BlacKkKlansman ~ KKK-Thriller von Spike Lee und Jordan Peele [Kritik]

Diego de la Vega

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BG Kritik: BlacKkKlansman (Joel)

Die wahre Geschichte von Polizist Ron Stallworth, der sich in den 70er Jahren als Schwarzer in den Ku-Klux-Klan einschläußte, Mitglied wurde und diesen unterwanderte. Telefon und Postweg sei es gedankt. Hier nachzulesen.

Denzel Washingtons Sohn John David Washington (bekannt aus Ballers) hat die Hauptrolle in "Black Klansman" und Spike Lee dreht und produziert zusammen mit Jordan Peele. Dreh noch im Herbst.
http://www.hollywoodreporter.com/news/real-life-black-klansman-movie-works-spike-lee-jordan-peele-1036526?utm_source=Direct

Klingt nicht uninteressant. Was meint ihr?
 

Slevin

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Was für eine verrückte Geschichte. Hat viel Potential und es gibt vermutlich keinen passenderen Regisseur für den Film als Spike Lee.
Bin gespannt.
 

TheGreatGonzo

Not interested in Naval Policy
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Erstes Bild aus dem Film, in dem nun außerdem Adam Driver (als Partner des schwarzen Polizisten) und Topher Grace (Als KKK-Chef) mitspielen. Der Film wird bald in Cannes Premiere feiern, ein bisschen Material gab es davor schon auf der Cinemacon zu sehen. Scheint wohl sehr im Stil einer 70er-Jahre Blaxploitation-Buddy-Komödie gehalten zu sein, was mir erstmal sehr gut gefällt.

(Und ja, die Schreibweise im Threadtitel ist die offizielle.)
 

TheGreatGonzo

Not interested in Naval Policy
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Der neue Film von Spike Lee (Do the Right Thing), die wahre Geschichte des schwarzen Polizisten Ron Stallworth (John David Washington, Sohn von Denzel), der in den 70ern mithilfe seines Partners (Adam Driver) den Ku Klux Klan infiltriert. Produziert von Jordan Peele (Get Out).

Trailer

Der Trailer kommt ganz frisch mit Reaktionen aus Cannes, wo der Film gerade seine Premiere feierte, und die sind extrem positiv. Anscheinend Lees bester und unterhaltsamster Film seit langem, und in seiner Thematik sehr aktuell. Hat wohl auch Standing Ovations bekommen.

Ab dem 23. August dann auch regulär bei uns im Kino.
 

Revolvermann

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Ein Spike Lee Film, der mal wieder ein größeres Publikum anzusprechen scheint.
Gefällt mir. Allein wie Driver sich im Stuhl dreht ist Gold wert. Der Look spricht mich ebenfalls an und inhaltlich wird das sicherlich schön bissig. Wird geschaut.
 

Rhodoss

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Puh sieht das gut aus - zuerst dachte ich ja, och nö ist mir zu ernst fürs Kino - (bin ja eher der Superheldenfilmzuschauer) - aber das hat was. Driver mag ich sowieso total gerne zusehen. Die Stuhlszene fand ich auch mega. Könnte knallhart werden. Freue mich drauf!
 

Joel.Barish

dank AF
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*some fo’ real, fo’ real sh*t.*

Sieht sehr gut aus. Sieht (aber?) auch deutlich gewöhnlicher, ordentlicher und massentauglicher aus, als ich vorher geschätzt hätte. Erste Stimmen aus Cannes sprechen vom unterhaltsamsten/massentauglichsten Lee Joint seit "Inside Man". Aber, ja, das ist vielleicht auch gar nicht schlecht. Gerade in Übersee sollte der Film mal kein Schattendasein in den Programmkinos fristen. Und mit Jordan Peele als Produzent ist vielleicht auch ein Erfolg ähnlich wie "Get Out" möglich. Zumindest erhofft man sich das.

Und Topher Grace als David Duke ist wunderbares Casting, glaube ich. :ugly:
 

Slevin

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Schaut gut aus. Wobei ich noch nicht weiß, ob mir ein weniger lockerer Ton, den der Trailer zumindest suggeriert, besser gefallen würde.
 

Jay

hat Lust nen Film zu sehen
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Also ich kenne jemanden, der den gesehen hat, und der meinte der Film sei famos. Hilft das? :shrug:

Ich antizipiere den allerdings auch. Nur noch bisher keine Zeit gefunden.
 

Diego de la Vega

Not Yet Rated
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Der ist tatsächlich überwiegend recht gut. Wie erwartet Black Power zu positiv positioniert aber im Abspann wird gut was gerettet. Und nein, nicht mit dem Inside Man-Thema. Ernstes Thema mit viel Humor verpackt, leider Synchro verhauen. Gefühlt. Kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass man auch im O-Ton keinen Unterschied zwischen dem angeblich so gelungenen Wechsel vom Schwarzen zum Weißen-Slang hören vermag.
 

McKenzie

Unchained
Gestern in OV gesehen und für sehr gut befunden. Der Film geht das Thema tatsächlich mit recht viel Humor an, und manche Momente erinnern sogar ein bisl an den von Lee so gescholtenen Django Unchained (Art der Inszenierung, Darstellung der Rednecks, und ja, sogar die Verwendung des N-Worts in manchen Momenten).

Die Message des Film ist natürlich sehr deutlich eingearbeitet, aber es ist trotzdem keine komplette Schwarzweißmalerei (im wahrsten Wortsinn).

Positiv hervorgestochen ist auch die Musik.

Das Ende fand ich übrigens recht gut. Im ersten Moment war ich ob des kitschigen "Hach ja alle Bösen sind besiegt und wir sind jetzt alle Freunde und fröhlich" ziemlich irritiert. Der ganze Film war schon relativ spaßig, und es dann auf so einer aufgesetzt-positiven Note enden zu lassen hätte ich von Lee nicht erwartet. Dabei war das nur Vorbereitung auf den Schlag in die Magengrube, der damit natürlich umso effektiver war. Sie denken, das hier war nur ein Film? Richtig, aber hier jetzt mal die Realität. So lange hab ich noch keinen gut besuchten Kinosaal in kompletter Stille erlebt nach dem Film.
8/10
 

TheRealNeo

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Nun doch noch gesehen (OmU).
Insgesamt auf jedenfall ein gelungener und wichtiger Film, wenn mitunter auch gegen Ende alles ein wenig zu offensichtlich und dick aufgetragen wirkt. Da wird Spike Lee dann auch ein wenig fahrig, wenn er immer wieder D.W. Griffiths BIRHT OF A NATION aufgreift und selber doch auch die Rednecks relativ stereotypisiert darstellt. Auch wenn er zu großen Teilen bemüht ist nicht zu deutlich die Gut/Böse-Linie zu ziehen, sondern dies mehr durch einige Charaktere zu schaffen, die eben dann wiederum sehr in eine bestimmte Richtung extrem tendieren.
Deswegen nicht ganz so clever wie GET OUT, trotzdem sehenswert.
Und ja die letzten Minuten, trotz, dass es ja noch nicht so lange her ist, erhält dies im Rahmen des Films als Nachklapp nochmals eine emotionale Steigerung.
 
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