„Sandkings“: Auch der Fluch der Karibik Regisseur will George R.R. Martin verfilmen

4. März 2021, Christian Westhus

Lange Zeit war es recht ruhig geworden um Gore Verbinski, dem kreativen und einst euphorisch gefeierten Regisseur der ursprünglichen „Fluch der Karibik“ Trilogie und des animierten Tier-Westerns „Rango“ (2011). Doch der finanzielle Flop von „The Lone Ranger“ (2013) wog schwer und konnte auch durch den faszinierend-sperrigen und auffällig kleineren „A Cure for Wellness“ (2016) nicht begradigt werden. Seitdem: mehr oder weniger Stillstand. Doch nun soll es bei Verbinski wieder konkret werden und für sein neues Projekt greift er auf „Game of Thrones“ Autor George R.R. Martin zurück.

„GOT“ ist im TV seit mehr als einem Jahr vorüber und hinterließ einen eher negativen Beigeschmack. Doch mit etwas Verzögerungen kommen nun neue Martin-Adaptionen um die Ecke, darunter auch eine von Paul W.S. Anderson. Netflix hatte schon seit einer Weile eine Verfilmung der Novelle/Kurzgeschichte „Sandkings“ (dt. „Sandkönige“, 1979) ins Auge gefasst. Wie Collider durch ein exklusives Interview erfahren haben will, soll Verbinski die Regie beim Film übernehmen, während „Utopia“ und „The Third Day“ Schöpfer Dennis Kelly gerade am Script sitzt.

Die Science-Fiction Novelle „Sandkings“ wurde 1995 im Zuge des „Outer Limits“ Relaunch bereits einmal fürs TV verfilmt und hat eine Graphic Novel Adaption erhalten. Angesiedelt in Martins „Thousand Worlds“ Universum und damit außerhalb der GOT-Welt, erhielt das Werk sowohl den renommierten Hugo Awards als auch den Nebula Preis. Die Geschichte handelt von Simon Kress, einem jungen Playboy vom Planeten Baldur (ob es da wohl ein großes Tor gibt?). Kress sammelt exotische Tiere und Insekten, erwirbt nun ein Terrarium mit vier separaten Kolonien der so genannten Sandking-Insekten. Diese bauen nicht nur gewaltige ‚Sandburgen‘ für die telepathisch begabte Königin, sondern führen auch regelmäßig Krieg gegen einander. Bis die Sandkönige irgendwann ihrem Terrarium entkommen und Simon Kress‘ Leben auf den Kopf stellen.

Quelle:
Collider

Das klingt gut. Und schräg. Schräg genug für einen kreativen Filmemacher wie Gore Verbinski? (Zum Forum.)

© HBO

Autor: Christian Westhus

Ein echter Ostwestfale. Gebürtig aus einer kleinen Doppelstadt, die niemand kennt, studierte Literatur in einer Stadt, die es angeblich nicht gibt (Bielefeld). Arbeitet seit 2006 für BereitsGesehen, schreibt Kritiken und Kolumnen, gehört zum Podcast Team und ist einmal im Monat beim KultKino in Lippstadt zu sehen.

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