Telekomriese AT&T fusioniert mit Discovery

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Laut tagesschau.de trennt AT&T seine WarnerMedia Sparte (u.a. HBO, CNN, Warner Bros., TNT) ab, um sie mit dem TV-Konzern Discovery (Dokumentar-Formate) zusammenzulegen.

Damit entsteht der zweitgrößte Medienkonzern der Welt, welcher am Streaming-Markt, Netflix und Disney in Zukunft Konkurrenz machen könnte.
 

Gray_Fox

Well-Known Member
Ist ein großer Dienst nicht besser als 5 kleine?
Jein.
Mehrere Dienste strengen sich eher an und werden vermehrt Produktionen liefern müssen.
Auch Preisanhebungen wird es leichter bei einem großen Dienst geben.

Netflix verlangt z.B. einen Aufpreis von 5 €, für eine UHD Auflösung.
Dafür bekommst du bei der Konkurrenz den ganzen Stream inkl. UHD.

So zahlt man für Amazon Prime und Disney+ so viel wie für Netflix HD und bekommt UHD.
Wenn man den Vergleich gehen will kann man für die 18 € von Netflix noch einen dritten Streaming Service bezahlen (Sky?).
 

Cimmerier

Well-Known Member
Jein.
Mehrere Dienste strengen sich eher an und werden vermehrt Produktionen liefern müssen.
Auch Preisanhebungen wird es leichter bei einem großen Dienst geben.

Netflix verlangt z.B. einen Aufpreis von 5 €, für eine UHD Auflösung.
Dafür bekommst du bei der Konkurrenz den ganzen Stream inkl. UHD.

So zahlt man für Amazon Prime und Disney+ so viel wie für Netflix HD und bekommt UHD.
Wenn man den Vergleich gehen will kann man für die 18 € von Netflix noch einen dritten Streaming Service bezahlen (Sky?).

Warum sollte diese "Bemühen" an der Anzahl der Mitspieler hängen? Ich würde ja eher dazu tendieren und sagen, dass ein gewisses, hohes Niveau erreicht wird, wenn so wenig Spieler am Start sind. Marktanteile möchten gehalten werden und gerade weil die monatliche Kündigung möglich ist, kann man sich nicht einfach ein halbes Jahr ins gemachte Nest setzen und gar nichts tun.

Netflix ist aktuell noch Platzhirsch, hat aber ordentlich Federn gelassen und noch mehr lassen müssen und die niedrige Preise die beispielsweise ein D+ aufgefahren hat, werden eh sukzessive angehoben, genau wie Netflix es auch getan hat. Ist doch gängige Praxis, dass man den Markt mit niedrigen Preisen lockt, um die Masse zu erreichen. Dauerhaft bleibt man aber nicht auf dem Level.
 

Gray_Fox

Well-Known Member
hat aber ordentlich Federn gelassen und noch mehr lassen müssen
Und was tut man dagegen?
Mehr Eigenproduktionen anbieten, um den Service attraktiv genug zu halten und die Anhebung der Gebühren nicht zu stark durchzuführen.

Die Diversität wird durch mehrere Anbieter auch gesteigert.
Wenn sich nun Anbieter mehr Animes im Angebot hat, wird Service X wohl versuchen selbst welche zu holen.

Zumindest meine Meinung/Einschätzung.
 

Cimmerier

Well-Known Member
Dafür braucht es aber eben nicht mehr Mitstreiter. Konkurrenz belebt das Geschäft, aber gerade wenn die Marktanteile zu klein werden, pendelt es sich eher schneller an einem Punkt auf allen Seiten ein, ohne dass es wirklich zu großen Neuerungen kommt.
 

Constance

Well-Known Member
Dafür braucht es aber eben nicht mehr Mitstreiter. Konkurrenz belebt das Geschäft, aber gerade wenn die Marktanteile zu klein werden, pendelt es sich eher schneller an einem Punkt auf allen Seiten ein, ohne dass es wirklich zu großen Neuerungen kommt.

Das sehe ich definitiv nicht so. Gerade wenn der Streaming-Markt, bzw. das Unternehmen, nicht massiven Content investiert, fällt es nach hinten. Das liegt überwiegend an dem monatlich kündbaren Modell, wodurch die sehr schnell deine Kunden an die anderen Mitspieler verlierst, wenn diese eben mehr Content liefern. Aktuell setzt man darauf jede Woche neue Inhalte zu liefern. Davon mal abgesehen, dass das viel Geld kostet - glaube Netflix hat jetzt 18-19 Milliarden $ in die Hand genommen.


Die Fusion von Warner Media/Hbo mit Discovery finde ich großartig. Zumal es aktuell danach aussieht, als würde das Discovery-Team mehr Einfluss in dem neu geschaffenen Unternehmen gewinnen. Was ich persönlich riesig finde. :biggrin:
 

Cimmerier

Well-Known Member
Ich hab mit keinem Wort behauptet, dass das nicht der Fall ist. Meine Aussage war, dass die Anzahl der Wettbewerber nicht dafür verantwortlich ist, dass die Konkurrenten sich mehr Mühe geben. Marktanteile sind geringer, Umsatz ebenso, also kann man auch nicht so stark in Produktionen reinbuttern. Das produziert werden muss und auch wird, ist klar. Das ist ohnehin aktuell der einzige USP, den ein Streaming-Service vom anderen abhebt.
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Gerade wenn der Streaming-Markt, bzw. das Unternehmen, nicht massiven Content investiert, fällt es nach hinten. Das liegt überwiegend an dem monatlich kündbaren Modell, wodurch die sehr schnell deine Kunden an die anderen Mitspieler verlierst, wenn diese eben mehr Content liefern.
Nicht zwangsweise. Wenn du viele Anbieter hast, vielleicht schon, weil du nicht bei drölfzig Anbietern je 10, 12 Euro zahlen willst. Aber wenn du z.B. nur 3 Anbieter hättest, bräuchtest du ggf. gar nicht über einen Wechsel nachdenken, weil du dir 3 Anbieter noch ganz gut leisten kannst.
 

Constance

Well-Known Member
Ich hab mit keinem Wort behauptet, dass das nicht der Fall ist. Meine Aussage war, dass die Anzahl der Wettbewerber nicht dafür verantwortlich ist, dass die Konkurrenten sich mehr Mühe geben. Marktanteile sind geringer, Umsatz ebenso, also kann man auch nicht so stark in Produktionen reinbuttern. Das produziert werden muss und auch wird, ist klar. Das ist ohnehin aktuell der einzige USP, den ein Streaming-Service vom anderen abhebt.


Hier befinden sich aber nur 2 Konkurrenten, die schon ein wenig im Markt etabliert sind. Alle anderen müssen exzellenten Content liefern. Zudem liefern auch Amazon und Netflix gigantische Mengen Inhalte, um eben nicht abzurutschen. Der Bereich des Streamens ist eben noch sehr jung. Weshalb ich hier mehr Mitspieler begrüße. Andererseits versucht man durch die jüngsten Aufkäufe oder Fusionen einen der künftigen Bigplayer zu generieren. Womit irgendwann der ein oder andere Service wegfällt oder verschlungen wird.

Und nicht jeder hat Lust 3 Dienste zu abonnieren. Das ist schon ein satter Betrag der monatlich für 3 Dienste fällig wird. Und da man sich jeden Monat umorientieren kann, setzt das jeden Anbieter unter Druck. Amazon hat zusätzlich über den kostenlosen Versand einen sehr prägnanten Vorteil durch den wachsenden E-Commerce.
 

Cimmerier

Well-Known Member
Ist doch alles fein. Das steht nur weiterhin nicht im Widerspruch zu meiner Aussage. Wir haben allerdings mehr als zwei Player am Markt. Auch in Deutschland.
 
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