Europapolitik in der Diskussion

Joker1986

0711er
Woodstock schrieb:
Tyler Durden schrieb:
@Woodstock: Ich meinte, dass seit 1000 Jahren von dem kurz bevorstehenden Weltuntergang gepredigt wird :wink:
Selbst da sind es mehr als tausend Jahre aber ich weiß was du meinst. Jedes Jahrhundert meint es sei das Letzte. Schlussendlich kann nur eines recht haben. :top:

EDIT:
Griechenland:
Habe ich das richtig verstanden? Die Griechen deren Täuschungen das Ganze produziert haben, haben eine radikale rechts-/links Querfront gewählt, wollen den Sparkurs beenden, fordern Schuldenerlass von der EU und gleichzeitig Reperationszahlungen aus Deutschland für den zweiten Weltkrieg und wollen in der Eurozone bleiben?

AHA! Ich halt das für eine gute Idee und sehe keine Möglichkeit wie irgendeiner dieser Pläne schiefgehen kann. Das ist eine absolut gewinnversprechende Regierungskonstellation, mit klugen und rationalen Vorschlägen, die besonders durch ihre wohldurchdachten Wünsche auffällt und durch ihr akkurates Verständnis für die momentane Wirtschaftsituation. Ein Vorbild für alle Staaten!
Das war Sarkasmus. :facepalm:
Katastrophe. Wie Serizawa schon geschrieben, haben die Populisten die Situation gut ausgenutzt. Ich glaube allerdings nicht, dass die EU da so easy nachgibt. Für mich eine BILD-Leser Wahl. Hab aus dem privaten Umfeld auch die Meinungen von zwei Griechen (beide allerdings in D geboren und aufgewachsen) gehört und der eine war voll happy mit der Wahl und der andere sehr skeptisch. Allerdings (wenn ich mal deren Bildung und Intelligenz einschätzen darf) ist der, der happy darüber ist, nicht die hellste Leuchte am Himmel :ugly:

Woodstock schrieb:
Thema drei:

China und Russland wollen einen neuen, eigenen Markt aufstellen. Sie holen sich Iran mit ins Boot. Wer fehlt da noch und wo war Obama jetzt zu Besuch? Genau, Indien. Chinas Wirtschaftskraft sinkt und Indiens steigt langsam aber unaufhaltsam. Der Wirtschaftskrieg geht in die nächste Runde. Man soll auch über Rüstungsprojekte gesprochen haben.
Und genau deswegen brauchen wir das Freihandelsabkommen mit den USA. Europa (oder gar ein Deutschland allein) kann niemals wirtschaftlich gegen die Chinesen, Inder oder Russen bestehen. Und wer ist uns am nächsten? Die Amis.
Hatte die Tage auch ein Gespräch mit einem Freund darüber, der ein Jahr in Singapur gearbeitet hat und geschäftlich von der Uni öfters mal in Asien unterwegs ist. Wir waren beide der Ansicht, dass wir das brauchen.
Was hat Deutschland denn zum exportieren? Wir haben Jahrelang vom Know-how, der Autoindustrie und Elektronischen Teilen gelebt.
Die Autoindustrie läuft soweit (allerdings die Frage wie lange noch), was ist aber mit den großen Firmen wie Loewe, Blaupunkt, Grundig, Telefunken passiert? Sind alles nur noch Ramschfirmen. Bleibt das Know-How.
Das kann sich China aber einfach kaufen. Hups, wir brauchen 1000 Ingenieure? Holen wir uns aus Deutschland. Da verlässt unser Know-How ganz schnell das Land, bei dem was dort gezahlt wird.
Wir sollten aufpassen, dass wir da nicht ganz schnell außen vor sind.
Das war jetzt relativ grob runtergebrochen und natürlich bin ich kein Wirtschaftsfachmann, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass ein Deutschland allein sich nicht gegen China oder Indien (die Russen haben glaube grade andere Probleme, daher suchen die ja auch den Kontakt zu China) auf lange Sicht behaupten kann.

nebomb schrieb:
Manny schrieb:
Woodstock schrieb:
Anderes Thema:
Die Befreiung Auschwitz jährt sich. Haltet ihr euch für schuldig?
Hhmmm.....nö.
Schließe mich dessen an
Ebenfalls nö
 
A

AlecEmpire

Guest
Woodstock schrieb:
Anderes Thema: Die Befreiung Auschwitz jährt sich. Haltet ihr euch für schuldig?
Auf keinen Fall!
Aber ich denke jeder Menschen in unserem Land der 'Andersartigkeit' gegenüber prinzipiell negativ eingestellt ist, also gegenüber anderen Religionen, Völkern, Ländern, Hautfarben, friedlichen Gesinnungen und Verhaltensweisen, egal welcher Herkunft usw., muss sich mit dem Gedanken einer Mitschuld näher beschäftigen - auch heute!
Und das dürften nicht so wenige sein. Pegida Anhänger würde ich hier nicht generell verurteilen, wir wissen alle dass sich verschiedene Gesinnungen hier vermischen und manche einfach nur Angst haben.

Ich bin zwar ein großer Fan gewachsener Kulturen und halte sie für eine Bereicherung, aber jede multikulturelle Ausrichtung sehe ich in Deutschland als Gewinn an. Unsere Kultur sollte insbesondere Weltoffenheit vermitteln, zu allem und jeden das uns friedlich gesonnen ist. Wir sollten die Dortmunder sein die selbst den Schalkern die engste Freundschaft anbieten (außer natürlich auf dem Fußballfeld!).
 

Schneebauer

Targaryen
AlecEmpire schrieb:
Woodstock schrieb:
Anderes Thema: Die Befreiung Auschwitz jährt sich. Haltet ihr euch für schuldig?
Wir sollten die Dortmunder sein die selbst den Schalkern die engste Freundschaft anbieten (außer natürlich auf dem Fußballfeld!).
Und dennoch würdest du nicht wollen, dass überall in Dortmund Blau-Weisse S04 Fahnen hängen würden. :wink:

Bzgl. PEGIDA: Das wird in meinen Augen von Politikern und Median genutzt um sich eine Platform für Ihre Parolen zu schaffen. Generell dagegen sein, weil es (noch) zu wenige sind. Sollten das mal in mehreren Städten ein Ausmaß annehmen wie in Dresden oder Leipzig, werden die sich wieder drehen wie ein Fähnchen im Wind. Ich kann diese Verallgemeinerungen einfach nicht ausstehen. Warum ist jeder Moslem ein Terrorist, oder IS Anhänger? Warum ist jeder PEGIDA Sympathisant ein Nazi?
 

Tyler Durden

Weltraumaffe
Teammitglied
Bei Pegida laufen wirklich unterschiedliche Leute mit. Die einen sind nur verunsichert oder verängstigt, die anderen sind sichtlich braun und nutzen das aus, um das Volk noch weiter anzuheizen und ihre Überzeugungen weiter zu verbreiten. Das Interessante an Pegida ist ja, dass sie vor allem dort viele Anhänger hat, wo es die wenigsten Ausländer gibt. In Sachsen sind das, glaub ich, 0,1 oder 0,2%. Sie haben wahrschienlich zu wenig Kontakt zu den Leuten und kennen Moslems nur aus den Nachrichten, wo sie natürlich schlecht wegkommen. Aber da sieht man ja nur die Radikalen. Wer mit ihnen Tür an Tür lebt oder zusammenarbeitet, stellt fest, dass es unter ihnen genauso wie unter den Einheimischen solche und solche gibt.
Klar sind die Terroristen gefährlich und es kann jederzeit was passieren. Aber wenn wir dadurch in Panik geraten und aggressiv werden, haben die erreicht was sie wollten. Von Pegida profitieren sie dann auch, weil sie ihren Rekruten dann sagen können: Seht ihr, sie hassen uns.
Was ich aber am wenigsten verstehe, sind Einheimische, die mit den islamistischen Terroristen sympathisieren oder sogar selber ins Ausland reisen, um sich zu einem Krieger ausbilden zu lassen. Wie durch muss man sein?
 

NewLex

Active Member
Tyler Durden schrieb:
Was ich aber am wenigsten verstehe, sind Einheimische, die mit den islamistischen Terroristen sympathisieren oder sogar selber ins Ausland reisen, um sich zu einem Krieger ausbilden zu lassen. Wie durch muss man sein?
Bei den Männern liegts wohl an den 69 (?) Jungfrauen die sie bekommen... Warum aber auch Mädchen in den Dschihad ziehen und sich "verheiraten" lassen ist mir völlig schleierhaft :huh:
 

DoubleD.01

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Tyler Durden schrieb:
Was ich aber am wenigsten verstehe, sind Einheimische, die mit den islamistischen Terroristen sympathisieren oder sogar selber ins Ausland reisen, um sich zu einem Krieger ausbilden zu lassen. Wie durch muss man sein?
Hmm, hab letztens gelesen, dass das eine Art Teufelskreis ist. Sie (Moslems, bzw. Ausländer) fühlen sich hier nicht wohl, da sie sich nicht aufgenommen fühlen. Hier sind sie Ausländer, in Ihrem "Heimatland" (also Geburtstland der Großeltern wahrscheinlich) sind sie es aber genauso. Deshalb suchen Sie nach ihrer Identität... und laufen dann radikalen Predigern in die Arme, die Ihnen das Gefühl geben, endlich angekommen sein, bei jmd. der die gleichen Probleme hatte. Und dann beginnt die Gehirnwäsche.
 

Woodstock

Z-King Zombies
Da ist es recht ähnlich. Wer eine Gruppe sucht um sich zugehörig zu fühlen, kann in die schlimmsten Kreise kommen. Die Rechten arbeiten nicht anders.
 

Rebell

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Zu Griechenland:

Der Schuldenschnitt kommt ja so oder so. Die Frage ist doch: Machen wir das und sagen GREXIT (beste Variante!) oder machen wir es und Pumpen erneut rein? Dann werden aus den ca. 60 Milliarden Verbindlichkeiten die für uns entstehen schnell 120+. Griechenland ist ein Fass ohne Boden. Ich habe zwar die Hoffnung das die Linken z.B. Korruption endlich mal eindämmen können... aber das ändert nix daran das die nächsten Schulden schon wieder aufm Schirm sind.
Griechenland braucht seinen eigenen Wechselkurs zu Bedingungen die diesen Staat wieder Wettbewerbsfähig machen.

Draghi hat mit seinen 1000 Milliarden €uro Paket (davon 60 pro Monat Staatsanleihenkauf) zwar ordentlich gedruckt und vor allem den Euro gedrückt damit Griechenland/Italien etc. es endlich etwas einfacher haben... aber das hat Massivste Auswirkungen auf Deutschland der den hohen Euro Kurs braucht. Binnen weniger Tage haben Menschen z.B. 30.000 € für die Altersvorsorge verloren. Weil die Zinsen jetzt dermaßen im Eimer sind und Risikoloses Geld anlegen unmöglich geworden ist. Hier muss endlich was geschehen. Am meisten wünsche sogar ich mir mittlerweile: Raus aus dem Euro.

Zu Pegida:
Hier muss man nat. noch sagen das wirklich Tausende Anhänger nicht aus Dresden sind. Sie kommen von überall. Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund usw. Pegida darf NIEMALS als Regionale Demonstration angsehen werden. Die Probleme bzw. die Punkte die dort angesprochen werden sind Deutschlandweit anzuerkennen.

Pegida: Der Name ist Scheiße, die Bewegung als solche nicht. Das Rassisten diese Basis ausnutzen würden ist klar und darf auch nicht unterschätzt werden.

Ich pers. stehe Neutral zur (echten!) Pegida und dem 19. Punkte Plan den ich fast vollständig Akzeptieren kann. Aus diesem Grund kann ich auch die extrem Tendenziöse und falsche Berichterstattung darüber als solche immer wieder nur Kopfschüttelnd hinnehmen. (Seltene Lichtblicke gab es in einen Kommentar von RTL West Chefredakteur z.B.)
 

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Rebell schrieb:
Zu Griechenland:

Der Schuldenschnitt kommt ja so oder so. Die Frage ist doch: Machen wir das und sagen GREXIT (beste Variante!) oder machen wir es und Pumpen erneut rein? Dann werden aus den ca. 60 Milliarden Verbindlichkeiten die für uns entstehen schnell 120+. Griechenland ist ein Fass ohne Boden. Ich habe zwar die Hoffnung das die Linken z.B. Korruption endlich mal eindämmen können... aber das ändert nix daran das die nächsten Schulden schon wieder aufm Schirm sind.
Griechenland braucht seinen eigenen Wechselkurs zu Bedingungen die diesen Staat wieder Wettbewerbsfähig machen.

Draghi hat mit seinen 1000 Milliarden €uro Paket (davon 60 pro Monat Staatsanleihenkauf) zwar ordentlich gedruckt und vor allem den Euro gedrückt damit Griechenland/Italien etc. es endlich etwas einfacher haben... aber das hat Massivste Auswirkungen auf Deutschland der den hohen Euro Kurs braucht. Binnen weniger Tage haben Menschen z.B. 30.000 € für die Altersvorsorge verloren. Weil die Zinsen jetzt dermaßen im Eimer sind und Risikoloses Geld anlegen unmöglich geworden ist. Hier muss endlich was geschehen. Am meisten wünsche sogar ich mir mittlerweile: Raus aus dem Euro.

Zu Pegida:
Hier muss man nat. noch sagen das wirklich Tausende Anhänger nicht aus Dresden sind. Sie kommen von überall. Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund usw. Pegida darf NIEMALS als Regionale Demonstration angsehen werden. Die Probleme bzw. die Punkte die dort angesprochen werden sind Deutschlandweit anzuerkennen.

Pegida: Der Name ist Scheiße, die Bewegung als solche nicht. Das Rassisten diese Basis ausnutzen würden ist klar und darf auch nicht unterschätzt werden.

Ich pers. stehe Neutral zur (echten!) Pegida und dem 19. Punkte Plan den ich fast vollständig Akzeptieren kann. Aus diesem Grund kann ich auch die extrem Tendenziöse und falsche Berichterstattung darüber als solche immer wieder nur Kopfschüttelnd hinnehmen. (Seltene Lichtblicke gab es in einen Kommentar von RTL West Chefredakteur z.B.)

Deutschland braucht den starken Euro? Wir haben immer noch einen massiven Bruttoexport Überschuss. In solch einer Situation profitiert die deutsche Wirtschaft ohne wenn und aber vom schwachen Euro. Vorallem da ein Großteil unserer Importe fossile Brennstoffe sind, deren niedriger Börsenkurs die Verteuerung durch den schwachen Euro auffrisst. Bessere Rahmenbedingungen sind für unsere Wirtschaft schwer zu finden. Das die Altervorsorgen zur Zeit bedroht sind ist auch totaler Bullshit. Ich habe gerade erst ein paar Monate bei einem Lebensversicherer gearbeitet, hab die Zahlen also selbst gesehen. Wenn Lebensversicherer nach BaFin vorgaben gewirtschaftet haben, hat man noch mindestens 5 Jahre lang keine Probleme zu Befürchten. Den Garantiezins einzuhalten ist, falls die Zinsen langfristig niedrig bleiben, erst in mehreren Jahren wirklich problematisch, da die aufgebauten Deckungsrücklagen massiv sind. Wie die meisten wünscht du dir: "raus aus dem Euro!". In dem Fall hast du aber eine seltsame Art Mathematik zu betreiben (was auch deine Makroökonomischen Thesen hier erklären würde), befürworten doch immer noch 70-80% der Deutschen den Euro. Und das auch mit gutem Recht, denn all die positiven Effekte die der Euro seit Einführung für unsere Exportwirtschaft hatte wegzureden nur weil man jetzt zur Kasse gebeten wird ist nichts anderes als Geschichtsverklärung.

Machen wir mal weiter mit deinem Pamphlet. Wie kann ich denn eine Organisation, dessen Teilnehmerschaft zu 90% in Leipzig auftritt nicht regional betrachten? Die seltsamerweise ausgerechnet dort wahrgenommenen Probleme scheinen doch sonst in Deutschland nur geringere Bedenken auszulösen? Wie können Rassisten eine "Basis" ausnutzen, die grundlegend von rassistischem, zwei Klassen denken durchzogen ist? Dass du dem 19 Punkte Plan zustimmen kannst ist natürlich nicht verwunderlich, schießt das Manifest in seinen Punkten doch so knapp über gar nichts, das sich kaum etwas mit Reibungspunkten finden lässt. Da wurde einmal wild und breit gefischt, viel was erstmal gar nicht so verkehrt klingt und keinerlei Lösungen anbietet. Wo ist da der Inhalt, den die Pediga beiträgt? Wo ist das der Protest? Der findet sich nur in den doch sehr fragwürdigem Verhältnis zur deutschen Demokratie, der Pressefreiheit und den Meinungen am rechten Rand.
 

Rebell

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Ich betrachte dabei die ganze Bewegung und Ecke mich nicht an einen Punkt an. Aber:

Über die Islamisierung einiger Ortschaften in Ballungszentren werden dir andere aber durchaus etwas anderen sagen können... alleine in Köln gibt es 3-4... ja sogar 5 Bezirke die echt Brenzlig sind. Chorweiler, Kalk (wobei sich hier die Lage etwas entspannt hat durch eine Aufwertung des Gebiets, Porz, Kölnberg, Bocklemünd sind sog. von der Allg. nat. nicht anerkannte Parallelgesellschaften. Ich sage es ganz Krass: Ich meide diese Orte wie ich nur kann und wenn ich mal hin muss dann versuche ich schnell zu sein und vor allem: Nicht Abends hinzugehen. Die Polizei kommt immer nur mit mehreren, der Rettungswagen kommt nur mit der Polizei. Rufst du die Polizei wegen Nichtigkeiten (zu denen die sonst auch kommt) kannst du damit rechnen das diese eben nicht kommt. Das ist Alltag. (Ausnahmen bestätigen die Regel)

Nat. sind diese Gebiete ein Ergebnis der fatalen Politik der 70er wo Gastarbeiter einfach nur schnell in Gebiete zusammen gepfercht wurden. Aber ähnliches kann man auch z.B. in Dortmund und Berlin erleben.
Ich will damit nichts überspitzen... aber dieses Phänomen gibt es absolut und muss def. angesprochen werden. In diesen Gebieten herrschen eigene Regeln (nicht unbedingt der Sharia, aber gerade Köln/Dortmund/Berlin sind z.B. Türkische Gebiete mit Islambezug)

(Und damit das direkt klar gestellt ist: Ich habe NICHTS gegen den Islam als Religion, ich kenne selber Moslems und die sind Super Korrekt! Gut, als Atheist ist mir die Religion ehrlich gesagt eh scheiß egal. Leben und Leben lassen, ich Respektiere Menschen mit Glauben und andersrum was nat. den Namen für mich Ad Absurdum führt was mit ein Grund ist weshalb ich nur Neutraler bin.)


@Doppelnull:
Seit wann müssen Demonstranten Lösungen bereithalten? Auf einer Demonstration kritisierst du etwas (oder bist für etwas, je nachdem). Ich kann auch als außenstehender nur auf das gucken für was die Pegida als solche steht, das steht im 19 Punkte Plan. Selbst wenn mir einige Punkte nicht zusagen so ist keiner davon Rechtsradikal oder Volksverhetzend. (Wäre es das wäre die Pegida sowieso nicht Existent). Das Volk, und wenn es hier nur % davon sind. Und ja, Pegida ist imo nicht als Regionale Demo zu betrachten. Aber das ist meine eigene Sicht auf diese Dinge. Für mich ist das ganze sowieso Extrem überhyped, zuviel Wind um nix.


Das gerade die Deutsche Exportwirtschaft gut am niedrigen Euro tut ist mir absolut bewusst. Aber der Schwache Euro drückt und drückt. Dadurch wird Öl, weil in Dollar bewertet, bald wieder teurer und damit auch die Spritpreise wieder anziehen. Auch andere Dinge dürften... KÖNNTEN... in dem Zusammenhang steigen. Man sieht doch in Russland wie ein niedriger Rubel sich auswirkt. Und da Geld ohne Ende gedruckt wird und die Zinsen am Boden sind...

Wenn du mal kurz in der Lebensversicherung gearbeitet hast... dann erklär mir doch mal warum mein Vater mit seiner Versicherung dann so viel am verlieren ist? Eine ursprünglich auf 100.000 € festgelegte (Nach der Währungsumstellung, in DM entsprechend mehr) Versicherung hat in den letzten Jahren 40.000€ Verloren. Die letzte Hochrechnung war 60.000 €. Und mein Vater bedient diese Versicherung seit... den 70/80ern. Also eig. eine die eigentlich absolut abgesichert sein soll. Wer davon profitiert sind nat. die Spekulanten Versicherer... aber nicht die die möglichst Risikofrei gearbeitet haben durch Verzinste Geldanlagen und nur wenig Börsenaktivität.

Im übrigen: Raus aus DEM Euro. Das ist kein genereller Affront gegen eine Gemeinschaftswährung. Und da sind im laufe der letzten Monate immer mehr und mehr Wirtschaftsprofessoren, Doktoren, Waisen usw. ebenfalls drauf gekommen. Der Euro so wie er ist funktioniert jedenfalls nicht. Und das wissen auch immer mehr Menschen hierzulande. (Wie alt ist die 70-80% Rechnung?)


 

Rebell

Active Member
00Doppelnull schrieb:
Die Kommunikation mit Kritikern hast du dir auf jedenfall schonmal bei der "echten" Pediga abgeschaut.
Wieso? Ich finds toll. Ich hab in den letzten Wochen viele, größtenteils gute Diskussionen deswegen gehabt. Dabei viele Ansichten kennen und schätzen gelernt. Nur weil die Meinung anderer nicht der meinen entspricht ist diese ja nicht Negativ. Aber das schließt ja nicht aus das ich versuchen möchte durch vermittlung meines Standpunktes evtl. eine Meinung zu ändern... einer Person eine andere Sicht auf die Dinge zu zeigen.

So habe ich in den letzten Monaten wie gesagt vieles gelernt, man erfährt ja auch ständig anderes, neues usw. So bin ich von Anti-Pegida auf Neutral gekommen. Ich kann es nicht voll unterstützen. Aber ich kann auch so manche, meist verallgemeinernde Dinge, nicht verstehen. Das spreche ich offen an, auch wenn man dann darüber lachen möchte oder sonstwas. Aber ich hab schnell gemerkt das man damit Leben muss. Entweder bist du Anti-Pegida oder Nazi. Selbst wenn du eig. nix damit zu tun hast. :blink:
 

00Doppelnull

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Also erstmal ist es alles andere als die feine englische Forenart, einen Post der nur aus "..." Bestand in dem Maße umzueditieren. Aber gut, gehen wir es mal durch:


Rebell schrieb:
Ich betrachte dabei die ganze Bewegung und Ecke mich nicht an einen Punkt an. Aber:

Über die Islamisierung einiger Ortschaften in Ballungszentren werden dir andere aber durchaus etwas anderen sagen können... alleine in Köln gibt es 3-4... ja sogar 5 Bezirke die echt Brenzlig sind. Chorweiler, Kalk (wobei sich hier die Lage etwas entspannt hat durch eine Aufwertung des Gebiets, Porz, Kölnberg, Bocklemünd sind sog. von der Allg. nat. nicht anerkannte Parallelgesellschaften. Ich sage es ganz Krass: Ich meide diese Orte wie ich nur kann und wenn ich mal hin muss dann versuche ich schnell zu sein und vor allem: Nicht Abends hinzugehen. Die Polizei kommt immer nur mit mehreren, der Rettungswagen kommt nur mit der Polizei. Rufst du die Polizei wegen Nichtigkeiten (zu denen die sonst auch kommt) kannst du damit rechnen das diese eben nicht kommt. Das ist Alltag. (Ausnahmen bestätigen die Regel)

Etwas anderes als was? Ich komme selber aus Gelsenkirchen, meine Freundin lebt in Köln und ich in Aachen. Mir sind die sozialen Probleme in einigen Bezirken durchaus bekannt. Das hat aber wenig mit der Islamisierung zu tun. Auch mir sind einige der Teehäuser hier suspekt, respektieren kann ich das aber trotzdem. Das Problem ist die Ghettoisierung, nicht die Islamisierung. Es ist ein soziales Problem, kein religiöses. Fakt ist, die Probleme die du hier wahrnimmst lösen keine organisierten Proteste aus, ausgerechnet dort, wo das Problem besteht.

Nat. sind diese Gebiete ein Ergebnis der fatalen Politik der 70er wo Gastarbeiter einfach nur schnell in Gebiete zusammen gepfercht wurden. Aber ähnliches kann man auch z.B. in Dortmund und Berlin erleben.
Ich will damit nichts überspitzen... aber dieses Phänomen gibt es absolut und muss def. angesprochen werden. In diesen Gebieten herrschen eigene Regeln (nicht unbedingt der Sharia, aber gerade Köln/Dortmund/Berlin sind z.B. Türkische Gebiete mit Islambezug)

Das Problem wird angesprochen. Immer und immer wieder. Aber in gemäßigten und rationalen Rahmen. Nicht indem man es in Propaganda einpackt.

(Und damit das direkt klar gestellt ist: Ich habe NICHTS gegen den Islam als Religion, ich kenne selber Moslems und die sind Super Korrekt! Gut, als Atheist ist mir die Religion ehrlich gesagt eh scheiß egal. Leben und Leben lassen, ich Respektiere Menschen mit Glauben und andersrum was nat. den Namen für mich Ad Absurdum führt was mit ein Grund ist weshalb ich nur Neutraler bin.)


@Doppelnull:
Seit wann müssen Demonstranten Lösungen bereithalten? Auf einer Demonstration kritisierst du etwas (oder bist für etwas, je nachdem). Ich kann auch als außenstehender nur auf das gucken für was die Pegida als solche steht, das steht im 19 Punkte Plan. Selbst wenn mir einige Punkte nicht zusagen so ist keiner davon Rechtsradikal oder Volksverhetzend. (Wäre es das wäre die Pegida sowieso nicht Existent). Das Volk, und wenn es hier nur % davon sind. Und ja, Pegida ist imo nicht als Regionale Demo zu betrachten. Aber das ist meine eigene Sicht auf diese Dinge. Für mich ist das ganze sowieso Extrem überhyped, zuviel Wind um nix.

Genau darum geht es doch. Die Punkte, welche von der Pediga Führung veröffentlicht worden sind, sind Augenwischerei. Propaganda, harmloser und gemäßigter zu wirken als tatsächlich angenommen. Darauf darf man doch nicht reinfallen.

Das gerade die Deutsche Exportwirtschaft gut am niedrigen Euro tut ist mir absolut bewusst. Aber der Schwache Euro drückt und drückt. Dadurch wird Öl, weil in Dollar bewertet, bald wieder teurer und damit auch die Spritpreise wieder anziehen. Auch andere Dinge dürften... KÖNNTEN... in dem Zusammenhang steigen. Man sieht doch in Russland wie ein niedriger Rubel sich auswirkt. Und da Geld ohne Ende gedruckt wird und die Zinsen am Boden sind...

Das musst du mir erklären, was es bedeuten soll dass der schwache Euro "drückt". Sind wir hier beim Stammtisch? Damit kommst du nach ein paar Bieren vielleicht durch, aber nicht bei jemandem mit einem Abschluss in Volkswirtschaftslehre. In den meisten Industriezweigen fangen die niedrigen Brennstoffpreise den schlechten Kurs auf. In den anderen ist es immer noch ein Bruttogewinn, weil unsere Exporte deutlich überwiegen. Das macht sich auch im Wirtschaftsklima Index bemerkbar, der deutlich positiver ist als noch im Vorjahr. Russland ist ein völlig anderes Biest, was unter völlig anderen Probleme zu leiden hat und mit komplett anderen Rahmenbedingungen arbeitet.

Wenn du mal kurz in der Lebensversicherung gearbeitet hast... dann erklär mir doch mal warum mein Vater mit seiner Versicherung dann so viel am verlieren ist? Eine ursprünglich auf 100.000 € festgelegte (Nach der Währungsumstellung, in DM entsprechend mehr) Versicherung hat in den letzten Jahren 40.000€ Verloren. Die letzte Hochrechnung war 60.000 €. Und mein Vater bedient diese Versicherung seit... den 70/80ern. Also eig. eine die eigentlich absolut abgesichert sein soll. Wer davon profitiert sind nat. die Spekulanten Versicherer... aber nicht die die möglichst Risikofrei gearbeitet haben durch Verzinste Geldanlagen und nur wenig Börsenaktivität.

Die Größe in denen hier die Sprünge passieren, kommt mir doch ausgesprochen seltsam vor. Ich kann mir höchsten vorstellen, dass hier zu einem Zeitpunkt als die Zinsen noch deutlich höher lagen, die potentiellen Boni mit aufgerechnet worden sind. Was zu einem Zeitpunkt mit 6% Zins auf deutsche Staatsanleihen ohne Probleme zu machen war. Aber dein Lebensversicherer muss so oder so seinen Garantiezins einhalten. Nur weil der 2-5% Mindestzins nicht mehr erreicht werden kann und nachträglich auch für Altkunden runtergeregelt worden ist, ist es unmöglich so einen Wertverfall zu haben. Da musst du schon deutlich spezifischer sein was für eine Art Produkt dein Vater dort erstanden hat. Eine normale Zusatzrente definitiv nicht. Die meisten spekulierenden Versicherer stecken inzwischen in größeren Problemen als die konservativen. Ich war im Sommer bei einem Lebensversicherer mit extrem konservativem Anlageprofil und selbst denen geht es finanziell noch die nächsten Jahre selbst bei bleibendem Zins gut. Die Zinsen, wie vor zwanzig Jahren haben wir jetzt nicht mehr. Denn wir haben auch nicht mehr das gleiche Wirtschaftswachstum. Wir sind gerade in einem Stadium, in dem wir einen wirtschaftstimulus brauchen. Der funktioniert leider nur, in dem angemessene Mengen an Krediten und Geld (staatliche Nachfrage) bereitgestellt werden. In so einer Situation sind hohe Zinsen leider keine Option. Das ist langfristig ein Problem, kurzfristig allerdings ein deutlich geringeres, als wieder in die Rezession zurück zu fallen. So oder so hat man ein Problem, nur meckern hilft da nicht.

Im übrigen: Raus aus DEM Euro. Das ist kein genereller Affront gegen eine Gemeinschaftswährung. Und da sind im laufe der letzten Monate immer mehr und mehr Wirtschaftsprofessoren, Doktoren, Waisen usw. ebenfalls drauf gekommen. Der Euro so wie er ist funktioniert jedenfalls nicht. Und das wissen auch immer mehr Menschen hierzulande. (Wie alt ist die 70-80% Rechnung?)
Ende 2014. Nach dem der Euro ~2012 gehasst wurde, ist die Zustimmung seit 2013 stetig gestiegen. Das ganze ist eine Frage der langfristigen Verantwortung. Wir haben lange genug vom Euro profitiert und werden auch in Zukunft von einer starken Europäischen Binnenwirtschaft profitieren. Je stärker die anderen Wirtschaft um uns herum sind, desto besser für Deutschland als Marktwirtschaft. Das ganze ist simple Pflege des Absatzmarktes, denn rund 60% unseres Exportes sind EU Exporte. Wenn man kurzsichtig jetzt die Reißleine zieht, nur um schnell vom Schiff zu springen, so schafft man sich langfristig mehr Probleme als wenn man die europäische Wirtschaft erst einmal stabilisiert und danach reformiert. Einfach nur raus ist keine Lösung.

 

Envincar

der mecKercheF
@ Doppelnull:

Etwas anderes als was? Ich komme selber aus Gelsenkirchen, meine Freundin lebt in Köln und ich in Aachen. Mir sind die sozialen Probleme in einigen Bezirken durchaus bekannt. Das hat aber wenig mit der Islamisierung zu tun. Auch mir sind einige der Teehäuser hier suspekt, respektieren kann ich das aber trotzdem. Das Problem ist die Ghettoisierung, nicht die Islamisierung. Es ist ein soziales Problem, kein religiöses. Fakt ist, die Probleme die du hier wahrnimmst lösen keine organisierten Proteste aus, ausgerechnet dort, wo das Problem besteht.
Wie in Medien jetzt schon öfter Thematisiert...der Islam kann nicht ständig ignorieren, dass alle Radikalen im Namen des Islams handeln. Das ist einfach nur Wegschauen und sich das Problem vom Hals halten. Diese Menschen die in diesen Ghettos wohnen sind natürlich Produkte ihres sozialen Umfelds aber eben auch religiös beeinflusst.

Das Problem wird angesprochen. Immer und immer wieder. Aber in gemäßigten und rationalen Rahmen. Nicht indem man es in Propaganda einpackt.
Was hat das bisher so gebracht? Stimmt gar nichts. Immer nur reden reden reden und nichts passiert. Dann gehen mal Leute auf die Straße und formulieren ihre Sorgen und werden dafür sofort in die rechte Ecke gerückt. Wie soll sich denn etwas ändern, wenn die Politiker außer reden nichts tun und die Ängste eines Bevölkerungsteils komplett ignorieren und diese noch als Rechtsradikale hinstellen.

Genau darum geht es doch. Die Punkte, welche von der Pediga Führung veröffentlicht worden sind, sind Augenwischerei. Propaganda, harmloser und gemäßigter zu wirken als tatsächlich angenommen. Darauf darf man doch nicht reinfallen.
Was das letztlich ist kannst du und ich hier sicher nicht beurteilen sondern nur vermuten. Ob das nun ernst gemeinte Forderungen sind oder nur ein Versuch die braune Suppe wieder erstärken zu lassen, kann man wohl kaum beurteilen. Und selbst wenn diese 19 Punkte nur Augenwischerei sein sollen, gehen dort viele Menschen genau wegen diesen Punkten auf die Straße und das sollte mal die Message sein und nicht dumme Idioten ohne Ahnung wollen den Islam aus Deutschland abschaffen. Natürlich hast du unter diesen Menschen auch rechte Deppen aber ich wette die findet man auch in der CDU/CSU und woanders auch. Nur Tragen diese n Anzug und sind schlau genug das nicht öffentlich zur Schau zu stellen.

Ende 2014. Nach dem der Euro ~2012 gehasst wurde, ist die Zustimmung seit 2013 stetig gestiegen. Das ganze ist eine Frage der langfristigen Verantwortung. Wir haben lange genug vom Euro profitiert und werden auch in Zukunft von einer starken Europäischen Binnenwirtschaft profitieren. Je stärker die anderen Wirtschaft um uns herum sind, desto besser für Deutschland als Marktwirtschaft. Das ganze ist simple Pflege des Absatzmarktes, denn rund 60% unseres Exportes sind EU Exporte. Wenn man kurzsichtig jetzt die Reißleine zieht, nur um schnell vom Schiff zu springen, so schafft man sich langfristig mehr Probleme als wenn man die europäische Wirtschaft erst einmal stabilisiert und danach reformiert. Einfach nur raus ist keine Lösung.
Wann soll es denn dazu kommen? Ich sehe eher Spanien und Portugal als nächstes abschmieren, als dass sich die EU stabilisiert oder reformiert wird. Je stärker Deutschland in den Exporten wird, desto schwächer werden die anderen Länder was die Exporte angeht. Wie soll sich ein Griechenland denn dort zurückkämpfen? Aber ich stimme dir zu, dass es fatal für die EU wäre würde Deutschland wieder die D-Mark einführen. Allerdings muss man kurzfristige Möglichkeiten schaffen, die Griechenland helfen seine Wirtschaft wieder ankurbeln. Eine eigene Währung bei gleichzeitigem Erlass von Schulden wäre eine Möglichkeit. Türkei ist da ein sehr gutes Beispiel. Ein Erlass von Schulden bei Beibehaltung des Euros ändert nichts an dem Problem, dass Griechenland am Arsch ist.
 

Manny

Professioneller Zeitungsbügler
Envincar schrieb:
Dann gehen mal Leute auf die Straße und formulieren ihre Sorgen
Sich über die Islamisierung des Abendlandes zu sorgen ist Quatsch. Dann schon eher über die von 00 genannte Ghettoisierung. Aber auch dagegen kann die Politik nur bedingt etwas unternehmen.
 
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