Diskussion Wettbewerb & Regeln

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Das Forum muss mehr neue User gewinnen, dann kommen neue Autoren ganz von selbst.
Njain......wären wir hier in einem Bücher-Forum würde ich mich dir da sofort anschließen.
Da wir hier aber vor allem ein Film- und Serien-Forum sind, ergibt sich das meiner Meinung nach nicht ganz von selbst.
 

Woodstock

Z-King Zombies
Njain......wären wir hier in einem Bücher-Forum würde ich mich dir da sofort anschließen.
Da wir hier aber vor allem ein Film- und Serien-Forum sind, ergibt sich das meiner Meinung nach nicht ganz von selbst.
Wer Filme mag, mag Geschichten und wer Geschichten mag, könnte sich unter Umständen auch dazu im Stande sehen, welche zu produzieren.

Bisher war es aber immer so. Unter all den Usern die hier pro Jahr neu aufgeschlagen sind, waren immer ein oder zwei neue Autoren dabei. Manche haben sogar schon veröffentlicht. Wenn wir die Anzahl der neuen User pro Jahr grundsätzlich erhöhen, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass wir neue Autoren bekommen. Für mich ist das simple Statistik.
 

Rantman

Formerly known as Wurzelgnom
Als jemand, der hier noch nie mitgemacht hat, fühle ich mich geradezu herausgefordert, darauf zu antworten und zu erklären, warum ich bisher keinen Reiz für mich gesehen habe, mitzumachen und was sich ändern müsste.


1)Warum gibt es den Wettbewerb?
Es gibt Seiten, die sich auf Autoren und Schreibwettbewerbe spezialisieren. Jemand, der das explizit sucht, wird woanders fündig. Warum gibt es hier also überhaupt einen Wettbewerb? Damit Personen, die sich im Forum kennen, einfach noch etwas anderes gemeinsam machen? Soll der Wettbewerb klicks generieren? Soll das ein Aushängeschild sein, wie vielseitig und kreativ BG ist? Auch diese Frage sollte man sich stellen. Warum wird das hier überhaupt gemacht?
Sollte es überhaupt das Ziel sein, neue User für das Forum zu gewinnen, explizit für den Schreibwettbewerb? Oder sollte es eher das Ziel sein, User, die eh im Forum sind, dazu bewegen, mitzumachen?
Gibt es Leute, die BG wegen Filmnews anschaun und dann den Wettbewerb sehen und sich dafür anmelden? Ich kann das alles nicht beurteilen. Im Endeffekt wäre aber eine Einschätzung wichtig, um zu verstehen, was die Zielgruppe des Wettbewerbs ist und was BG damit erreichen möchte. Dann können auch etwaige Maßnahmen, intern oder extern, überlegt werden.
Aktuell sehe ich den Wettbewerb so, dass er einfach für bestehende Mitglieder ist, wenn diese einfach Spaß haben zu schreiben. Und mit dieser Identität findet man schwierig neue Leute.

2) Warum sollte man hier überhaupt mitmachen?
Der wichtige Punkte überhaupt: Welchen nutzen habe ich, hier eine Geschichte zu veröffentlichen? Was ist meine Motivation?
Will ich den Preis gewinnen? Ne, eher nicht, der ist nett, aber nicht genug als Anreiz.
Will ich hier Feedback bekommen, zu meinem Schreibstil, um mich weiterzuentwickeln? Ne, dafür wird zu wenig über die Geschichten gesprochen.
Will ich über meine persönlichen Ideen sprechen und hoffe darauf, durch Feedback meine Geschichte zu verbessern? Nein, weil man ja Themen vorgegeben bekommt und gezielt für den Wettbewerb schreibt.
Also warum sollte ich teilnehmen?
Generell gibt es, aus meiner Sicht, zu wenig konstruktives Feedback. Es wird zu wenig darauf eingegangen, was man hätte besser machen können. Sehr viele Leute schreiben einfach "Ich finde xy am besten" und das wars.
Von daher sehe ich absolut keinen Nutzen darin, Zeit zu investieren, hier mitzumachen. Denn ich bekomme keinen vernünftigen Gegenwert.
Das mag nicht bei anderen so sein, aber zumindest für mich ist ganz klar: Die Feedbackkultur müsste hier anders sein, damit ich interesse hätte, mich zu beteiligen.
Man kann aber natürlich niemanden zwingen, aktiv Feedback zu geben. Im Grunde können wir dankbar sein, dass es überhaupt Personen gibt, die lesen und abstimmen. Eine Änderung der Feedbackkultur herbeizuführen erscheint mir daher als eine kaum überwindbare Hürde, da sie von den Nutzern selbst kommen muss. Die einzige Option die ich hier sehe wäre die, dass zumindest die Teilnehmer, die selbst Geschichten einreichen, gebeten werden, aktiver Feedback zu geben. Und darüber hinaus vlt noch eine Art Jury, die gern für den Wettbewerb was machen möchten und sich freiwillig "zwingen" aktiver Feedback zu geben. Aber wie gesagt, ich sehe das hier als sehr schwierig an.
Zumindest für mich ist das hier das Hauptproblem, warum ich noch nie mitgemacht habe.
(PS: Ich habe nicht jeden Wettbewerb mitgelesen, insofern kann es sein, dass meine aktuelle Bewertung zu einem anderem Zeitpunkt nicht zutreffen würde. )

3) Wie soll der Wettbewerb aussehen?
Damit möglichst viele Leute mitmachen können, sollten Einschränkungen so gering wie möglich gehalten werden.
Das aktuelle Vorgehen, ein Thema vorzugeben, ist schon eine große EInschränkung. Fällt einem nichts ein, macht man nicht mit. Habe hier häufig genug gelesen, dass Personen zu einem THema einfach keine gute Idee gekommen ist.
Ich persönlich fände es schöner, wenn ein Wettbewerb statt einem Thema ein Genre vorgeben würde. Krimi, Fantasy, Scifi etc. Oder alternativ ein Gefühl, dass beim leser ausgelöst werden soll. Spannung, Trauer, Freude etc. Auf die Art ist der Inhalt jedem selbst überlassen und es kommt auf die WIrkung an, die man erzielt. Das lässt sich dann für Leser auch viel besser vergleichen. Aktuell werden Geschichten komplett unterschiedlicher Art miteinander verglichen. Dann vergibt die Person, die gerne Horror liest, eben der Horrorgeschichte den Punkt und nicht der Romanze. Wenn aber alle Horror schreiben, muss man sich mehr damit beschäftigen, was genau in den Geschichten Horror ausmacht und welche das besser umgesetzt hat. Das fördert dann auch wieder mehr Feedback.
Eine Geschichte vorzuschreiben und danach muss jeder weiter schreiben, finde ich persönlich wieder zu einschränkend. Ich will nicht die Geschichte einer anderen Person weiter schreiben, ich will meine eigene schreiben. Ich denke, dass man so etwas auch mal machen könnte, aber dies nicht zum Standard werden sollte. Generell gibt es viele verschiedene Formate, die alle mal ausprobiert werden könnten, aber eher nebenbei. Der Hauptwettbewerb sollte so frei wie möglich sein.
Es sei denn man möchte den Fokus auf etwas anderes lenken.
Aktuell geht es eher um die Kreativität, die Idee einer Geschichte und nicht so wirklich um den Schreibstil.
Man könnte zum Beispiel auch den anderen Weg gehen und den Inhalt grob mit Stichworten vorgeben, wie zum Beispiel:
- Altes gruseliges Haus
- Kinder gehen rein
- Geister, Monster oder mysteriöse Erscheinungen
- Überraschende Wendung
Und dann sehen, was die Teilnehmer daraus machen. Auch hier hat man dann eine viel bessere Vergleichbarkeit und es geht um die Details der Umsetzung und nicht die eigentliche Idee. Klar birgt so ein Wettbewerb wieder die Gefahr, dass vielen nichts einfällt, weil zu eingeschränkt. Aber das gute ist, dass einem gar nicht viel einfallen muss, weil ja schon das wichtigste vorgegeben ist. Man muss es "nur" noch runterschreiben.


Fazit: Es gibt viele Möglichkeiten, wie ein Wettbewerb durchgeführt werden kann. Es ist aber viel wichtiger, zu klären, warum, damit man neue Wege gehen kann.
 

MamoChan

Well-Known Member
Im Zuge dessen habe ich mich hinter den Kulissen mal umgehört und bin über folgenden Vorschlag gestolpert, nachdem ich das aktuelle Konzept erklärt hatte:
Zum einen finde ich den Vorschlag ganz gut. Es wäre mal eine neue Herangehensweise und könnte für interessante Geschichten sorgen. Ich habe schon Ausschreibungen von Verlagen gesehen, die ähnlich vorgegangen sind. Sort musste man nicht explizit das Ende einer Geschichte schreibenb, sondern es wurde mehr oder weniger detailliert ein Szenario vorgegeben, in das der Autor reingeworfen wurde und nun zusehen musste, was er daraus machte. Das war erstaunlich interessant und hat für abwechslungsreiche Geschichten gesorgt.
Aber ich persöönlich würde so nicht in jeder Runde vorgehen. Man kann sowas durchaus mal in der einen oder anderen Runde durchziehen, oder auch die Rahmenbedingungen immer wieder variieren, aber mir würde es nicht gefallen, wenn jetzt in jeder Runde nur noch das Ende einer Geschichte verfasst werden sollte.

Außerdem sehe ich es im Grunde wie Manny. :smile: Wir haben schlicht zu wenige Mitglieder, die aktiv schreiben, um so viele Geschichten zusammenzubekommen. So aus dem Stegreif würde ich sagen, dass wir eh nur eine handvoll aktiver User haben, von denen ein erstaunlich hoher Anteil beim Wettbewerb teilnimmt.

Bezüglich der letzten Runde tut es mir leid, dass ich nicht rechtzeitig fertig wurde. :sad: Beim nächsten Mal versuche ich wieder etwas beizusteuern. :smile:
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Was mir an der vorgeschriebenen Geschichte auch nicht gefällt, ist der vorgeschriebene Schreibstil. Wenn 80-90% der Story von jemand anderem kommen, muss man sich zwangsläufig an den Schreibstil anpassen, damit der Übergang nicht allzu holprig wird. Man wird aber trotzdem noch sehen, dass der Anfang und das Ende von zwei verschiedenen Personen geschrieben wurden.
Das vorgeschriebene Szenario gefällt mir auch nicht, weil es den Teilnehmern kaum noch Freiheiten lässt. Hier von "Einschränkungen" zu sprechen, wäre noch untertrieben,
Das Genre festzulegen, finde ich nicht gut. Zum Einen weil nicht jeder jedes Genre lesen und schreiben will (hier wären die Einschränkungen größer als bei einem vorgeschriebenen Thema, das wir sowieso immer möglichst allgemein halten), zum anderen weil manche Teilnehmer dann ihre alten Geschichten aus der Schublade einreichen, an denen sie schon seit Jahren arbeiten. Dadurch wären die anderen im Nachteil, die extra für den Wettbewerb eine Story schreiben und nicht so viel Zeit dafür haben.
 

Clive77

Serial Watcher
Teammitglied
Zunächst schonmal danke für die ganzen Rückmeldungen. :smile:

Zum Vorschlag: Da hätte ich ähnliche Bedenken wie ihr. Denn irgendjemand müsste da die Vorarbeit leisten, ob nun der Gewinner des letzten Wettbewerbs oder jemand anderes - da sehe ich auch die größte Gefahr für ein solches Konzept, allein schon, weil der Zeitfaktor ja immer eine große Rolle spielt. Außerdem würde die Option wegfallen, die fertige Geschichte anschließend anderweitig zu veröffentlichen - es sei denn, der Schreiberling vom Ende schreibt nachher nochmal einen neuen Anfang, was aber irgendwie blöd wäre. Zuletzt sehe ich noch die Gefahr, dass bei einer Einleitung (auch wenn sie nur kurz ist), zu viele ähnliche Geschichten bei rumkommen und dann am Ende der mit dem besten Schreibstil gewinnt.

Erhöhung der Teilnehmer: Ich glaube, Woodstock hat da einen wesentlichen Punkt. Mehr Forenmitglieder würde mehr potenzielle Teilnehmer bedeuten. Natürlich ist nicht jeder, der in einem Filmforum unterwegs ist, darauf aus, Kurzgeschichten zu schreiben. War ich auch nicht, als ich hier damals im Forum aufgeschlagen bin. Finde den Wettbewerb aber nach wie vor sehr nice und bin immer gespannt auf die neuen Geschichten oder wie meine ankommt, wenn ich denn mal teilnehme.
Was das Feedback angeht, fällt das immer mal größer oder kleiner aus. Aber generell finde ich schon, dass zumindest diejenigen, die hier öfter Geschichten beitragen, recht konstruktiv ihre Meinungen zu den Geschichten äußern und gut beschreiben, was man verbessern oder interessanter gestalten könnte - ob nun inhaltlich oder vom Stil her. Ausführliche Rezensionen mögen das nicht sein, aber die erwarte ich in einem Forum auch gar nicht.

Zu den Vorgaben: Irgendwas muss man schon vorgeben, damit es überhaupt ein Wettbewerb wird. Am wenigsten einschränkend wären da in meinen Augen die Themen, wie wir sie bislang haben oder auch ein kurzer Ausgangssatz/Aufhänger für eine Geschichte. Das sehe ich ähnlich wie Tyler. Es soll ja auch eine Herausforderung sein, das Thema irgendwie einzubauen, aber gleichzeitig halt möglichst viele Optionen (wie z.B. ein nicht vorgegebenes Genre) geben.

So weit dann mein Senf dazu. Vielleicht gibt es ja auch noch keinen Anlass, Veränderungen vorzunehmen und die beste Option ist erstmal, so weiterzumachen wie bei den letzten Wettbewerben (fünf Geschichten finde ich jetzt auch nicht wenig, zumal das Maximum bislang bei acht liegt, glaube ich). Der Hauptseite mangelt es aktuell (was ebenfalls mit reinspielt, wenn man dort neue Teilnehmer sucht) ja auch noch an Besuchern. Wenn das mal zunimmt, sieht es vielleicht auch hier dann anders aus.
 

vampireMiyu

Well-Known Member
Ich glaube, dass man nur neue Leute findet, indem man einfach neue Leute findet. Egal ob man das gezielt macht, indem man zB in "Autoren Communities" für den Wettbewerb Werbung macht, oder wie Woodstock bereits sagte - einfache Statistik. Mehr Leute im Forum, also Chance höher, dass Jemand dazwischen ist, der ebenfalls gerne schreibt. Ich bin ja auch nicht wegen dem Wettbewerb in diesem Forum gelandet und hab den Wettbewerb eher durch Zufall gesehen :biggrin:

Das Format selbst komplett und langfristig zu ändern, würde ich von absehen. Glaube nicht, dass dadurch mehr Leute mitmachen würden. Als Experiment oder Abwechslung kann das glaub ich mal ganz cool sein, n Ende zu schreiben, oder eine ähnliche Handlung - um auch selbst als Autor den Fokus nicht auf die Idee, sondern auf das stilistische zu setzen und sich dementsprechend auch mehr mit diesem auseinander zu setzen. Auch Genres kann ich mir ganz gut vorstellen, da man dann als Auto mal aus der Komfortzone rauskommt und bewusst etwas ausprobiert, was man sonst vielleicht nicht schreiben würde. Das sind beides Techniken, die unheimlich gut sind, einen schriftstellerisch ein gutes Stück voran zu bringen. Hat man einmal sein Nest gefunden (bzw seine Nische, in der man sich wohlfühlt), ist es manchmal schwer, sich da wieder raus zu bewegen, um zu lernen und zu wachsen.



Zu meinem Vorschlag: ich habe jetzt überlegt und überlegt. Und eigentlich möchte ich gerne ein Thema haben, wo ich mich bisschen außerhalb meiner Komfortzone raus bewege, aus den oben genannten Gründen. Bei den sonstigen vorgeschlagenen Themen hatte ich auch schon Bilder bzw grobe Ideen, aber alles bisschen in dem Rahmen, wo ich mich sonst auch bewegen würde. Über ein Thema bin ich durch Zufall gestoßen, aber das lässt mich zumindest seitdem nicht mehr in Ruhe... Seit fast einer Woche... Weswegen ich das präferieren würde.
Ich weiß nur halt nicht, ob andere da auch Bock drauf hätten und es macht wirklich keinen Sinn, wenn ich am Ende die einzige bin, die sich für das Thema begeistern kann :squint:;

Etwas tragen

Und ja, ich habe extra versucht es so offen wie nur möglich zu formulieren, da ich gerne unterschiedliche Geschichten lesen möchte und mich wohl frage, an was die Leute so denken :smile:

Aber wie gesagt, wenn es so gar nicht anspricht, gern auch was anderes. Sollen ja Leute mitmachen...
 
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