Godzilla vs. Kong Regisseur dreht ThunderCats Film

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Thundercats, ho! Regisseur Adam Wingard nutzt die Gunst der Stunde. Sein "Godzilla vs. Kong" ist auf bestem Wege, der erfolgreichste Kinofilm der Pandemie-Ära zu werden (größtenteils dank China), was natürlich auch die Bosse bei Warner Bros. erfreut. Eigentlich hat Wingard bereits das faszinierend-seltsame Vorhaben ins Auge gefasst, eine späte Fortsetzung zu "Face/Off: Im Körper des Feindes" zu drehen, vielleicht sogar mit John Travolta und Nicolas Cage vor der Kamera, doch nun sichert sich der Filmemacher das nächste Projekt bei Warner: ThunderCats!

Warner besitzt die Rechte an der 80er Action-Fantasy-Kultserie seit einigen Jahren. Ein erstes Adaptionsprojekt scheiterte damals, als - das verkannte Meisterwerk - "Speed Racer" unverdient an den Kinokassen floppte. Inzwischen sind Transformers, die Ninja Turtles und G.I. Joe bereits den Weg der großen Kinoverfilmung gegangen, mit letzterem kurz vor dem ersten Reboot bzw. Spin-Off. Ein "ThunderCats" Script von David Coggeshall lag seit einer Weile ungenutzt beim Filmstudio herum. Nun will es Wingard mit seinem Kollegen Simon Barrett überarbeiten und dann inszenieren. Der "Death Note" (die Netflix-Version) Regisseur spricht von der reichhaltigen Mythologie der Serie und beschreibt sich mit den Worten, "Nobody on this planet knows or has thought as much about ‘ThunderCats’ as I have." ["Niemand auf diesem Planeten weiß so viel oder hat so viel über 'ThunderCats' nachgedacht wie ich."] Und der Clou? Wingard will den klassischen 80er Look beibehalten, keine Updates oder Neuerungen einbauen und offenbar auch nicht den Weg von z.B. Turtles (oder "Cats"?) gehen. Gesprochen wird von einem stilistischen Hybriden zwischen CGI und traditioneller Animation.

Die amerikanische Originalserie, eine Rankin/Bass Produktion, ging im Januar 1985 (in Deutschland übrigens erst 1991!) erstmalig auf Sendung, brachte es auf vier Staffeln mit insgesamt 130 Episoden. 2011 gab es einen kurzlebigen Reboot und 2020 eine grunderneuerte und deutlich stärker humororientierte (daher teils kontrovers aufgefasste) Cartoon Network Version namens "ThunderCats: Roar". Die Geschichte von "ThunderCats" führt den Zuschauer in die Welt von Thundera, dem Heimatplaneten katzenähnlicher humanoider Kreaturen. Als Thundera dem Untergang geweiht ist, müssen Leo/Lion-O und seine Familie ihre Heimat verlassen und lassen sich auf der Dritten Erde nieder. Doch der finstere Mumion/Mumm-Ra und seine Mutanten-Gefolgschaft sind ihnen auf den Fersen. Wie bei so vielen 80er Jahre Cartoons ist der tatsächliche inhaltliche Gehalt streitbar, doch gewisse Designelemente und insbesondere das Sounddesign lösen selbst bei Nostalgie-Skeptikern (wie diesem Autor) bis heute Pawlow'sche Reaktionen aus. Darauf scheint auch Wingard abzielen zu wollen.

Quellen:
Deadline.com
Deadline.com (Interview)

Sind wir bereit für einen "ThunderCats" Film? Trotz oder gerade wegen "Cats" 2019? Was ist zudem von dem Hybridvorhaben aus CGI und traditioneller Animation zu halten? Und überhaupt: wo bleibt der verdammte "Saber Rider" Film?!

 

CPL386

Well-Known Member
Also ich weiß jetzt wirklich nicht, wie Du von Thundercats auf "Cats" kommst... Egal.
Soll im eigentlichen Design / Aufmachung kommen wie die Original-Serie, klingt schon mal gut!
Bei einer entsprechenden Story die auch nicht viel umwirft und in die Serie reinpassen würde, bin ich gerne dabei.
CGI-Hybrid finde ich jetzt nicht unbedingt schlecht. Das geht auch in gut und muss nicht wie "Cats" oder "Death Note" sein.
Da warte ich lieber erste Bilder ab, bevor ich mich groß Ärgere.



Aber... !
Und überhaupt: wo bleibt der verdammte "Saber Rider" Film?!
:top:
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Ich muss gestehen, dass ich Thundercats in meiner von Zeichentrickserien geprägten Kindheit nie wirklich cool fand, aber bei Wingard wär ich neugierig. Es kann nur besser werden als Cats mit Jason Derulo.
Lieber aber Face Off 2 zuerst, mit Cage, mit Travolta.
 

Shins

Administrator
Teammitglied
Ich traue Wingard seit dem Death Note Desaster nicht mehr bedenkenlos. Wobei sein Kong-Godzilla-Duell ja taugen soll.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Och, ich fand den Death Note Realfilm eigentlich überraschend okay. Der Anime ist viel besser, aber ich konnte mit dem Realfilm leben.
 

Joel.Barish

dank AF
Teammitglied
Also ich weiß jetzt wirklich nicht, wie Du von Thundercats auf "Cats" kommst... Egal.
Wie kommt man denn hier *nicht* auf Cats? :ugly: Steckt doch schon im Titel. Nee, aber im Ernst. So weit ist der Sprung rein optisch doch nun wirklich nicht. Wingard scheint mit der CGI/Klassische Animation Umsetzung zwar einen leicht anderen Stil anzupeilen, aber wenn man sich vorstellt, wie eine Thundercats Kinoadaption aussehen würde, wenn man z.B. ungefähr die Wege eines Turtles-Films gehen würde, käme man doch recht schnell in die gestalterische Nähe von Cats. Es sind eben anthropomorphe katzenartige Wesen. Ob jetzt Haus-/Straßen-/Railway-Katzen oder außerirdische Löwen und Geparden, das ist doch relativ wurscht bzw. nicht so weit weg. :hae:

Und @Jay der Death Note Film ist katastrophal. Kann Shins' Sorgen deswegen voll verstehen. Gerade wenn sich nun jemand mit großem Selbstbewusstsein (oder ist es Anmaßung/Arroganz?) hinstellt und meint, der Experte in Sachen Thundercats und TC-Mythologie zu sein, muss man einfach skeptisch sein, weiß man doch, wie wenig Verständnis oder Fingerspitzengefühl derselbe Mensch bei der Welt von Death Note offenbarte.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Andererseits ists auch eine Herausforderung, 20-30h Death Note, einer der besten Animes ever, in 90min US Film zu stopfen.
 

Mr.Anderson

Kleriker
Das stimmt. Das ist schon schwer genug, da hätte man sich die zahlreichen Änderungen zur Original-Story wirklich verkneifen MÜSSEN. Ich bin absoluter Death Note Fan. Habe alles davon. Anime-Serie, die vier japanischen Original-Filme und sogar die Real-Serie von 2015, aber nicht den Wingard-Film. Der ist einfach Ultra-Schlecht. Ich denke viel mehr hätte man nicht falsch machen können. Kiras Motivation ist hier völlig versaut. Kira ist ja eigentlich nicht mal Kira, sondern wird durch seine Freundin beeinflußt. Nö, doof!
 

CPL386

Well-Known Member
Bezüglich Death Note bezog ich mich eher auf die Effekte, bzw. wie Ryuk da aussah.
@Joel.Barish Ich hab da noch Hoffnung, dass es eben nicht so aussehen wird, da ja schon in deinem Text steht, dass sie nicht so vorgehen wollen wie es bei Turtels gemacht wurde.
Es gibt doch auch gute CGI! :ugly:
 
Oben