District 9 [Kritik]

Mr.Anderson

Kleriker
Original von StuntmanMike
Ahja, und wer hats gedolmetscht und den Aliens Englisch bei gebracht? Einen Sinn macht es trotzdem nicht, wenn beide Parteien sich offenbar verstehen, aber keiner die jeweilige Sprache SPRICHT...

Naja, wie gesagt, nur eine von vielen schwachsinnigen Dingen am Film.

Im Umkehrschluss können die Aliens auch englisch gelernt haben. Warum sie nicht in einer Sprache sprechen ist doch einfach zu erklären. Ich glaube kaum das die Insektoiden Aliens nur zum Spaß mit Klickgeräuschen sprechen. Sie können einfach keine menschlichen Worte formen. Andersherum dürfte das nachgeahmte geklicke von Menschen ziemlich doof klingen. Ich kann mir aber auch vorstellen, das die Menschen aus Arroganz die Aliensprache nicht sprechen wollen. Ist doch in der Realität nicht anders. Wer sich in einem anderen Land ansiedelt, der muss auch die Sprache verstehen lernen, sonst hat er ein Problem sich überhaupt das nötigste zum Überleben zu beschaffen.

Man lernt Sprachen auch durch aktives zuhören. Ich habe das selber erlebt. Wenn man oft in türkischer Gesellschaft ist, und richtig hinhört, erkennt man worte und Sätze nach einiger Zeit wieder und kann sie auch zuordnen. Ich denke in über 25 Jahren hatten die Aliens genug Zeit. Noch dazu wissen wir ja nicht, welche Generation wir da erleben. Insekten sind ja eigentlich nicht sehr langlebig, oder?
 

hexe

omg lazerguns pew pew
Original von StuntmanMike
Ahja, und wer hats gedolmetscht und den Aliens Englisch bei gebracht? Einen Sinn macht es trotzdem nicht, wenn beide Parteien sich offenbar verstehen, aber keiner die jeweilige Sprache SPRICHT...

Naja, wie gesagt, nur eine von vielen schwachsinnigen Dingen am Film.

Ein ziemlich sinnloses Argument führst Du da auf. Anatomisch unterschiedliche Lebewesen sollen die gleichen Sprachen "sprechen"... Ich finde Deinen Wunsch nach dieser "Star Trek Gleichheit" ziemlich unlogisch und habe - ohne Dir zu nahe treten zu wollen - nicht das Gefühl, daß Du einer von den Zuschauern bist, die solche Filme und den damit betriebenen Aufwand verstehen, bzw. dahinter kommen, daß Logik nicht aus dem Fernseher kommt.

Ne Gegendarstellung? Wir "sprechen" hier alle die gleiche Sprache und verstehen uns manchmal trotzdem nicht.

Der Optimist findet für beide Phänomene sicher ne praktikable Lösung. Der Pessimist hälts für unmöglich, obwohl es die Wahrheit ist.

Guck Dir den Film nochmal an, es gibt ne Menge verdeckter Hinweise darauf, wie sich Menschen und Aliens über die Jahre näher kamen. Ansonsten lass vlt. lieber die Finger von Science Fiction, alles zu unlogisch. :ugly:
 
B

Bader

Guest
Original von StuntmanMike
Ahja, und wer hats gedolmetscht und den Aliens Englisch bei gebracht? Einen Sinn macht es trotzdem nicht, wenn beide Parteien sich offenbar verstehen, aber keiner die jeweilige Sprache SPRICHT...

Naja, wie gesagt, nur eine von vielen schwachsinnigen Dingen am Film.

Dann erklär es mir doch wie die Menschheit es geschafft hat die unzähligen Sprachen hier auf der Erde korrekt zu übersetzen?
 

Daitarn3

Whopper des Grauens
Original von Bader
Original von StuntmanMike
Ahja, und wer hats gedolmetscht und den Aliens Englisch bei gebracht? Einen Sinn macht es trotzdem nicht, wenn beide Parteien sich offenbar verstehen, aber keiner die jeweilige Sprache SPRICHT...

Naja, wie gesagt, nur eine von vielen schwachsinnigen Dingen am Film.

Dann erklär es mir doch wie die Menschheit es geschafft hat die unzähligen Sprachen hier auf der Erde korrekt zu übersetzen?

Hmmmm... diese frage bestätigt mal wieder für mich daß es BGler gibt die leider ihr eigenes geliebtes
genre zu ernst nehmen.

okay, lass mich mal contern mit Star Wars wo es dasselbe gibt :
alle reden mit jabba in ihrer eigenen sprache aber jabba wird mit untertiteln übersetzt.

und jetzt komm mir bitte nicht mit VHS-Kursen oder dem legendären babelfisch

:headscratch:
 

Mr.Anderson

Kleriker
Hehe... Star Wars Konter gabs schon.

Original von qu4d
Chewbacca?


Und wie schon mal erwähnt, ich bezweifle das die Insektoiden Stimmbänder haben und die Menschen kriegen die Klicklaute nicht so hin oder wollen das einfach nicht sprechen.

Ansonsten kann ich nur darauf hinweisen, wie sich die Menschen früher gegenseitig fremde Sprachen beigebracht haben. Auf einen Gegenstand zeigen und benennen. Das machen beide Seiten so lange, bis beide das neue Wort kennen. Nächster Gegenstand, usw, usw, usw...


Mich würden viel eher mal die anderen "schwachsinnigen Dinge" an dem Film interessieren, die er kritisiert. Bisher gabs als Beispiel nur das gegenseitige Verstehen. Wenns sonst nichts ist...
 

Daitarn3

Whopper des Grauens
ich danke dir Mr.A von ganzem herzen :omg:

solche kleinen unstimmigkeiten lassen mich auch nicht erblassen wenn der gesammt-kontext wirklich gut ist.

aber ich habe da noch einen kniffeliggen für dich/bzw alle:
unser guter "holländer" ist transformiert nachdem er gebissen wurde + dann die flüssigkeit abbekommen hat.

daher ist das nur meine theorie das beides gleichzeizig sein muss...

naja, das sehen wir ja dann in D-10 :omg:
 

Mr.Anderson

Kleriker
War das nicht anderherum? Ich meine der hat erst den Behälter mit der Flüssigkeit gefunden, in seine Jacke gesteckt und wurde DANN angegriffen und am linken Arm verletzt. Später wurde doch der Behälter mit der Flüssigkeit in seiner Jacke gefunden. Ich könnte mir vorstellen, das der Biss die Metamorphose beschleunigt hat. Zumindest in dem verletzten Körperteil. Denn der Biss war ja genau in den Arm, der sich zuerst verwandelt hat.

Ich kann mir aber nur vorstellen, das der Biss es wie gesagt beschleunigt hat. Der Biss ist sicher nicht zwingend notwendig. Der Alien dem er das Zeug weggenommen hat, sagt doch zu seinem sohn, das es nur EINE Sache gibt, die so eine Verwandlung auslösen kann und das ist die Flüssigkeit.
 

Woodstock

Z-King Zombies
Ich fand den Film gut nur...

...der ständige Stilbruch von Dokumentation auf Normalfilm und zurück hat irgendwann gestört. Manche Kameraeinstellungen (laufende Soldaten in extremer Nahaufnahme) waren unnötig, gegen Ende verkommte er ein wenig zum Splatterklamauk (Die Ferkelschleuder) und das Ende mit dem mutierten Protagonisten war zuviel.

Ich hätte eine Nahaufnahme auf die Blume gemacht wie sie in der Hand der Frau war und fertig. Die Frage was aus dem Held geworden ist, wäre dann der Fantasie überlassen gewesen.

Aber alles in allem fand ich den Film gut gelungen. Die Charaktäre waren gut. Vorallem wirkten sie menschlich mit all ihren Fehlern. Besonders Sharlto Copley als Wikus Van De Merwe war überzeugend. Ein normaler Mann dem die Situation total über den Kopf wächst und nur ums blanke Überleben kämpft entdeckt wozu er fähig ist. Verrat, Angst, Egoismus aber auch Heldemut und Opferbereitschaft im Angesicht des Unausweichlichen.

Auch eine gewisse Botschaft hat der Film versucht zu übermitteln. Meiner Meinung nach hat der Film versucht die Situation in Einwandererauffanglagern in Europa oder Amerika darzustellen.

Aber an einem Punkt hat die Metapher nicht gestimmt. Die Aliens wollten weg und nie auf der Erde bleiben. Die Einwaderer wollen nach Europa bzw. Afrika und dürfen nicht.

Da, denke ich, greift die Metapher die vielen Flüchtlingslager in leider vielen afrikanischen Ländern auf. Dort leben Menschen die nur darauf warten das die Truppen, vor den sie fliehen, sie einholen.

Zu der Meinung, dass der Film auch die Rassentrennung in Südafrika behandelt möchte ich nur sagen das die Metapher zu stark wäre. Menschen werden strickt von Aliens getrennt (Weiß von Schwarz) aber das anzubrangern indem man die Schwarzen im selben Film als Kannibalen oder als Mitarbeiter mit niederem Rang darstellt, alle hochrangigen Mitarbeiter weiß sind und zudem alle Schwarzen mit ca. 50% Screentime ebenfalls idiotisch lachende Mörder sind, hilft nicht auf die Falschheit von Apartheit hinzuweisen.

Die Metapher das Alien = Schwarz und Menschen = Weiß funktioniert hier nicht. Die Schwarzen waren theoretisch zuerst da. Dann wären sie die Menschen und die Weißen die Aliens als Minderheit. Doch die Weißen haben nun mal das meißte Geld und sind damit führend. Im Gegensatz zu den Aliens.

Die Schwarzen sind mit ihrer Situation unzufrieden und würden es gerne ändern. Das können sie nicht, also wollen sie weg aber das geht auch nicht. Genau wie die Aliens aber im Großen und Ganzen versagt die Metapher als Komplettbild.

Zur Hälfte greift sie aber alles in allem weißt sie Fehler auf.

Wie immer im Science-Fiction Genre, werden die möglichen Enden solcher Situationen durchgespielt und das ist meißt die Eskalation.
Das Ganze soll den Zuschauer zum Nachdenken anregen und das hat dieser hier geschafft.

Mein Fazit deckt sich zufällig mit den der Kritiken und ich vergebe ebenfalls 8 von 10 Shrimps.
 

hexe

omg lazerguns pew pew
Ich glaub ich muß hier auch ein paar Sachen in Spoiler packen, sonst wird das nix. :ugly:

Die Flüssigkeit:
Ich denke nicht, daß das Zeug ne Art Batterie darstellt. Vielleicht passt der Vergleich nur am Besten, aber würden die Alienwaffen nicht auch Energie benötigen? Wo nehmen sie die her, wenn nicht auch von ihren Energiezellen. Man sieht und hört wie sich die Waffen teilweise nachladen und das klingt mir mehr nach irgendwas Masse beschleunigten, oder irgendwas das mit sehr viel Druck arbeitet.

Der Clou hinter der ganzen Alientechnik ist doch der, daß sie nur mit Alien DNA funktioniert. Könnte der Kanister vielleicht ne Art Schnittstelle für die ganzen Schiffssysteme sein? Sie sammeln das Zeug über Jahre und haben nur so eine kleine Menge zusammen. Es reicht also nur für das versteckte Schiff und mehr nicht, bzw. sind sie anscheinend die Einzigen, die das Zeug für die Flucht sammeln.

Sprich im Kanister ist irgendeine spezielle Substanz, die man vlt. benötigt, um diese DNA Sache auf solche Schiffssysteme auszuweiten. Er steuert das Schiff dann ja auch mehr durch Berührung des Holo Screens als durch mechanische Elemente.

Und dann die Szene...

...als sie das Schiff starten. Sie setzen den Kanister ein und das Schiff beginnt sich aufzuladen. Vielleicht kommt in dem Sinn nicht die Energie direkt aus dem Teil, sondern einfach nur ein wichtiger Bestandteil für die Systeme des Schiffs, um den Reaktor hochzufahren und die restlichen Systeme.

Und die Waffen...

...laufen ebenfalls mit dem Zeug, aber nur sehr geringen Mengen. Mal davon abgesehen, dass die Menschen die Waffen im Labor anscheinend auch mit Energie versorgen können. Zumindest wirkte das so. Und Christopher scheint einer von denen zu sein, die keinen Wert auf diese tauschgeschäfte legen, sondern lieber an der Heimkehr plant und macht. Die wenigsten scheinen überhaupt so intelligent wie er zu sein.

Und die DNA Veränderungssache müsste so abgelaufen sein wie Anderson das schreibt, aber...

...das Zeug ist gefärhlich für Menschen, das ist sicher. Im ging es nach der Entladung in sein Gesicht ja schon dreckig. Alles Andere kam dann erst später und es ging von der Verletzung aus, so als würde der Körper die kaputten Zellen gleich durch die der Prawns ersetzen.

Selten so über nen Sci-Fi Film nachgedacht. :ugly:
 

matte

New Member
So habe gestern den Film gesehen und muss sagen er war einfach top.

Schon ewig keinen so guten Alien-Film gesehen.... hoffe auf einen zweiten Teil.

8.5/10 Punkten
 

Dr Knobel

Sie nannten ihn Aufsteiger
War dann gestern doch schon drin und bin ziemlich angetan.

Originell, spannend, kraftvoll und pacikend.

Ein paar Kleinigkeiten störten mich dann aber doch. Einerseits wurde die Metapher, dass der Mensch das schlimmste Wesen von allen ist, dann doch ein wenig mit der Zurückhaltung eines Güterzuges rübergebracht, andererseits fand ich es wirklich gelungen, dass man sich weitestgehend von den typischen Mechanismen des Mainstreams entfernt, aber: Muss dann wieder ein putziger kleiner Außerirdischer dabei sein?
Zudem stolperte ich auch über ein paar logische Hüpfer, doch es mag sein, dass ihr die hier bereits erläutert habt, daher spare ich mir das. Außerdem hat es mich jetzt auch nicht so gestört, als das es den Eindruck vehement gemindert hätte.

Wie zum Teufel sie das Ding jedoch für 30 Mio. Dollar produziert haben, ist mir ein Rätsel. Hätte ich das nicht gewusst, hätte ich locker auf 60 - 70 Mio. Dollar getippt. Das ist ein mächtiger Tritt in den Hintern für die etwas etablierteren SFX Firmen.

Wie auch immer: Hat mir sehr gefallen. Ich wäre sogar einem Sequel nicht abgeneigt. Stoff genug gäbe es. Ein Prequel wäre in meinen Augen uninteressanter. Und nach dem Box Office wird da ja sicher noch was kommen.

Edit: Fast vergessen: 8/10
 

hexe

omg lazerguns pew pew
Original von Dr Knobel
Wie zum Teufel sie das Ding jedoch für 30 Mio. Dollar produziert haben, ist mir ein Rätsel. Hätte ich das nicht gewusst, hätte ich locker auf 60 - 70 Mio. Dollar getippt. Das ist ein mächtiger Tritt in den Hintern für die etwas etablierteren SFX Firmen.

Das Budget haut fast mehr aus den Socken als der eigentliche Film.
Falls Jackson einen Funken Gehässigkeit in sich hat, wird er das Sequel (Sofern es denn kommt) nicht minder wirtschaftlich produziert abliefern & sich in den Interviews wieder völlig bescheiden geben, so als wäre das die normalste Sache der Welt.

Sollte dann District 10 ähnlich günstig daher kommen und auch in einem ähnlichen Verhältnis zum ersten Film einspielen... :ugly:

Wenn dann nicht Köpfe bei der Konkurrenz rollen, weiß ich auch nicht mehr. :smile:
 

spooon

New Member
Gestern auch gesehen.
Guter Film, die einzige Sache die mich gestört hat war dass sich alle permanent wie die letzten Vollspastis verhalten ham.. zum einen natürlich der Klassiker: den vermeintlich besiegten, am Boden liegenden Gegner noch stundenlang vollschwafeln statt einfach abzudrücken... zum anderen Sachen wie als
sie die Flüssigkeit zurückgeholt haben und der Alien sagt, dass die Kur um die 3 Jahre dauert und der gute Wikus dem Christopher eins mit der Eisenstange übern Latz zieht. Gut mitgedacht Wikus! Und jetzt? Zum Raumschiff und allein zur Alienwelt fliegen? Ok er rastet in der Situation bissel aus aber das war schon grenzwertig blöd.
solche Sachen sind mir im Film öfter aufgefallen und haben meinen Spaß ein wenig getrübt.
Was mich auch bissel gewundert hat war, dass
Wikus und Chris es fertig gebracht haben einfach so am helllichten Tag mit ihren dicken Alienwaffen quer durch die ganze Stadt zum MNU Hauptquartier zu marschieren, ohne dass sich irgendjemand dran stört.
überhaupt lässt der Film vieles im Unklaren, zum Beispiel wie ein paar Millionen überwiegend strunzdoofe Aliens in den Besitz von High-tech Waffen und nem Riesenraumschiff kommen.. ne mögliche Erklärung die mir spontan in den Sinn gekommen ist ist, dass die das beim Alien Heimatplaneten so angestellt haben wie die Leute vom Planeten Golgafrincham im 2. Band von Per Anhalter durch die Galaxis... falls das jemand gelesen hat xD
(zur Erinnerung: die ham ihre ganzen Versicherungsangestellten, Frisöre, Telefondesinfizierer etc. in ein Raumschiff gesteckt und irgendwo ins Weltall geschossen weil der Planet angeblich dem Untergang geweiht war und gesagt "jaja wir kommen dann nach")
Bin jedenfalls sehr gespannt ob die Hintergründe in District 10 aufgeklärt werden :smile:

Fazit: Trotz obigen Mängeln hat mich der Film spitzenmäßig unterhalten, besonders der Showdown im District 9, die Effekte sahen unverschämt gut aus für das Budget, und die Story und deren filmische Umsetzung sind sehr originell, deshalb gibts von mir unterm Strich
8 / 10
 
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