Weshalb also weniger Leinwände, falls man tatsächlich in den Produktionskosten zugunsten der Produktionszahl zurückschrauben sollte?

Hier mal kurz OT vom OT: Marvel macht da echt einen tollen Job. Das hätte man nicht besser anstellen können und DC kann zu recht neidisch sein. Bei Marvel greifen die Filme ineinander und gegen den Erfolg der Filme gibt es auch nichts zu diskutieren. Jedenfalls nicht, solange sie weiterhin erfolgreich damit laufen (und ich gehe davon aus, dass die „Phase 2“ hervorragend läuft, nicht nur in den Staaten, auch hier und anderswo). Hut ab, so was hat bisher noch niemand hinbekommen, dagegen sind selbst Harry Potter und Twilight nur Würste.

Kleinere Kinos: Ja, die gibt es noch. Aber längst nicht so viele wie zu meiner Kindheit. Die mussten andere Mittel und Wege finden, um ihre Existenz zu sichern und das ist teilweise auch gelungen. Im Dorfkino nahe meinem Elternhaus (die hatten schon immer nur einen Saal) läuft ein Film pro Woche. Es wurde aufgerüstet, um mit der Zeit zu gehen, aber einige ältere Annehmlichkeiten wurden beibehalten: Man kann nach wie vor während des Films einen Knopf drücken, um die Bedienung herbeizurufen, die dann vorsichtig per kleiner Taschenlampe eine Bestellung aufnimmt (es gibt nur Vierer und Zweier-Reihen, dadurch werden andere Kinobesucher kaum gestört). Die Atmosphäre ist anders als im Cineplex, heimischer, gemütlicher, weniger Idioten, die die Vorstellung mit leuchtenden Handy-Displays oder Anrufen stören, seufz. Von der Sorte Kinos sollte es definitiv mehr geben.

...to be continued...

Clive77

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Samstag, 26. Oktober 2013, 01:26

Die Preise, ja, die steigen und werden es sicher auch in Zukunft tun. Aber das ist doch nichts neues. Damals habe ich vielleicht zwischen sieben und neun D-Mark bezahlt, heute ist es mehr als das Doppelte. Selbst an günstigen Tagen zahlt man für Loge, Reservierung, Überlänge, 3D, usw. drauf. Einerseits sehe ich das mit einem lachenden Auge (immerhin verlangen die Kinos nicht 4 Euro für einen festen Sitzplatz, wie die deutsche Bahn es macht), andererseits ist das schon verdammt teuer. Aber wie gesagt: Wenn die Besucher es mitmachen, wird das weiterhin so laufen.

Autokinos: Kenne ich nicht viele. Ist das in Deutschland wirklich verbreitet? :ugly:

Kinobesuche: Kann Dich und Deinen Freundeskreis verstehen. Würde aber nix an der Zahl der Kinobesucher (vorerst) ändern, sofern die Anzahl insgesamt nicht rückläufig ist. Wie gesagt, die Freundin nimmt man immer mit ins Kino. Essen, Kino (ggf. auch andersrum) und anschließend xxx - gehört sich so.

An dieser Stelle noch einmal ein fettes Lob. Das ist bisher eine der interessantesten Diskussionen, an denen ich hier teilhaben durfte. Man fühlt sich auf den ersten Blick zwar immer erschlagen, aber beim Lesen erkennt man stets einen großen Mehrwert, der es in sich hat. Davon kann es gerne mehr geben. Ich habe jedenfalls bisher viel mitgenommen aus unserem OT-Gespräch. Danke dafür. :thumbup:

Dr Knobel

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Samstag, 26. Oktober 2013, 12:56

Ich gebe die Blumen gerne zurück. Finde das "Gespräch" auch wirklich klasse und nehme da auch einiges mit, weil ich mit den verschiedenen Sendertypen definitiv nicht so vertraut bin wie du, und mich wegen dieses Austauschs hier dann erst einmal reinlesen "musste", damit ich da nicht völligen Unsinn erzähle. :ugly: Ich komme über das WE nochmal zu dem Thread zurück und antworte dann auch entsprechend. Ich habe jetzt aber erst einmal viel um die Ohren und will nicht zwischen Tür und Angel antworten, dafür ist das Ganze hier zu ergiebig, und ich empfände es auch als respektlos, nachdem wir beide so viel Zeit investiert haben. Das nur als kleine Info /Androhung. :D

Zu einem eigenen Thread: Ich schrieb ja bereits, dass es sinnig wäre. Nenne es Dickköpfigkeit, Sturheit, Konsequenz, Dummheit oder was auch immer, aber ich habe da einfach meine Gründe. Du bist seit 2010 hier, ich seit 2006. Ich war früher auch als Mod und später auch als Admin tätig. Sagen wir einfach, dass es da Vorfälle gab, warum ich mich abseits meines Buch-Threads (Wofür ich Jay nach wie vor dankbar bin, den hier in dieser Form betreiben zu dürfen) und Threads, die ich für BGT ins Leben rufe bzw. bestücke, einfach nicht weiter beteiligen möchte. Belassen wir es einfach dabei, es ist einfach wie es ist. Da ich aber verstehen kann, wenn das den Mods mittlerweile zu weit ins OT geht, können wir das Thema "Serien, Kino und deren Zukunft" notfalls auch über PN vertiefen, wenn der Wunsch seitens der Führung laut wird.

Clive77

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Samstag, 26. Oktober 2013, 21:34

NEWS: Netflix verhandelt gerade über eine dritte Staffel, wie Deadline berichtet. Für die zweite Staffel gibt es nach wie vor nur den Hinweis auf das nächste Frühjahr, aber kein genaues Datum.

Edit: Betrifft die Ausstrahlung in Deutschland: Bereits jetzt kann man die erste Staffel über "Sky Go" abrufen, ab dem 17.Dezember dann auch bei "Sky Anytime". Außerdem wird Sky Atlantic HD die Folgen der ersten Staffel noch einmal ab dem 9. Dezember jeweils Montags bis Freitags um 23 Uhr senden. Außerdem werden ab November auch Pro Sieben Maxx (im Original mit Untertiteln) und Sat.1 (Synchron-Fassung) mit der Ausstrahlung im Free TV beginnen.
Die zweite Staffel wird auf Sky Atlantic HD wieder kurz nach der US-Premiere ausgestrahlt - irgendwann im 1. Quartal 2014, nachdem Netflix die Folgen verfügbar gemacht hat. Parallel dazu gibt es die Folgen dann auch wieder auf "Sky Go" und "Sky Anytime". Quelle: Serienjunkies.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Clive77« (28. Oktober 2013, 13:07)


Dr Knobel

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Donnerstag, 31. Oktober 2013, 18:04

So, kann weitergehen. Sorry für die längere Unterbrechung, aber ich wollte vernünftig darauf antworten. 

Zitat

Zum Premium Cable: Nein, eben nicht. HBO, Showtime & Co. haben mehr als genug Sendeplatz und sind nicht auf spezielle Termine angewiesen. Und den Sendeplatz können sie füllen, wie sie wollen - solange die Kunden dabei bleiben.


Eben drum: Wenn sie dabei bleiben. Verpulvern sie ihre Serien-Neuausstrahlungen jedoch innerhalb von wenigen Tagen anstatt über mehrere Wochen wie jetzt, brauchen sie entweder neuen Content oder wiederholen mehr als derzeit.

Zitat

Genau das wäre ja gerade mein Argument für die Event-Programmierung: Die Pay-TV Sender sind unabhängig von vielen Sachen, die den Networks zu schaffen machen. Sie müssen eben nicht ein wöchentliches (eingeschränktes) Programm senden sondern könnten ihren „Stoff“ an Land bringen, wann immer sie wollten (TV-technisch). Sie haben eben keinen „festen Sendeplatz“, es gibt zwar Konkurrenz im Pay-TV (und auch bei den Networks), aber die sind nicht festgelegt auf bestimmte Ausstrahlungszeiten.


Da widerspreche ich ja auch gar nicht.  Aber es bleibt doch dabei: Eine neue Staffel von „Boardwalk Empire“ z.B. strahlen sie derzeit erstmals über einen Zeitraum von knapp drei Monaten aus. Jagen sie die Folgen innerhalb von wenigen Tagen durch, fehlt ihnen an den Erstausstrahlungsterminen entweder neuer Content oder sie wiederholen mehr. Natürlich können sie das machen und natürlich kann es auch sein, dass es den Kunden egal ist, ob nun mehr Wiederholungen laufen oder nicht, weil sie dafür die Serie schneller sehen können. mag sein, aber ich glaube es eben nicht.

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Falsch. Notwendigkeit und praktikables Vorgehen sind genau das, was zu kürzeren Staffeln geführt hat.


Das ist doch exakt das, was ich sagte, oder nicht? Ich sagte nur, dass dies in meinen Augen kein Trend zur Event-Programmierung darstellt.

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ABER: November, Februar und Mai sind die Monate der Entscheidung! Genau dort entscheiden die Werbekunden, was sie bereit sind, für einen Werbespot zu zahlen. Dort hängt der Arsch über dem Eimer, auf Deutsch gesagt. Alles Drumherum ist mehr eine Art von „Testen“, was die Serien bringen könn(t)en (und ich beziehe mich hier bewusst auf Serien und nicht auf Football, Baseball oder sonst was, was phänomenal gute Quoten bringt und nicht an diesen Terminen hängt - ähnlich wie Reality-Shows).


Widerspreche ich auch nicht. Löst aber nicht die anderen Probleme.

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Reden wir nicht gerade darüber, was die Zuschauer wollen? Die Serie der Wahl möglichst schnell zu sehen, wie bei Netflix? Ist doch gerade das Thema, oder? Und genau das wäre eben eine Möglichkeit, die dem System zur Verfügung steht. Man hat die Sweeps, wo es drauf ankommt. Warum also nicht die Serien nur dort senden? Der Trend geht dahin, lange Staffeln sind längst Geschichte, die „Back Nine Order“ (von 13 auf 22 Episoden aufstocken) ist nicht mehr das Nonplusultra. Aber zu den Sweeps sind immer alle dabei.


Weil es nur ein halbgare Lösung wäre, da es eben nicht wie bei „House of Cards“ wäre, wo man immer darauf zurückgreifen konnte. So stopfst du alles in die prägnanten Monate und zwingst den Zuschauer , es eben da zu schauen. Ich sehe da kaum bis gar keinen Fortschritt zur jetzigen Situation., allenfalls eine Verlagerung. Der Zuschauer hat trotzdem nicht die Wahl und die Sender müssten immer noch schauen, wie sie die nun fehlenden Termine bestücken. Zudem würde die eine oder andere Serie bei diesem gnadenlosen Konkurrenzkampf untergehen, da man ja quasi einen Goldfisch in ein Haifischbecken setzen würde.

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Die Networks hatten einen großen Erfolg mit „24“ und „Lost“ - was die deutschen Sender damit anstellen, ist denen egal und auch den Studios, die die Serien im Paket anbieten. Deutschland kauft, muss kaufen (im Paket) - was danach passiert ist denen schnuppe.


Völlig klar, dass denen das egal ist. Ich führte bestimmte Beispiele nur an, um zu zeigen, dass nicht alles in Deutschland funktioniert, was in den USA Millionen vor die Zuschauer lockt.

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Hauptargument: Das Interesse der Sender - bei den Networks - sind gute Quoten, wenn es drauf ankommt. Das sind drei Monate der Herbst-Season, die sind wichtig. Der Rest ist egal und daher sehe ich dort Potenzial für Event-Sendungen. Gegenargumente habe ich da übrigens noch nicht wahrgenommen. Bei den wenigen Sendeplätzen, die die Networks haben, sind alle wichtig. Mehr verteilte Erstausstrahlungen = mehr Geld (Einnahmen). Aber mehr Folgen = ebenfalls mehr Geld (Ausgaben). Weshalb also nicht auf die Sweeps konzentrieren und dort kürzere Staffeln schneller und komprimiert ausstrahlen?


Sorry, aber die Rechnung geht nicht für mich auf. Wovon redest du jetzt genau? Um es ganz simpel zu gestalten: Ich habe drei Serien mit meinetwegen je 13 Folgen, sprich 39 Folgen in der jeweiligen Season. Wie kommst du auf mehr Folgen bei der Event-Programmierung, die da anstrebst? Die Anzahl bleibt gleich, ich hause sie nur kürzer durch und habe auf den freien sendeplätzen der ursprünglichen Ausstrahlung keine frische ware und muss sie anders füllen. Zudem setze ich Serien noch stärker in einen Konkurrenzkampf, worunter gerade und besonders ungewöhnliche Formate leiden könnten. ich sehe da Parallelen zum Kinosommer, wo bis auf Ausnahmen ja nur noch austauschbare Mainstream-Ware gesetzt wird. Ein Sender wird sich bei den Sweeps gar nicht mehr trauen, etwas auszustrahlen, was riskant ist, weil man gegen die großen Fische antreten und denen Zuschauer abjagen muss. ich sehe da keinerlei Vorteil, außer dass die Fans die Folgen eher sehen. Aber wo ist der Vorteil für die Sender?

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@Kino: O.k., da hast Du am Anfang mit den Zitaten mehr auseinander gezogen als nötig war. Mein Punkt wäre eben die absolute Besucherzahl pro Jahr. Wenn die konstant ist, kann man sich eigentlich die ganze Diskussion sparen, denn dann ist das Interesse für Kino vorhanden und nicht rückläufig.


In meinen Augen falsch. Denn wenn weniger Leute in Blockbuster gehen, davon aber immer mehr produziert werden, geht die Schiene auseinander. Ich habe auch nie behauptet, dass das Interesse am Kino verloren geht, sondern dass Studios falsche Signale setzen und deswegen gerade und besonders 2013 einige Flops einstecken mussten.

Dr Knobel

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Donnerstag, 31. Oktober 2013, 18:07

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Das gilt für Deutschland, die Staaten und jedes andere Land - wenn ich stets die gleiche Anzahl an Kinogängern erreiche, muss ich mich auf diese Zahl ausrichten. Da sind wir uns doch einig, oder? Ich kann da jedenfalls die Diskussion über die Sommer-Zahlen nicht nachvollziehen, wenn im Jahresschnitt ähnlich viele Leute ins Kino gehen.


Wir reden über die Sommer-Zahlen, weil das Kino seine bisherige Haupt-Zielgruppe trotz Blockbuster-Aufmarsch im nie dagewesenen Ausmaß verliert und als Reaktion nur eine Richtung kennt: Noch mehr, noch größer, noch teurer. Die Gesamtzahlen (Und ich rede überwiegend nur über Deutschland, wobei es selbst in den USA ähnliche Tendenzen gibt) bleiben nur deswegen gleich, weil andere Altersgruppen ins Kino rennt, die vor 10 Jahren noch keiner auf der Rechnung hatte. Doch diese gehen eben nicht in „Battleship“, sondern in „Ziemlich beste Freunde“. Statt auf die veränderten Rahmenbedingungen zu reagieren, wird die Zahl der Blockbuster weiter nach oben getrieben, was im Umkehrschluss heißt, dass weniger normalbudgetierte“ Filme gedreht werden, die die neuen Zuschauer aber nicht interessieren. Deswegen gab es in Deutschland dieses Jahr so einen massiven Abwärtstrend bei den Blockbustern und deswegen bringt hier dieses Jahr auch kein Filme mehr die 7-10 Mio. Zuschauer, die Platz 1 in der Regel sonst hatte, sondern nur noch 4,7 wie bei „Django Unchained“. Die Leute sind satt, und mir geht es nicht anders. Habe jetzt vor kurzem „Iron Man 3“ und „Man of Steel“ geschaut … wo soll ich anfangen? Ich fand letzteren wesentlich besser, aber auch da ist es doch fast schon obszön und lächerlich, wie groß das alles sein muss und wie ähnlich es alles wirkt. Tausche Passagen des Finales von „MoS“ gegen „Avengers“ aus, und es fällt kaum auf. Daher sprechen wir über die Sommerzahlen. Man setzt langfristig auf das falsche Pferd und auf dem nicht gerade leichten deutschen Markt deutet sich das bereits 2013 an.

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Dass die Produktionskosten dabei relevant sind, steht außer Frage. Eine Tendenz zurück sehe ich bislang noch nicht, um die Frage zu beantworten. Aber ich sehe eine Notwendigkeit dahin - wo wir wieder überein timmen. Gerade dieses Jahr sollte (wie Du so schön angeführt hast) den Studios zu denken geben, da sind wir uns einig. Nur was die Maßnahmen angeht, gehen wir auseinander. Momentan beschreiten alle noch den Weg zu „größer höher besser“, keine Frage. Die Frage ist eben, welche Konsequenzen aus den Misserfolgen gezogen werden und dort gehen wir auseinander. Weniger Säle, wenn doch die Anzahl der Kinobesucher konstant ist? Nein.


Stop. Da hast du mich falsch verstanden. Ich habe nicht gesagt, dass das eine geeignete Maßnahme wäre, oder dass ich es wünsche. Gott bewahre. Für mich ist das die logische Konsequenz. Die Filme werden teurer und teurer, die Studios müssen einige Flops in Kauf nehmen, die sehr schmerzhaft sind. dazu kommen Filme, die zumindest unter den Erwartungen gelaufen sind. Die normale Reaktion wäre es nun, diese sündhaft teuren Produktionen zu drosseln. Stattdessen hofft jeder auf den Money-Shot wie „Avengers“, der alle anderen Flops wieder auffängt. Da sie nun mehr 200 + Mio.-File drehen, machen sie weniger „normale“ Filme, weil einerseits sonst die Leinwände für die großen Kracher fehlen und andererseits, weil sie sich eben auf die Blockbuster verlassen. Wenn nun aber weniger Filme an sich produziert bzw. ins Kino gebracht werden, was ist dann die Konsequenz? In meinen Augen eben weniger Leinwände, auf denen hauptsächlich die großen Filme gespielt werden. Kein Wunsch, eher eine Befürchtung. Die ist aber nicht aus der Luft gegriffen.

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Sollte die Anzahl an Blockbustern tatsächlich runtergehen und die Zahl der mittleren Produktionen wieder steigen, braucht man nicht mehr einen Film in drei Sälen gleichzeitig aufführen sondern muss die Mehrzahl verteilen. Weshalb also weniger Leinwände, falls man tatsächlich in den Produktionskosten zugunsten der Produktionszahl zurückschrauben sollte?


Und da siehst du Tendenzen? Wo? ich sehe die nicht, ganz im Gegenteil. Das ist es ja gerade.

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Hier mal kurz OT vom OT: Marvel macht da echt einen tollen Job. Das hätte man nicht besser anstellen können und DC kann zu recht neidisch sein. Bei Marvel greifen die Filme ineinander und gegen den Erfolg der Filme gibt es auch nichts zu diskutieren. Jedenfalls nicht, solange sie weiterhin erfolgreich damit laufen (und ich gehe davon aus, dass die „Phase 2“ hervorragend läuft, nicht nur in den Staaten, auch hier und anderswo). Hut ab, so was hat bisher noch niemand hinbekommen, dagegen sind selbst Harry Potter und Twilight nur Würste.


Hm. Einerseits ja, andererseits sehe ich Tendenzen, die mir nicht gefallen. Also zuerst einmal sind mir die Marvel-Blockbuster mit die liebsten. Die sind professionell aber auch mit Herz gemacht, sie greifen auf die richtigen Schauspieler zurück und verkaufen ein Gesamtpaket,. das gefällt mir. Allerdings sehe ich auch, dass sie sich in meinen Augen zu stark auf den „Schwanzvergleich“ einlassen, und Filme aufblasen, die es gar nicht nötig haben. Wie gesagt sah ich „Iron Man 3“ und das Finale langweilte mich in seiner epischen Breite und Aneinanderreihung von SFX recht schnell. War der erste Film eine kleine Sensation, weil er so aufwändig war? Ich denke nicht. Der war ein Knaller, weil er einerseits den Spagat schaffte, den Stoff ernst zu nehmen, sich aber andererseits auch nicht zu wichtig zu nehmen. Zudem punktete er mit RDJ und in der ersten Hälfte passierte eigentlich nichts, weil die Figuren vorgestellt wurden. Daher ist das immer noch mein Favorit. Ich erkenne mittlerweile ein Marvel-Schema F. Noch kriegen sie immer die Kurve, weil da zu fähige Leute am Ruder sitzen und die Schauspieler zu gut sind, aber in meinen Augen verblasst die ursprüngliche Frische mittlerweile. Marvel hat immer spektakuläre Besetzungen gehabt. es war ein Risiko RDJ zu besetzen, es war ein Risiko Edward Norton zu nehmen, es war ein Risiko Brannagh die Regie zu übertragen. Mir fehlen da mittlerweile die Reizpunkte, überraschende Coups und Leute, die eben wieder anders an die Filme herangehen, als man es von Marvel gewöhnt ist, damit die Routine durchbrochen wird. Und ich sehe da keine Besserung in Sicht. Aber nochmal: Die machen ihre Sache gut, aber wie waren vor ein paar Jahren besser und mutiger.

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Kleinere Kinos: Ja, die gibt es noch.


War eine rhetorische Frage. ;) Ich habe das Glück in Bochum zu wohnen und da gibt es noch recht viele, was mich sehr freut.

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Aber längst nicht so viele wie zu meiner Kindheit. Die mussten andere Mittel und Wege finden, um ihre Existenz zu sichern und das ist teilweise auch gelungen. Im Dorfkino nahe meinem Elternhaus (die hatten schon immer nur einen Saal) läuft ein Film pro Woche. Es wurde aufgerüstet, um mit der Zeit zu gehen, aber einige ältere Annehmlichkeiten wurden beibehalten: Man kann nach wie vor während des Films einen Knopf drücken, um die Bedienung herbeizurufen, die dann vorsichtig per kleiner Taschenlampe eine Bestellung aufnimmt (es gibt nur Vierer und Zweier-Reihen, dadurch werden andere Kinobesucher kaum gestört). Die Atmosphäre ist anders als im Cineplex, heimischer, gemütlicher, weniger Idioten, die die Vorstellung mit leuchtenden Handy-Displays oder Anrufen stören, seufz. Von der Sorte Kinos sollte es definitiv mehr geben.


Seufz. Ja, viel mehr sollte es geben. Ich denke wie gesagt auch, dass sich im Schatten der Umgestaltung der großen Ketten einige kleinere Kinos stärker profilieren können, wenn sie es richtig machen. Bringt kleinere Filme, bringt ältere Filme, ladet zu Diskussionsrunden ein, macht Themenabende. Ich bin heute in der Halloween-Nacht. Da läuft das Remake zu „Tanz der Teufel“, ein Film, der erst bald ins Kino kommt und dazu gibt es eine Trailershow mit Klassikern der 70er- und 80er-Jahre. darauf freue ich mich schon.

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Die Preise, ja, die steigen und werden es sicher auch in Zukunft tun. Aber das ist doch nichts neues. Damals habe ich vielleicht zwischen sieben und neun D-Mark bezahlt, heute ist es mehr als das Doppelte. Selbst an günstigen Tagen zahlt man für Loge, Reservierung, Überlänge, 3D, usw. drauf. Einerseits sehe ich das mit einem lachenden Auge (immerhin verlangen die Kinos nicht 4 Euro für einen festen Sitzplatz, wie die deutsche Bahn es macht), andererseits ist das schon verdammt teuer. Aber wie gesagt: Wenn die Besucher es mitmachen, wird das weiterhin so laufen.


Ich sehe da aber mittlerweile ein Ende der Fahnenstange erreicht und glaube, dass die Preise auch mit ein Grund sind, warum die eigentlich jüngere Zielgruppe weniger ins Kino geht. Und man muss eben auch hinterfragen, warum Preise steigen. 3D wird mir aufgezwungen, manche Filme laufen nur in Schnick-Schnack-Sälen, die ich nicht zwangsläufig brauche und am Ende des Tages müssen die Studios ohnehin mehr verdienen, weil sich sonst ihre schweineteuren Filme nicht mehr rentieren.

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Autokinos: Kenne ich nicht viele. Ist das in Deutschland wirklich verbreitet?


Mittlerweile gibt es nicht mehr viele. Aber ich fand und finde die immer klasse. Das hat was.

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Kinobesuche: Kann Dich und Deinen Freundeskreis verstehen. Würde aber nix an der Zahl der Kinobesucher (vorerst) ändern, sofern die Anzahl insgesamt nicht rückläufig ist.


Doch, weil man in der Gesamtheit die Zielgruppe verliert. Ist ja nicht so, als hätte ich mir „Pacific Rim“ nicht geben wollen. Aber so nicht.

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Wie gesagt, die Freundin nimmt man immer mit ins Kino. Essen, Kino (ggf. auch andersrum) und anschließend xxx - gehört sich so.


Dann gehe ich lieber ins Theater oder schaue mir Kleinkunstbühnen an. Da kann man sogar noch auf Kultur machen. :D

Clive77

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Donnerstag, 31. Oktober 2013, 18:41

@Knobel: Bin heute etwas knapp bemessen mit meiner Zeit, werde aber am WE sicher Zeit finden zu antworten. (ich muss mir auch noch meine letzte Antwort ein zweites Mal durchlesen - war doch schon etwas spät den Abend)... ;)

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