BG Kritik: „Aliens – Die Rückkehr“ (Alien 2)

4. Januar 2019, Christian Mester

Aliens (1986)
Regie: James Cameron
Cast: Sigourney Weaver, Michael Biehn, Bill Paxton

Story:
Nach ihrer Flucht von der Nostromo wird Ellen Ripley von einer Suchmannschaft gefunden, die ihr mitteilt, das sie 57 Jahre im Hyperschlaf verbracht hat. In der Zwischenzeit wurde der Planet, auf dem sie damals das Alien entdeckt hatten, von einer Kolonie Siedler bezogen. Als von dieser keine Lebenszeichen mehr kommen, schickt die Gesellschaft Ripley mit einer Gruppe von gut ausgerüsteten Marines nach LV-426, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dort treffen sie alsbald nicht nur auf ein Alien, sondern gleich auf eine ganze Herrrschar samt Königin…

Kritik:
Nach Ridley’s Meisterwerk aus dem Jahre 1979 war es fraglich, ob das Sequel sieben Jahre später ähnliche Akzente setzen konnte – es schaffte es. Mit dem damals noch recht unbekannten James Cameron („Avatar: Aufbruch nach Pandora“) an Bord wurde „Aliens“ zu einem Meisterwerk, das ebenfalls zu den besten Filmen seines Genres gezählt werden darf. Dass „Alien 2“ nicht mehr dem gleichen Rahmen des ersten Teils folgen konnte, war klar, also kam Cameron mit einem neuen Konzept auf, in dem das Alien in Form der Marines bessere Gegner bekam. Gleichzeitig erfuhr man mehr über das Leben der Bestie, die einem Insektenstaat ähnlich aufgebaut sind und fast ausschließlich nach Instinkten leben.

Ähnlich wie in „Predator“ besteht das Team der Marines aus sympathischen, aber knallharten Kerlen, die in den außerirdischen Bestien ihre größten Albträume vorfinden. Anstatt sich aber auf die Action allein zu besinnen, erzählt Cameron gleichzeitig sensationell vom nächsten Kapitel der Ellen Ripley und lässt sie als Figur noch weiter wachsen und reifen. Dazu gibt es eine Muttergeschichte und eine weitere Verschwörung, in der wie beim ersten Teil Mitarbeiter der Gesellschaft versuchen, das Alien für militärische Zwecke zu studieren. Wie auch schon beim ersten Teil sind die Effekte und Sets beeindruckend und atmosphärisch düster. Hier fällt besonders die neue Alienkönigin auf, mit der sich Ripley später einen gewaltigen Kampf in einem futuristischen Gabelstapler liefert. Neben dem Tyrannosaurus aus „Jurassic Park“ gehört sie bis heute zu den ehrfürchtigsten Filmkreaturen, die jemals für die große Leinwand gebaut worden sind.

Alles in allem schafft es Cameron dann auch noch, bei all der Action und Dramatik echte Spannung aufzubauen, die bis zum Ende niemals ablässt und in einem fantastischen Showdown endet, der Geschichte geschrieben hat.

Fazit:
„Aliens“ ist neben „Terminator 2: Judgment Day“ wohl eine der besten Fortsetzungen aller Zeiten, die ihrem genialen Vorgänger in nichts nachsteht. Das Sequel zum gruseligsten Science-Fiction Film aller Zeiten ist gleichzeitig der beste Sci-Fi Actionfilm aller Zeiten.

10/10

Autor: Christian Mester

Dieser Filmenthusiast (*1982) liebt es, manchmal auch mit Blödsinn, Leute für Filme zu begeistern. Hat BG im Jahr 2004 gegründet und ist dann für Pressevorstellungen, Interviews und Premieren viel rumgereist, hat als Redakteur u.a. für GameStar geschrieben, war dann mal Projektleiter in einer Werbeagentur mit Schwerpunkt dt, Kinostarts und - schaut gerad vermutlich schon wieder was.

Um an dieser Diskussion teilzunehmen, registriere dich bitte im Forum:
Zur Registrierung