Doctor Who

Metroplex

Well-Known Member
Ich bin ein bisschen überrascht über die negative Stimmung hier.
Bis jetzt habe ich zwar auch bei jeder Folge irgend etwas auszusetzen, aber die Staffel ist schon MASSIV besser als die letzten... 5 oder so von Moffat.
Es fehlen mir noch einige Dinge, zb wirkt das Universum bis jetzt eher "klein", also es kommt mir nicht so vor als bewegen wir uns durch ein Universum welches gefüllt ist mit Aliens, Menschen und allem möglichen anderen, falls jemand versteht was ich meine. Dafür bekommen wir aber Stories welche von A über B zu C erzählt werden, und wir fangen nicht mit Q an, schneiden mal kurz B an und springen dann direkt zu Z, ohne zu erklären was dazwischen passiert ist. So kam mir das bei Moffat manchmal vor.

Also es fühlt sich für mich noch nicht RICHTIG nach Doctor Who an, ich denke aber dass das noch kommt. Das ist die erste Staffel von einem Team welches so gerade erst begonnen hat, das kommt schon noch besser. Immerhin die Richtung ist schon mal richtig.
 

Shins

Administrator
Teammitglied
Ich bin total bei Metroplex, um hier mal den positiven Meinungen mehr Gewicht zu geben. Aus zeitlichen Gründen hinke ich derzeit nur leider hinterher und halte mich hier im Thread daher zurück. Habe leider erst drei Folgen gesichtet, gerade die dritte hat mich aber extrem gepackt. So viel besser als dieses ganze möchtegern-schlaue, verwirrende Twist an Twist an Twist Gereihe. Ich bin immer noch sauer auf Moffat, dass er rückblickend mit Capaldi einen so großartigen Doktor hatte und ihn - neben einigen richtig guten Highlights - in so viel Schrott gesteckt hat. Alleine das Staffel 10 Finale. Bähhhh.

Und den 13. Doktor? Ich mag sie total. :smile:
 

Sesqua

Lebt noch
Erstens. Die Musik nimmt schon viel Vorweg. Bevor noch was passiert, weiß man schon das was passiert. (Beispiel: Ein Kerl geht um die TARDIS mit einem Gerät. Die Musik deutet sofort an das es sich um einen "Bösen" handelt). Und ich mag nicht die aktuellen Pophits in DW.

Zweitens. Die Begleiter. Ich merk mir die Namen nach 3 Folgen immer noch nicht. Das is bei mir äußerst ungewöhnlich und passiert mir nur bei nicht wichtigen Nebendarsteller auftritten. Ich merk mir nur, der Opa, die Inderin und der Schwarze mit Umfallproblemen wenn der Plot es braucht. Die sind viel zu blass und eher stereotype geschrieben.

Drittens. Ich fühl mich zeitweiße fast schon bedroht vom Doctor. Sie schreit mir eindeutig zu viel und wirkt mir daher Gespielt.

Viertens. Die TARDIS is nun teils Türkis. Was störte den am Blau? und das Innenleben ist für eine "Frau" inkanation viel zu Maskulin, Protzig und fast schon zu sagen, Plump.

Fünftens. Das ist nicht direkt eine Kritik, aber man weiß nach 3 Folgen noch nicht ob es überhaupt einen übergreifenden Arc gibt. Nur das man einen neuen großen Bösen einführt. Mit den Zähneträgern.

Soweit nach 3 Folgen.

Ps. Die 3 Folgen wirken wie aus einer Drehbuchvorlage von Legends, wo man den Humor und die Kampfszenen rausgestrichen hat. Und das ist was dann über blieb.
 

Clive77

Serial Watcher
Teammitglied
Mir gefällt der neue Doctor und die aktuelle Staffel bislang gut bis sehr gut. Details meinerseits gibt es Woche für Woche bei den Junkies.
Und klar, bislang war in jeder Folge noch Luft nach oben, aber man merkt halt, dass Chibnall sich um gute Charaktere bemüht und unterm Strich ein bisschen bis stark in Richtung Ursprung geht, weil er wieder geschichtlich relevante Ereignisse einbaut. In "Rosa" war das sehr gelungen, während "The Tsuranga Conundrum" vielleicht besser in der nächsten Staffel aufgehoben wäre (das Ende ähnelt sehr stark dem von "Rosa" und die Thematik ist zwar anders, aber doch ähnlich - außerdem waren die Aliens aus dem letzten Weihnachtsspecial kopiert, was ihre Intention anging).
Das neue Team und der neue Doctor gefallen mir jedenfalls. Da ist mehr Dynamik drin, als wenn der Doctor nur einen Begleiter hätte. Beim Doctor fehlen mir aber noch die individuellen Eigenarten, die sie von den Vorgängern abheben.

News
Dieses Jahr wird es kein Weihnachtsspecial geben. Stattdessen gibt es Neujahr ein Special, welches von Chibnall geschrieben wird. Quelle: Serienjunkies.
 

Clive77

Serial Watcher
Teammitglied
Och, will da jetzt doch jemand Moffat zurück? :nene:
Der Zug ist abgefahren. Das Geschrei war in den letzten Staffeln so groß, dass das Verlangen nach einem neuen Showrunner umgesetzt wurde. Das (schwere) Los fiel auf Chibnall und was Charaktere angeht, legt der sich echt ins Zeug. Vielleicht (und leider) nicht beim Doctor, aber mir gefällt das Team TARDIS und auch, dass es jetzt wieder geschichtsbezogene Episoden gibt, die tatsächlich ein wenig zum Nachdenken anregen - "Rosa" war ziemlich super, während "Demons of the Punjab" leider zu kopiert wirkte, um mich zu überzeugen.
Aber gerade die letzte Folge (Kerblam!) hat gezeigt, dass sich Chibnalls charakterintensive Bemühungen lohnen und durchaus vereinbar mit Abenteuern sind, die miträtseln lassen und irgendwo kritisch auf die Gegenwart schauen. Kerblam! kommt zwar auch nicht ohne Kritikpunkte aus, aber könnte halt auch problemlos ein weiteres Abenteuer der "New Who" Ära sein.

Ich hoffe jedenfalls, dass das Gerücht sich als Ente erweist. Was Whittaker angeht, fehlt mir auch noch eine gewisse Eigenständigkeit, was ihren Doctor betrifft. Daran muss einfach noch gearbeitet werden, was hoffentlich noch passiert. Aber Chibnall? Der macht schon insgesamt einen guten Job. Zumindest, was die (einmaligen) Charaktere betrifft. Sicher, an seinen Abenteuern muss er noch etwas feilen und darf einfach nicht dauerhaft auf Geradlinigkeit setzen - vermutlich der Kritikpunkt, der ihm zu schaffen machen könnte und (wenn ich die Kommentare zu meinen bisherigen Reviews richtig deute) der größte Anlass zur Kritik ist. Nun, Kerblam! hat bewiesen, dass es durchaus geht. Ich hoffe jedenfalls, dass Chibnall nicht so einfach das Handtuch wirft. Denn wer sollte seinen Posten übernehmen?
 

Clive77

Serial Watcher
Teammitglied
Whithouse? Der hatte ein paar gute Stories parat, aber halt auch die Vampire von Venedig. Insgesamt auch mehr unter Moffat (als Showrunner) geschrieben, dabei aber nicht das Augenmerk bekommen wie Moffat damals unter Davies (als Showrunner). Glaube daher kaum, dass er der nächste Showrunner wäre. Da gäbe es auch gleich wieder einen Aufschrei, wegen zurückrudern auf Moffat-Ära, weil Whithouse die meisten Geschichten eben dort geschrieben hat. Nee, der wird es nicht (falls es überhaupt einen neuen Showrunner in absehbarer Zeit geben wird).

Und Andrew Scott? Ernsthaft, Sherlocks Moriarty als neuer Doctor? Glaube ich nicht. Nicht, weil ich Scott nicht mag - der könnte sicher auch einen guten Doctor spielen. Aber ich glaube kaum, dass BBC allzu schnell von einem weiblichen Doctor loslassen wird. Selbst, falls Whittaker aussteigen sollte (was ich ehrlich gesagt, nicht glaube). Nee, im Fall der Fälle wird die nächste Time Lady einspringen.

Aber mal abgesehen vom Gerücht (mehr ist es ja bislang nicht, weil von offizieller Seite nichts bestätigt oder dementiert wurde), gefällt mir die aktuelle Staffel ohnehin eher gut als schlecht. Man merkt den frischen Wind und die starken Bemühungen, aber es muss definitiv noch mehr abgeliefert werden. Ich bin da zuversichtlich. Ein bisschen mehr eingrooven wie bei der letzten Folge und gut is.
 

Metroplex

Well-Known Member
Die letzte Folge der Staffel war gleichzeitig auch irgendwie eine der schlechtesten O_o
Irgendwie war das nichts.

Trotzdem war es die beste Staffel seit langem. Endlich machen die Stories wieder sinn :ugly:
 

Clive77

Serial Watcher
Teammitglied
News
Zwölfte Staffel ist übrigens offiziell bestellt und wird 2020 kommen. Quelle: Serienjunkies.

Meinung: Och nee, wieder mehr als ein Jahr Pause. Muss echt nicht sein. Aber naja, andererseits auch Standard bei der Serie...


Edit: Finale fand ich jetzt auch nicht super. Viel Potenzial, wenig genutzt. Graham rockt, Ryan ist dicht dran, Mark Addy hat mir gefallen, aber die Story war jetzt nicht gerade berauschend und der Doctor bleibt erstmal Erkärbär. :mellow:
 

Mr.Anderson

Kleriker
Clive77 schrieb:
@Anderson: Kleiner Tipp. Schaut euch noch die dritte Folge an. Falls euch die auch nicht überzeugt, wird es vermutlich auch der Rest nicht tun. Aber Folge drei geht auf die Ursprünge der Serie zurück und ich wäre gespannt auf deine Meinung dazu.

Mr.Anderson schrieb:
Für dich, aber auch nur für dich werde ich mir die dritte Episode noch ansehen. Wird aber noch ein, zwei Tage dauern. Erstmal ist jetzt Sabrina angesagt. :smile:

Ein bis zweihundert Tage später war es dann wirlich soweit. Mr. und Mrs. Anderson haben sich Episode 3 angesehen. Die war tatsächlich schon besser als die ersten zwei Episoden. Deutlich besser! Positiv überrascht haben wir dann mal weitergeguckt, bis die Staffel inklusive das Neujahrsspecial tatsächlich durchgebinged war. Ja, der neue Doctor und die Begleiter sind mir jetzt deutlich sympathischer. So sympathisch, dass ich wohl ziemlich sicher auch die nächste Staffel ansehen werde. Frau hat sich auch an den neuen Doc gewöhnt und findet sie jetzt teilweise sogar "knuffig". Sie glaubt allerdings, dass unsere Erwartungen nach unseren Erfahrungen mit den ersten zwei Episoden in den letzten Monaten soweit runtergeschraubt wurden, dass wir gar nicht mehr enttäuscht werden konnten. Mein größtes Problem ist aber, dass die Geschichten nach der dritten Folge gleich wieder abgestürzt sind. Sie sind zwar alle durchaus interessant, aber streckenweise sooooo lahm erzählt... puuuh. Glaube auch nicht, dass das unter Chibnall noch besser wird. Ich hoffe immer noch auf einen neuen Showrunner für die übernächste Staffel, ein neuer Doctor muss es von mir aus aber erst mal nicht sein.

Fazit: Doctor und "Familie" sind jetzt sympathisch, teilweise sehr lethargisches storytelling, Doctor Who Feeling kommt leider zu keiner Zeit auf und es wird mir einfach viel zu wenig gerannt! Wenn ich etwas immer und immer wieder vom Doctor hören kann und WILL, dann ist es "RUN! RUN FOR YOUR LIFE!" :biggrin:
 
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