Shazam! Der Captain Marvel von DC (DC EU) ~ Zachary Levi [Kritik]

Shins

Moderator
Teammitglied
Um Neos "Ding"-Erwähnung nicht komplett flappsig beantwortet im Raum stehen zu lassen: Ich verstehe schon, was du meinst. "Ding" hat auch immer eine abwertende Konnotation. Gerade wir Filmfans sollten kein Vokabular benutzen, dass unser aller Lieblingshobby schlechter dastehen lässt. Aber gerade ich als jemand, der gerne aufgelockerte Sprache nutzt, verwende gerne Mal Bezeichnungen wie "Schönes Ding!" relativ unbedacht. Ich versuche, mir das mal abzugewöhnen. Hat ja auch keinen Mehrwert für irgendwen :shrug:
 

Constance

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Lichtspiel!

Mal ernsthaft: Samstag bin ich drin. Ich würde ja bereits heute gehen, aber unser Kino hat so dämliche startzeiten...
 

Jay

hauptsache bereits gesehen
Teammitglied
Ich wette, kein Mensch weiß, dass der eigentlich zu Aquaman gehört :biggrin:
 

Presko

Well-Known Member
Ich weiss auch noch nicht so recht. Einerseits gefällt mir der Witz, andererseits wirkt es auf mich etwas zu cheesig.
 

Constance

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Ich habe den Film gestern Abend in 2D gesichtet. Daher kann ich zu dem 3D Effekt nichts sagen und bei uns im Kino war der Sound mal wieder komplett übersteuert.

Doch hier meine Eindrücke zum neuesten Eintritt in das DCEU:
ShaZam! macht enorm viel richtig, denn er konzentriert sich auf seine Charaktere und wirft diese gekonnt in das Zentrum seiner Geschichte. Auf der Suche nach seiner Familie scheitert Billy Batson regelrecht am laufenden Band und landet so bei seiner Patchwork-Familie. Alle Mitglieder dieser Gemeinschaft sind Waisen & Pflegekinder, jedes für sich ganz unterschiedlich und herzlich. Im Zentrum stehen fortan Freddy, ein flippiger Junge der Superhelden nacheifert und Billy Batson.

Die beiden liefern eine extrem tolle Leistung und man muss im späteren Verlauf Zachary Levi hier sehr zu Gute halten, dass er den Charakter des Billy Batson famos in sein Schauspiel integriert hat. Ich sah zu jeder Zeit den zu Grunde liegenden Charakter in ihm. So hervorragend hätte ich das nicht erwartet. Jack Dylan Grazer alias Freddy bekommt viel Screentime und glänzt durchweg mit seiner Leistung. Humoristisch hatte ich ja die Befürchtung man würde in infantile Klischee-Witze verfallen und habe erwartet, dass mich wenig davon abholen wird - doch der Film hat mich eines besseren belehrt. Ich weiß nicht wann ich im Kino zuletzt soviel zu Lachen hatte. Die Witze sind super und fast jeder hat bei mir gezündet, es gibt nicht nur beste Situationskomik, wie Marvel sie ab und an hin bekommt, sondern auch viel Sarkasmus, Ironie und ein wenig Satire. Dazu tragen auch die anderen Familienmitglieder bei, die allesamt großartig waren und denen später noch viel mehr Bedeutung verliehen wird und deren Dynamik pur einladend ist.

Neben der vielen witzigen Momente hat der Film, auch wider meines Erwarten, einen sehr ernsthaften und emotionalen Teil zu bieten.
Herausragend dabei die Streitszenen mit Freddy/Billy oder aber die Situation in der Billy seine Mutter trifft und den wahren Grund für seine Kindheit als Waise erfährt
Ich habe es wirklich genossen in diese Ambivalenzen einzutauchen.
Der Film wirkt durchgängig schmaler als andere Genre-Vertreter, dafür ist er umso versierter was seine Figuren angeht. Sogar der Bösewicht bekommt seine eigene, kleine Origin. Was ihn am Ende aber leider nicht denkwürdiger macht als er ist, denn dazu fehlte etwas.

Die Optik des Filmes ist überwiegend toll, dunkel und zeitweise sehr düster. Bei den Effekten merkt man dann stellenweise das geringere Budget an, einiges hätte noch ein paar Stunden Renderings benötigt - doch irgendwie störte ich mich daran weniger als an auffallenden CGI-Fiaskos anderer, hoch budgetierten Genre-Kollegen.

Das Kostüm ShaZam!`s wird natürlich belächelt und auch ich wusste nicht, ob ich mich bei 2h20min damit anfreunden würde...und jetzt? Ich liebe seinen Anzug! Dazu steuert die düstere Optik einen erheblichen Teil bei und lässt ihn "herausragen".

Musikalisch gab es ein paar tolle Einbettungen oder Variationen von Songs, allesamt etwas passender als es Aquaman gemacht hat. Schade dabei nur, dass ein eigener Soundtrack irgendwie fehlt oder nicht prägnant genug hervortritt. Da bleibt der Film leider etwas blass, wobei hin und wieder ein eigenes Thema kurz schimmernd hervorbrach.

Was für mich definitiv grandios an dem Film war: Seine Marketing-Strategie...und dahingehend dann natürlich das Finale. WoW, damit hab ich nicht gerechnet und das letzte Drittel kam so unerwartet. Insgesamt ist das Drittel "schwächer" als die vorherigen, aber der Überraschungseffekt stellte diese Schwäche wieder komplett in den Schatten!
Die sieben Todsünden wurden vorher nicht gespoilt! Die verwandelte und mit den Kräften ausgestattete ShaZam!-Familie hab ich auch nicht kommen sehen...toll!


Kurz gefasst kann ich sagen, haben mich die wahnsinnig herzliche Familiendynamik und die grandiosen Überraschungen mit einem dauerhaften Grinsen aus dem Kino entlassen!

8,5/10 Raupen.
 

Constance

Active Member
Henry Gayden wird auch für das ShaZam! Sequel schreiben.

Shazam writer returns for Sequel

Shazam! steht international bei 159 Millionen $, wovon ~57 Millionen $ domestizierter Anteil sind. Für die 100 Millionen $ Produktion ein toller Start. Einem Sequel steht wohl eher nichts im Wege. Black Adam, von the Rock gespielt, könnte da am boxoffice zukünftig einiges bewirken.
 

McKenzie

Unchained
Ich breake gern deine C-C-C-C-Combo, aber muss leider mitteilen, dass ich ihn nicht gesehen hab. Danke aber für deine ausführliche Kritik, die hab ich zumindest gelesen. :smile:
 

Metroplex

Well-Known Member
Ich hab ich auch noch nicht gesehen... aber nachdem Hellboy so schlecht ankommt, überlege ich ob ich den Kinobesuch von Hellboy auf Shazam umändern soll.
 
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