Thanos der beste Antagonist ever !?

Indian03

Member
und auch hier ist es immer eine Frage der Perspektive.

Was ist ein guter "Gegenspieler":

ist es der Schauspieler der dem Gegenspieler Leben einhaucht und ihn als nachvollziehbaren Charakter darstellt: da fallen mir Gert Fröbe aka Goldfinger, Anthony Hopkins aka Hannibal ein

ist es die Figur, die als Gegenspieler so konzipiert ist, dass eine Geschichte hinter ihr steht und ich die Motivation verstehe, da fällt mir Marlon Brando aka Colonel Kurtz oder Rutger Hauer als Roy Batty ein

ist es die Figur, die als Gegenspieler den grundbösen Antagonisten darstellt, der sich gerade dadurch auszeichnet, empathilos zu sein und nur seinen Zielen zu folgen, da fällt mir Arnie als Terminator oder David Prowse als Darth Vader ein

Jetzt ist die Frage, gibt es Gegenspieler, die alles auf sich vereinen und ohne Avengers IW (ich kenne nur bisher Endgame) gesehen zu haben, glaube ich nicht, dass das wirklich alles so hier zu trifft - ich glaube schon, dass die Figur Thanos gut gezeichnet und umgesetzt ist, aber meienr Meinung nach gibt es mit Sicherheit Figuren, die alles obige gut vereinen. Für mich sind gute Beispiele für hervorragende Geegnspieler z.B. (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

Jack Nicholson als Jack Torrance
Christopher Waltz als Hans Landa
Heath Ledger als Joker
Danel D. Lewis als Bill the Butcher
 

TheGreatGonzo

Not interested in Naval Policy
Teammitglied
Da ich Endgame noch nicht gesehen habe, ist es wahrscheinlich sehr unklug, überhaupt in diesem Thread zu sein, aber ganz generell gesprochen, finde ich es unmöglich irgendwas als "Bestes ever" zu definieren. Vieles kann auf seine Weise gut sein, aber das allerbeste überhaupt doch eher nicht. Thanos ist sicher ein gelungen-überlebensgroßer Bösewicht und damit genau passend für den ersten großen Endgegner des MCU, aber es gibt noch so viele andere tolle Bösewichte in der Filmgeschichte, dass man niemals wirklich sagen kann, einer davon ist der Beste von allen. Allein im MCU fand ich Killmonger mindestens so gut, wenn nicht interessanter als Thanos, auch wenn der, vor allem im Finale, nicht die gleiche physische Präsenz hat.
 

Constance

Well-Known Member
Wahrscheinlich ist das unklug, aber lese ich richtig, dass Indian03 Infinity War nicht gesehen hat?!

Für mich ist bei dem Gegenspieler am wichtigsten, dass er nachvollziehbar ist und ich ihn verstehen kann.
 

Noermel

Well-Known Member
Constance schrieb:
Wahrscheinlich ist das unklug, aber lese ich richtig, dass Indian03 Infinity War nicht gesehen hat?!

Für mich ist bei dem Gegenspieler am wichtigsten, dass er nachvollziehbar ist und ich ihn verstehen kann.
:thumbup:
Und genau das ist zumindest für ich hier grandios gelungen.

Hab hier auch ein YT Video zum Thema.
 

Constance

Well-Known Member
Also Thanos hat das Problem, dass sein Bestreben nicht weit gedacht ist. Leben halbieren ist ja gut und schön, aber es gibt genug Anzeichen dafür, dass dies nicht in dem gewünschten Effekt endet. Er hätte es wahrscheinlich selbst irgendwo im laufe seines Leben erkennen müssen, dass dies nicht ein balanciertes Universum zur Folge hat. Es wäre sogar wahrscheinlicher, es überpopuliert. Aber seine Gründe dahin scheinen einfach zu sein: Er ist verrückt. Aber das hätte man irgendwie auch besser unterbringen können.

Ich bin nach wie vor froh, dass Infinity War ihm gewidmet wurde.
 

Raphiw

Godfather of drool
Eigentlich regulieren sich überpopulationen von selbst... und sei es durch das Aussterben einer Spezies, aber das ist mindestens genauso radikal wie die Herangehensweise von Thanos. Thanos ist ja quasi die böse Personifikation der Natur des Lebens in radikal... so oder so ähnlich.
 

Constance

Well-Known Member
Die Natur folgt ihrem eigenen Muster. Evolution oder nicht, sie selbst interveniert ja nicht irgendwo mit Ideen, 50% zu reduzieren. Wenn eine Spezies ausstirbt, dann weil ihr Lebensraum weg fällt.

Er personifiziert wirklich eine wahnhafte Vorstellung. In ihrem Kosmos erklärt sie sich für ihn, weitläufig macht auch ein Reboot des gesamten Univserums keinen Sinn, da er irgendwann wieder zu dem Entschluss käme, 50% negieren zu müssen. Außer er bietet sich als Leitmotiv an und hilft seinem Kosmos auf gute Art. Aber dann wäre er ja ein Held.

Eigentlich wäre das ne dicke Story, wie der Böse zum Guten würde.:squint:
 

Revolvermann

Well-Known Member
Thanos ist tatsächlich mein leiblings Bösewicht im MCU. Ich finde ihn mindestens so gut wie Loki in "Thor". Loki hat nur den Nachteil, dass er in den Folgefilmen immer mehr zur Karikatur verkommt. Ihm wurde in Anbetracht der zahlreichen Auftritte nur sehr wenig Tiefe verliehen und auch seine Geschichte im weiteren Verlauf ist im wahrsten Sinne des Wortes lachhaft. Denn er war nur noch für Lacher gut. Ein Stichwortgeber. Leider.
Thanos darf wenigstens verrückt und dramatisch bleiben.

Auf die ganze Filmgeschichte bezogen? Nein. Da ist der lila Gummibär wahrscheinlich nicht mal in den Top 50.
Vielleicht habe ich in meiner Jugend zu viele Superhelden-Comics gelesen aber im Grunde ist er doch nur einer von vielen Sprücheklopfern. "Ich bin unvermeidlich!", "Alles im Gleichgewicht, so wie es sein soll!" , "Niemand stellt sich mir in den Weg!"
Viel Pathos und pseudo-bedeutungsschwangeres Geschwafel. Das ist doch Bösewicht-Baukasten 1x1. Wie gesagt, zum MCU passt es und damit sich ein paar bunte Actionfiguren auf die Schnute kloppen ist es perfekt, muss nicht mehr sein.
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Indian hat das echt gut ausgeführt. Kommt ja immer drauf an, was die Perspektive ist. Für manche sind Tyler Durden und Scarface Helden, man kann sie aber auch klar als Antagonisten sehen. Nur weil sie die sichtliche Hauptrolle haben, heißt das ja längst nicht, dass man sich mit ihnen identifizieren soll.

Oder auch Definition von beste. Am spannendsten weil tiefschichtig? Weil unberechenbar? Am ehesten mit identifizierbar? Interessant, weil interessante Powerfantasie?

Gerade Bill the Butcher ist da eine hervorragende Wahl. Der ist schwer einzuschätzen, durchweg unterhaltsam, tiefschichtig, ein Eindruck schindender Kerl. Frei von Angst, und trotzdem mit einem gewissen Ehr- und Empathieinteresse für Leos Figur.

Ist der T-800 böse? Er macht ja nur, wofür er geschaffen wurde. Wie ein Staubsaugerroboter. Zumal er eine Maschine ist, die in ihrer frühen Form keinerlei Verständnis für Bindung oder Gefühle hat.

Die langweiligsten Bösewichte sind wohl die, die nur alles zerstören wollen oder aus Geldgier handeln.
 

Raphiw

Godfather of drool
Sammeln wir doch mal alle bekannten Bösewichte und machen eine Abstimmung mit 10 Stimmen pro Person. :thumbsup:

In meinem MCU Thread hat das doch auch wunderbar funktioniert.

... Können es ja aufs Populärkino erst mal beschränken.
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Hatten wir vor Jahren schon mal. Mit mehreren Runden. Ging glaube ich mit 50 Bösewichten los. Wer am Ende gewonnen hat, weiß ich nicht mehr.
 

Raphiw

Godfather of drool
Kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern. :shrug:

Wird wohl Zeit für eine Wiederholung. Kann mir kaum vorstellen dass da der rosa Titan mit dabei war.
 

Woodstock

Z-King Zombies
TheGreatGonzo schrieb:
Da ich Endgame noch nicht gesehen habe, ist es wahrscheinlich sehr unklug, überhaupt in diesem Thread zu sein, aber ganz generell gesprochen, finde ich es unmöglich irgendwas als "Bestes ever" zu definieren. Vieles kann auf seine Weise gut sein, aber das allerbeste überhaupt doch eher nicht. Thanos ist sicher ein gelungen-überlebensgroßer Bösewicht und damit genau passend für den ersten großen Endgegner des MCU, aber es gibt noch so viele andere tolle Bösewichte in der Filmgeschichte, dass man niemals wirklich sagen kann, einer davon ist der Beste von allen. Allein im MCU fand ich Killmonger mindestens so gut, wenn nicht interessanter als Thanos, auch wenn der, vor allem im Finale, nicht die gleiche physische Präsenz hat.
In meinen Augen, der beste Beitrag ever!
 

Raphiw

Godfather of drool
Ich würde soweit gehen zu sagen das Jeremy Renner der beste hawkeye ever ist. :ugly:

Und cumberbatch der beste Strange im Film ever. :read:
 

Danny O

Active Member
Auf jeden fall gehört er zu den Besten, nur wir haben nicht wirklich viel vom Thanos und seiner Macht sehen dürfen.
Man reduziert ihn oft auf den Handschuh aber er ist eigentlich Sehr mächtig , man hätte da durchaus mehr rausholen können.

Sonst gibt es wenig zu Meckern

Außer im letzten Film jetzt meiner Meinung nach
 

Envincar

der mecKercheF
Thanos ist für mich definitiv einer der Besten...würde aber noch Joker & Vader über Thanos sehen.
 

Raphiw

Godfather of drool
Gerade die beiden finde ich motivationstechnisch überschätzt. Dann sogar noch eher raz Al ghul oder killmonger. ...wenn wir im comicbereich bleiben.
 

Noermel

Well-Known Member
Speziell Liam Nesson war wirklich :top: als Rhas :squint:
Motivation Ziele :thumbup: Er hatte nicht mal ein Probleme zu sterben wenn Bruce dadurch lerne "zu tun was nötig ist".
Und jemand der die Welt einfach nur brennen sehen möchte :shrug: :love: :ugly: :biggrin:

Vader :sleeping:
 

Mox

Member
Thanos ist einer der besseren Antagonisten im MCU denn, Hand aufs Herz, so viele gute gab es nicht. Dennoch ist Thanos leider nicht der Beste. Das Potential war aber da und mit Infinity War war für mich auch ein guter Grundstein gelegt. Die Russos haben da mit Rückblenden gearbeitet, haben ihn seine Motive erläutern lassen, haben persönliches Preis gegeben, seine Beziehungen erläutert etc. etc. aber das Alles kam dann leider bei Endgame viel zu kurz.
Die wenigen Thanosszenen nach dem Tod seines Gegenwarts-Ich lassen ihn eher wieder eindimensionaler anmuten. Plötzlich will er doch das ganze Universum zerstören. Diesmal ist keine Zeit für emotionale Momente in Bezug auf seine Beziehungen etc.
So gut ich den Film fand, die Figur Thanos hat in Endgame Federn gelassen nach meiner Meinung. Ich find den Mad-Titan immer noch cool und denke das es insgesamt eine wirklich tolle Figur ist, aber mir nützt es nichts wenn ich nur erahnen kann das er wesentlich "deeper" ist als tatsächlich dargestellt. Loki ist da wesentlich vielschichtiger, hatte aber zugegebenermaßen auch mehr Zeit und Gelegenheit seinen Charakter auszubauen und darzustellen.

Ansonsten würde ich hier gern noch John Doe aus Sieben ins Spiel bringen, wenn es um gute Antagonisten geht. Er war das erste nicht-Monster in einem Film der mir als Jugendlicher eine Gänsehaut verpasst hat. Auch er hat Motive die er glaubhaft im Film vermitteln kann
( und das obwohl er erst im letzten Drittel des Films auftaucht und bis dahin eigentlich nur durch seine vorgefundenen Taten sprechen konnte). Er strahlt ein übergeordnetes Charisma aus und wirkt zu jedem Zeitpunkt den Protagonisten überlegen. Und er gewinnt auf perfide Weise am Ende.
 
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