Stan & Ollie ~ Dick & Doof Biopic

TheGreatGonzo

Not interested in Naval Policy
Teammitglied
Trailer

Die Comedy-Ikonen Stan Laurel und Oliver Hardy, in Deutschland auch gerne bekannt als Dick & Doof, bekommen eine Art Biopic. Stan & Ollie wird sich der Tour der beiden Komiker durch England im Jahr 1953 widmen, eine Zeit, wo die großen Erfolge des Duos schon lange hinter ihnen lag und die beiden sich mit gesundheitlichen Problemen herumschlagen mussten. Als Laurel und Hardy wurden nun Steve Coogan (Nachts im Museum, Philomena) und John C. Riley (Magnolia, Stiefbrüder) gecastet, das Drehbuch kommt von Jeff Pope (Philomena), Regie führt Jon S. Baird, der sich zuletzt für die Irvine Welsh-Verfilmung "Drecksau" mit James McAvoy verantwortlich zeichnete.

Der Film soll dieses Jahr vor die Kameras gehen.

Quelle

Interesant?

Mit "Dick & Doof" bin ich aufgewachsen, und mag die Filme der beiden auch heute noch sehr gerne. Das es kein klassisches Biopic zu werden scheint, gefällt mir gut, der Ansatz sich auf die letzte große Tour zu beschränken scheint mir eine sehr gute Idee zu sein. Ich bin gespannt.
 

TheUKfella

Well-Known Member
Trailer sieht wirklich schön aus :smile: Als Kind hab ich immer wieder die Dick & Doof Filmchen gesehen. Meine Eltern schauen sich sowas heute noch gern an. Im Barkeller meiner Eltern hängt auch noch so ein altes verspiegeltes Portrait von Stan & Ollie :squint:
 

Dr. Akula

Well-Known Member
Gerade aus dem Kino. Hat mir sehr gut gefallen. Neben der unglaublichen Ähnlichkeit im Aussehen und den Bewegungen und Gebaren vor der Kamera hat auch die Story wirklich sehr gut gepasst.
8/10 hartgekochten Eiern
 

TheRealNeo

Well-Known Member
Teammitglied
Lustig, auch heute Abend gesehen. :smile:

Bin nicht komplett überzeugt, aber der Reihe nach.
Darstellerisch kann man vor Steve Coogan und John C. Reilly nur die Melone ziehen. Mimik und Gestik übertragen sie wirklich beeindruckend gut. Das ist zugegeben ja in den meisten Biopics so, aber bei einem Duo dessen Spiel so ikonisch ist, mag das dann auch nochmals eine größere Aufgabe sein, dem dann gerecht zu werden.
Es ist auch gut, dass sich der Film nur eine Periode aus ihrem Leben herausnimmt, die auch losgelöst von den beiden bekannten Komikern funktioniert. Denn die Geschichte zweier Stars, denen im Alter der Ruhm und die Kraft abhanden kommt, kennt man so auch aus anderen Geschichten. Hier sind es dann eben zwei bekannte Gestalten, wo es aber der Film vermeidet, aus meiner Sicht, zu sehr ihnen einen Hommage zu schenken, als sie wirklich als Charakter funktionieren zu lassen, losgelöst vom filmischen Gedächtnis des einzelen Zuschauers. Wenn dies auch mitunter nicht immer möglich ist.
Im Groben hält sich der Film dann auch an bekannte Fakten, wobei er im letzten Drittel ds Ganze dann für die eigene Dramaturgie des Films etwas hinbiegt, damit man einen halbwegs runden und klaren Abschluss bekommt. Das muss man dem Film nicht ankreiden, kann man aber.
Ich bin noch etwas zwiegespalten, wie der Film damit umgeht, in das alltägliche Spiel von Stanley Laurel und Oliver Hardy bekannte Gags von ihnen miteinbaut. Das geschieht mitunter beiläufig, aber dafür habe ich mich mit dem Duo zu wenig beschäftig um zu wissen, ob sie in Wirklichkeit auch oft so aufgetreten sind, abseits der Kameras und Bühnen.
Das Plus das Films, bei all seinen möglichen Freiheiten, ist wie ernst er seine Hauptfiguren nimmt. Da ist wie gesagt erzählerisch nun kein Neuland, wird aber so unaufgeregt und gleichzeitig einfühlsam erzählt, das es einen trotzdem zuweilen berührt.

Dabei verstecken sich natürlich in dem Film auch andere Geschichte, die aus dem Film ein anderes Biopic gemacht hätten. Denn nur beiläufig zeigt eine kurze Szene, wie das Duo eigentlich gearbeitet hat. Welche Macht, trotz schlechtem Vertrag, und Freiheiten sie unter Hal Roach hatten, wie Stan meistens die Co-Regie inne hatte und alles danach sie unzufriedener machte, weil sie eben diese Privilegien nicht mehr hatten. Ich weiß nicht wie viel Wahrheit hinter dem Einzelengagement von Oliver Hardy steckt, bei dem er mit Harry Langdon kooperierte Ende der 30 Jahre. Der hatte mal seine Hochzeit mit Frank Capra, bevor dieser ein ganz Großer war und Columbia Pictures zu einem großen Player innerhalb des Studiosystems machte. Langdons Karriere befand sich da schon auf dem absteigenden Ast und war zum Zeitpunkt der Szene im Film kaum mehr ein wirkliches Zugpferd.
Die Karriere der beiden bot also viele Anknüpfungspunkte, aber man entschied sich für die nicht minder spannende Endphase ihrer Karriere, die sympotmatisch für das letzte Kapitel vieler alternder Künstler gesehen werden kann.


Ein netter, grundsolider, sympathischer Film.
 

Dr Knobel

Sie nannten ihn Aufsteiger
Das ist ein richtig schöner Film mit tollen Darstellern und viel Herz - ist allerdings auch arg berechenbar, geht wenig in die Tiefe und ist mir auch bedeutend zu kurz. So war ich am Ende zwar leidlich zufrieden, es überwiegt aber der Eindruck einer verpassten Chance.

6,5/10
 

Beckham23

Well-Known Member
Stan und Ollie unter Drama..aha...???? Keine Ahnung warum das hier unter Drama fällt, ich konnte bei ihren Filmen immer lachen. Genau wie die Marx Brothers. Buster Keaton und C. Chaplin war nie meins - keine Ahnung was da lustig gewesen sein soll.

Becks
 

Presko

Well-Known Member
Danke, dass Ihr mir den Film wieder in Erinnerung ruft. Den habe ich ganz vergessen, obwohl er auf meiner Watch-list stand.
 
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