Zuletzt gelesenes oder gehörtes Buch

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Tyler, hast du die Beuterauschverfilmung The Woman schon gesehen?
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Nein, noch nicht. Habe aber gehört, dass es nicht so toll sein soll. Aber die andere Verfilmung (Beutegier) habe ich gesehen, war miserabel. Wobei ich bei Beutegier ja auch die Vorlage schon schlecht fand.
 

Wendtslaw

Well-Known Member
Also ich hab "The Woman" gesehen, die Bücher jedoch nicht gelesen.

Fand den Film jetzt nicht so schlecht, aber auch nicht herausragend.
 

Schorsch

New Member
Hab mich nach unzähligen Steven King Büchern mal wieder dem Fantasy-Genre zugewand.

Hab mit "Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik" meiner Meinung nach gleich ein super Buch erwischt.

Sehr guter Ezählstil, wird nie überdrüssig. Die bisherigen Charaktere gefallen mir sehr gut und die Geschichte bietet eine Menge potential.
Die letzten 400 oder 500 Seiten habe ich innerhalb von 3 Tagen gelesen, hab schon lange kein Buch mehr so verschlungen.
Freue mich jedenfalls schon auf den zweiten Teil. :squint:
 

Presko

Well-Known Member
Tiere von Simon Becket und Ein Winter mit Boudelaire von Harold Cobert. Beides nicht schlecht. Ersteres ein recht anspruchsloses Thrillerdrama über einen geistig Zurückgebliebenen, der im geschlossenen Pub seiner toten Eltern wohnt und im Keller Menschen wie Tiere einsperrt. Unspektakuläre Geschichte aus der Ich-Perspektive. Insbesondere das Verhalten der Opfer ist recht unglaubwürdig. Sonst aber sauber geschrieben und ...ja, nett würd ich sagen.
Ein Winter mit Boudelaire war da beeindruckender. Sehr sensibel und gleichzeitig nüchtern beschriebener Alltag eines Mannes, der plötzlich auf der Strasse landet und sich mit einem Hund anfreundet. Sehr empfehlenswert, wenn auch wiederum ganz unspektakulär.
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Gyre von Clive Barker

Das Buch handelt von einem Kampf um einen mysteriösen Teppich, in den eine phantastische Welt hineingewoben ist.

Fantasyhorror, wie man ihn von Barker kennt: fantasievoll und gut geschrieben, viele interessante Figuren und Einfälle. Die eine oder andere Sache habe ich zwar kommen sehen, aber insgesamt wurde ich gut unterhalten. Kommt aber nicht an "Hellraiser", "Imagica" oder die ersten beiden Bücher des Blutes heran.
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Sind wieder ein paar zusammengekommen:

Der ewige Krieg von Joe Haldeman

Science-Fiction von 1974, es geht um einen sehr langen Krieg gegen eine Alienrasse und um Zeitausdehnung.

Der Anfang erinnerte mich an Starship Troopers, aber dieses Buch ist zum Glück deutlich besser. Mit den Zeitsprüngen, den Weltraum-Schlachten und den dystopischen Passagen über die Entwicklung der menschlichen Zivilisation war es interessant zu lesen und konnte auch mit einem guten Schreibstil überzeugen.
Ein Muss für Sci-Fi-Fans.

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Zähne und Klauen von T.C. Boyle

Wieder einmal gute Kurzgeschichten von Boyle - sehr gut geschrieben und unterhaltsam. Die klassischen Themen sind wieder Wildnis, Natur, Alkohol und Frauen. Am besten gefielen mir "Hundologie" und "Zähne unnd Klauen".

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Die Informanten
von Bret Easton Ellis

Hat mir beim zweiten Mal etwas besser gefallen, gehört aber weiterhin neben "IMperial Bedrooms" zu den schwächeren Büchern von Ellis. Die typischen Themen sind wieder die Entfremdung, den Generationenkonflikt und die emotionale Kälte in der Yuppie-Welt der 80er, außerdem Musik, Sex und Drogen. Es wird wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt, und wieder ist die erste Hälfte recht harmlos, während es im letzten Drittel hart zur Sache geht.
Wirklich interessant wird das Buch erst, wenn die
Vampire
ins Spiel kommen.

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Blutrot von Jack Ketchum

Hat mir von den Büchern des Autors, die ich bisher gelesen habe, am besten gefallen und ist auch etwas anspruchsvoller (inhaltlich wie auch , als man es von Ketchum gewohnt ist. Fand ich noch etwas besser als den Film, weil hier mehr auf die Hintergründe des alten Mannes eingegangen wird.

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Port of Saints von William S. Burroughs

Das letzte Buch seiner Londoner Phase war wieder bizarr-surrealistisch und stellenweise schwer zu lesen (in den Passagen ohne Punkt und Komma). Diesmal geht es (wie so oft bei Burroughs) um eine radikale Gruppierung von homosexuellen Jugendlichen, die durch die Zeit reisen, mutieren, Immunität gegen den Tod entwickeln, ungewöhnliche Biowaffen herstellen und Mordmethoden erfinden. Außerdem kämpfen die "Normalen" gegen die "Paranormalen". Dabei wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt.
Brutal, pornografisch und (wie das meiste von Burroughs) unverfilmbar. Abgesehenen von den vielen (bizarren und oft abstoßenden) Sexszenen fand ich das Buch inspirierend und originell, zumindest im Vergleich mit anderen Autoren. Burroughs wiederholt sich durchaus selbst, oder man könnte sagen, dass so ziemlich alle seine surrealistischen Bücher im selben Universum spielen. Und manchmal gibt es auch trockenen schwarzen Humor.

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Große Erzählungen von Alexander Solschenizyn

Am besten hat mir "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" gefallen, eine autobiografische Novelle über das Leben in einem sowjetischen Arbeitslager in der Nachkriegszeit. War fast so gut wie "Im ersten Kreis der Hölle" und "Archipel Gulag". Inhaltlich wie auch schreiberisch sehr überzeugend.

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Reheated Cabbage von Irvine Welsh

Die Kurzgeschichtensammlung hat mir gefallen. Gewohnt schräg und mit schwarzem Humor gespickt, langweilig wurde es nie. In einer Story geht es um Außerirdische, was ich bei Welsh nicht erwartet hätte. Am besten haben mir aber "Victor Spoils" und die letzte, etwas längere Erzählung "I am Miami" gefallen.
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Tyler Durden schrieb:
Der ewige Krieg von Joe Haldeman

Science-Fiction von 1974, es geht um einen sehr langen Krieg gegen eine Alienrasse und um Zeitausdehnung.
Hhmmm.... das sollte ich mal im Hinterkopf behalten. :check: Hatten wir nicht sogar irgendwo einen Thread zu einer geplanten Verfilmung?

Wie ist das Buch im Vergleich zu Geschichten von - sagen wir mal - Asimov?
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Ja, Ridley Scott will es verfilmen

Der ewige Krieg: The Forever War (sci-fi) ~ Ridley Scott

Im Vergleich zu Asimov: ganz anders. Asimov schrieb eher so seichte Sci-Fi-Versionen der Zukunft. Bei Joe Haldeman werden zum Beispiel auch die Homosexualität oder die Überbevölkerung so thematisiert, dass
in der Zukunft die meisten Menschen durch die Überbevölkerung sich "natürlich" zu Homosexuellen entwickeln und ein Hetero als ein exzentrischer Einzelgänger gilt.
Bei Asimov war Sexualität nie ein Thema, abgesehen von seinen (übrigens großartigen) zahlreichen Sachbüchern zu Biologie, Chemie, Astrophysik usw.

Sie schreiben also völlig unterschiedliche Arten von Science-Fiction. Da würde ich auch den einen nicht besser als den anderen finden, nur halt sehr unterschiedlich.
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Okay, danke. Hoffe, dass mir das auch gut genug im Gedächtnis bleibt, dass ich das irgendwann mal lese.
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Bisher nicht, weil ich immer nicht wüsste, ob ich die dann auch wiederfinde, wenn ich mal am überlegen bin, was ich als nächstes lese.
Allerdings wäre das die Gelegenheit das Notizbuch mal endlich zu benutzen, dass ich zu Weihnachten bekommen habe. :squint:
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Also sprach Golem von Stanislaw Lem

GOLEM XIV ist ein Supercomputer der 14. Generation (also von anderen Computern programmiert), der ursprünglich bei einem Waffenprogramm des Verteidigungsministeriums helfen sollte, sich aber verweigerte und in Sitzungen mit Wissenschaftlern und Philosophen diskutierte.

Die Grundidee, das Vorwort und das Nachwort (die zur fiktiven Handlung gehören) gefielen mir besser als der Mittelteil (zwei Reden von Golem). Da gab es zwar auch ein paar interessante Ansätze, aber es war zu abgehoben und oft langweilig, weil Golem sich zum Teil wiederholte. Wer gerne über künstliche Intelligenz liest, sollte sich das Buch aber ruhig vormerken und lesen. Schlecht ist es nicht.

GOLEM steht übrigens für General Operator, Longrange, Ethically Stabilized, Multi-modelling. Ist doch naheligend :biggrin:
 

Mrs. Rotwang

New Member
Tyler Durden schrieb:
Zähne und Klauen von T.C. Boyle
Ich sollte mir auch eine Zu-Lesen-Liste anschaffen, denn ich hab T.C. Boyle vergessen und dabei hatte mich das Buch was ich gelesen habe total umgehauen....

Tyler Durden schrieb:
Port of Saints von William S. Burroughs
Irgendwie klingt der Autor total verrückt, ich will auch. Welches Buch kannst du mir als 'bestes' empfehlen?

Tyler Durden schrieb:
Am besten hat mir "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" gefallen, eine autobiografische Novelle über das Leben in einem sowjetischen Arbeitslager in der Nachkriegszeit. War fast so gut wie "Im ersten Kreis der Hölle" und "Archipel Gulag". Inhaltlich wie auch schreiberisch sehr überzeugend.
Hab ich doch gesagt :biggrin:

Florian Illies: 1913. Der Sommer des Jahrhunderts

Was als Fachbuch hätte anglegt werden können, wird von Illies durch den feuilletonistischen Stil zu einem wirklich leserfreundlichen Roman über die Wichtigsten der europäischen und vor allem deutschen Geschichte (in Kunst, Philosophie, Politik, Literatur, etc) im Jahr 1913. Auch wenn das Buch einen wissenschaftlichen Grundsatz, verzeiht man einige Ausrutscher im Bereich der Vermutungen (die aber fast immer sprachlich gekennzeichnet sind) aufgrund des Lesefluss und der humorvollen Zusammenstellung. Rainer Maria Rilke hat Schnupfen :wink:

Für alle die kunstgeschichtlich interessiert sind ein Muss, für alle kultur- und literargeschichtlich interessierten ein Muss.
Wusstest ihr, dass Else Lasker-Schüler nach ihrer Trennung von Gottfried Benn sich vom praktizierenden Art Alfred Döblin Morphium gegen ihre Depressionen spritzen lies? Oder das Albert Schweitzer seinen dritten (diesmal medizinischen) Doktor über "Die psychatrische Beurteilung Jesu" schrieb? Faszinierend!
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Mrs. Rotwang schrieb:
Port of Saints von William S. Burroughs
Irgendwie klingt der Autor total verrückt, ich will auch. Welches Buch kannst du mir als 'bestes' empfehlen?
Ist auch total verrückt und wird den wenigsten gefallen. Weil so ziemlich jedes Buch Sexszenen enthält, die man eigentlich nur als pervers bezeichnen kann, und diese stoßen die meisten Leser ab. Mir gefallen sie auch nicht, ich versuche sie auszublenden und mich nur auf die positiven Seiten zu konzentrieren. Aber ich würde mich auch schon "abgehärtet" (oder abgestumpft?) nennen. Jemand, der bisher nur Rosamunde Pilcher oder Tolkien gelesen hat, würde so ein Buch vermutlich nach 10-20 Seiten verbrennen und sich therapieren lassen, um es zu verarbeiten :ugly:
Am "normalsten" würde ich noch seine älteren Sachen wie "Und die Nilpferde kochten in ihren Becken" (zusammen mit Kerouac), "Auf der Suche nach Yage" oder "Junkie" nennen. Nach dem Tod seiner Frau kamen eigentlich nur noch die surrealistischen Bücher (am bekanntesten sind wohl "Naked Lunch" und "Nova Express"), und ein Buch über seine geliebten Katzen. Das habe ich aber nicht gelesen und mein Interesse dafür ist auch gering.
Auf meinem SUB liegt noch "Die alten Filme", soll auch weniger bizarr sein (wobei es bei Burroughs auch bedeuten kann, dass es trotzdem noch sehr hart ist).

Je nach dem, wie abgebrüht du dich selbst einschätzt, kannst du entscheiden, ob du es gleich mit dem Surrealen oder erstmal mit dem leichteren versuchst.

EDIT: Es gibt ja bei weitem nicht alle seine Bücher auf deutsch, und die wenigen, die es zu einer Übersetzung geschafft haben, sind auch nicht so leicht zu bekommen. Wird also vielleicht auch eine Entscheidung nach Verfügbarkeit sein:wink: Hier der Wiki-Eintrag mit der Bibliografie:

http://de.wikipedia.org/wiki/William_S._Burroughs
 

Mrs. Rotwang

New Member
Neue Bücher kaufen bedeutet alte vom Stapel weglesen...

Mark-Uwe Kling: Die Känguru-Chroniken

Naja.
Ein junger Mann hat als neuen Mitbewohner und besten Freund ein kommunistisches Känguru.

Der Humor passt, dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Je absurder Kling wird, umso mehr mag es mir gefallen (Rasenmäherserienmord an Soziologen? Topp). Trotzdem bleibt er konstant unter seinem Niveau. Zumindest fühlt es sich so an. Überall strahlt eine feinfühlige Intelligenz aus seinen Worten und ein Talent zum Umgang mit der deutschen Sprache. Und was macht er daraus? Dieter Nuhr- Comedy statt Volker Pispers- Kabarett. Schade, schade, aber kann ja noch werden. In 10 Jahren les ich mir nochmal was von dem durch :wink:
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Trocken von Augusten Burroughs

Eine Mischung aus realen Erlebnissen und Fiktion über den Alkoholentzug des Autors. Das erste Drittel hat mir gefallen, weil es gewohnt gut geschrieben war und durch die Selbstironie auch unterhaltsam. In der zweiten Hälfte schien es plötzlich nur noch um Beziehungsprobleme zu gehen, und der Autor erwies sich stellenweise als sehr oberflächlich und voller Vorurteile. Alle Chinesen spielen Tischtennis, "alle Mormonen sind schwul" und alle Deutschen sind Nazis und Perverse - das sagt er nicht nur andeutungsweise oder ironisch, sondern wortwörtlich. Zum Beispiel solche Sätze:
Natürlich habt ihr Recht, die Deutschen sind alle pervers, aber darauf wird er nie im Leben abfahren.
(Er arbeitete in der Werbebranche und sollte einen Bier-Werbespot für einen deutschen Kunden drehen, den er dann nur noch als "Der Nazi" bezeichnete).

Da war sein Buch "Krass!" wirklich um Längen besser.

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Hellraiser von Clive Barker

Hat mir auch beim zweiten Mal sehr gut gefallen. Einfallsreich, gut geschrieben, interessante Charaktere - gehört zu den besten Werken von Barker.

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Das verborgene Grab, präsentiert von Alfred Hitchcock.

Krimi-Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren, u.a. Agatha Christie. Am besten haben mir "Durch das Auge eines Toten" und "Der niederträchtige Vetter" gefallen, aber die anderen waren auch mittelmäßig bis gut. Wobei die Lösungen meistens schon sehr früh vorhersehbar sind.

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Keine Zeit für schlechten Sex
von Tama Janowitz

Es geht um eine Frau um die 50, die einen langweiligen Zahnarzt wegen des Geldes geheiratet hat und ihre Geschäftsreisen für Seitensprünge nutzt.

Wenn das Buch ernst gemeint ist, dann gehört es zu den schlechtesten, die ich je gelesen habe. Es ist völlig belanglos, oberflächlich, banal und klischeehaft. Die Hauptfigur hat überhaupt keine Ziele im Leben (außer mit möglichst vielen Männern im Bett zu landen) und keine Interessen (bereist viele Ländern und interessiert sich kein bisschen für die dortigen Sehenwürdigkeiten oder die Kulturen - nur für die Männer) und ist voller Widersprüche. Zum Beispiel findet sie es von einem ihrer Liebhaber nicht gentlemen-like, als er die Rechnung fürs Hotelzimmer nicht allein bezahlen will. Als er es nach dem Sex doch noch tut, fühlt sie sich beleidigt (Hält er mich etwa für eine Prostituierte!?!)

Ich vermute (und hoffe) aber, dass das Buch ironisch gemeint ist, als Parodie auf die "ChickLit". Dann ist es amüsant - wenn auch immer noch handlungsarm und mit eindimensionalen Figuren. Mir wäre es lieber, wenn hier klarer gewesen wäre, ob die Hauptfigur eine Antiheldin oder eine "normale" Heldin sein soll. Dann könnte ich mehr lachen oder das Buch nach ein paar Kapiteln weglegen.
Der deutsche Titel ist übrigens doof. Im Original heißt es "Peyton Amberg" (nach der Hauptfigur).
 

Presko

Well-Known Member
The Radleys von Matt Haig

Über ne Vampirfamilie, die versucht ganz normal zu leben. Doch als die Tochter plötzlich aus Versehen einen Schulkameraden umbringt, gerät alles ausser Kontrolle. Ne Mischung aus Satire, Familien- und Vampirroman. Ganz nett und teilweise schon witzig. Teilweise aber auch recht platt.

Saeculum von Ursula Poznanski
Es geht um den Ausflug einer Gruppe Mittelalter-Rollenspieler in einen ziemlich abgelegenen Wald. Zuerst scheint alles ganz gemütlich zu werden, doch dann passieren merkwürdige Dinge und Mitglieder verschwinden spurlos. Immer mehr kommt der Verdacht auf ein alter Fluch könnte sich bewahrheiten, dem gemäss Eindringlinge in diesen Wald sterben werden, wenn sie nicht ein ganz bestimmtes Menschenopfer bringen.
Eine Art Gruselthriller für Jugendliche. Eigentlich ganz nett für zwischendurch. Sympathische Figuren und mit der Zeit auch recht spannend. Leider ist das Ende dann reichlich missglückt. Noch ein Wort zur Hörbuchfassung: Der Leser versucht hier sehr lebhaft allen Figuren eine andere Stimme zu verleihen. Das wirkt dann aber mitunter unfreiwillig komisch und ist einfach zu pänetrant, so dass ich es eher als störend empfand.

Der vierzehnte Stein - Fred Vargas
Im Mittelpunkt steht der Komissar Adamsberg. Dieser wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Ein Serienmörder taucht nämlich wieder auf, den Adamsberg jahrelang gejagt hatte und dessen Identität er zu kennen glaubt. Nur ist dieser Hauptverdächtige llängst tot. Dennoch ist Adamsberg überzeugt der vermeintlich Tote stecke hinter dem Mord und begibt sich wieder auf die Jagd. Niemand glaubt Adamsberg und bald muss er selbst anfangen, an seinem Verstand zu zweifeln.

Der verbotene Ort - Fred Vargas
Zwanzig abgeschnittene Füsse. Ein brutaler Mord, bei dem die Leiche zermahlen und in einer Wohnung verteilt wurde. Und eine Legende von Vampiren. Das sind die Elemente aus denen sich die Verbrechen spinnen, denen Adamsberg in diesem Krimi nachgehen muss.

Beide Adamsberg-Krimis zeichnen sich durch eine sehr gute Sprache, merkwürdige Fälle und skurrile Figuren aus. Schwierig diese Krimis zu beschreiben, da sie wirklich sehr eigen sind. Wie gesagt aber alleine schon durch den sprachlichen Stil heben sich die Bücher weit von Thrillerallerlei ab. Sehr empehlenswert.
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Land der Freien von Cormac McCarthy

Teil 3 der Border-Trilogie, ein philosophischer Southern.
Nicht so gut wie der erste Teil, aber besser als der zweite und ein guter Abschluss der Reihe. Wieder ein sehr guter Schreibstil, tolle Beschreibungen und Dialoge. Nur das Spanische wurde wieder nicht übersetzt.
 
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